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College-Sport in den USA und Kanada–Trittbrett zur Profikarriere

 

Der Weg vom Amateur- zum Profisportler sieht in Nordamerika ganz anders aus als in Deutschland. Über lokale und regionale zu Landesvereinen und in die Nationalliegen – das europäische System des Auf- und Abstiegs kennt man hier nicht. Vielmehr ist vieles einfach eine Frage des Geldes – und die Mannschaften in den populärsten Sportarten gehören lukrativen Investoren, wobei sich ihr Wert nicht nur nach dem Erfolg, sondern vielen anderen Faktoren wie der geografischen Lage und dem Vermarktungspotenzial im Fernsehen richtet. Eine besondere Bedeutung kommt dem College-Sport zu – hier wird der Nachwuchs ausgebildet, und viele ambitionierte Spieler schaffen es von dort in die großen Ligen „gedraftet“ zu werden.

 

 

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(Quelle: unsplash.com)

 

Auch wenn der College-Sport in den USA und Kanada offiziell Amateursport ist und die Spieler nicht bezahlt werden dürfen, hat er doch ganz erhebliche finanzielle Bedeutung für den Nachwuchs: talentierten Spielern locken Stipendien, erhebliche finanzielle Unterstützung in Unterkunft und Verpflegung und eben der Zugang zu den Eliteschulen des Landes. Für die Universitäten selbst, insbesondere in den USA, gelten renommierte Teams gleichermaßen als lukrative Einnahmequelle – denn je erfolgreicher und bekannter das College Team ist, umso höher können die Aufnahmegebühren sein – hier oftmals im fünfstelligen Bereich – und umso höhere Spendensummen können gleichzeitig erwartet werden.

 

Zu den bekanntesten und populärsten College-Sportarten gehören in den USA in erster Linie Basketball und Football, mit leicht abnehmender Popularität natürlich auch Baseball, sowie Eishockey an vierter Stelle – während es sich hierbei in Kanada um den Nationalsport Nummer eins handelt. Wer sich im College sportlich behauptet, schafft es nicht selten direkt in die großen Liegen der MBA, NFL, MLB und NHL. Auch Fußball wird immer beliebter, wobei vom College-Sport der Zugang in die MLS (Major Soccer League) oder die NWSL (National Women’s Soccer League) winkt, was wiederum mittlerweile viele junge Deutsche in die USA zieht, in der Hoffnung es auf diesem Umweg in eine deutsche Profiliga zu schaffen.

 

In Kanada nimmt der College-Sport eine etwas geringe Bedeutung ein als in den USA. Hier wird er von der Dachorganisation Canadian Colleges Athletic Association reguliert, die sich aus fünf regionalen Verbänden zusammensetzt, ähnlich zu den Conferences in den USA, und unterteilt ist in die Regionen Atlantic, Quebec, Ontario, Alberta und Britisch Columbia. Zu den von der CCAA regulierten Sportarten gehören Badminton, Basketball, Crosslauf, Fußball, Golf und Volleyball, während College-Hockey sich auf Community College und Small College Hockey bezieht.

 

College-Sport ist in Nordamerika weitaus mehr als nur Matches und Turniere verschiedener Studenten-Teams, die von Eltern und Kameraden verfolgt werden. Jährlich finden zahlreiche große Events statt, wobei die sogenannte „March Madness“ sicherlich das bekannteste ist: hierbei handelt es sich um die Finalrunde des College-Basketball – ein gigantisches, dreiwöchiges Turnier, das jeden März stattfindet. Dabei qualifizieren sich 32 Teams über die Saison hinweg in ihren Conferences für das Finale, 36 weitere Teilnehmer werden von einem „Selection Committee“ ins Turnier gewählt.

 

Der offizielle Name „NCAA Division 1 Basketball Championship“ wurde gemeinhin einfach durch den Namen „March Madness“ ersetzt, nicht nur aufgrund der tausenden anreisenden Fans, die das Turnier zur mehrwöchigen Party machen, sondern auch aufgrund der gigantischen wirtschaftlichen Bedeutung der Studenten-Sportveranstaltung. Alle wichtigen Fernsehstationen übertragen die Spiele, natürlich inklusive hochdotierter Werbeplätze mit jährlichen Einnahmen bis zu über einer Milliarde Dollar, die Einschaltquoten kommen oft sogar an die des Super Bowl heran. In den Stadien finden sich schon mal bis zu 70.000 Zuschauer ein.

 

Große Bedeutung hat das Event auch im Bereich der immer populärer werdenden Sportwetten – die Amerikaner spielen ähnlich gerne Online Poker mit Echtgeld wie sie auf wichtige Sportereignisse und ihre Favoritenteams setzen. Die Gewinnchancen sind angesichts des hohen Wetteinsätze verlockend, dennoch kommt es immer wieder zu Überraschungen, wenn nicht eine der großen Universitäten, sondern ein Außenseiter gewinnt. Zu den jährlichen Favoriten gehören die Kentucky Wildcats wie auch die Duke Blue Devils, 2021 gewannen jedoch die Baylor Bears, 2022 die Kansas Jayhawks.

