DEL2 - Eispiraten Crimmitschau verschenken einen Big-Point in Rosenheim und verlieren mit 5:4 n.V

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(DEL2/Crimmitschau) (EK) Die Eispiraten Crimmitschau erarbeiteten sich einen 3 Torevorsprung im ersten Drittel, verpassten im 2. Drittel die Führung deutlich auszubauen und vergeigten im letzten Drittel die Führung. Es waren 107. Minuten nötig, ehe in diesem Spiel der Sieger gefunden war und der hieß am Ende Rosenheim. Crimmitschau muss sich selbst hinterfragen und bis Freitag eine Lösung finden, damit so etwa nicht noch einmal passiert.

 

Das 1. Drittel ähnelte zu Beginn dem Spiel von Freitag. Die erste Strafe kassierten die Gäste, doch die Hausherren konnten das nicht nutzen um in Führung zu gehen. Die Führung für die Starbulls gab es in der 5. Spielminute und die Fans in Grün/Weiß hatten Hoffnung heute einen Sieg zu sehen. Die Gäste benötigten diesmal kein eigenes Powerplay um aufzuwachen, denn Sie waren präsent auf dem Eis und konnten sich in der 8. Spielminute den Ausgleich erkämpfen. Der Torschütze war noch nicht richtig angesagt, da klingelte es wieder hinter Timo Herden. Herden versuchte den Puck hinterm Tor seinen Mitspielern zu zuspielen, übersah dabei Ole Olleff und vor dem Tor konnte Ivan Ciernik den Puck ohne Probleme über die Linie schieben. Es waren noch etwas mehr als 10 Minuten auf der Uhr, als auf einmal Philipp Halbauer verletzt auf dem Eis liegen blieb. Er musste in die Kabine zur Behandlung und Christian Neuert für 2+10 Minuten auf die Strafbank. Crimmitschau brauchte 29 Sekunden um die Führung auf 1:3 auszubauen. Da Rohner mehr beschäftigt war, Keil vor dem Tor zu bearbeiten, konnte Patrick Pohl von der blauen Linie aus einnetzen. In der Folgezeit spielten beide Teams nochmals in Überzahl, konnten da aber keine Tore erzielen. Die Westsachsen hatten nach dem Wechsel von Goalie Timo Herden allerdings noch nicht genug und ließen auch Lukas Steinhauer hinter sich greifen (18.). Der Spielstand nach dem 1. Drittel war mir 1:4 doch recht deutlich, doch ehe es in die Kabine ging, gab es noch eine Rangelei an der Bande und beide Teams erhielten dafür einen Strafe.

 

Nach den 5 Toren im 1. Drittel hieß es zu Beginn des 2. Abschnitts bei 4-4 bestehen. Die Westsachsen machten nicht den Fehler, sich hinten rein zustellen und den Vorsprung verwalten zu wollen. Ryan Nie hatte nicht allzu viel Arbeit in den 20 Minuten, denn die Sturmreihen arbeiten gut mit nach hinten und die Abwehr fischte den Puck meist vor dem Abschluss weg. Die Powerplays in diesem Drittel brachten keine Tore und auch sonst gab es für die Fans wenig zu bejubeln. Rosenheim pfiff seine Mannschaft sogar aus, da sie weder beim 5-5, noch in Überzahl wirklich Torgefahr ausübten. Die Zeit tickte der Pause entgegen und auf dem Eis gab es keine Höhepunkte mehr. Für Steinhauer gab es in diesem Abschnitt etwas mehr Arbeit als für sein Gegenüber, doch auch er konnte seinen Kasten diesmal sauber halten. Nach 40 Minuten stand es weiterhin 1:4 und das konnte Rosenheim nur der Tatsache verdanken, dass die Westsachsen ihre Chancen einfach nicht nutzten.

 

Nachdem die Eispiraten im 2.Drittel verpasst haben die Führung noch auszubauen, ging im letzten Drittel das Verwalten den Vorsprungs nach hinten los. Der wenige Aufwand den man zuvor betrieben hatte, reichte den Grün/Weißen nun, um Tor um Tor ran zukommen. Das 2:4 erzielte Ex-Eispirat Christian Neuert in der 45. Minute. Im Powerplay konnten die Gäste den alten Abstand nicht wieder herstellen und in der Überzahl von Rosenheim netzten die Hausherren zum Anschlusstreffer ein. Der Druck auf Ryan Nie wurde immer größer und die Westsachsen fanden auch keinen Weg mehr die Rosenheimer aus dem Drittel zu drängen. 3:35 Minuten vor dem Ende nahm John Tripp seine Auszeit, um etwas Ruhe und Struktur wieder in das Spiel seines Teams zu bringen. Keine 60 Sekunden waren vergangen, da schlug der Puck hinter Nie ein und somit war der Ausgleich da. Auch jetzt konnten die Rot/Weißen nicht auf volle Offensive umstellen und so zitterten sie sich regelrecht in die Verlängerung. 4:4 der Spielstand nach 60 Minuten, damit bekamen die 2.259 Zuschauer in Rosenheim noch einen Zuschlag bei dem 3. Spiel in der Play-Down Serie.

