Düsseldorf zurück in der Erfolgsspur: Verdienter 5:2 Sieg gegen Bremerhaven

 

PENNY-DEL (Düsseldorf/HG)  Im PSD Bank Dome empfing die Düsseldorfer EG die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven zum Liga Verfolger Duell. Nach den vergangenen beiden Niederlagen wollte Düsseldorf wieder in die Erfolgsspur zurückkehren und der Gast aus dem hohen Norden empfahl sich mit einem Sieg gegen die hochgehandelten Wolfsburger.

 

Andererseits war man gespannt, wie Bremerhaven das denkbar unglückliche Ausscheiden aus der Gruppenphase der Champion Hockey Liga verkraftet hatte; das Team um Coach Popiesch zeigte ein äußerst couragiertes Auftreten bei der ersten Teilnahme an diesem hochkarätigen Wettbewerb und erwies sich als hervorragendes Aushängeschild des deutschen Eishockeys. Schließlich schickte Düsseldorf die Fischtown Pinguins hochverdient mit 5 zu 2 nach Hause dank eines starken Mittelabschnitts, in dem sie klar in Front gingen.

 

 

macaulay deg 2021

(MacAulay mit einem Doppelpack - Foto: Citypress)

 


Düsseldorf war gefordert nach den vergangenen beiden Pleiten mit exakt dem gleichen Ergebnis. Die Niederlage beim Aufsteiger war so nicht eingeplant und Coach Harold Kreis hat sicher die richtigen Worte gefunden, um die gewohnte Offensivpower wieder zu generieren, denn mit nur jeweils 2 mickrigen Toren war kein Staat in der Liga zu machen.

 

Ehl: “Es war ein solider Start von uns, leider haben wir die letzten zwei Spiele verloren. Grundsätzlich sind wir sehr zufrieden mit unserer bisherigen Leistung: wir sind eine eingeschweißte Truppe mit großem Kampfgeist und wir laufen sehr viel. Es ist sehr cool mit den anderen jungen Spielern zu spielen. Es ist gut für das Team, frischen Wind in die Kabine reinzubringen. Wir verstehen uns sehr gut, es ist lustig und es macht Spaß. Unser game Plan für heute lautet: hinten besser stehen über 60 Minuten.”

 

Bremerhaven kämpfte dank des famosen Hattricks von Jan Urbas die Grizzlys aus Wolfsburg nieder und hatte fest vor, auch mal wieder in der Fremde was zu reißen nach zwei Auswärtsniederlagen am Stück. Mit einem Sieg könnten die Fischtown Pinguins am heutigen Gegner vorbeiziehen und auf Tuchfühlung zu den heiß begehrten Top 6 gehen. Die Gäste konnten für dieses Match nur einen dezimierten Kader vorweisen, was auch den bisherigen Reisestrapazen in der CHL geschuldet ist.

 

Prey: „Es hat uns gefreut, dass wir die Chance hatten, einmal in unserer Historie die Champions Hockey Liga zu spielen und die Farben der DEL und von Bremerhaven gut zu vertreten. Wir sind sehr stolz, es war ein Erlebnis, das keiner missen möchte. Allerdings nehmen wir viele Verletzungen mit Heute kamen wir ohne drei Verteidiger und ein Stürmer fehlt uns. Das sind die Schäden, die wir aus der Doppelbelastung CHL mitnehmen. Wir können auf internationalem Niveau mithalten. Mit Charakter und Empathie haben wir in Prag ein gutes Bild abgegeben. Da Krogsgaard mindestens vier Monate ausfällt, holen wir einen neuen Verteidiger. Mit unserem klammen Budget müssen wir was Vernünftiges realisieren, wir wollen das heute nach dem Spiel vielleicht finalisieren.“

 

Den ersten Nadelstich setzte Mauerman für die Gäste, dessen Schuss aber das Gehäuse von Hane verfehlte. Gegenüber verpasste Svensson vor Maxwell, der ganz fix die Scheibe einfror und unmittelbar darauf eine nächste Parade zeigen auspacken musste. Mauerman versuchte es dann ein zweites Mal, scheiterte aber an Hane. Schon jetzt entwickelte sich ein rasantes Match auf beiden Seiten. Beide Mannschaften lebten von Anfang an das bewährte Motto „jede Scheibe aufs Tor ist eine gute Scheibe“, der Zug zum Tor war früh auffällig. Wejse kam dann kurz ins Straucheln als er zum Einschuss bereit war.

