Iserlohn entführt mit einem souveränen 1:4 alle Punkte aus Augsburg dank effektiver Chancenverwertung

 

PENNY-DEL (Augsburg/HG)  Im Curt-Frenzel-Station empfing Augsburg zu seinem ersten Heimspiel vor 4725 Zuschauern die Iserlohn Roosters, die bereits ein Match mehr in ihren Knochen hatten. Die stimmgewaltigen Panther Fans sehnten diesen Abend herbei, um endlich mal wieder ihre Helden auf dem Eis live vor Ort mit ihrer bekannten Leidenschaft anzufeuern und zum Sieg zu schreien. Schließlich scheiterten die Hausherren an ihrer desaströsen Powerplayquote am heutigen Abend und mussten den Roosters zum verdienten Sieg gratulieren.

 

 

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(Fotoquelle Dunja Dietrich)

 


Die Augsburger Panther präsentierten sich in ihrem bisweilen einzigen Aufeinandertreffen bei der Düsseldorfer EG schon als kompakte Einheit mit ausgeprägten Comeback Qualitäten, nahmen aber letztlich keine Punkte mit in die Fuggerstadt. Dies wollten sie heute vor heimischem Publikum unbedingt ändern und setzten u.a. auf den Torriecher von McClure und den soliden Einstand von Campbell. Auf ihren Rückkehrer Chad Nehring waren sicherlich die Augen gerichtet, der beim AEV stets eine tragende Rolle spielte.

 

Iserlohn verbuchte ein durchwachsenes erstes Heimspiel-Wochenende mit Ups und Downs und hoffte nun in Augsburg auswärts erfolgreich zu sein. Aus Iserlohner Sicht konnte der ehemalige AEV Defender Sezemsky gegen sein altes Team heute nicht auflaufen, da er Papa wird. Ihr Neuzugang Schilkey hat bereits gut eingeschlagen. Mischung und Ausgewogenheit im Team sind für Coach Tapper ein wichtiger Faktor und mit dem neuen Torhüter Duo hatte man sich schlagfertig verstärkt.

 

Unter dem frenetischen Jubel der Fans begann Augsburg druckvoll, was vorwiegend dem ersten Powerplay geschuldet war. Zuvor hatten die Gäste eine 2 auf 1 Situation vergeben. Es entwickelte sich von Beginn an eine hitzige Begegnung, in der keine Freundlichkeiten ausgetauscht wurden. Die Roosters versteckten sich keinesfalls und blieben unbeeindruckt vom Lärmpegel. Die Hausherren agierten gewohnt aggressiv mit ihrem bewährten Forechecking. Die Fuggerstädter erhöhten sekündlich den Druck, nur Weitzmann hatten die Gäste es zu verdanken, dass es noch torlos stand.

 

Die Hausherren hätten sich durchaus die Führung verdient gehabt, doch Iserlohn hielt seinen Slot bisher sauber und lauerte auf Konter. Ihr Backcheck war bisher sehenswert. Im Laufe des Drittels schafften es die Roosters, sich von der Augsburger Umklammerung zu lösen und setzten auf simples Eishockey, auch wenn die Panther sich ihre Chancen erarbeiteten. 5 Minuten vor Drittelende hätte Adam beinahe eingenetzt im Gewühl vor Roy. Dann ging es wieder munter in die andere Richtung, doch die Roosters Defensive blockte viele Schüsse.

 

Roy packte dann seinen Spagat aus, um eine Top Gelegenheit der Gäste zu vereiteln, der Pfosten bewahrte die Hausherren vor dem Rückstand. Augsburg durfte in der letzten Spielminute nochmals in numerischer Überlegenheit agieren. Mit einem leistungsgerechten Remis ging es in die Pause. Das Match bereitete den Fans viel Freude und machte Lust auf mehr.

