Entstehungsgeschichte Eishockey in Frankfurt

Frankfurt

EHC Löwen Frankfurt

 

Geschichte :

1966 übernimmt Günther Herold das Amt des Schatzmeisters der Frankfurter Eintracht. 1968 gelingt dann der Frankfurter Eintracht unter Trainer Georg Kowarik der Aufstieg in die 2. Eishockeybundesliga und belegt im zweiten Jahr in der 2. Eishockeybundesliga nur den 12. Platz und muss absteigen. Danach wurde Günther Herold alleiniger verantwortlicher Abteilungsleiter. 1971 folgt dann aus finanziellem Grund der freiwillige Rückzug der Frankfurter Eintracht in die Oberliga. Am 27. Dezember 1981 öffnet dann die neue Eissporthalle am Bornheimer Hang erstmals seine Türen. Im gleichen Winter wird die Frankfurter Eintracht deutscher Oberligameister und steigt in die 2. Eishockeybundesliga auf. Nach drei weiteren Jahren in der 2. Eishockeybundesliga gelingt unter dem finnischen Trainer Jorma Siitarinen 1985 die Rückkehr in die 1. Eishockeybundesliga. Am 10. Mai 1989 stirbt mit Günther Herald der „Vater“ des Frankfurter Eishockeys. Der Hauptverein Eintracht Frankfurt löst 1991 die Eishockeyabteilung wegen erheblicher finanzieller Schwierigkeiten auf. Kurz danach wird der Frankfurter ESC gegründet. Über die Regional- und Oberliga gelingt dem Frankfurter ESC 1993 der Aufstieg in die 2. Eishockeybundesliga.

 

 

In der Spielzeit 1993/94scheitert der Frankfurter ESC im Halbfinale der Play-off Runde am Augsburger EV. Dennoch gelingt dem Frankfurter ESC 1994 der Aufstieg in die 1. Eishockeybundesliga. Mit Gründung der neuen Deutschen-Eishockey-Liga DEL im Jahr 1994 wird der Frankfurter ESC als einer von sechs Zweitligisten aufgenommen, in der die Frankfurt Lions, so der neue Name, zuerst nicht über einen Mittelfeldplatz hinauskommen. Erwähnenswert war, dass die Frankfurt Lions der erste deutsche Eishockeyclub waren, der seinen Namen nach einem Trikotsponsor umbenannte. Die Frankfurter waren für den Schokoriegel „Lions“ von Nestlé der Werbepartner. Es folgen Jahre zwischen Gut und Böse. Die Spielzeit 2002/2003 wurde für die Eishockeycracks aus der Bankenmetropole dann zum größten Desaster, das es in Frankfurt jemals gegeben hatte. Der selbsterklärte Meisterschaftsfavorit und mit dem Ziel des Gewinnes der Deutschen-Eishockeymeisterschaft gestartete hessische Klub rüstete mächtig auf und kaufte Spieler en masse. Doch völlig unerwartet mussten die Frankfurt Lions in die Play-Downs. Das Desaster gipfelte am 23.03.2003 darin, als man gegen die Schwenninger Wild Wings im entscheidenden sechsten Spiel die Play-Down-Serie mit 2:4-Spielen verlor und somit sportlich aus der Deutschen-Eishockey-Liga DEL abgestiegen war. Die Katastrophenspielzeit 2002/2003 endete jedoch noch glücklich für die Hessen. Ausgerechnet die Schwenninger Wild Wings gingen in die Insolvenz und erhielten dadurch keine Spiellizenz für die Spielzeit 2003/04. Somit rückten die Frankfurt Lions wieder in die Deutsche-Eishockey-Liga DEL nach und kamen mit mehr als nur einem blauen Auge davon. Es folgte dann das, wovon auch die kühnsten Eishockeyexperten nur geträumt hatten. Die Frankfurt Lions erreichten nach Abschluss der Vorrunde 2003/04 überraschend Platz 5. Im Play-off Viertelfinale gelang den Hessen gleich die nächste Überraschung, als man die besser platzierten Kölner Haie mit 4:2-Spielen aus dem Rennen warf. Im Halbfinale warteten die Hamburg Freezers.

