Dank eines bärenstarken Powerplays siegt München gegen Düsseldorf mit 5:3

 

PENNY-DEL (München/HG)   In der Olympia Eishalle zu München empfingen die Red Bulls die Düsseldorfer EG zum Showdown am Freitagabend. Die Münchener zogen bisher in der noch jungen Saison fast ungehindert ihre Kreise an der Tabellenspitze und mussten sich in Iserlohn erstmals geschlagen geben. Die DEG startete recht ordentlich in die neue Spielzeit mit Rang 4 aktuell und wollte mit einem Sieg in der Landeshauptstadt tabellarisch aufschließen. Schließlich bezwang München die DEG am Ende verdient mit 5 zu 3, weil sie ihre Chancen effektiver verwerteten und ein herausragendes Powerplay aufs Eis zauberten.

 

 

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(Foto: Citypress, Wies´n Playmate Vanessa Teske)

 


München agierte wie alle Jahre gewohnt souverän und betrachtete die Liga zusammen mit dem Vizemeister aus Wolfsburg von ganz oben. Ihre Top Neuzugänge Street, Blum und Ortega integrierten sich schnell in das Team und optimierten die noch offenen Stellschrauben. Gerade Letzterer fühlt sich in seiner Reihe mit Hager und Ehliz pudelwohl und scort in schöner Regelmäßigkeit.

 

Vanessa (Wiesn-Playmate 2021): „Für mich ist dieser Auftritt schon was ganz Besonderes. Ich bin Eishockey Fan, komme zwar aus Landshut, war aber schon öfters hier bei einem Match.“

 

Düsseldorf  läutete die Saison ebenfalls sehr gut ein und zog bisher nur gegen Ingolstadt und Wolfsburg den Kürzeren, wobei die unglückliche Niederlage gegen die oberbayerischen Panther nach einer klaren 1:4 Führung so nicht eingeplant war. Diese Unkonzentriertheiten mussten sie heute Abend unbedingt abstellen. Coach Harold Kreis durfte sicher die richtigen Worte gefunden haben, um die Münchener zu ärgern.

 

Ebner: „In Ingolstadt haben wir am Ende zu passiv agiert, wir waren zu abwartend. Deren Offensive ist einfach gut genug, dies zu bestrafen. Wichtig ist, dass wir jedes Spiel über 60 Minuten durchziehen. Wir dürfen den Spielplan nicht deswegen ändern, weil wir deutlich führen. München spielt ein ähnliches System wie wir. “

 

Bei den Hausherren wirkte Freddy Tiffels, der mit einer Mandelentzündung außer Gefecht gesetzt war, wieder mit, was deren Offensive weiter befeuerte. Mit Zitterbart und Eder agierten zwei ehemalige Münchener inzwischen bei den Gästen. Olson auf Seiten der DEG hatte nach einer Minute die erste gute Chance, während Top Torjäger Ortega im Gegenzug ebenfalls knapp verzog. Nach einem Scheibenverlust bekam Postel die nächste Gelegenheit zum Abschluss. Schon jetzt schien es ein munteres Spiel zu werden, denn O’Donnell ließ kurz danach schon die dritte Chance liegen. Sollte sich dies etwa rächen?

 

Nach dem furiosen Start der DEG markierte dann aber Parkes mit seinem ersten Saisontreffer die Münchener Führung in der 5. Spielminute. Düsseldorf hielt aber an seinem wirksamen Forechecking weiter fest und brachte die Red Bulls damit in Schwierigkeiten. Die DEG blieb vom Rückstand unbeeindruckt, versteckte sich nicht und zeigte ein solides Auswärtsmatch auf Augenhöhe.

 

Ehliz One Timer brachte höchste Gefahr für Hane im Kasten der DEG und Olson musste nun in die Kühlbox nach einer Behinderung an Tiffels. Diese numerische Überlegenheit nutzten die Red Bulls in der 15. Spielminute gnadenlos aus in Person von Redmond, der bereits seinen 4. Treffer in dieser Spielzeit erzielte. Die Hausherren demonstrierten bisher eine hohe Effizienz in der finalen Chancenverwertung.

