Interview mit Jan Benda von den Dresdner Eislöwen

Jan Benda kehrte im Jahr 2011  nach über 16 Jahren zurück auf das Eis in Deutschland und spielte nochmals in der DEL für die Thomas Sabo Ice Tigers und anschliessend für den EHC München. Nachdem sein Vertrag in München nicht verlängert wurde, entschloss sich der Ex-Nationalspieler zu einem Wechsel nach Dresden in die 2. Bundesliga.

Der 40-jährige wurde in Belgien geboren und begann seine Eishockeykarriere bei den Junioren der Düsseldorfer EG und in der kanadischen Juniorenliga OJHL, ehe er 1989 in die OHL zu den Oshawa Generals wechselte.  In Deutschland spielte Jan beim Grefrather EC (2. Bundesliga), beim ECH Freiburg (1. Bundesliga) und beim EC Hedos München, mit denen er im Jahr 1994 Deutscher Meister wurde, bevor die Deutsche Eishockey Liga gegründet wurde.


(Foto R. Trittin / copyright Dresdner Eislöwen)


Nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft in München zog es den Deutsch-Tschechen, der fünf Sprachen spricht (Deutsch, Englisch, Spanisch, Russisch, Tschechisch) in die AHL zu den Binghamton Rangers und den Richmond Renegades (ECH).  Einem Kurzauftritt bei den Moskitos Essen im Jahr 1995 folgte sein Weg nach Prag. In der Saison 1997 wurde er als Free Agent von den Washington Capitals verpflichtet, wo er allerdings nur 9 Mal auf dem Eis stand und den Rest der Saison im Farmteam den Portland Pirates in der AHL verbrachte.

Der Durchbruch in der NHL gelang ihm leider nicht und so führte Ihn seine nächste Station nach Finnland zu den Porin Ässät und zu Jokerit Helsinki. Finnland folgte ein 5-jähriges Gastspiel in Russland bei AK Bars Karsan, Chimik Moskowskaja Oblast und Sewerstal Tscherepowez.

Zur Saison 2005/2006 wechselte er nach Tschechien und spielte zusammen mit Robert Reichel beim HC Chemopetrol Litvinov, bevor er dann zum HC Pilzen kam.

International nahm Jan Benda in 175 Länderspielen an 9 Weltmeisterschaften und drei Olympischen Spielen (1994,1998,2002) für die Deutsche Eishockey Nationalmannschaft teil.


 



Wir haben Jan Benda in Dresden zum Interview gebeten.
 

1. Frage: Was waren Ihrer Meinung nach die Gründe warum es zu keiner Weiterverpflichtung in München kam?


Jan Benda: „In München war lange Zeit unklar, wie es in der Saison 2012/13 überhaupt weiter geht. Es gab viele Gerüchte. Für die Verantwortlichen war es in Folge dessen schwer neue Spieler zu verpflichten, da sie selber nicht wussten, welcher Weg eingeschlagen werden wird. Deshalb war für mich nach der Saison München tabu.“


2. Frage: Wird Dresden Ihre letzte Station im Eishockey sein?

Jan Benda: „Man sollte nie nie sagen. Aber es ist sehr wahrscheinlich.“


3. Frage: Jeder Spieler hat ja seine eigene Rückennummer. Bei Ihnen haben wir schon sehr viele verschiedene gesehen. Ist dies für Sie nicht so wichtig oder wie kommt das?


Jan Benda: „Natürlich hat jeder eine Lieblingsrückennummer. Bei allen Mannschaften für die ich bisher gespielt habe, war die Nummer, die ich haben wollte, immer vergeben, so dass ich mich anpassen musste. – Die Rückennummer ist nicht ganz bedeutungslos, aber keinesfalls das Wichtigste!“


4. Frage: Wir haben gelesen, dass Dresden vor Ihrer Rückkehr in die DEL auch schon eine Option war. Wie waren Sie mit Ihren Leistungen im letzten Jahr zufrieden?


Jan Benda: „Das ist richtig, ich hatte letztes Jahr schon ein Angebot von Dresden. Was meine Leistungen in der DEL im vergangenen Jahr angeht: Ich habe kaum gespielt, deshalb kann ich das nicht einschätzen. Ich hatte mir mehr davon erwartet und bin enttäuscht von den wenigen Einsätzen, die ich bekommen habe. – Aber wie gesagt, jetzt bin ich in Dresden!“


5. Frage: Wie sind Ihre ersten Eindrücke?


Jan Benda: „Ich muss sagen sehr positiv. Ich habe vorher nicht einschätzen können, was mich hier genau erwartet und welches Niveau die 2. Bundesliga hat. Ich muss ehrlich sagen, dass mich die Eislöwen sehr überrascht haben: Es ist alles sehr professionell; Die Trainingsbedingungen sind ausgezeichnet; Es ist alles zentral gelegen und auf hohem Standard.“


6. Frage: Ist Ihre Familie die vielen Umzüge mittlerweile gewohnt oder wie wurde dieser erneute Umzug aufgenommen?

Jan Benda: „[Lacht] Ein Umzug steht dieses Mal nur für mich an! Meine Familie lebt in Prag, die Kinder gehen dort zur Schule und in den Kindergarten. Ein großer Vorteil ist natürlich, dass Dresden nicht so weit von Prag entfernt ist. Das macht es für uns einfacher: Ich kann hin und her pendeln und meine Familie kann oft hier in Dresden sein.“


7. Frage: Sie sind jetzt 40 Jahre alt, haben Sie sich Gedanken für das Leben nach dem aktiven Eishockey gemacht?

Jan Benda: „Natürlich habe ich mir Gedanken gemacht! Ich bin Unternehmer. Ich habe eine eigene Firma, die ich nebenbei leite. Eine Alternative bildet der Sport: Ich besitze die Trainer-B-Lizenz. Vielleicht werde ich nach meiner Karriere diesen Weg einschlagen und als Trainer im aktiven Eishockey, oder im näheren Umfeld, bleiben. Vielleicht gönne ich mir aber auch eine Pause.“


Wir möchten uns bei Ihnen für dieses Interview herzlich bedanken und wünschen Ihnen und Ihrer Familie alles Gute, viel Gesundheit und Lebensfreude.




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Einsendeschluss ist der 25.09.2012.

(Foto R. Trittin / Dresdner Eislöwen)





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