 

Magnus Eisenmenger: „Es war Gänsehaut pur im Tunnel. Wir sind froh, dass die Fans wieder da sind. Beide Teams kreieren gute Chancen, unser Forechecking ist gut, das müssen wir fortsetzen.“

 

Im zweiten Drittel überstand Iserlohn die restliche Unterzahl schadlos und bekam danach selbst eine dicke Chance auf den Schläger serviert, nur das Außennetz war im Weg. Die Strafzeitensammlung seitens der Gäste musste tunlichst vermieden werden, wollte man sich nicht ständig der Gefahr des gefährlichen AEV Powerplays aussetzen. Jetzt kamen die Augsburger sogar in den Genuss einer 5 gegen 3 Konstellation. Der Druck schien nun übermächtig zu werden, doch etliche Unkonzentriertheiten verhinderten eine bessere Ausbeute.

 



 

Sternheimers Solo verfehlte sein Ziel nur denkbar knapp. Gewaltschüsse von der blauen Linie nahmen nun stetig zu von Augsburg und erneut hatten die Hausherren einen Mann mehr auf dem Eis. Wie lange konnte dies noch gutgehen für Iserlohn? Sie warfen sich bravourös in jede Angriffswelle der Panther und sammelten auf diese Weise viel Selbstvertrauen für den Fortgang der Partie, zumal Weitzmann die nötige Ruhe ausstrahlte und fast keinen Rebound zuließ.

 

Uns so kam es wie es kommen musste: kaum komplett, setzten die Roosters dank eines Geniestreichs von Adam den ersten Nadelstich mit dem Führungstreffer durch Schilkey in der 29. Spielminute. Das geniale Auge von Luke Adam bei seinem Sahne Pass war herausragend. Die Hausherren mussten sich berechtigterweise fragen, wieso sie ihre 5 Überzahlsituationen nacheinander ohne Zählbares verstreichen ließen.

 

Nun durfte auch Iserlohn mal im Powerplay ran, sah sich jedoch einer brandgefährlichen 2 auf 1 Kontersituation gegenüber, die Weitzmann glänzend parierte. Das Penalty Killing des AEV hatte sich bewährt, der aber gleich nochmals in numerische Unterlegenheit geriet. Nun traf aber Iserlohn in Person von Acolatse in der 36. Spielminute zum 0 zu 2. Die Gäste spürten, dass hier was zu holen war und hatten Oberwasser in der Begegnung. Endlich fielen die ersten Tore in diesem mitreißenden Spiel und Iserlohn nahm einen 2 Tore Vorsprung in die Kabine. Noch war nichts entschieden, zu ausgeglichen agierten beide Teams bisher.

 

Adam: „Es war eine 2 auf 2 Situation. Dank Bailey kam ich in diese Position, um den entscheidenden Pass zu spielen. Unterzahlsituationen zu überstehen gehört zu den wichtigen Szenen im Spiel. Wir überstanden die Unterzahl sehr gut, die Jungs machen einen tollen Job.“

 

Im Schlussabschnitt mussten die Panther noch mehr Risiko gehen, um baldmöglichst auf das Scoreboard zu gelangen und die Aufholjagd einzuläuten. Welchen Schlachtplan hatte Pederson im Köcher? Da Raedeke zum zweiten Mal in der Kühlbox Platz nehmen musste, gab es für den AEV erneut Powerplay: die Roosters standen aber kompakt im Slot und die Hausherren passten oft zu ungenau, so dass die Sekunden im Sinne von Iserlohn stetig verronnen, ohne dass Augsburgs Stürmer Gefahr ausstrahlen würden.

 

Für Augsburg ging es nicht mehr um einen Schönheitspreis, gegen ein sogenanntes ‚dreckiges Tor‘ hätten sie sicher nichts einzuwenden, um der Partie eine späte Wendung zu geben. Gesagt getan fälschte Stieler in der 49. Spielminute den Schuss von Haase unhaltbar für Weitzmann zum Anschlusstreffer ab, der sofort das Publikum stimulierte für die letzten 10 Minuten. Eine Strafe zur Unzeit dann für die Panther: nachdem Luke Adam sehr unsanft erst auf dem Gehäuse von Roy landete, beförderte Foucault die Scheibe humorlos ins Tor zur erneuten Zwei Tore Führung der Sauerländer.