 

Bei einem 3 auf 2 Konter vollendete Jeglic in der 8. Spielminute zur Gästeführung, nachdem er mit seinem kongenialen Sturmpartner Urbas einen bewusst angesetzten Schuss auf Hanes Schoner kreierte. Dieses Tor war klassisch herausgespielt und nicht unverdient, agierte Bremerhaven bis dato sehr solide. Für Urbas war es sein 200. DEL Scorerpunkt. Die Fischtowns blieben am Drücker und verbuchten gleich wieder eine gute Gelegenheit. Die DEG schien ein wenig geschockt zu sein.

 

Eminger rettete grandios, bevor die Gäste erneut einen brandgefährlichen Konter fuhren, doch dieses Mal sprang nichts Zählbares heraus dank des Hanes Save. Bremerhaven stand bisher sehr kompakt in der eigenen Zone und ließ wenig zu, weil sie die Pass Bahnen gut wegnahmen6. Auch ihr erstes Penalty Killing betrieben sie sehr effektiv, ohne dass die DEG sich perfekt in Szene setzen konnte.

 

Aus einer guten Verteidigungsarbeit schaltete Düsseldorf dieses Mal ideal um und belohnte sich durch den Treffer von MacAulay in der 18. Spielminute mit dem Ausgleich. Im zweiten Powerplay der Gastgeber hätte Mauerman bei seinem dritten Versuch fast den Shorthander markiert. Es war eine abwechslungsreiche und rassige Partie und schön für die Fans zu beobachten, weil es pausenlos was zu erleben gab.

 

MacAulay: „To sum it up, it was a bit sloppy and not our best hockey tonight. Overall, the game is pretty tight now. We have to better take care of the puck in our zones, in order to avoid too many turnovers.”

 

Mondt: “Ich war mir immer sicher, dass wir eine gute Mannschaft haben; wir mussten zwar einige gute Spieler abgeben, haben aber auch gute neue Spieler geholt. Der Saisonstart war ganz ordentlich, aber bisher haben wir noch nichts erreicht. Wir benötigen eine gute Mischung im Team und wir geben den jungen Spielern das Vertrauen, das sie uns auch zurückzahlen."

 

Im zweiten Drittel durften die Hausherren noch für einen kurzen Moment numerische Überlegenheit ausüben, welche jedoch nichts einbrachte. Beide Mannschaften versuchten weiterhin die neutrale Zone in Windeseile zu überbrücken, um den Speed des ersten Drittels mitzunehmen. Dann tänzelte die Scheibe brenzlig durch Hanes Torraum, ohne dass jemand daraus Kapital schlagen konnte. Reisnecker parkte dann ganz allein vor Maxwell und hatte alle Zeit der Welt, schaffte es dann aber nicht, am aufmerksamen Keeper der Gäste vorbeizukommen.

 

Nach einer längeren Drangphase der Gastgeber mit mehreren Distanzschüssen fasste sich Fischbuch erneut ein Herz und brachte die Scheibe von der blauen Linie gefährlich vor Maxwells Kasten, wo sie unter vorheriger Mithilfe von Heinzinger und Proft in der 28. Spielminute zur 2 zu 1 Führung einschlug. Damit hatte die DEG das Spiel gedreht. Bremerhavens Goalie musste dann sein ganzes Können zeigen, um Schlimmeres zu verhindern.

 

Nach einem Foul an Fischbuch stand das nächste Powerplay des Heimteams auf dem Programm: hier agierten sie sehr zielstrebig und schnürten die Gäste regelrecht ein, so dass deren Beine stetig müder wurden. Kaum waren sie wieder komplett netzte MacAulay zum zwei Tore Vorsprung in der 35. Spielminute ein; es war heute Abend schon sein zweiter Treffer und dritter Scorer Punkt. Hane erwies sich als Turm in der Schlacht und hielt die Führung fest.

 

Es zeigte sich wieder mal, dass das zweite Drittel nicht der Lieblingsabschnitt der Fischtown Pinguins war., was sich ganz klar in der Schuss Statistik niederschlug. Noch war alles drin in dieser schnellen Begegnung, mal schauen, wie sich der Kräfteverschleiß bei den Gästen niederschlagen würde.  Jeglic: „We did not scate enough. The 1st period was ours, this one was theirs. We need to regroup and refocus and play better now. We have to avoid losing the puck, because then they are dangerous.“

 

Im Schlussabschnitt musste Bremerhaven nun Gas geben und wieder mehr auf Angriff setzen, um den Rückstand wettzumachen. Sie legten auch forsch los, mussten dann aber einen Lattenkracher der DEG hinnehmen. Nachdem eine weitere Überzahl für Düsseldorf wirkungslos verpuffte, schnappte sich Gallionsfigur Barta den Puck nach feinem Zuspiel von Ebner, umkreiste das Gehäuse von Maxwell, um dann die Scheibe mit Hilfe der Kelle des Goalies zu versenken. 47 Spielminuten waren bereits absolviert. Nun schien die Partie klar zugunsten der Hausherren zu laufen und für Bremerhaven war es wohl nun eine Herkules Aufgabe, nochmals entscheidend heranzukommen.

