Münchens Kantersieg beim EV Zug katapultiert die Red Bulls doch noch ins Achtelfinale der Champions Hockey Liga

 

Champions Hockey League (Zug/HG) In der Bossard Arena lud der EV Zug zum unmittelbaren Rückspiel gegen die Red Bulls München, welche am 5.10. eine unglückliche und denkbar knappe Heimniederlage gegen den Schweizer Vertreter einstecken mussten. Somit sann das Team um Don Jackson um sofortige Revanche, um doch noch die Qualifikation für die nächste Runde mit einem glatten Erfolg nach 60 Minuten zu ermöglichen. Es war somit für genug Spannung gesorgt in diesem letzten Gruppenspiel. Schließlich bezwang München den EV Zug am Ende sehr deutlich mit 6 zu 1 und zieht neben Rögle BK in die K.O. Phase ein.

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(Fotoquelle City-press)

 

 


Der EV Zug wahrte mit dem eminent wichtigen Sieg in München seine Chancen für das Vorrücken ins Achtelfinale der Champions League. Der amtierende Schweizer Meister wollte nach dem großartigen Erfolg in der eigenen Liga nun auch für Furore in der höchsten europäischen Gewichtsklasse sorgen. Mit ihrer bewährten attraktiven, mutigen und offensiven Spielweise hatten sie gute Chancen, um mit minimal 2 Punkten weiterzukommen. Headcoach Tangnes aus Norwegen bot einen hochkarätigen Kader auf, der mit Gallionsfiguren wie Klingberg und Lander aus Schweden oder dem Tschechen Kovar gespickt war.

 

Die Red Bulls aus München brachten sich durch die Hinspielniederlage selbst in diese brenzlige Situation. Heute galt es, auf den Punkt die beste Leistung abzurufen und den Schweizern klar die Grenzen aufzuzeigen, um auf dem letzten Drücker doch noch den begehrten zweiten Tabellenplatz in ihrer Gruppe zu sichern. Overtime bzw. Penaltyschießen waren heute definitiv keine Option für München.

 

Den Anfangsakzent setzten die Gäste aus München, die durch Eckl das erste Ausrufezeichen setzten und früh in Führung gingen. Der Schweizer Goalie sah bei diesem scheinbar haltbaren Schuss von der blauen Linie etwas unglücklich aus. Es hätte nicht besser losgehen können für die Red Bulls: Es war quasi Welt verkehrt, denn beim Hinspiel in der Landeshauptstadt verbuchte der EV Zug den schnellen Vorsprung nach wenigen Momenten.  

 

Im ersten Powerplay, in dessen Disziplin die Gäste eine herausragende Quote bisher aufwiesen, war noch nicht so viel Betrieb vor Genoni; dabei hätten die Red Bulls gleich mal nachlegen können. Die ehemalige Weltranglistenerste aus der Schweiz, Martina Hingis war prominente Beobachterin des heutigen Showdowns. Sie durfte dann das erste Überzahlspiel der Heimmannschaft verfolgen, die durch Martschini einen gefährlichen Abschluss verzeichneten.

 

Wieder komplett prüfte Street Genoni, der sich nun wieder mehr Druck seitens der Red Bulls gegenübersah, die erneut in Unterzahl gerieten. Mauer besaß sogar die Möglichkeit auf den Shorthander bei seinem Ausflug, doch der Zuger Keeper blieb cool. Martschini war der Antreiber in diesem Powerplay, das die Münchener zwar schadlos überstanden, doch kurze Zeit später in der 14. Spielminute bestrafte der EV Zug die noch vorhandene Unordnung im Abwehrverbund mit dem Ausgleich durch ihren Top Stürmer Kovar. Der Videobeweis bestätigte ein „good goal“; über das Mikro der Referees konnte man deren fachkundige Argumentation gut mithören.