 

 



 

Die Hanseaten stellten jedoch letztendlich für die Hessen auch kein größeres Problem dar und beförderten die „Kühlschränke“ mit 3:2-Spielen aus dem Wettbewerb. In der Play-off Finalserie wartete dann kein anderer als die Berliner Eisbären. Auch diese stellten für die Frankfurt Lions kein größeres Problem dar und es geschah am Main nach dem vierten Finalspiel am 18.04.2004, das was man wohl als Eishockeywunder bezeichnen kann. Die Frankfurt Lions stellten 2004, also genau ein Jahr nach dem sportlichen Abstieg aus der Deutschen-Eishockey-Liga DEL, den deutschen Eishockeymeister, im Übrigen zum ersten Mal in der langen Frankfurter Eishockeygeschichte. Der Jubel in Hessen war groß, denn stellten die Frankfurt Lions zum ersten Mal in der Geschichte der Deutschen-Eishockey-Liga DEL als ein ehemaliger Zeitligist den deutschen Eishockeymeister. Vor Beginn der Spielzeit 2008/09 folgte jedoch der große Schock. Der Hauptgesellschafter Gerd Schröder verstarb am 29.August 2008 an der Folgen eines Gehirnschlages. Unter Gerd Schröder erhielten die Frankfurt Lions ihr Gesicht, in dem Gerd Schröder im Jahr 1997 die Frankfurt Lions mit dem Kauf zum Preis von einer D-Mark kaufte, und somit das Frankfurter Eishockey in der Bankenmetropole vor dem Aus rettete. Unter der Regie von Gerd Schröder erlangten die Frankfurt Lions ihr bisdato sehr gutes Ansehen in der deutschen Eishockeylandschaft.

 

Dreieinhalb Monate nach dem Tod von Gerd Schröder flossen die Gesellschaftsanteile der Spielbetriebs GmbH, die seit dem Tod von Gerd Schröder im Besitz seiner Lebensgefährtin waren, in die Sport Service Deutschland (SSD) über, die aus einem extra zusammengeschlossenen Geschäftsfond aus Frankfurter Geschäftsleuten in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien KGaA zum 01.12.2008 gebildet wurde. Vorstandsvorsitzender wurde Siegfried Schneider (Inhaber eines Telekommunuikationsunternehmens). Gleichzeitig wurde die Frankfurt Lions Eishockey GmbH in eine Kapitalgesellschaft KGaA umgewandelt. Den Vorsitz der Aktiengesellschaft übernahm Bernd Reisch, der den Frankfurt Lions seit deren Gründungsjahren im Jahr 1991 eng verbunden war. Plötzlich kreiste aber auch in der Mainmetropole nach Abschluss der Spielzeit 2009/10 der Pleitegeier über dem Bornheimer Hang. Hauptsponsor „Commerzbank AG“ zog sich von allen Zahlungen mit sofortiger Wirkung zurück. Zu alledem kam auch die Stadt Frankfurt am Main, die nicht mehr bereit waren sogenannte gestundete Altschulden bei der Hallenmiete der Eissporthalle am Ratsweg zu erlassen. Der Schuldenstand Mitte Juni 2010 bezifferte eine Deckungslücke von rund 2 Millionen Euro. Der Meister aus dem Jahr 2004 war zweifelsfrei zahlungsunfähig geworden - es drohte die Insolvenz und der damit verbundene Lizenzentzug aus der Deutschen-Eishockey-Liga DEL, wo man noch vor einem Jahr regelrecht von einem Lizenentzug eines anderen Teams (Schwenningen) profitierte, war man plötzlich selbst vom Pleitegeier bedroht.

 

Letztendlich wurde am 28.Mai 2010 folgerichtig beim Amtsgericht Frankfurt am Main der zu erwartende Insolvenzantrag gestellt, so dass auch wie beim hessischen Nachbarn aus Kassel die DEL-Spiellizenz für die Spielzeit 2010/11 gefährdet war. Nach und nach wurde die Luft für die Frankfurt Lions immer dünner. Am 21.Juni wurde der Schuldenstand an alten Mietschulden für die Eissporthalle am Bornheimer Hang auf rund 800.000 € sowie der Gesamtschuldenstand von 2,7 Millionen € beziffert. Der geplante Verkauf der Namensrechte der Eissporthalle Am Bornheimer Hang scheiterte, so dass den Frankfurt Lions lediglich mit 02.Juli 2010 der Gang vor den Insolvenzrichter verblieb. Um das Insolvenzverfahren jedoch vor Ablauf der Abgabefrist der Lizenzunterlagen für die Spielzeit 2010/11 abzuschließen und somit die DEL-Spiellizenz für die Spielzeit 2010/11 zu erhalten brauchten die Frankfurter einen Hauptsponsor sowie weitere Bürgschaften. Am Abend des 22.Juni 2010 trafen sich die Hauptgesellschafter der SSD AG (Eigentümer der Frankfurt Lions KGaA) um eine weitere Bürgschaft in Höhe von 1,2 Millionen € zu leisten. Dennoch verblieb ein Schuldenloch von ca. 1,5 Millionen €, das bis zum Abschluss des Lizenzierungsverfahren der Deutschen-Eishockey-Liga DEL zum 02.Juli 2010 zu stopfen war.

