Düsseldorf bezwingt Iserlohn in einem Torfestival mit 6:5 nach Verlängerung

 

(DEL/Iserlohn) (Hermann Graßl)  In der Eissporthalle am Seilersee empfingen die Iserlohn Roosters heute Abend die Düsseldorfer EG. Iserlohn hatte bisher einen richtig guten Lauf und schon emsig wertvolle Punkte gesammelt, während Düsseldorf bis dato den Anschluss zu den Playoff Plätzen hielt und heute Abend den nächsten Schritt zur Festigung ihres Tabellenplatzes machen wollte. Schließlich setzte sich Düsseldorf mit einem 6:5 Auswärtssieg nach Verlängerung in Iserlohn durch.

 

iserlohn deg 07012021

(Foto: Patrick Rüberg)

 

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Iserlohn wollte auf heimischem Eis den nächsten Sieg einfahren, nachdem man am 5. Januar die Eisbären aus Berlin vom Platz fegte. Die Roosters waren bisher das Überraschungsteam der Nordgruppe, in der sie aktuell auf Tabellenplatz zwei rangieren und mit einem heutigen Erfolg sogar den Platz an der Sonne erobern konnten. Personell musste Iserlohn noch auf den gesperrten Brody Sutter verzichten, konnte aber ganz auf Bailey und Grenier bauen. Die DEG war bisher auch recht passabel in die Saison gestartet und wollte an die gute Leistung gegen Wolfsburg nahtlos anknüpfen. Die Düsseldorfer konnten wieder aus dem Vollen schöpfen und vertrauten dieses Mal auf den jungen Pantkowski im Gehäuse. Ein wichtiges Ziel lag definitiv in der Optimierung ihrer Unterzahlquote, um vor allem die Gegentorflut zu unterbinden.

 

Zu Beginn dominierte die DEG mit forschen Attacken auf das Tor des Schweizers Schwendener. Die ersten Torchancen gehörten auch gleich den Gästen. Iserlohn kam langsam in die Gänge und musste sich in den ersten 5 Minuten dem Offensivdruck der DEG entgegenstemmen, die nicht locker ließ in ihren Angriffsbemühungen. Es wirkte bei 5:5 fast wie beim Powerplay durch die DEG in einem temporeichen Spiel.

 

Völlig aus dem Nichts eröffneten aber die Hausherren in der 6. Spielminute in Person von Aubin den Torreigen bei ihrem erst zweiten Angriff. Wie würden die Gäste diesen Schock nun wegstecken, die so furios das Match begannen und gestalteten? In ihrer ersten Überzahlkonstellation konnten die Gäste dann durch Carey in der 9. Minute den Ausgleich erzielen, der hochverdient war.

 

In einer Kontersituation hätte Ehl fast getroffen und kurz danach musste Schwendener gleich wieder in höchster Not eingreifen. Düsseldorf bleib am Drücker und agierte weiterhin sehr druckvoll und drehte in der 12. Minute sogar das Match durch den erfahrenen Barta, der einen Abpraller humorlos verwertete.

 

Die Gäste zeigten hier am Seilersee ein beachtliches Auswärtsspiel und erhöhten in der 14. Spielminute gar auf 3 zu 1 durch Fischbuch. Vorausgegangen war dem Tor ein Scheibenverlust der Hausherren, die mit dem Forechecking der Düsseldorfer noch nicht zurechtkamen. Das Team aus Düsseldorf setzte die Vorgaben von Harold Kreis bisher optimal um: hohe Laufbereitschaft, Aggressivität und Zug nach vorne.

 

Gesagt, getan legten die Gäste auch noch einen vierten Treffer drauf durch den Doppelpack von Fischbuch in der 17. Spielminute. Die DEG war weiter hungrig und hätte beinahe in Form von Nowak das nächste Tor markiert. Es ging viel zu einfach für die Gäste, die nahezu unbehindert durch die Iserlohner Verteidigung marschieren konnten.

 

Das Schussverhältnis von 22 zu 6 im ersten Drittel sprach eine deutliche Sprache zugunsten der Düsseldorfer EG. Wie würde nun Iserlohn auf diesen klaren Rückstand reagieren?

 

Im zweiten Drittel nutzte Iserlohn mit ihrer Top Sturmformation das restliche Powerplay sofort aus zu ihrem zweiten Treffer des heutigen Abends. Torschütze war Bailey in der 21. Spielminute, der mustergültig von Grenier und Whitney im Slot bedient wurde.

 

Iserlohn machte nun die Räume enger, so dass die DEG nicht mehr so leicht zu ihrem Spielfluss fand. Die Begegnung wurde nun zusehends ausgeglichener. Iserlohn war auch viel enger an den Gegenspielern dran und engte deren Radius wieder stärker ein.

 

Nun schien das Match zu kippen, denn die Roosters nahmen kurz danach in der 27. Minute einen haarsträubenden Fehler der Gäste hinter dem Tor als Geschenk dankend an durch Bailey.

 

Verkehrte Welt im Mittelabschnitt: nun waren die Hausherren on Fire und stellten in der 29. Spielminute bei einem perfekt ausgespielten Konter durch Whitney sogar auf Gleichstand. Wer hätte das gedacht nach dem ersten Drittel, das die DEG noch so dominierte. Die Pausenansprache durch O’Leary zeigte offenbar ihre angedachte Wirkung.

 

Fischbuch visierte unbedingt seinen dritten Treffer des Abends an, scheiterte aber an Schwendener. Nun konnten sich die Gäste wieder etwas aus der fulminanten Iserlohner Umklammerung lösen und marschierten öfters in die Zone der Hausherren.