 

Auch dank der vermehrten Strafzeiten bei den Gästen kam der EV Zug sukzessive besser in die Partie. Auf Disziplinlosigkeit war Don Jackson sicher nicht gut zu sprechen, hier bestand Handlungsbedarf, wollte man heute den Einzug in die nächste Runde auch klarmachen. Jetzt kam man selbst wieder in numerische Überlegenheit: Hager und Gogulla hatten gute Chancen für den zweiten Treffer. Im 5 gegen 5 verhinderte Aus den Birken eine dicke Gelegenheit vom NHL erfahrenen Anton Lander. Das war extrem wichtig, um nicht in Rückstand zu geraten.

 

Das erste Drittel war zweigeteilt: die ersten 10 Minuten gehörten den Red Bulls, während danach der Schweizer Meister auf Augenhöhe agierte und zu viel Strafen bei den Gästen provozierte. In der Bully Quote lagen die Gastgeber jedenfalls klar in Front und hätten bei dem aktuellen Spielstand in der Endabrechnung die Nase vorne vor den Münchenern.

 

Im Mittelabschnitt mussten die Gäste aus München genauso loslegen wie in Drittel Nummer 1. Eine vermeintliche Strafe gegen den EV Zug wegen Haltens wurde jedoch nicht gepfiffen. Wirbelwind Ortega verwirrte die Defensive der Schweizer für einen kurzen Moment, doch unmittelbar danach brachte Tiffels mit seinem schlitzohrigen Schuss die Münchener in der 25. Spielminute wieder in Führung. Nun mussten sie nur nachlegen, aber Ehliz ließ eine Top Gelegenheit ungenutzt. In ihrer Chancenverwertung bestand beim EHC Red Bull München noch Luft nach oben. Dies durfte sich heute Abend keinesfalls rächen.

 

Nach kürzerem Abtasten markierte Schütz in der 31. Spielminute für seine Red Bulls den dritten Treffer der Begegnung. Auch bei diesem Gegentor machte Genoni nicht die beste Figur und wurde folgerichtig von Coach Tangnes erlöst, der mit dieser Aktion ein Zeichen setzen wollte. Für den etatmäßigen Top Goalie, der heute einen rabenschwarzen Abend erlebte, durfte nun Hollenstein das Gehäuse hüten und sich beweisen.

 

Der zweimalige Schweizer Meister EV Zug erarbeitete sich das nächste Powerplay, in dem Müller den Münchener Keeper ernsthaft prüfte. Kovar ließ sich bisher kein Überzahlspiel bei den Hausherren entgehen, so heiß war der tschechische Stürmer. Ehliz, der grad in der Kühlbox weilte, beförderte den Puck in die Fanghand von Hollenstein. In der letzten Minute vor der Sirene war harte Defensivarbeit bei den Gästen angesagt, die eine zwei Tore Führung in den Schlussabschnitt mitnahmen und nun klar auf Kurs in Richtung Achtelfinale lagen.

 

Im Schlussabschnitt musste der Gastgeber aus der Schweiz ordentlich Gas geben, um doch noch das Ticket zur Weiterqualifikation zu lösen. Gleiches galt für München, die ihrerseits den Fokus auf eine solide Defensive legen würden und ihre brandgefährlichen Spitzen in Szene bringen wollten. Dies wäre fast gelungen, doch im Gegenzug brannte es gleich zweimal lichterloh vor Aus den Birken. Nun war jedem Akteur klar, welch hartes Stück Arbeit noch vor ihm lag.

 

Dies hatten sich die Gäste wohl zu Herzen genommen, denn in der 42. Spielminute überwand Gogullas abgefälschter Schuss den Schweizer Goalie zum 1:4. Mit diesem frühen Treffer im Drittel zogen die Red Bulls wohl ihrem heutigen Gegner den einen oder anderen Zahn, auch wenn die Gastgeber zu keinem Zeitpunkt ans Aufgeben dachten, sondern weiter munter nach vorne spielten. Dieses Tor war nun ein echter Stimmungskiller, denn die Halle verstummte immer mehr.