 

 

Wenige Stunden später war ein Großsponsor für die Hessen mit David Knower, Deutschlandchef von Cerberus, einem großen Investmentfondsmanagementunternehmen gefunden, so dass wenige Sekunden vor dem Abgabeschluss der Lizenzierungsunterlagen die finanziellen Unterlagen an die Deutsche-Eishockey-Liga DEL fristgerecht geschickt werden konnten, und somit wohl eine Lizenzverweigerung für die Spielzeit 2010/2011, und somit das endgültige Aus für das Eishockey in der hessischen Bankenmetropole in aller letzter Sekunde verhindert werden konnte. Dennoch, am 02.Juli 2010 wurde durch die Gesellschafterversammlung der Mitglieder der Deutschen-Eishockey-Liga DEL in Köln, ähnlich wie beim hessischen Nachbarn aus Kassel, der Lizenzentzug wegen dem eingeleiteten Insolvenzverfahren der Frankfurt Lions Eishockey KgaA bestätigt. Anders jedoch wie im Fall des hessischen Nachbarn aus Kassel, war in diesem Fall die fehlende Wirtschaftlichkeit sowie das nicht abgeschlossene Insolvenzverfahren der Frankfurt Lions KGaA die Grundlage für den sofortigen Lizenzentzug. Auch hier wurde den Frankfurt Lions lediglich die DEL-Spiellizenz verweigert, jedoch nicht der DEL-Mitgliedsvertrag gekündigt. Hierbei reagierte die Deutsche-Eishockey-Liga DEL wohl auch auf die durch die Kassel Huskies erwirkte einstweilige Verfügung des Landgerichtes Köln, wonach dieses der Deutschen-Eishockey-Liga DEL gerichtlich untersagte, durch Kündigung des DEL-Francisevertrag ein DEL-Klub vom DEL-Spielbetrieb auszuschließen, auch hier kündigten die Frankfurt Lions rechtliche Maßnahmen vor einem ordentlichen Gericht an, obwohl die Frankfurt Lions jede Menge Zweifel an der Liquiditätssicherung zur Sicherung des DEL-Spielbetriebes 2010/11, trotz etlicher Versuche die Hessen finanziell zu retten nicht ausräumen konnten, so dass die Frankfurt Lions „machtlos“ gegen den auf der DEL-Mitgliederversammlung vom 02.07.2010 beschlossenen Lizenzentzug waren.

 

 

 


 

 


 

 

Der sofortige Lizenzentzug der Frankfurt Lions hatte zur Folge, dass nicht nur in der hessischen Bankenmetropole, sondern Gesamthessen vom deutschen Profieishockey plötzlich ausgeschlossen wurde. Anders als beim hessischen Nachbarn Kassel drohte den Frankfurt Lions jedoch die vollständige Auflösung der Frankfurt Lions Eishockey KGaA, die später auch eintrat, was nach einer Rechtsgültigkeit und Bestätigung des Lizenzentzuges durch ein neutrales Gericht nicht mehr zu verhindern wäre, und das Profieishockey in Frankfurt vollständig von der Deutschen-Eishockey-Landkarte verschwunden wäre. Diese Ängste der Frankfurter Eishockeyfans wurden am 05.Juli 2010 zur Gewissheit. Auf einer eigens einberufenen Pressekonferenz wurde durch den Vorsitzenden Schneider verkündet, dass der mit mittlerweile 4,4 Millionen € verschuldete Deutsche Meister von 2005, und im Jahr 1991 aus dem Frankfurter ESC hervorgegangener Traditionsklub, der als einer von 6 Zweitligisten im Jahr 1994 in die neu eingeführte Deutschen-Eishockey-Liga DEL aufgenommen wurde , keine Zukunft mehr habe, und keine weiteren Rechtsmittel gegen den DEL-Lizenzentzug einlegt werden, und die Entscheidung der Deutschen-Eishockey-Liga DEL akzeptieren.

