Eishockey live anschauen: 6 Praxistipps für Neulinge

 

Längst nicht jeder, der sich an die frostige Fan-Leidenschaft herantasten möchte, hat jemand in seinem Umfeld, der ihn mit Tipps und Tricks eines alten Hasen an die Sache heranführt. Kein Problem, die wichtigsten Kniffe haben wir für diesen Artikel zusammengetragen.

 

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(Foto Citypress)


 

Alle Jahre wieder, wenn die DEL-Saison beginnt, strömen nicht nur erfahrene Fans in die Hallen, sondern natürlich auch Neulinge „von 8 bis 88“. Nun ist Eishockey aber bekanntermaßen auch abseits der Regeln des Spiels ein Sport, der sich ganz generell mit nur wenigen anderen vergleichen lässt. Angesichts dessen kristallisieren sich bei den meisten Fans mit der Zeit Dinge heraus, die sie live in der Halle ganz speziell tun oder unterlassen. Wer jedoch niemanden hat, der ihm all das beibringt, der muss es typischerweise selbst via Trial-and-Error herausfinden.

 

Damit gerade das nicht nötig wird, sondern sich auch Neulinge direkt einzig und allein dem Vergnügen auf den Rängen widmen können, haben wir die folgende Sammlung verfasst. Lauter Tipps, mit denen der Hallenbesuch vom ersten Mal an angenehm wird.

 

1. Vorsicht bei den frühen und mitunter ganz späten Saisonspielen

 

Die DEL-Saison beginnt bekanntermaßen um den 12. September herum – plus minus einige wenige Tage. Und sie endet, zumindest wenn man die Play-Offs mit einbezieht, typischerweise an den letzten Tagen des Monats April.

 

Beides hat sich schon häufig für Fans in den Hallen als ziemlich fieser Bumerang erwiesen, übrigens nicht nur für Neulinge, sondern auch manche alten Hasen mit einigen Saisons unter dem Fan-Schal.

Denn in diesen Wochen ist es draußen noch beziehungsweise schon wieder ziemlich warm. Und Wärme, respektive das Sommerhalbjahr, sorgt dafür, dass das menschliche Immunsystem aktiver ist – diese Tatsache ist erst seit einigen Jahren wissenschaftlich erforscht.

 

Was das mit der DEL zu tun hat? Ganz einfach. Selbst in vielen neuen, also typischerweise deutlich wärmeren Stadien, herrscht an solchen Tagen eine ziemliche Temperaturdifferenz gegenüber den normalen Außentemperaturen. Man bewegt sich den ganzen Tag lang in angenehm warmem, oder zumindest mildem Wetter, dann geht es in die Eishalle.

 

Würde dieser Besuch nur einige Minuten dauern, wäre das kein Problem. Da Fans sich jedoch meist mehrere Stunden darin aufhalten, können die ungewohnt niedrigen Temperaturen dafür sorgen, dass schneller eine Erkältung entsteht, weil der Körper auf die Kälte reagiert. Später in der Saison, wenn die Temperaturen angeglichener sind, ist das weniger ein Problem, weil sich unser Immunsystem darauf eingestellt hat. So aber ziehen sich viele Fans bei den ersten und letzten Saisonspielen einen Schnupfen zu.

 

Die Lösung des Problems lautet, sich für diese Spiele generell ungewöhnlich warm anzuziehen – im Angesicht der Jahreszeit. Das verhindert die körperlichen Reaktionen auf die Kälte, die für Erkältungsauslöser besonders förderlich sind.

 

2. Vom Jagdausrüster für die Stehtribüne

 

Viele Plätze in DEL-Stadien sind mittlerweile Sitzplätze – so sehr manche Fans das auch bedauern. Doch sind sämtliche Plätze auf den Rängen davon gekennzeichnet, dass sie einen Untergrund aus Beton haben. Genauer: Mit Eisen armierter Beton, bestenfalls mit dünner Gummi-Noppenmatte bedeckt. Das mag auf den ersten Blick nichts mit den Fans zu tun haben, kann diese jedoch sehr wohl beeinträchtigen.

 

Denn ganz gleich, wie angenehm warm es in der Halle sein mag, der Beton ist im Vergleich dazu überaus kalt. Und das darin eingebettete Metall ist ein hervorragender Wärmeleiter. Beides sorgt beim langen Stehen und Sitzen (und leider oft unbemerkt) dafür, dass die Körperwärme regelrecht aus den Beinen gezogen wird, weil viele Fans zu dünnes Schuhwerk tragen; speziell was die Sohlen anbelangt.

Die Lösung findet sich bei einem beliebigen Jagdausrüster. Diese verkaufen nämlich diverse Boots mit extradicken, isolierten Sohlen; oft sogar komplett mit Teddystoff gefüttert – denn die Waidleute müssen ebenfalls oft Stunden regungslos auf eiskalten Hochsitzen verbringen. Solche Stiefel sind deshalb ideal für die Ränge. Vor allem, weil sie die Füße gegen die Kälte des Betons isolieren, aber auch, weil sie weicher sind, es sich darin also angenehmer stehen lässt.

 

3. Die Regeln kennen, aber sich während dem Spiel nicht dauernd darauf fokussieren

 

Zugegeben, in das Leben eines Eishockey-Fans einzutauchen, ohne zumindest die Basisregeln zu kennen, würde einen wohl um einen Gutteil des Spaßes bringen. Und nicht zuletzt angesichts der Tatsache, dass auch dieser Sport mittlerweile von zahlreichen Bookies abgedeckt wird, also Wettanbietern, würde diese Vorgehensweise wohl auch einiges an „Lehrgeld“ kosten, wenn man deshalb kopf- und ahnungslos wettet.

