DEL2 – Löwen Frankfurt nach „Sweep“ im DEL2-Finale!

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(DEL2/Frankfurt) (JW)  Mit 7:6 gewinnen die Löwen Spiel 4 der Halbfinalserie gegen Kassel und stehen nach dem Sweep über die Huskies im Finale!

 

 

Selbst die optimistischsten Löwenfans hätten nach der letztjährigen Serie gegen die Huskies wohl kaum zu träumen gewagt schon ein Jahr später die Chance zur vollständigen Revanche zu bekommen. Doch tatsächlich reisten die Löwen heute mit einer 3:0 Serienführung im Rücken zu Spiel 4 nach Kassel. Und nach 60 hochdramatischen Spielminuten und insgesamt 13 Toren gelang den Löwen tatsächlich das kaum für möglich gehaltene: ein Sweep über die Huskies und der Einzug ins Finale!

 

 

Nach all den Nebenkriegsschauplätzen, die in den vergangenen Tagen rund um die Halbfinalserie der Löwen und Huskies eröffnet wurden, rückten heute Abend beide Teams wieder den Sport ins Rampenlicht.

 

 

Vorsicht, bissig!


Ob es der Mut der Verzweiflung im Angesicht der drohenden Serienniederlage oder eine flammende Rede ihres Coaches Rico Rossi war- am heutigen Abend standen den Löwen nicht die zahmen Schlittenhunde aus den Spielen 1 bis 3 gegenüber, sondern ein kämpferisches Rudel, das den Löwen 60 Minuten alles abverlangte. Dreimal gingen die Löwen in Führung, dreimal glich Kassel aus. Nur auf den finalen Treffer durch Pawel Dronia 77 Sekunden vor Schluss wussten die Huskies keine Antwort mehr.

 


Vielleicht hätten die Löwen den Sieg dabei auch schon vorher sicherstellen können, denn vor allem im zweiten Drittel boten sich gleich zwei mehrminütige Gelegenheiten in doppelter Überzahl um die Huskies möglicherweise entscheidend in Rückstand zu schießen. Auf der anderen Seite hatten die Huskies ohnehin nichts zu verlieren.

 


Entsprechend motiviert und vor allem körperbetont begann das Team von Rico Rossi die Partie und versuchte, das zügige Lauf- und Kombinationsspiel zu verhindern, welches die Löwen schon in den ersten Wechseln direkt (wieder) aufzogen. Mit zwei frühen Strafen, u.a. gegen Braden Pimm wegen Bandenchecks, verdeutlichte Schiedsrichter Lasse Kopitz allerdings relativ schnell, welchen Rahmen an Körpereinsatz er duldete. Allerdings leisteten sich auch die Löwen rasch einige Strafen, zwei davon binnen 48 Sekunden, so dass die Huskies in doppelter Überzahl agieren konnten. 30 Sekunden lang spielten den Löwen ein äußerst starkes Unterzahlspiel, dann gelang den Huskies eine schnelle Kombination über Derek DeBlois und Braden Pimm, nach dessen Querpass schließlich Manuel Klinge zum Schuß kam und zum 1:0 für seine Huskies traf (11.).

 


Unterstrichen die Huskies bis dato, dass sie sich nicht kampflos aus der Serie verabschieden würden, manifestierten die Löwen im Anschluss an den Rückstand, was sie heute vorhatten. Völlig unbeeindruckt vom Gegentreffer und obwohl sie immer noch in (nun einfacher) Unterzahl agierten, übernahmen die Löwen unmittelbar nach dem Tor schon wieder die Initiative und kamen u.a. durch eine starke Einzelleistung von Clarke Breitkreuz (12.) zur Ausgleichschance.

 

 

Wild-West-Hockey

 


Tatsächlich gelang der Ausgleich „erst“ 25 Sekunden nach Beginn des zweiten Drittels, bot dafür aber den Auftakt zu den wahrscheinlich wildesten 40 Minuten der Saison (Anm.: man möge dabei bitte verzeihen, wenn an dieser Stelle ob der noch folgenden zwölf Tore taktische Details hinten angestellt werden).
Den perfekten Auftakt für die Löwen besorgte Matt Tomassoni, der mal wieder seine Haubitze an der blauen Linie durchlud und mit seinem Geschoss Markus Keller im Tor der Huskies überwand (21). Vor dem Tor nahmen Brett Breitkreuz und Marco Müller dem Kasseler Goalie die Sicht, so dass dieser wenig Abwehrchancen hatte.

 


Postwendend schien bei den Huskies ein wenig Nervosität einzusetzen. Wohl kaum anders war es zu erklären, dass vor dem Torreigen zunächst ein kleines Strafzeitenfestival folgte, bei dem zunächst mit Toni Ritter, Derek DeBlois und Drew MacKenzie gleich drei Kasseler kurz hintereinander auf die Strafbank mussten.