 

Fischbuchs Solo war nicht von Erfolg gekrönt, er holte aber eine Strafe heraus bei dieser Aktion. Auch in diesem Powerplay demonstrierte Düsseldorf das neue Selbstvertrauen und igelte sich in der Zone der Gäste gut ein; dabei sprangen jede Menge guter Chancen heraus. Svensson hatte hierbei gleich zweimal die Gelegenheit im Nachschuss zu vollenden.

 

Bremerhaven war nun gefordert, den finalen Turbo einzulegen knapp 8 Minuten vor dem Ende, zumal sie grad die brenzlige Unterzahl schadlos überstanden hatten. Gesagt getan, erzielten die Fischtown Pinguins das dringend benötigte „dreckige Tor“ durch Wahl in der 54. Spielminute. Somit blieb noch ausreichend Zeit für mehr Zählbares. Nun wurde es ein umkämpftes Match, in dem die Gäste fast alles auf die Karte setzten. Nach der Auszeit ihres Headcoach Popiesch nahm Maxwell auf der Bank Platz und machte Platz für den 6. Feldspieler.

 

Dieser Schachzug ging jedoch nach hinten los, denn Svensson münzte den pfeilschnellen Gegenstoß von O’Donnell mit dem Empty Net Goal zum 5 zu 2 um. Letztendlich feierten die Düsseldorfer einen deutlichen und verdienten Erfolg gegen hartnäckige Bremerhavener, pikanterweise mit dem identischen Ergebnis ihrer beiden letzten Niederlagen. Eine bessere Rehabilitation hätte es nicht geben können. Düsseldorf tritt am 17.10.21 die Reise an den Seilersee zu den Iserlohn Roosters an, während Bremerhaven die Kölner Haie empfängt.

 

Kinder: „Die DEG hat ein sehr gutes Spiel gemacht und ihre Chancen genutzt, wir aber nicht. Ja, alle waren etwas müde, das ist aber keine Ausrede. Wir hätten ein wenig einfacher spielen müssen. Nun konzentrieren wir uns voll auf die DEL, wir müssen uns regenerieren und hoffen, die nächsten Spiele zu gewinnen.“

 

Barta: „Wir haben uns fest vorgenommen, die drei Punkte heute zu holen. Das haben wir mit einem sehr guten Spiel geschafft. Wir haben die Kleinigkeiten über weite Strecken gut gemacht und wenig Großchancen zugelassen. Hane hat ein super Spiel gezeigt, gut pariert. Wir haben die Chancen heute besser genutzt.“

 

12. Spieltag, 14.10.2021

 

Düsseldorfer EG – Fischtown Pinguins Bremerhaven 5:2 (1:1|2:0|2:1)

 

Tore:

0:1 |08| Jeglic (Urbas, Dietz)

1:1 |18| MacAulay (Fischbuch, O‘Donnell)

2:1 |28| Fischbuch (Heinzinger, Proft)

3:1 |35| MacAulay (Postel, Fischbuch)

4:1 |47| Barta (Ebner, O’Donnell)

4:2 |54| Wahl (McGinn, Stowasser)

5:2 |60| Svensson (O‘Donnell) ENG

 

1. Drittel Statistik:       13:12 Schüsse, 10:11 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:4

2. Drittel Statistik:        12:4 Schüsse, 13:8 gewonnene Bullys, Strafminuten: 4:2

3. Drittel Statistik:        15:9 Schüsse, 8:14 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:4

 

Referees:   Bruggeman (USA) / Rohatsch (GER)

 

Zuschauer:  4.389

 

Aufstellung:

 

Düsseldorf: Hane, Cumiskey, Zitterbart, Fischer, Olson, Svensson, Järvinen, Ebner, Proft, MacAulay, Fischbuch, Heinzinger, Nowak, O’Donnell, Barta, Ehl, Trinkberger, Postel, Geitner, Schiemenz.

 

Bremerhaven: Maxwell, Dietz, Kreutzer, Verlic, Jeglic, Kolupaylo, Eminger, Uher, Hooton, Vikingstad, Lutz,  Stowasser, Moore, Mauerman, Wahl, Andersen, Kinder, Wejse, Reisnecker.

 



Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)

DEL 25Jahre Logo silberDie Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 15 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 8 Meisterschaften.

 

Mehr Informationen über die Deutsche Eishockey Liga erhalten Sie unter www.eishockey-statistiken.de 

 

 


 


 

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