Interview mit Viona Harrer

Viona Harrer, dieser Name ist in der Eishockeybranche ein Begriff. Sie ist seit Jahren eine feste Größe bei der Deutschen Eishockey Nationalmannschaft der Frauen und spielte bislang bei den Herren der Erding Gladiators in der Bayernliga und im letzten Jahr in der Oberliga Süd.

Zur neuen Saison ist sie zu den Tölzer Löwen, ebenfalls in der Oberliga Süd gewechselt, für die sie bereits 2007/2008 im Profibereich debütierte und in der Jugendmannschaft aktiv war.

Nachdem die Tölzer Löwen beinahe in der 2. Bundesliga gelandet wären, hätte es in der Eishockeygeschichte mit Viona Harrer erst die zweite Frau nach Maren Valenti (Freiburg) in der zweithöchsten Spielklasse gegeben, doch die beste Torhüterin der Bayernliga aus dem Jahr 2011 hat sich mit Ihren "neuen/alten" Verein die Titelverteidgung vorgenommen.

Mit der Deutschen Eishockey Nationalmannschaft der Frauen kämpft Viona im Februar um die Olympiaqualifikation. Seit Ihrem 16. Lebensjahr ist die Sportsoldatin bei der Nationalmannschaft dabei und hat es bislang auf 134 Länderspiele und 7 Weltmeisterschaften gebracht.




Wir haben die Deutsche Nummer Eins in Tölz getroffen und mit Ihr ein Interview geführt.


Wie verläuft für Dich die Vorbereitung in Bad Tölz ?

Viona: Wir sind jetzt seit 3 Wochen auf dem Eis, ich selbst erst seit zwei Wochen und ich kann sagen, dass diese letzten beiden Wochen sehr hart waren, aber es läuft ganz gut. Wir trainieren jeden Tag und meistens sogar zwei Mal täglich, wobei die Vormittagseinheit nicht immer Pflicht ist.


Wie war Dein Einstand in Tölz gegen den DEL Club aus Nürnberg ?

Viona: Ich denke, dass die Mannschaft insgesamt sehr gut gespielt hat, dass wir läuferisch sehr viel Druck gemacht und schon gezeigt haben, dass wir heuer wieder vorne mitspielen werden. Mit meiner Leistung war ich zufrieden, das war ein guter Einstand.


Erhälst Du wieder Deine Rückennummer 27 oder bleibt es bei der 30 ?

Viona: Gegen Nürnberg war mein Trikot nocht nicht fertig, daher denke ich werde ich bald wieder die Nummer 27 haben.


Du warst letztes Jahr zum Ende der Saison maßgeblich am Gewinn der Deutschen Meisterschaft des ESC Planegg in der Frauen Bundesliga beteiligt. Wie kam es dazu ?

Viona: Nachdem wir mit Erding die Playoffs verpasst hatten und ich mit einer Doppellizenz (Planegg) ausgestattet bin und die Weltmeisterschaft auch noch anstand habe ich mir überlegt, dass es gut wäre gleich weiter zu spielen um so bestens vorbereitet zur WM fahren zu können.


Werden wir Dich dieses Jahr auch wieder in der Frauen Bundesliga sehen ?

Viona: Hoffentlich nicht (Lach), da ich mit Tölz doch gerne lange in den Playoffs spielen möchte. Bei Länderspielen bekomme ich aber die Freigabe für die Deutsche Nationalmannschaft, dies ist so bereits abgesprochen.



Viele Torhüter haben ausgefallene Masken. Warum hast Du keine ?

Viona: Das ist eine gute Frage. Früher konnte ich mir das nicht leisten, heute ist dies sicherlich anders, aber schwarz passt einfach am besten zu jedem Trikot und ich würde gar nicht wissen wie ich diese Lackieren lasse.


Du bist seit vielen Jahren als Sportsoldatin im Rahmen der Sporfördergruppe der Bundeswehr tätig. Ist diese Beschäftigung zeitlich begrenzt ?

Viona: Ja das wird immer Jahr für Jahr entschieden und verlängert. Ich habe jetzt noch einen Vertrag bis November 2014 und dann wird es wieder Gespräche mit dem DOSB, Bundeswehr und den Verbänden geben. Dies wird auch von den Leistungen und Erfolgen abhängig sein. Wenn wir mit der Nationalmannschaft erfolgreich sind, dann werden die Förderplätze hoffentlich nicht reduziert.


Mit den Tölzer Löwen geht es dieses Jahr um die Titelverteidigung. Wird der Druck auf Dich da nicht enorm hoch sein ?

Viona: Ich freue mich darauf, denn unter Druck zu stehen, das möchte ich und da spiele ich auch immer besonders gut.


Hätte Dich Tölz auch für die 2. Bundesliga eingeplant ?

Viona: Da hätte sich nichts geändert, mein Vertrag ist auch für die 2. Bundesliga ausgelegt und die jetzige Torhütersituation mit Jimmy Hertel, Marco Wölfl und mir, sowie der Förderlizenz von Andreas Jenike wäre auch hier die gleiche gewesen.


Bist du enttäuscht, dass es mit der 2. Bundesliga nicht geklappt hat ?

Viona: Ja eigentlich schon, ich hätte diese Möglichkeit gerne genutzt, da man als Sportler immer versucht das höchst mögliche zu erreichen und ich der Meinung bin, dass wir auch in der 2. Bundesliga mithalten können. Jetzt geht es erstmal darum den Meistertitel zu verteidigen und dann sehen wir weiter.



Viona war so freundlich und hat uns für unsere Spendenaktion "Thomas Bässler - drohende Beinamputation" unterschriebene Pucks und zwei Original Game Used Goaliesticks zur Verfügung gestellt. Dafür möchten wir uns bei Ihr recht herzlich bedanken.


  

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