 


So stark die Löwen allerdings momentan bei gleicher Spielzahl auf dem Eis agieren, mit doppelten Überzahlsituationen können sie unerklärlicherweise relativ wenig anfangen. So verstrich diese 5-gegen-3-Situation ebenso ungenutzt, wie eine weitere Überzahl mit zwei Spielern mehr nur wenige Minuten später.
Glücklicherweise verstehen es die Löwen aber dennoch die notwendigen Tore zu erzielen. Kaum war mit DeBlois wieder ein vierter Husky auf dem Eis, trudelte der Puck durch die Beine Markus Kellers ins Netz. C.J. Stretch hatte die Scheibe scharf vor das Tor gebracht, wo sie Marco Müller mit seinem Schläger unbeabsichtigt ins Tor lenkte (25.).

 


Als Pawel Dronia dann mit seinem Tor in Unterzahl gar das 3:1 markierte (30.), schienen sich die Kräfteverhältnisse wieder so wie in den ersten drei Spielen zu verschieben. Doch heute begannen sich die Huskies gegen die drohende Niederlage zu stemmen. Nachdem das Powerplay bei den vorherigen Spielen noch praktisch wirkungslos war, glich Kassel heute just mit zwei Treffern in Überzahl die Partie bis zur 35. Minute aus. Zunächst traf Derek DeBlois (32.), dann fälschte Manuel Klinge einen Schuss von der blauen Linie mit hohem, aber nicht zu hohem Schläger zum Ausgleich ab (35.).

 

 




Das Momentum ergriff auf Seiten Kassels aber vor allem die Fans auf den Rängen. Auf dem Eis zeigten sich die Löwen, wie schon nach dem 0:1, indes wenig geschockt. Völlig unbeeindruckt betrieben die drei rotierenden Sturmreihen ihr gewohntes Forechecking und provozierten Turnover auf Kasseler Seite, welche sie eiskalt nutzten. Zunächst traf Christoph Gawlik aus dem High-Slot mit einem präzisen Handgelenkschuss (36.), danach Richie Mueller, der zuerst Markus Keller mit einem Vorhand-Rückhand-Move ausstiegen ließ, danach trocken unter die Latte traf (39.).

 


Doch auch hierauf wussten die Huskies heute eine Antwort: Bei einem Konter spitzelte Adriano Carciola den Puck nach Pass von Jack Downing Millimeter neben Brett Jaegers Kufe ins Tor der Löwen (39.).

 

 

Showdown


Im Schlussdrittel erwischten die Huskies den besseren Start und egalisierten die bestehende 5:4 Führung der Löwen nach nur 54 Sekunden durch einen Treffer von Braden Pimm. Im direkten Angriff zuvor traf Richie Mueller aus gleicher Position wie bei seinem Tor zuvor die Latte, woraus Kassel einen 4-gegen-1-Konter generierte, an dessen Ende Brett Jaeger keine Abwehrchance gegen die Direktabnahme von Pimm hatte (41.).

 


Vier Minuten später wiederholte sich die Szene auf der Gegenseite. Möglicherweise dank einer Naht an Brett Jaegers Fanghandschuh klingelte Derek DeBlois‘ Schuss (nur) am Pfosten des Löwen-Tores. Die abgesprungene Scheibe leitete Joel Keussen weiter auf den bereits gestarteten Brett Breitkreuz, welcher Markus Keller mit einem trockenen Handgelenkschuss überwand (45.).

 


Doch auch diese Führung glichen die Huskies aus. Anstelle eine Strafe provozieren zu wollen, nutzte Phil Hungerecker seine Kraft sinnvoll, tankte sich gegen seinen Löwenverteidiger bis auf das Tor durch und schob den Puck zum 6:6-Ausgleich über die Linie (51.).

 


Abermals verwandelte sich die Kasseler Eissporthalle in ein Tollhaus- abermals waren die Löwen unbeeindruckt, besonnen sich weiter auf ihr Spiel und kamen schon in den nächsten Minuten der erneuten Führung wieder nahe.

 


Mehrfach „pinnten“ sie die Huskies in deren Zone, ergatterten sich die Rebounds und Abpraller und setzten das Kasseler Tor gehörig unter Druck. Als Markus Kellers Vorderleute dann Brett Breitkreuz und Pawel Dronia vor ihm alleine ließen, besiegelten die Löwen Kassels Schicksal. C.J. Stretchs Querpass vor das Tor musste einer der beiden nur mit der Kelle ablenken; am Ende war es so Pawel Dronia, der den 7:6-Siegtreffer für die Löwen besorgte (59.). Die verbleibenden 77 Sekunden verteidigten die Löwen souverän und finalisierten so den zweiten Sweep in diesen Playoffs.

 


Im Finale wartet nun der Vorrundenprimus aus Bietigheim.

 


(Text & Foto: Löwen Frankfurt)


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