 

Nicht nur im Basketball finden wichtige College-Turniere statt, sondern natürlich auch im Eishockey, und die Amateurspieler sind dabei nicht zu unterschätzen. Im Jahr 1980 schickte die USA eine Mannschaft College-Spieler zu den Olympischen Winterspielen in Lake Placid – NHL-Spieler waren hier nicht zugelassen – die gegen eine gefürchtete Mannschaft aus der Sowjetunion antreten musste. Mit dem Sieg des amerikanischen Teams wurde der Begriff „Miracle on Ice“ geboren, noch Jahre später, 1999, wurde das Ereignis im Rahmen einer Umfrage „zur größten US-Sportleistung des 20. Jahrhunderts“ erkoren.“

 

College-Eishockey Turniere werden heute unter dem Dach der NCAA organisiert, wobei zu den Division 1 Teams Atlantic Hockey, Big Ten, CCHA, ECAC Hockey, Hockey East, NCHC sowie einige Division unabhängige Teams gehören. Die Chancen später von einem College-Team aus in der NHL zu landen sind vielversprechend: laut eigenen Angaben der NHL spielten in der Saison 2020/21 insgesamt 348 ehemalige College-Player auf der höchsten Ebene, in den vergangenen drei Jahren kamen 37% der NHL-Debütanten aus College-Teams.

 

Martin St. Louis von Tampa Bay Lightning war der erste einstige College-Spieler, der in der Saison 2003/2004 zum besten Scorer der NHL gekrönt wurde. Seitdem nahm die Zahl der Rekruten aus dem Universitätsbereich konstant zu. Brian Leetch, Chris Chelios, Brett Hull und Mike Richter befinden sich ebenfalls auf der Liste der Weltklassespieler, die ihre Karriere im College begannen. Bekannt ist auch Jonathan Toews aus dem kanadischen Winnipeg, der seit 2007 bei den Chicago Blackhawks spielt, seine Karriere jedoch bereits früh im High-School-Hockey der USA begann. Seit 2005 spielte er im Hockey-Team der University of North Dakota, bevor er 2006 in die NHL gedraftet wurde.

 

Teamsport während des Studiums ist also eine gigantische Chance für die Studenten in den USA, vor allem, weil hier talentierte Sportler oftmals auch vom Schulsystem bevorzugt werden – tägliches stundenlanges Training kann sich eben negativ auf die Leistung in anderen Gebieten auswirken, womit man in diesem Fall nachsichtig umgeht. Wird ein College-Spieler zum Star, wirkt sich dies auf Jahre hinweg positiv auf den Ruf des Colleges und damit auch auf Studentenregistrierungen, Sponsoren, unterstützende Fans und die regionale Sport-Community aus.

 

Wäre Derartiges auch in Deutschland denkbar, wo Amateursport nach wie vor nicht in Universitäten integriert ist? In Österreich bemüht man sich bereits ums Nachahmen – und natürlich stammte die ursprüngliche Idee einer Studenten-Liga von einem begeisterten Austauschstudenten: Lawrence Ginemo hatte 2012 ein Semester in Kentucky verbracht, wo er den Hype um die Kentucky Wildcats aus nächster Nähe erlebte. Zurück in Wien, gründete er die Austrian College Sports League (ACSL), die binnen weniger Jahre zu 800 Athleten, 50 Cheerleadern und einer Marchingband angewachsen war. 2015 kamen 5.000 Fans ins Stadium, um das Finale der Liga zu bejubeln. Heute ist die ACSL die größte College Sport Plattform in Mitteleuropa, mit insgesamt fünf Universitäten in Wien, 857 Athleten in drei Sportarten (Basketball, Football und Cheerleading) und – wie die Website der Liga betont – über 30.000 Fans und Followern.

 

Ein Vorbild für den europäischen Fußball? Um dies zu realisieren wäre ein komplettes Umstrukturieren der nationalen Liga-Systeme nötig, die im Gegensatz zu den geschlossenen Ligen der USA den Ab- wie auch Aufstieg der Mannschaften ermöglichen. Die Vereine in den USA, sogar im College-Bereich, sind gigantische Franchise-Unternehmen mit zahlungskräftigen Investoren, die beispielsweise auch den Umzug einer Mannschaft von einer Stadt in die andere veranlassen können. Die Chancen für die Studenten sind hier allerdings so hoch, dass immer mehr deutsche Sportler in die USA abwandern – derzeit spielen beispielsweise 367 deutsche Männer und 126 deutsche Frauen in der amerikanischen NCAA und versprechen sich hier bessere Chancen auf eine Profi-Fußballkarriere als in der Heimat.

 

 

 

Eishockey News Center

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