DEL2 - Kassel Huskies zeigen große Moral beim Sieg in Weißwasser

 

(DEL2/Kassel) PM Ohne den langzeitverletzten Manuel Klinge, die angeschlagenen Mike Little und Thomas Merl sowie Kevin Maginot, der für die Adler Mannheim aufs Eis ging, traten die Kassel Huskies am 14. DEL2-Spieltag bei den Lausitzer Füchsen an. Dafür war Mark Ledlin wieder mit von der Partie, so dass Cheftrainer Rico Rossi auf vier Sturmreihen zurückgreifen konnte. Lukas Koziol ersetzte Thomas Merl als Mittelstürmer in der zweiten Reihe und stürmte mit Adriano Carciola und Toni Ritter. Die Gastgeber mussten mit Maximilian Adam auf ihren punktbesten Verteidiger verzichten.

 

30 Weißwasser Diekmann

( Foto eishockey-online.com / Archiv )


 


Bereits in der dritten Spielminute gerieten die Schlittenhunde in Rückstand. In Überzahl ließ Artur Tegkaev Huskies-Schlussmann Pantkowski mit einem platzierten Schuss in den Winkel keine Chance und traf zum 1:0. Auch in der Folge waren es die Gastgeber, die mehr Torgefahr produzierten. Erst nach zehn Minuten wurde Kassel gefährlicher. Pimm bei einem 2 auf 1 Konter und Wisniewski nach einem sehenswerten Solo verpassten jedoch den Ausgleich. So legten die Füchse nach 16 Minuten nach, als Just – erneut in Überzahl – aus dem rechten Bullykreis zum 2:0 einnetzte. Da Carciolas Schlagschuss dreißig Sekunden vor der Sirene durch Maximilian Franzreb sicher pariert wurde, liefen die Schlittenhunde auch zu Beginn des Mittelabschnitts einem Rückstand von zwei Toren hinterher. Die Torschussstatistik von 19:7 zu Gunsten der Gastgeber spiegelte insofern den Zwischenstand wieder.

 


Allerdings kamen die Huskies klar verbessert aus der Kabine und schnürten ihren Gegner immer wieder ein. Echte Großchancen sprangen dabei jedoch zunächst nicht heraus, in der 30. Spielminute schoss ein Ritter-Versuch knapp am Tor vorbei. Eine gute Minute später zappelte der Puck dann aber im Netz der Füchse. Evan McGrath traf in Überzahl humorlos zum 2:1- Anschlusstreffer.

 


In der Folge drückten die Huskies weiter und erspielten sich beste Möglichkeiten auf den Ausgleich. Koziol startete über rechts durch, brachte die Scheibe aus guter Position jedoch nicht gefährlich aufs Tor. Nach 35 Minuten tauchte Alex Lambacher völlig frei vor Franzreb auf, scheiterte aber ebenso am Füchse-Schlussmann wie McGrath wenige Sekunden später aus ähnlicher Position. Drei Minuten vor der zweiten Sirene war es Alex Heinrich, der die nächste Hundertprozentige liegen ließ, indem er freistehend das halbleere Tor verfehlte. Zu allem Überfluss kassierte Marco Müller in der Schlussminute des zweiten Drittels noch eine Spieldauerdisziplinarstrafe, so dass die Schlittenhunde im Schlussabschnitt dezimiert antraten.

 

 

Die Chance auf die Wende war dennoch intakt, weil Pantkowski gegen Warttig und Just den dritten Gegentreffer verhinderte. Die erste Phase der Unterzahl überstanden die Schlittenhunde, auch weil Owens bei seinem Schlagschuss lediglich den Außenpfosten traf. Aufgrund einer Tegkaev-Strafe nach 43 Minuten ging es von da an mit vier gegen vier Feldspielern weiter. In der 49. Spielminute sahen die 2.150 anwesenden Zuschauer je einen Alleingang auf beiden Seiten, allerdings scheiterte Lennartson an Pantkowski und McGrath auf der Gegenseite an Franzreb. Danach hatten die Huskies allerdings Probleme, sich weitere gute Möglichkeiten zu erspielen. Erst drei Minuten vor Schluss startete Braden Pimm über links durch, fand aber erneut in Franzreb seinen Meister. Gegen weit aufgerückte Schlittenhunde sorgten die Gastgeber zweieinhalb Minuten vor Schluss für das 3:1, Tegkaev traf freistehend.

 

 

Die Vorentscheidung? Von wegen! In der Schlussminute nahm Rico Rossi Mirko Pantkowski zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Eine Maßnahme, die 43 Sekunden vor Schluss Erfolg zeigte. Carciola verwertete einen Rebound zum 3:2-Anschluss. Es folgte die umgehende Auszeit des Cheftrainers, der wenige Sekunden später sah, wie seine Jungs den angesagten Spielzug umsetzten. Wisniewski, Pimm und Kuchejda kombinierten sich schnell vor das Füchse-Gehäuse, der Deutsch-Tscheche verlud Franzreb 28 Sekunden vor der Sirene zum nicht mehr für möglich gehaltenen 3:3-Ausgleich. In der Verlängerung hielten sich die Huskies dann nicht lange auf. Nachdem die Gastgeber zunächst noch den Siegtreffer verpassten, enteilte Lukas Koziol allen Gegenspielern und hob den Puck zum 3:4-Endstand ins Netz.

 


 

Kassel

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