 

In ihrem bereits achten Powerplay musste Augsburg unbedingt scoren, um ins Match zurückzufinden. Ihre bisherige Quote an diesem Abend war einfach unterirdisch, aber auch in diesem Fall blieben sie erfolglos. Die Panther scheiterten an ihrer schlechten Chancenverwertung oder am Teufelskerl Weitzmann oder am heroischen Einsatz von Riefers. Auf der anderen Seite wollte Acolatse ein zweites Tor erzielen mit seinem Hammer.

 

Zweieinhalb Minuten vor der Schluss Sirene zog Pederson seinen Goalie, wobei das Timing für diesen Schachzug äußerst unglücklich gewählt wurde, denn die Roosters waren im Vorwärtsgang und setzten durch Adams Empty Net Goal den Deckel drauf am heutigen Abend. Letztendlich erwiesen sich die Iserlohn Roosters als effektiver und kaltschnäuziger und nahmen verdient drei Punkte an den Seilersee mit nach Hause. Augsburgs heutige eklatante Powerplay Schwäche war mitunter ausschlaggebend für diese Heimpleite.

 

Stieler: „Wir hatten gute Chancen, aber es hat heute leider nicht geklappt. Es war nicht unser Spiel heute. Wir hatten vor allem im 2. Drittel viele Powerplays, auch 5 gegen 3. Es war heute nicht genug. Unsere Fans sind extrem wichtig für uns.“

 

Weitzmann (GC): „Wir haben super angefangen heute und den Grundstein im ersten Drittel gelegt für den Sieg. Für mich war es ein guter Schritt in die richtige Richtung nach dem Spezialtraining mit meinem Coach. Es war eine Genugtuung heute nach der unglücklichen Niederlage gegen Berlin. 4 Tore muss man erst mal in Augsburg erzielen.“

 

Augsburg trifft am 19.9.21 in Köln auf die Haie, wohingegen die Iserlohn Roosters am Sonntag die Panther aus Ingolstadt empfangen.

 

3. Spieltag, 17.09.2021

Augsburger Panther – Iserlohn Roosters 1:4 (0:0|0:2|1:2)

 

Tore:

0:1 |29| Schilkey (Adam)

0:2 |36| Acolatse (Foucault) PP1

1:2 |49| Stieler (Haase, LeBlanc)

1:3 |53| Foucault (Schilkey)

1:4 |58| Adam ENG

 

1. Drittel Statistik:   8:11 Schüsse, 7:12 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:4

2. Drittel Statistik:   14:13 Schüsse, 15:8 gewonnene Bullys, Strafminuten: 4:6

3. Drittel Statistik:  18:8 Schüsse, 12:6 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:4

 

Referees:   Hoppe / Rantala  

 

Zuschauer:    4.725

 

Aufstellung:

 

Augsburg: Roy, Valentine, Lamb, Stieler, LeBlanc, Saponari, Haase, Graham, Payerl, Campbell, McClure, Rogl, Bergman, Kharboutli, Clarke, Nehring, Langer, Sternheimer, Magnus Eisenmenger, Max Eisenmenger.

 

Iserlohn: Weitzmann, O’Connor, Ankert, Schilkey, Cornel, Foucault, Acolatse, Labrie, Ziegler, Raedeke, Alanov, Riefers, Buschmann, Bailey, Adam, Whithney, Rausch, Jentzsch, Ewanyk, Broda.

 



Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)

DEL 25Jahre Logo silberDie Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 15 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 8 Meisterschaften.

 

Mehr Informationen über die Deutsche Eishockey Liga erhalten Sie unter www.eishockey-statistiken.de 

 

 


 


 

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