Quo vadis National League?

 

(Schweiz National Liga) RB Am 1. Oktober begann in der Schweiz die Eishockey-Saison 2020/21 unter besonderen Bestimmungen. Maximal zwei Drittel der vorhandenen Sitzplatzkapazität durfte genutzt werden, das Ticketing fand für das Contact Tracing digital statt, es wurden keine Gästefans zugelassen und das Konsumieren von Bratwurst und Bier war nur im Sitzen erlaubt. Soweit so gut. 

 

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(Foto: Roman Badertscher) Die PostFinance Arena in Bern ist im ersten Meisterschaftsspiel gegen Ambri zu zwei Drittel gefüllt. Die Stehrampe wurde für viel Geld umgebaut.

 


 

Die aufwändige und kostspielige Organisation wurde von Politik und Aussenstehenden gelobt. Bis heute fiel nachweislich noch kein einziger Corona-Fall im Zusammenhang mit einem Eishockeyspiel positiv aus. Doch die Pandemie-Lage verschlimmerte sich in den letzten Wochen auch in der Schweiz und so war der Bundesrat gezwungen, erneut drastische und einschneidende Massnahmen zu treffen, die auch den Sport und die Veranstaltungsbranche erneut mit voller Wucht treffen wird.

 

 

Grossveranstaltungen nur noch mit bis zu 50 Zuschauern erlaubt

 

Ab heute Mitternacht gilt in der Schweiz ein Verbot von Grossveranstaltungen mit mehr als 50 Zuschauern. Dies nachdem bereits einige Kantone letzte Woche die 1000er Grenze wieder eingeführt haben. Die Kantone Bern und Wallis beschlossen sogar kürzlich, Veranstaltungen komplett ohne Zuschauer durchzuführen. Nun gilt schweizweit die 50 Zuschauer Regel, wobei die Kantone diese Regel wiederum verschärfen können aber nicht lockern dürfen. Die bisherigen Kantonsentscheide wurden anlässlich der Medienkonferenz des Bundesrats nicht aufgehoben und bleiben somit weiterhin bestehen.

 

 

Alles für die Katz im Eishockey?

 

Man könnte aufgrund der neusten Entscheide so denken. Dennoch gibt es Hoffnung. Um die Wirtschaft nicht komplett an die Wand zu fahren, wurden Kontaktsportarten im Amateurbereich verboten, nicht aber in den beiden höchsten Ligen. Somit dürfen weiterhin Eishockey- und Fussballspiele ausgetragen werden, nur halt so gut wie ohne Fans. Es bleiben Geisterspiele wie Ende Februar, als die erste Welle durch das Land fegte.

 

 

Liga berät sich während IIHF-Break Anfang November

 

Die Clubs und Ligen haben bereits bei den einschneidenden Kantonsentscheiden von letzter Woche mitgeteilt, unabhängig von der Zuschauerzahl bis zur Nationalmannschaftspause Anfang November weiterzuspielen. Anschliessend werden sich die Clubs mit der Liga beraten, wie und ob die angefangene Saison im Profi-Eishockey fortgesetzt wird. Es gibt drei Varianten, die diskutiert werden: Weiterfahren mit Geisterspielen und hoffen auf Zuschauer sobald sich die epidemiologische Lage verbessert, einen zeitlich festgelegten Saisonunterbruch oder eine Absage der kompletten Saison. Letzteres möchten die Clubs mit allen Mitteln verhindern, auch wenn Geisterspiele für die Clubs nicht rentabel sind.

 

Es ist so oder so ein Minusgeschäft und die Eishockeyclubs werden um Verluste nicht drumherum kommen. Sollte die Saison komplett abgesagt werden, würden auch keine TV-Gelder (35 Millionen Franken) an die Clubs fliessen und es wären grössere Rückzahlungen bei den Sponsoren denkbar. Ein Unterbruch könnte nur die Lösung sein, sofern eine gewisse Planungssicherheit bestehen würde. Beispielsweise, dass ab Januar wieder vor mehreren Tausend Zuschauern gespielt werden könnte. Daher würde nur das Weiterspielen vor leeren Rängen Sinn machen. Wie viele Dauerkartenbesitzer schliesslich das Geld ihres bezahlten Abonnements tatsächlich zurückfordern, bliebt abzuwarten. Die Eishockeyfans in der Schweiz sind sehr treu und mit viel Herzblut und Leidenschaft mit ihren Herzensvereinen verbunden.

 

Als Entschädigung soll das Massnahmenpaket des Bundes dienen, welches nach der Vorstellung im Frühling nochmals überarbeitet werden soll. 75 Millionen Franken für das Profi-Eishockey wurden für das Jahr 2020 als Hilfspaket gesprochen. Der gleiche Betrag soll auch 2021 nochmals zur Verfügung gestellt werden. Geht es nach den Bedingungen vom Frühling sind dies Beträge in Form von Krediten, die innert fünf Jahren zurückbezahlt werden müssten. Die Aufnahme eines Kredits war für die Clubs bisher zu risikohaft. Man hofft nun auf eine Anpassung in Form von Darlehen oder A-fonds-perdu-Beiträge, sogenannte Subventionen, auf deren Rückzahlung die öffentliche Hand von vornherein verzichtet.

 

 

Abschliessend zum Sport selber: Wie lief die Saison bisher?

 

Aufgrund einiger Spielverschiebungen infolge positiven Corona-Tests bei Spielern und Staff-Mitgliedern konnten logischerweise nicht alle Teams die gleiche Anzahl Spiele absolvieren. Auch wegen angeordneter Quarantäne einiger Teams (Fribourg-Gottéron, HC Lugano, EHC Biel, seit heute auch SCRJ Lakers) mussten einige Partien verschoben werden. Der HC Davos hat mit vier Spielen mit Abstand am wenigsten Ernstkämpfe bestritten und liegt mit vier Punkten auf dem letzten Tabellenrang. Die Lions aus Zürich kamen bisher auf zehn Spiele und stehen mit 15 Punkten auf Platz drei. Leader ist der Lausanne HC mit aktuell 19 Punkten. Egal wie die Tabelle am Saisonende aussieht, es wird keinen Absteiger geben und das ist aufgrund der ohnehin schwierigen Situation auch die richtige Entscheidung.

 

 

 


Ligen schweiz

 

Der Eishockey Sport ist in der Schweiz fast so beliebt wie der Fussball und hat einen hohen Stellenwert. Der Schweizerische Eishockeyverband organisiert die Profiligen National League, Swiss League und die Amateurligen MySports.

 

 

 

 

 

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