 



Auch die 1. Verlängerung brachte noch keine Entscheidung. Rosenheim baute immer mehr Druck auf, schaffte es aber nicht Ryan Nie zu überwinden. Bei den Crimmitschauern waren die Angriffe Mangelware und Steinhauer hatte sehr wenig Arbeit. In der 69. Minute hätten die Westsachsen den Vorteil eines Powerplays haben könne, wenn nicht auch Ivan Ciernk sich eine Strafe eingehandelt hätte. Bei 4-4 baute die Reihe um Daniel Bucheli den besten Angriff auf und weil Bucheli im Netz landete - wahrscheinlich gefoult - doch der Gegner keine Strafe bekam meckerte er etwass zu laut und durfte somit die nächsten 10 Minuten auf die Strafbank. Crimmitschau konnte bei den Entlastungsangriffen immer mal etwas Gefahr auf das Tor von Rosenheim bringen, doch Steinhauer war zur Stelle. Gegen Ende der 1. Overtime kam etwas Schärfe ins Spiel. Erst bekam Schietzold einen hohen Stock ins Gesicht - ohne Strafe für den Gegner, dann packte Lewis den Stockschlag gegen Mark Lee aus. Das wurde mit 2 Minuten bestraft, aber das Powerplay brachte kein Tor hervor. Man hatte zwar ein paar gute Szenen im Drittel der Hausherren, doch die Torlinie blieb Endstation. 57 Sekunden vor dem Ende hatte Jakub Körner großes Glück, dass er keine STrafe kassierte. Ein Rosenheimer schlug noch einmal gegen Nie nach und Körner verpasste dem Übeltäter dafür einen Stoß. Schiedsrichter Westrich belies es bei einer Ermahnung. Doch 27 Sekunden vor Schluss dann doch noch die Strafe gegen die Gäste. Mal wieder konnte man nicht bis 5 zählen und so nahm Jason Pinizzotto für 2 Minuten auf der Strafbank platz. Vor der Sirene änderte die Unterzahl nix mehr am Ergebnis, aber die Wetsachsen mussten somit in Unterzahl in die 2. Verlängerung starten.

 

Die Fans an diesem Abend mussten gute Ausdauer haben, denn auch nach 100 gespielten Minuten stand es immer noch 4:4. Crimmitschau konnte in dieser Overtime endlich auch wieder Druck auf Steinhauer ausüber, doch er hielt seinen Kasten sauber. Auch auf der Gegenseite musste Ryan Nie immer voll bei der Sache sein, um ohne Gegentreffer in den 20 Minuten zu bleiben. Von rosenheim lag zwar immer mal wieder ein Spieler auf dem Eis ud krümmte sich vor Schmerzen, doch Fouls waren da zuvor nicht zu erkennen. 14 Sekunden vor dem Ende kassierte Jakub Körner eine Strafe ubd so musste man auch die 3. Verlängerung mit einem Mann weniger beginnen.

 

Auch diesmal konnten die Gäste in Unterzahl gut mithalten und die Starbulls an einem Tor hintern. Beide Mannschaften versuchten offensiv zu agieren und den Gegner unter Druck zu setzen. Langsam wurde der Abend für Spieler und Fans anstrengend, denn das Spiel duaerte nun schon fast 4 1/2 Stunden (mit Pausen). Die Uhr zeigte 2 Minuten nach Mitternacht, die 107. Spielminute, da konnte Ryan Nie den Schuss einfach nicht festhalten und beim 3. Nachhaken der Hausherren rutschte die Scheibe über die Linie. Das Spiel war somit beendet und die Starbulls haben diesmal ihr Heimvorteil genutzt.

 

Das es in den Entscheidungsspielen schon mal etwas länger gehen könnte war schon länger bekannt, doch 3 Drittel und 2 volle Verlängerungen und 7 Minuten der 3. Overtime ist dann nix mehr für schwache Nerven. Die Eispiraten hatten nach 20 Minuten alle Vorteile auf ihrer Seite, doch münzte die Überlegenheit im 2. Drittel nicht in weitere Tore um und im 3.Drittel stellte man das Spielen mehr oder weniger komplett ein und wollte den Vorsprung verwalten. Wieder einmal mussten die Fans mit ansehen, dass diese Verwaltungstaktik einfach nicht klappt bei dem Team von John Tripp. Desweiteren hatte man bei einigen Spielern wieder einmal den Eindruck, dass einge Spieler im Team noch nicht verinnerlicht haben, dass es jetzt nicht nur um den Klassenerhalt, sondern um die Existenz des Vereins geht. Fraglich ist auch, warum Spieler, die immer wieder einen Einsatzwillen/Kampfgeist zeigen auf dem Eis ihre Trikots spazieren fahren durfen und junge/hungrige Spieler nur auf der Bank sitze oder gar nicht im Kader stehen. Sollten einige Spieler ihre Einstellung nicht ändern, hat man den großten Gegner im eigenen Team.

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Spiel vom 04.04.17


Starbulls Rosenheim - Eispiraten Crimmitschau 5:4 n.V. (1:4|0:0|3:0|0:0|0:0|1:0)

 

Tore:
1:0 |05.|Andreas Nowak ( Yannick Wenzel , Christian Neuert )
1:1 |08.|Bernhard Keil ( Patrick Pohl , André Schietzold )
1:2 |09.|Ivan Ciernik ( Ole Olleff , Danny Pyka )
1:3 |11.|Patrick Pohl ( Danny Pyka , Ivan Ciernik ) - PP1
1:4 |18.|Christoph Kabitzky ( Daniel Bucheli , Jan Tramm )
2:4 |45.|Christian Neuert ( Greg Classen , Manuel Edfelder )
3:4 |50.|Joonas Valkonen ( Maximilian Vollmayer , Greg Classen ) - PP1
4:4 |58.|Michael Rohner ( Manuel Edfelder , Greg Classen )
5:4 |107.|Tyler Scofield ( Joseph Lewis , Cameron Burt )

 

Strafen:
Starbulls Rosenheim: 14 Minuten + 10 Minuten Christian Neuert
Eispiraten Crimmitschau: 18 Minuten + 10 Minuten Daniel Bucheli

 

Zuschauer
2.259

 

Bericht/Foto: Ellen Köhler - eishockey-online.com

 


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