Dolomiten Cup 2021 - Eisbären Berlin holen sich Platz 3 durch einen ungefährdeten 4:1 Sieg gegen Team Italien

 

(Dolomiten Cup2021) (Neumarkt) (HG)  In der Würtharena in Neumarkt standen sich im kleinen Finale das Team Italy und die Eisbären Berlin gegenüber. Für Italien um Headcoach Ireland wäre es ein großer Erfolg, bei diesem hochkarätig besetzten Turnier den dritten Platz zu ergattern; es wäre die bis dato beste Platzierung. Der amtierende Champion der PENNY DEL wollte nicht wie bereits 2019 als letzter die Heimreise antreten. Schließlich setzte sich Berlin am Ende mit einem deutlichen 4 zu 1 Sieg durch und wurde Dritter des Turniers.

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(Fotoquelle Dunja Dietrich)

 


Die italienische Nationalmannschaft zeigte in ihrem Auftaktmatch gegen bärenstarke Augsburger noch nicht ihr wahres Gesicht, zu viele wichtige Leistungsträger konnten bisher noch nicht mitwirken. Im Rahmen ihrer Vorbereitungsphase zur Olympiaqualifikation 2022 in Peking gestalteten sie den ersten Härtetest gegen die Schwaben lange Zeit ausgeglichen und mussten sich erst im Schlussabschnitt klar geschlagen geben. Daniel Frank vom HC Bozen kehrte heute zurück, ein wichtiger erfahrener Spieler mit Führungscharakter.

Frank: “Es wird ein wichtiges Spiel, wir haben die ganze Woche hindurch hart trainiert und Schritte nach vorne gemacht. Dies wird ein super Test gegen Berlin, die nötige Spannung haben wir aufgebaut.“

 

Meister Berlin lieferte dem Schweizer Vertreter aus Biel über die komplette Spielzeit ein heißes, hart umkämpftes Duell auf Augenhöhe und unterlag erst spät denkbar knapp. Die Eisbären trauerten sicher ihren zahlreichen guten Chancen nach und mussten heute versuchen, effizienter aufzutreten. Viele Stellschrauben passten bereits und das Mannschaftsgefüge funktionierte schon sehr gut. Der Weggang von McKiernan, Reichel oder Foucault konnte insoweit kompensiert werden. Coach Aubin gab heute dem Backup Ancicka die Chance im Tor.

Fiore: „It was good so far, we acted as a team and everybody was into the game. We keep growing as a team and improve step by step.”  

 

Mit Giovanne Fiore hatten die Eisbären einen Akteur mit italienischen Wurzeln in ihren Reihen, für den es heute ein ganz spezielles Match war. Sein Vater absolvierte über 60 Länderspiele für Italien und spielte über ein Jahrzehnt für Milano. Auch heute kommentierte der Schweizer Sportexperte Christian Weber, derzeit Coach in Basel mit über 600 Einsätzen in der Nationalliga und 100 Länderspielen. Insbesondere galt es die neuen Regeln mit dem 3-dimensionalen Raum der blauen Linie und dem Trapezraum hinter dem Tor möglichst schnell zu verinnerlichen. Neuerdings konnte der Goalie nicht mehr den gewohnten Aufbau Pass so ohne Weiteres einleiten.

 

Team Italy befand sich gleich im Vorwärtsgang, zumal die Eisqualität anfangs besser ist für einfaches Eishockey, mit zunehmender Spieldauer jedoch weicher wird. Neuzugang Veilleux, der bereits gestern viel Energie aufs Eis zaubert, brachte seine Farben früh in der 2. Spielminute in Führung nach einem feinen Zuspiel von Wissmann. Gleich der erste Schuss war ein Treffer, sehr unglücklich für den heutigen Goalie Fasio, der noch gar nicht warm war. Glira hatte dann eine gute Chance für die Italiener, die anfangs klar dominiert wurden.

 

Das erste Powerplay von Team Italien verpuffte wirkungslos, stattdessen hatte Berlin eine Kontergelegenheit. Die Italiener waren sichtlich geschockt ob des frühen Gegentreffers und mussten sich erst noch sortieren. Sie standen bisher zu tief und ließen die Eisbären allzu sehr gewähren, das musste verhindert werden. Das junge Talent Roßmy setzte auch heute wieder gute Akzente.

In ihrer zweiten numerischen Überlegenheit versuchte Italien möglichst schnell zum Abschluss kommen ohne lange in der Aufstellung zu verharren. Die Jungs von Greg Ireland mussten jedoch stets aufpassen, nicht in eine der gefährlichen Gegenstöße der Berliner zu fahren. Beide Unterzahlkonstellation meisterten die Eisbären problemlos, die auch in der Bully Quote deutlich vorne lagen.

 

Das erste Drittel hatten die Eisbären überwiegend im Griff, hielten Team Italien fern von der eigenen Zone und legten schon früh die Weichen zur Führung, die hochverdient war. Das erfolgreich praktizierte 1-1-2 bei eigener Unterzahl war herausragend.