 

Iserlohn ließ sich jedoch nicht beirren und markierte sogar in der 36. Minute die 5:4 Führung durch Bailey, der seinen dritten Treffer erzielte und das Match damit auf den Kopf stellte.

 

Unfassbar, welches Offensivfeuerwerk die Hausherren im zweiten Drittel zeigten und die Begegnung komplett wieder an sich zogen. Ihre Effizienz war beeindruckend mit sage und schreibe 4 Toren bei nur 11 Torschüssen. Nun war Düsseldorf wieder unter Zugzwang.

 



 

Der Schlussabschnitt begann mit einer numerischen Überlegenheit für Düsseldorf nach einem Beinstellen von Bailey. Dieses Powerplay münzte die DEG in der 43. Spielminute sofort in den neuerlichen Ausgleich um. From trug sich in die Torschützenliste ein. Das Überzahlspiel funktionierte bei den Gästen heute wie am Schnürchen.

 

Düsseldorf kehrte nun wieder in den Spielrhythmus aus dem ersten Drittel zurück und agierte erneut druckvoll. In dieser Abendbegegnung war noch lange nichts entschieden, die bisherige Torausbeute hätte die Fans zu Begeisterungsstürmen animiert, die Trainer waren wohl hier ganz anderer Meinung. Das Match wurde weiterhin auf sehr hohem Niveau geführt, temporeich und ohne viele Unterbrechungen.

 

Man war nun gespannt, wer von beiden Teams den vielleicht entscheidenden Nadelstich setzen würde. Die Defensivzone wurde nun auf beiden Seiten akribisch bewacht, Leichtsinnsfehler waren inzwischen Mangelware.

 

Jetzt begann die Crunch Time, in der die DEG eine sehr gute Gelegenheit bekamen. Aber auch die Roosters hatten den sechsten Treffer auf dem Schläger. Es ging rauf und unter und 90 Sekunden vor der Schlusssirene durften die Gäste nochmals in Überzahl ran, in der Fischbuch tatsächlich den dritten Abschluss mit seinem Distanzhammer auf dem Schläger gehabt hätte. Es reichte jedoch nicht mehr für die Entscheidung in der regulären Spielzeit und die Overtime folgte.

 

Das verbliebene Powerplay konnte Düsseldorf nicht in ein Tor umsetzen und so ging es im 4 gegen 4 zunächst weiter. Letztlich entschied Fischbuch’s dritter Treffer für die DEG in der 63. Spielminute dieses hochklassige und unterhaltsame Match.

 

Iserlohn spielt am 11. Januar bei den Kölner Haien, während Düsseldorf am gleichen Tag zuhause die Eisbären aus Berlin empfängt.

 

Stimmen zum Spiel:

 

Iserlohn - Schwendener:

 

„Für die Zuschauer wäre es sicherlich ein Spektakel gewesen, für uns Torhüter war es nicht so toll. In meinem ersten Match bin ich stolz auf die Jungs und deren fighting spirit. Sie haben nicht aufgegeben und so sind wir mit einem Punkt zufrieden. So wie im 1. Drittel dürfen wir aber nie spielen, da hatten wir zu viele Scheibenverluste an der blauen Zone. Im 1:1 hat die DEG da besser agiert. Die Kabinenansprache war fruchtbar.“

 

Düsseldorf – Fischbuch:

 

„Ich hatte gegen Berlin schon mal 3 Tore erzielt. Im ersten Drittel hatten wir Iserlohn gut eingeschnürt, im 2. Drittel gab es Leichtsinnsfehler und viele Scheibenverluste. Eigentlich hätten wir 3 Punkte verdient gehabt. Wir müssen einfach dranbleiben und 60 Minuten Eishockey spielen und von der Strafbank fernbleiben.“

 

Spiel vom 07.01.2021

Iserlohn – Düsseldorf 5:6 (1:4|4:0|0:1|0:1)

 

Tore:

1:0 |06| Aubin (Jentzsch, Baxmann)

1:1 |09| Carey (Barta, Kammerer) PP1

1:2 |12| Barta (Johannesen, Flaake)

1:3 |14| Fischbuch (Alanov, Ebner)

1:4 |17| Fischbuch (Zanetti, Alanov)

2:4 |21| Bailey (Whitney, Grenier)

3:4 |27| Bailey (Grenier)

4:4 |29| Whitney (Grenier)

5:4 |36| Bailey (Grenier, Whitney)

5:5 |43| From (Fischbuch, Karachun) PP1

5:6 |63| Fischbuch (Cumiskey, Olimb)

 

1. Drittel Statistik:  6:22 Schüsse, 10:11 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:2

2. Drittel Statistik:  11:13 Schüsse, 9:11 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:0

3. Drittel Statistik:  6:11 Schüsse, 7:8 gewonnene Bullys, Strafminuten: 4:0

Overtime Statistik: 1:2 Schüsse, 3:0 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:0

 

Zuschauer: Keine  

Schiedsrichter:  Iwert/ Steingross

 

Aufstellung:

 

Iserlohn: Schwendener, Raymond, Johnston, Whitney, Grenier, Bailey, Baxmann, Ankert, Lautenschlager, Raedeke, Aubin, Orendorz, Riefers, Friedrich, Weidner, Fleischer, Buschmann, Samanski, Jentzsch, Proske.

 

Düsseldorf: Pantkowski, Jensen, Cumiskey, Fischbuch, Olimb, Alanov, Nowak, Ebner, Flaake, Barta, Kammerer, Johannesen, Zanetti, From, Carey, Karachun, Eder, Ehl, Buzás, Jahnke.

 



Deutsche Eishockey Liga (DEL)

DEL 25Jahre Logo silberDie Deutsche Eishockey Liga (DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 14 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 7 Meisterschaften.

 

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