 

Die Schlussphase dieses Spielabschnitts gehörte klar München, aber man hatte schon das Gefühl, dass Düsseldorf sich an diesem Abend noch lange nicht geschlagen gab. Das Team um Kreis betrieb bisher einen hohen Aufwand mit zu wenig Ertrag. Die Statistiken des ersten Drittels sprachen jedenfalls für die Gäste, hier noch was holen zu können.

 

Eder: „Wir spielen momentan noch zu kompliziert. Wir müssen es hier einfach halten und keine unnötigen Fehler machen, die von München sofort bestraft werden. Wir sind fit genug, die Kraft darf trotz des Roadtrips nach dem ersten Drittel noch nicht weg sein.“

 

Im Mittelabschnitt legte Düsseldorf wie im ersten Drittel los und verbuchte den ersten Abschluss. Sicherlich hatte Barta heute seinen 550. Scorerpunkt im Hinterkopf. Hane fischte den Handgelenkschuss vom quirligen Ortega souverän herunter. Cumiskeys Turbo Antritt sorgte dann in der 23. Spielminute für den verdienten Anschlusstreffer der DEG. Die reichhaltige NHL Erfahrung von Cumiskey bei den Chicago Blackhawks machte sich hier gleich bezahlt. Die Gäste wollten den Schwung sofort mitnehmen und lauerten auf den schnellen Ausgleich. Auf der Gegenseite passten sich Blum und Ehliz die Scheibe mustergültig zu, ohne am Ende erfolgreich zu sein. Ortega war am heutigen Abend on Fire.

 

Dann hätte Fießingers Ausflug fast Gefahr hervorgerufen. Nun wollte es die DEG aber wissen und setzte Münchens Goalie unter Dauerbeschuss. Bartas Querpass auf Ehl verfehlt sein Ziel, sonst hätte es wohl zum zweiten Mal hinter Fießinger geklingelt. Im ersten Powerplay sorgte Münchens bewährtes Konterspiel für brenzlige Momente vor Hane, der das Glück des Tüchtigen hatte.

 

Die Gastgeber wurden vor keine zu großen Probleme gestellt und stellten ihrerseits kurz darauf die Zwei Tore Führung durch Street in der 32. Spielminute wieder her. Nur 1 Zeigerumdrehung später erhöhten die Gastgeber durch Redmond sogar auf 4 zu 1. Dem zweiten Treffer von Redmond an diesem Abend ging eine durchaus vermeidbare Strafe wegen Spielverzögerung voraus. Hane rutschte der harte Schuss des Münchener Verteidigers dabei unglücklich durch die Schoner. Nun hatten die Red Bulls klar die Oberhand und zwangen die Gäste zu einer weiteren Strafe.

 

Nachdem diese schadlos überstanden wurde, konnte D’Amigo im kongenialen Zusammenspiel mit Fischbuch in der 38. Spielminute auf 2 zu 4 verkürzen und somit war noch alles möglich für Düsseldorf in diesem Match.

 

Redmond: „We need more defensive control and tight it up a bit. We show a bit of those bad habits especially with a lead. We gotta play with the right attitude. All guys are awesome, Ben Street is a smart guy on and off ice and Jeff Blum makes a great job. The whole package is terrific.“

 

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(Foto Citypress)

 

Im Schlussabschnitt musste das Team um Headcoach Harold Kreis irgendwann mehr riskieren, um die Aufholjagd einzuläuten. Und seine Jungs waren hellwach, hatten aber nach einer Mehrfachchance der Red Bulls Glück. Cumiskey übernahm dann Verantwortung, doch Bartas Abschluss verfehlte sein Ziel.