 

Der quirlige Ortega wollte heute Abend auch noch mal punkten, so viel stand fest. Das Team um Don Jackson agierte nun etwas zu unkonzentriert, so dass die Hausherren druckvoller agieren konnten. Der Fokus musste schleunigst wieder auf die Absicherung vor Aus den Birken gelegt werden. Nun wurde seitens des EV Zug auch dem Frust Tür und Tor geöffnet und Lander musste in die Sünderbox. Mit einem Bauerntrick von Parkes war Hollenstein so leicht nicht zu überwinden. Ortega hätte beinahe eingenetzt, es fehlte nur die Präzision. Im 2 auf 1 verpassten Parkes und Tiffels den fünften Treffer für ihre Farben.

 

Dieses Glücksgefühl holte sich dann der junge Schütz, der sich gegen Schlumpf erfolgreich durchsetzte und zum 1:5 einschob; nun ging Tangnes schon früh All in und brachte den 6. Feldspieler, was letztlich aber im Empty Net Goal durch Lindner nur 36 Sekunden danach mündete. Ein letztes Unterzahl brachte keinerlei Gefahr mehr für das Gehäuse von Aus den Birken, der schließlich den klaren Erfolg mit seinen Teamkollegen feiern durfte.

 

Mit diesem grandiosen Auswärtssieg zog der EHC Red Bull München letzten Endes doch noch in nächste Runde ein und wartete am 15.10.21 ganz gespannt auf die Auslosung für die K.O Phase, in der es namhafte Gegner geben könnte.

 

CHL, 6. Spieltag, 13.10.2021

 

EV Zug – EHC Red Bull München 1:6 (1:1|0:2|0:3)

 

Tore:

0:1 |03| Eckl (Varejcka)

1:1 |14| Kovár (Hansson)

1:2 |25| Tiffels  

1:3 |31| Schütz

1:4 |42| Gogulla (Redmond)

1:5 |55| Schütz (Redmond)

1:6 |55| Lindner (Eckl) ENG

 

1. Drittel Statistik:          6:4 Schüsse, 14:7 gewonnene Bullys, Strafminuten: 6:6

2. Drittel Statistik:       14:12 Schüsse, 13:8 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:4

3. Drittel Statistik:       11:13 Schüsse, 11:13 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:2

 

Referees:   Lemelin (USA) / Tscherrig (SUI)

 

Zuschauer:   3.900

 

Aufstellung:

 

EV Zug: Genoni, Stadler, Hansson, Herzog, Lander, Klingberg, Djoos, Kreis, Martschini, Kovár, Simion, Schlumpf, Gross, Suri, Müller, Bachofner, Cadonau, Hofer, Leuenberger, De Nisco, Allenspach.

 

München: Aus den Birken, Daubner, Blum, Ehliz, Hager, Ortega, Boyle, Seidenberg, Tiffels, Street, Parkes, Abeltshauser, Redmond, Gogulla, Schütz, Mauer, MacWilliam, Lindner, Varejcka, Eckl.

 

 



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Die Champions Hockey League wird seit dem Jahr 2014 als höchster Europokal-Wettbewerb im Eishockey ausgetragen. Es nehmen am Wettbewerb acht Gruppen a 4 Eishockey Teams teil. Die besten zwei Eishockey Mannschaften aus jeder Gruppe qualifizieren sich für die K.O. Phase im Hin- und Rückspielmodus. Das Finale wird in einem Spiel ausgetragen, den Heimvorteil erhält das bis dahin punktbeste Team.

 

Weitere interessante Links:

www.deutschlandcup.de - Alle Informationen über den Eishockey Deutschland Cup seit 1987.

www.eishockey-deutschland.info - Alle Eishockey Weltmeisterschaften, Olympische Spiele seit 1910.

 

 

 

 

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