DEB, DEL und Powerplay 2026

 

(DEL) Jörg Reich Der Deutsche-Eishockey-Bund hatte mit Powerplay 2026 ein Konzept entwickelt, dass das Deutsche Eishockey langfristig voran bringen sollte. Ambitionierte Zielsetzungen in Zusammenarbeit mit den Vereinen und Clubs wurden ausgegeben. Wir möchten aufzeigen, welche Ziele bis zum heutigen Zeitpunkt erreicht wurden und welche Ziele noch nicht erreicht wurden?

 

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(Foto: Citypress)

 

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Was wurde erreicht? Mit dem Konzept Powerplay 2026 hat das Deutsche Eishockey insgesamt eine positive Entwicklung genommen und auch international an Ansehen gewonnen. Die Veränderungen in der Nachwuchs- und Trainerausbildung haben sich in kürzester Zeit bemerkbar gemacht. Es sind klare Konzepte entstanden, wie man den Nachwuchsspielern eine bessere Ausbildung bieten kann. Die Erfolge sind sichtbar.


Die deutsche Nationalmannschaft hat bei Olympia 2018 sensationell die Silbermedaille gewonnen, der größte Erfolg den es für das Deutsche Eishockey je gab. In den Folgejahren hat sich die Nationalmannschaft in der A-Gruppe etabliert und ist in der Weltrangliste peu a peu gestiegen. Aktuell rangiert Deutschland auf Platz sieben, vor der Schweiz und der Slowakei. Viertelfinalteilnahmen, mit Chancen auch das Halbfinale zu erreichen, sind nicht mehr nur eine Ausnahme. Der Wunsch, bei einer WM eine Medaille gewinnen zu können, wird immer realistischer.


Die U 20- und U 18-Nationalmannschaften sind nach vielen Jahren in den B-Gruppen in die A-Gruppen zurückgekehrt. Nach dem beide Teams im letzten Jahr den Klassenerhalt geschafft haben, gelang es in diesem Jahr der U 20 ins Viertelfinale einzuziehen. Eine bemerkenswerte Leistung und im Jahr 2021 ist es durchaus möglich, dies wieder erreichen zu können.


In der Gesamtheit gesehen wurden mehr junge Spieler gut ausgebildet, so dass man derzeit von viel mehr guten talentierten jungen Spielern sprechen kann. Herausragende Toptalente stechen hervor und sorgen dafür, dass auch im NHL-Draft Deutsche Spieler eine größere Rolle spielen. Zuletzt wurden zum ersten Mal überhaupt mit Tim Stützle, Lukas Reichel und John Jason Peterka drei Spieler in den ersten beiden Runden gezogen. Auch in den kommenden Jahren, vor allem im Jahrgang 2004, gibt es Spieler, denen eine ähnliche Chance zugetraut wird.


Die DEL bietet gutes schnelles Eishockey. Die läuferische Komponente nimmt Jahr für Jahr zu und auch die technischen Fertigkeiten sind immer mehr gefragt. In internationalen Vergleichen haben die Clubs in der Champions-League in den letzten Jahren gute Ergebnisse erzielt und gezeigt, dass das Deutsche Eishockey auf dem Vormarsch ist.


Auch in den Clubs nehmen immer öfters Deutsche Spieler prägende Rollen ein. Die jungen Spieler, die ihre Chance in den Clubs erhalten, zeigen, dass sie auf diesem Niveau mithalten können und bringen den Clubs eine größere Wahrnehmung in der Öffentlichkeit.


Was wurde nicht erreicht? Nicht erreicht wurde das Ziel, den Anteil ausländischer Spieler in der DEL sukzessive zu senken. Die Anzahl an erlaubten Kontingentspielern stagniert seit Jahren bei 9+2. Die meisten Clubs sind nach wie vor nicht bereit, diese Anzahl zu senken. Dies hat dazu geführt, dass einige Deutsche Spieler in der DEL keinen Vertrag mehr bekommen haben und nun zumeist in der DEL 2 aktiv sind. Die DEL 2 hat davon durchaus profitiert und das Niveau in der 2. Liga ist in den letzten Jahren stetig gestiegen.

 



 

Im Konzept Powerplay 2026 ist vorgesehen, die Kontingentstellen sukzessive bis zum Jahr 2026 auf höchstens sechs je Club zu reduzieren. Obwohl die anderen Ziele mehr als erreicht wurden, ist aber in diesem Punkt bisher nichts passiert. Es stellt sich die Frage warum und warum der Deutsche-Eishockey-Bund nicht mehr Druck auf die Clubs ausübt, um dieses Ziel zu erreichen?


DEB-Präsident Franz Reindl übt sich in Zurückhaltung und ist auf „Schmusekurs“ mit der Liga. Der bisherige Sportdirektor Stefan Schaidnagel, der großen Anteil am Aufschwung des Deutschen Eishockeys hat und diesen Punkt auch offen ansprach, musste den Verband verlassen. Mit Christian Künast wurde zunächst ein Nachfolger präsentiert, bei dem es zumindest fraglich ist, ob er dieses Ziel nachhaltig durchsetzen kann. Dabei stellt sich die Frage, bekommt er den Rückhalt von DEB-Präsident Franz Reindl dafür?


Zumindest scheint sich auch Franz Reindl im Klaren darüber zu sein, dass es absolut notwendig ist die Kontingentstellen in der DEL auf ein angemessenes Maß(sechs!) zu reduzieren. Oder wie ist es sonst zu interpretieren, dass er in den Schweizer Medien die dortige Liga davor warnt, die Kontingentstellen zu erhöhen, um langfristige schwere negative Folgen für das Schweizer Eishockey zu verhindern?


Franz Reindl, der DEB und die DEL auf „Schmusekurs“… es stellt sich die Frage warum? Wäre es nicht zielführender das Thema Reduzierung der Kontingentstellen klar anzusprechen und die Liga aufzufordern, sich diesem Thema zu stellen?


Nimmt man die Spieler und die vde mit ins Boot, wären Verband und Spieler eine starke „Waffe“, um die Clubs der Liga zu einem Umdenken überzeugen zu können. Somit stellt sich zwangsläufig die Frage, warum setzt sich Herr Reindl und der DEB nicht mehr und in stärkerem Maße für eine Reduzierung der Kontingentstellen ein?



 



Deutsche Eishockey Liga (DEL)

DEL 25Jahre Logo silberDie Deutsche Eishockey Liga (DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 14 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 7 Meisterschaften.

 

Mehr Informationen über die Deutsche Eishockey Liga  erhalten Sie hier...

 

 


 


 

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