 

Jedoch: Zuhause die Regeln zu büffeln, ist eines. Etwas ganz anderes ist es jedoch, die ersten Male in der Eishalle zu sein. Denn Eishockey ist schon auf dem Bildschirm schnell. Live und in Farbe wirkt es oft nochmals deutlich schneller. Wer da gedanklich dauernd bei den Regeln ist, verpasst ziemlich fix die Action auf dem Eis, weil er noch über einem Spielzug brütet, während man auf dem Eis schon vier Züge weiter ist – nicht umsonst gilt Eishockey als schnellste Mannschaftssportart überhaupt.

 

Des Rätsels Lösung: Erst einmal nur auf die wichtigste Regel fokussieren, der Puck muss ins gegnerische Netz. Alles andere ist für den Anfang nebensächlich und geht einem sowieso mit der Zeit ins Blut über.

 

 



 

 

4. Immer mit der Zwiebeltechnik arbeiten

 

Es gibt alles in allem 15 DEL-Eishockey-Stadien in Deutschland. Manche sind brandneu, andere haben schon einige Jahrzehnte erlebt. Angesichts dessen gibt es zwei wichtige Regeln für Fans:

  • Je älter das Stadion, desto kälter ist es typischerweise darin und umgekehrt. Die recht neue Kölner Lanxess Arena beispielsweise gilt bei vielen als regelrechte Sauna.
  • Je länger das Spiel voranschreitet, desto wärmer wird es grundsätzlich.

Im Klartext bedeutet das folgendes: Wer lange vor dem Spiel die Halle betritt, wird darin höchstwahrscheinlich deutlich stärker frieren als zu Beginn des letzten Drittels. Erstens, weil die anwesenden Menschen eine ganz enorme Menge Wärme an die Umgebung abgeben. Zweitens, weil man sich selbst auf den Sitzplätzen ein wenig bewegt, jubelt und so weiter.

 

Je länger man sich also in der Arena befindet, desto wärmer wird einem. Diese Tatsache sollte unbedingt durch die richtige Kleiderwahl angesprochen werden. Wer bloß mit T-Shirt und dickem Pulli hineingeht, macht deshalb einen Fehler. Deutlich besser ist es, mehrere dünne Kleiderschichten gemäß des Zwiebelschalenprinzips zu tragen. Beispielsweise:

  • Unterhemd/T-Shirt
  • Longsleeve
  • Dünne Strickjacke
  • Übergangsjacke

Damit wird es möglich, im Verlauf des Spiels eine oder zwei Schichten abzulegen, wenn es zu warm wird. Ohne dass dies jedoch zur Folge hat, dass es anschließend schnell wieder zu kalt wird. Übrigens: Das Prinzip sollte nicht nur für den Oberkörper angewendet werden; auch die Beine zählen dazu.

 

5. Ein Trick für typische Plastiksitze

 

Es gibt Eisstadien, in denen sitzt es sich auf den Rängen wie im Kino – weil die Sitze dort schön gepolstert sind. Das ist nicht nur für den Allerwertesten bequem, sondern hält auch die Kälte ab. In anderen Stadien jedoch, teils auch nur auf bestimmten Rängen, existieren jedoch nach wie vor die typischen Plastik-Sitze mit einer glatten Oberfläche aus Kunststoff. Wer nicht ausreichend „Sitzfleisch“ hat, kann darauf rasch eine ziemlich lange Zeit erleben – inklusive eingeschlafenen Beinen.

 

Der clevere Fan-Neuling bringt sich deshalb ein kleines Sitzkissen mit; alternativ ein Stück passend geschnittene Isomatte oder ein aus ähnlichem Material bestehendes Kissen aus dem Fan-Shop. Selbst ein so dünnes Stück Schaumstoff kann den Unterschied ausmachen. Ist es zudem mit dem Vereinslogo versehen, eignet es sich obendrein hervorragend dazu, anstelle des Schals gewedelt zu werden.

 

6. Ohrstöpsel nicht vergessen

 

Die allermeisten Mannschaftssportarten sind auf den Rängen eine für Neulinge überraschend laute Veranstaltung. Eishockey bedeutet in dieser Hinsicht jedoch in vielen Stadien ebenfalls nochmals eine Steigerung. Primär liegt das an drei Gründen:

  • Manche (nicht alle!) Stadien sind deutlich kleiner als beispielsweise ein Fußballstadion.
  • Fast immer ist alles überdacht.
  • Eishockey-Fans sind nicht nur dem Vernehmen nach die lautesten Fans überhaupt. 2014 beispielsweise holte Medvescak Zagreb den Lautstärke-Weltrekord für Indoor-Hallen nach Europa – mit satten 130,02 Dezibel. Das ist auf dem Niveau eines startenden Düsenjägers in 30 Metern Entfernung!

Unterm Strich bedeutet das, dass schon mancher neue Fan zwar glücklich, aber mit ziemlich klingelnden Ohren aus der Arena kam. Zudem gehen Ärzte davon aus, dass bereits eine regelmäßige Lärmbelastung über 85 Dezibel das Gehör dauerhaft schädigt. Ergo: Es muss kein Kapselgehörschutz sein. Aber wem seine Ohren etwas wert sind, der sollte in der Halle zumindest Ohrstöpsel tragen – auch so wird man garantiert noch alles mitbekommen.

 

 

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