 

 

Gleichzeitig wurde durch den Insolvenzverwalter Fabio Algeri am 07.Juli 2010 das Insolvenzverfahren eröffnet, was bereits mit 28.Mai 2010 beim Amtsgericht Frankfurt am Main beantragt wurde, und letztendlich das Aus für das Frankfurter Eishockey bedeuten sollte. Die Gründe für den Untergang des Deutschen Meisters 2005 waren unter anderen auch, dass diverse Sponsoren sowie auch die Stadt Frankfurt am Main nicht mehr bereit waren, weiter finanzielle Unterstützung für die Frankfurt Lions zu leisten. Somit wurde der 1991 als Frankfurter ESC gegründete, im Jahr 1994 zur DEL-Gründung erstmalig im Deutschen Eishockey nach einem Hauptsponsor als Frankfurt Lions umgetaufte sowie seit dem 01.12.2008 als KGaA firmierende hessische Eishockeyclub mit der Eröffnung des Insolvenzverfahren von der Deutschen Profieishockeylandkarte, wie bei vielen anderen Traditionsklubs auch, einfach ausgelöscht. Am 25.07.2010 nahmen dann zum letzten Mal die hessischen Eishockeyfans Abschied von den Frankfurt Lions sowie dem Profieishockey in Frankfurt. In einer bewegenden Rede erinnerte Stadionsprecher Rüdiger Storch in Anwesenheit von Trainer Richard Chernomaz an die 19 Jahre andauernde Profieishockeygeschichte des Frankfurter Eishockeys. Die 1.000 Fans enthüllten eine Gedenktafel an die Frankfurt Lions. Zuvor wurden die Dauerkarteninhaber, die bereits für die Spielzeit 2010/11 Dauerkarten für die Deutsche-Eishockey-Liga DEL gekauft hatten, mit dem Erlös aus einer Versteigerung von Möbeln aus den Wohnungen der Lions-Spielern teilweise entschädigt.

 

 

Die weitere Zukunft des Eishockeys in der hessischen Bankenmetropole lag Dank der Young Lions Frankfurt, die in der Regionalliga-West spielten. Während der Regionalligaspielzeit 2010/2011 wurden die Young Lions Frankfurt in den „EHC Löwen Frankfurt“ umgetauft sowie ein neues Vereinslogo vorgestellt, so dass das Kapitel Frankfurt Lions endgültig zur Geschichte gehörte. Ein Jahr später war der EHC Frankfurt wieder im Deutschen-Profieishockey. Als Meister der Regionalliga Nordrhein-Westfalen stieg man in die Oberliga-West auf, wo nebenbei auch der Lokalrivale aus Nordhessen, der EJ Kassel Huskies, als Hessenmeister, die Regionalliga NRW überspringen durfte und ebenso wie die Frankfurter wieder in der Oberliga-West spielte. Ein weiteres Jahr später versuchten auch die Löwen Frankfurt eine Liga überspringen und gleich in der 2.Eishockey-Bundesliga spielen zu dürfen, was die Frankfurter jedoch aus finanziellen Gründen nicht stemmen konnten. 2013/2014 erreichte man nach endlosen 3 Jahren endlich sportlich die Deutsche-Eishockey-Liga 2 (DEL2), der jetzigen 2.Eishockey-Bundesliga, als Meister der Oberliga-West sowie der als Meister Oberliga-Gesamtendrunde. Nach und nach kamen die Löwen Frankfurt dann auch wieder in ruhigere Gewässer und etablierten sich in der Deutschen-Eishockey-Liga 2 (DEL2). Es kann die Saison 2016/17, die Jubiläumssaison der Hessen. Nach Platz 2 nach der Vorrunde, sweepten sich die Hessen jewels durch das Viertel- und Halbfinale (jeweils 4:0-Siege gegen Freiburg und den Lokalrivalen aus Kassel), erreichte souverän das Finale ohne jedwede Niederlage gegen den Vorrundenmeister, die Bietigheim Steelers. Zunächst lagen die Löwen schnell mit 3:0-Siegen vorn, ehe die Bietigheim Steelers zwei Matchpucks abwehren konnten. Es kam der 25.04.2017, das 3.Matchballspiel, zu Hause gegen die Steelers, was man mit einem 5:2-Sieg erfolgreich absoliveren konnte. Somit holten die Löwen Frankfurt ausgerechnet in der Jubiläumssaison und 13 Jahre nach dem 1.Deutschen-Meister-Titel im Jahre 2004 in der Deutschen-Eishockey-Liga DEL, als Frankfurt Lions, erstmalig den Meistertitel der Deutschen-Eishockey-Liga 2 (DEL2).

 

 

 

Die bisherigen Logos in Frankfurt am Main:

 

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