 

D‘Amigos Hit gegen den Kopf von Ehliz führte zu einer 5 Minuten Strafe gegen den Übeltäter wegen Ellbogencheck; dies wurde durch den Videobeweis untermauert, was eine der neuen Regeln in dieser Saison ist. Das war nun die große Möglichkeit für die Hausherren, das Match zu ihren Gunsten zu entscheiden; im Laufe dieser Überzahl bestand die Chance, mehrere Tore erzielen. Die ersten Minuten vergingen schadlos für die Gäste, bevor dann Seidenbergs Hammer in der 48. Spielminute humorlos zum 5 zu 2 hinter Hane einschlug.

 

Nur 42 Sekunden danach verkürzte Svensson jedoch zum 5 zu 3, eine wichtige Antwort der DEG. Durch diesen Shorthander bleiben den Gästen noch knapp 10 Minuten für eine weitere Ergebniskosmetik. Die Red Bulls verwalteten den Vorsprung jedoch nicht und unterbanden den Spielaufbau der DEG weiter wirksam, bis dann Fischbuchs Aktion zu einem erneuten Powerplay für Düsseldorf führte. Bisher belohnten sie sich nicht für ihr Überzahl, ganz im Gegenteil, Hager hatte die Konterchance, welche aber ungenutzt blieb. Die Minuten liefen für München herunter und Düsseldorf fehlte die Präzision bzw. bestrafte sich selbst mit einem Foul.

 

Letztlich endete eine lebhafte Begegnung zweier Top Teams der Liga mit einem 5 zu 3 Erfolg zugunsten von München. Die DEG absolvierte eine gute Partie und konnte einige positive Aspekte mitnehmen.

 

Cumiskey: „We played pretty well. They capitalized on their good powerplay. We try to use our speed and we need to play simple.“

 

Seidenberg: „Wir sind nicht ganz zufrieden, haben viel Druck nach vorne entwickelt aber uns unnötig in Schwierigkeiten gebracht. Es gibt gute Dinge zum Lernen: wir haben zu leichtsinnig agiert, wir müssen nach Fehlern anders reagieren und die Laufwege besser kontrollieren. Beim Powerplay gehen momentan die Schüsse halt rein, wir bringen die Verteidiger zum Abschluss.“

 

DEL Spiel vom 24.09.2021

Red Bull München – Düsseldorfer EG 5:3 (2:0|2:2|1:1)

 

Tore:

1:0 |05| Parkes (Boyle)

2:0 |15| Redmond (Blum) PP1

2:1 |23| Cumiskey (D’Amigo)

3:1 |32| Street (Parkes, Boyle)

4:1 |33| Redmond (Blum) PP1

4:2 |38| D’Amigo (Fischbuch)

5:2 |48| Seidenberg (Hager) PP1

5:3 |48| Svensson (Cumiskey, Heinzinger) SH1

 

1. Drittel Statistik:      9:9 Schüsse, 10:13 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:2

2. Drittel Statistik:     14:10 Schüsse, 8:9 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:6

3. Drittel Statistik:     11:6 Schüsse, 9:10 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:5

 

Zuschauer:   ca. 2.120

 

Schiedsrichter:  Polaczek / Rantala

 

Aufstellung:

 

München: Fießinger; Abeltshauser, Redmond, Gogulla, Kastner, Mauer, Seidenberg, Boyle, Ehliz, Hager, Ortega, Daubner, Blum, Tiffels, Street, Parkes, Appendino, Eckl, Varejcka, Cimmermann.

 

Düsseldorf: Hane; Nowak, Heinzinger, Ehl, Barta, O’Donnell, Zitterbart, Cumiskey, Eder, Olson, D’Amigo, Trinkberger, Ebner, Fischbuch, MacAulay, Proft, Geitner, Schiemenz, Svensson, Postel.

 



Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)

DEL 25Jahre Logo silberDie Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 15 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 8 Meisterschaften.

 

Mehr Informationen über die Deutsche Eishockey Liga erhalten Sie unter www.eishockey-statistiken.de 

 

 


 


 

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