Trivellato: „Wir begannen gut in den ersten 10 Minuten, es ist noch alles drin. Berlin spielt ein perfektes Powerplay aber bin zuversichtlich, denn kämpferisch halten wir gut dagegen. Berlin war damals klasse, ich bekam die Gelegenheit als Profi durchzustarten, ich bin dankbar für diese wertvolle Zeit. Es ist immer eine Ehre gegen Berlin zu spielen. Meine Familie wohnt unmittelbar in der Nähe, fühlt sich wie Heimat an.“

 

Im zweiten Drittel befand sich Berlin noch knapp eine Minute in Überzahl und wollte im zweiten Match endlich ein Powerplay Goal erzielen, was ihnen aber nicht gelang. Trotzdem erarbeiten sich die Eisbären ihre Gelegenheiten, die sie nur noch in Tore ummünzen mussten. Deprès Knaller von der blauen Linie wurde eine sichere Beute für Fazio, der freie Sicht hatte. Es gab mehrere gefährlich abgefälschte Schüsse vor dem italienischen Kasten. Berlin setzte sich immer öfters in der italienischen Zone fest und ließ Puck und Gegner laufen. Team Italy leistete sich zu viele leichtsinnige Fehler im Aufbau und wirkte schon sehr müde.

 

Mitte der Begegnung prüfte Miceli den Berliner Goalie mal wieder, die beste Chance von Italien im Mittelabschnitt. Headcoach Ireland stellte nun die Reihen etwas um für neue Impulse in seiner Mannschaft. Berlins vierte Reihe präsentierte sich auch heute lauffreudig. In der 38. Spielminute belohnten sich die Eisbären für ihren unermüdlichen Angriffsschwung mit dem 2 zu 0. Torschütze war Boychuk. Geibel hatte dann noch eine riesige Chance auf dem Schläger frei vor Fazio. Unterm Strich bauten die Eisbären ihre Führung weiter aus und sehen mit diesem komfortablen Vorsprung wie der sichere Sieger aus. Sie schielen ganz klar auf Platz 3 des Dolomiten Cups.

 

Pföderl: „Bisher ein recht zerfahrenes Spiel, richtiges August Eishockey, aber beide Teams versuchen Gas zu geben, das ist wichtig. Unser Ziel heuer ist es wieder vorne mit dabei sein. Wir haben erst eine Woche Training, da ist es noch zu früh für Prognosen.“

 

Der Schlussabschnitt musste zeigen, ob Italien noch einen Gang zulegen konnten, um doch noch heranzukommen und das Spiel zu drehen. Dieses Unterfangen wurde jäh unterbunden durch den dritten Treffer der Eisbären in Person von Clark in der 42. Spielminute, der einen genialen Pass von Müller eiskalt verwertete. Damit schien die Messe heute gelesen zu sein, zu sehr beherrschten die Hauptstädter diese Partie.

 

Die italienische Nationalmannschaft gab sich aber nicht auf, sondern versuchte weiter dagegenzuhalten und ihr Tor zu erzielen. Gilatis Alleingang führte ebenso nicht zum Erfolg; ihre wenigen Chancen mussten sie nur verwerten, denn Frigo hatte nur 10 Sekunden danach eine weitere Top Gelegenheit zum Verkürzen. Hätten sie hier getroffen, dann wäre noch genug Zeit gewesen für mehr Ergebniskosmetik. Kurze Zeit später war Italien ganz knapp dran mit dem Anschlusstreffer. Glück und Können von Ancicka und seinen Vorderleuten verhinderten Schlimmeres.

 

Der Spielfluss von Team Italy wurde nun jäh durch eine Strafe unterbunden, eine weitere Gelegenheit für die Eisbären, um ihr erstes Überzahltor auf die Anzeige zu bringen. Zengerle bekam die Chance zum vierten Treffer, aber bei 5 gegen 5 klingelte es in der 54. Spielminute wieder hinter Fazio: Mark Zengerle verwandelte dieses Mal sicher und souverän, Clark erhielt seinen heutigen zweiten Assist Punkt.

 

Der Ehrentreffer wäre dem Team Italien schon zu gönnen; ihr drittes Überzahlspiel bot dafür die Möglichkeit, aber die Müdigkeit bei vielen Akteuren war unübersehbar. Jetzt hatten sie sogar eine 5 gegen 3 Überlegenheit, eine bessere Aussicht auf ein Tor gab es nicht. Der Pfosten war erstmal diesem Ziel im Weg, doch letztendlich markierte Glira in der 58. Spielminute doch noch das hochverdiente 1 zu 4.

Schließlich holte sich der amtierende Champion aus Berlin mit einem klaren 4:1 Erfolg gegen Italien den Platz 3 im Turnier.

 

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(Fotoquelle Dunja Dietrich)

 

Dolomiten_Cup-Spiel_3, kleines Finale, 15.08.2021

 

Italien – Berlin 1:4 (0:1|0:1|1:2)

 

Tore:

0:1 |02| Veilleux (Wissmann)

0:2 |38| Boychuk (Noebels)

0:3 |42| Clark (Müller)

0:4 |54| Zengerle (Clark)

1:4 |58| Glira (Kostner)

 

Best Player of the game:

 

Team Italien:     #   2 Glira

Team Berlin:      # 45 Ancicka 

 

Referees:  Virta  / Benvegnù

 

Zuschauer:   ca. 500

 

Aufstellung:

 

Team Italy: Fazio, Miglioranzi, Trivellato, Gilati, Alberga, Frigo, Gios, Glira, Miceli, Kostner, Frank, Pavlu, Casetti, Michele Marchetti, Traversa, Deluca, Magnabosco, Larcher, Dadiè, Andergassen, Mantinger.

 

Berlin: Ancicka; Ellis, Mik, Noebels, Boychuk, Pföderl, Müller, Jensen, White, Zengerle, Clark, Wissmann, Hördler, Veilleux, Streu, Fiore, Geibel, Després, Roßmy, Wiederer, Reiner.

 



Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)

DEL 25Jahre Logo silberDie Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 15 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 8 Meisterschaften.

 

Mehr Informationen über die Deutsche Eishockey Liga erhalten Sie unter www.eishockey-statistiken.de 

 

 


 


 

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