Schwenningen entführt mit einem 3:2 Sieg alle Punkte aus Augsburg

 

(DEL/Augsburg) (Hermann Graßl) Im Augsburger Curt-Frenzel-Stadion empfingen die Fuggerstädter das Überraschungsteam aus Schwenningen, das im Magenta Cup für viel Furore sorgte. Der AEV zeigte in seinem ersten Match in München eine ansprechende Leistung und wollte nun im Heimdebut daran anknüpfen. Schwenningen war am Ende der effiziente Sieger mit einem denkbar knappen 3:2 Erfolg.

 

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(Foto: Dunja Dietrich)

 

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Die Augsburger Panther wollten zeigen, wer Herr im Hause ist, mussten aber ohne ihrem eminent wichtigen 7. Mann, ihren treuen Fans auskommen. Der AEV wirkte bei seinem ersten Auftritt in München bereits relativ stabil und hinterließ einen sehr guten Eindruck beim Serienchampion der letzten Jahre.

 

Schwenningen hoffte, den gelungenen Schwung aus dem perfekten Auswärtsmatch bei den hochgehandelten Ingolstädtern mitnehmen zu können, um hier in Augsburg nachzulegen. Man war gespannt, wie sich die neu verpflichteten Spink Brüder in Szene setzen würden und wie Olver bei seinem früheren Arbeitgeber agieren werde.

 

Gleich zu Beginn legten die Wild Wings den Vorwärtsgang ein, doch der AEV hielt gut dagegen. Ex-Panther Olver hatte dann die Führung bei einer 3:1 Konstellation auf seinem Schläger. In den ersten 3 Minuten lief die Uhr ohne eine einzige Unterbrechung runter, es war von Anfang an ein rasantes Spiel. Eine erste Direktabnahme von Bergman von der blauen Linie rauschte Mitte des ersten Drittels gefährlich am Kasten von Eriksson vorbei.

 

Kharboutli musste dann in der 11. Minute auf die Sünderbank wegen Beinstellen, aber die Gäste mussten sich zunächst kreativen Gegenangriffen der dezimierten Fuggerstädtern entgegenstemmen, die kurz danach sogar durch Trevelyan einen gefährlichen Konter fuhren. Die Wild Wings hatten große Probleme, ihre Aufstellung zu finden und kamen nur zu einem einzigen Abschluss.

 

Nun durfte der AEV Überzahl spielen, die aber schon nach wenigen Sekunden durch ein eigenes Foul hinfällig wurde. Im 4 gegen 4 war nun mehr Platz für die technisch versierten Akteure. Den Direktschuss von Haase von der blauen Linie konnte Hafenrichter vor dem Goalie nicht verwerten.

 

In ihrer erneuten kurzen numerischen Überlegenheit sprang für die Wild Wings nichts Zählbares mehr heraus. Trevelyans heroischer und wichtiger, aber auch schmerzhafter Block wurde von seinen Mitspielern honoriert.

 

Der Schwede Thuresson fand mit einem feinen Handgelenkschuss in Roy seinen Meister, während Max Eisenmenger bei seinem Einsatz am Gästetorwart scheiterte.

 

Beide Teams legten viel Wert auf die Sicherung ihrer Defensive, sodass im ersten Abschnitt große Torchancen Mangelware waren. Meistens neutralisierten sich beide Mannschaften. Somit verabschiedete man sich mit einem torlosen 0:0 in die erste Pause. Dies spiegelte sich auch an der Torschuss Statistik wider, während der AEV doppelt so viele geblockte Schüsse zu verzeichnen hatte.

 

Im zweiten Drittel musste zuerst mal die Uhr justiert werden, bevor das Eröffnungsbully durchgeführt wurde. Dann ging es gleich wieder weiter mit schnellen Aktionen beider Teams. Man knüpfte nahtlos an das schnelle Umschaltspiel aus dem ersten Drittel an.

 

AEV Coach Tuomie schien die Sturmreihen etwas durchgemischt zu haben. Der Oberliga Zugang Kharboutli bekam bereits seine zweite Chance in diesem Spiel aufgelegt. Irgendwie schien nun ein Tor in der Luft zu liegen, zumindest hatte man den Eindruck gewonnen.

 

Und da war es auch schon passiert in Person von Bourke auf Seiten von Schwenningen, der ein geniales Zuspiel von Bassen perfekt verwertete. Diese Führung war etwas überraschend, da die Augsburger zu Beginn mehr Spielanteile hatten.

 

Clarke hatte dann die Chance zum Ausgleich, doch Eriksson entschärfte in gewohnter Manier diesen Schuss. Augsburg ließ jedoch nicht locker und belohnte sich ca. 1 Minute danach durch Miller mit dem verdienten 1:1; er wurde komplett allein vor dem Gehäuse von Eriksson vergessen und konnte somit unbedrängt einnetzen. Sein Jubel beim Tor Debut kannte keine Grenzen.

 

Dann wurde Bergmann wegen unkorrekter Ausrüstung, er hatte seinen Handschuh verloren, zurecht gemäß der neuen Corona Regeln auf die Strafbank geschickt. Dieses Mal agierten die Wild Wings geschickter als zuvor, blieben aber glücklos.

 

Nun waren die Hausherren wieder dran mit einem Mann mehr auf dem Eis, hatten aber erst Schwierigkeiten, in die Formation zu kommen und mussten zunächst einen Konter der Gäste unterbinden. Im Powerplay offenbarte sich wohl die fehlende Testspielpraxis beim AEV.

 

Trotzdem erspielten sich die Hausherren ein optisches Übergewicht und zwangen die Gäste vermehrt zu Fouls. Schwenningen schwächte sich sogar selbst durch einen eigenen Spieler, was fast zu einer nicht nachvollziehbaren Strafe für Augsburg geführt hätte. Dank der Slow Motion auf dem Stadionwürfel wurde diese Entscheidung aber zurecht rückgängig gemacht.

 

Bei einem super herausgespielten Konter der Gäste markierte ihr neuer Kapitän Turnbull nach tollem Zuspiel von MacQueen mit seinem ersten Saisontreffer kurz vor Drittelende die erneute Führung. Er konnte sein Glück gar nicht fassen, so sehr freute er sich über dieses Tor.

 

Augsburg bestimmte im Mittelabschnitt zwar das Spiel, doch Schwenningen erwies sich wieder einmal als kaltschnäuzig und effizient.

 



 

Im Schlussabschnitt war definitiv für Spannung gesorgt und die Augsburger Panther würden sicher alles probieren, um ihre zweite Saisonniederlage in Folge abzuwenden. Schwenningen blieb jedoch weiter gefährlich, vor allem mit Taylor und Tyson Spink, die als Brüderpaar im blinden Zusammenspiel eine exzellente Gelegenheit zum dritten Treffer verpassten. Die Wild Wings waren ein zäher Gegner und die Fuggerstädter mussten sich was einfallen lassen. Sie erhöhten nun ihren Druck und Schwenningen konnte sich des Öfteren nur mit einem Icing befreien.

 

Die Gäste schafften es jedoch, sich langsam wieder aus der Umklammerung der Panther zu lösen und gerade ihre jungen Protagonisten vollzogen eine gute Entwicklung in den letzten Jahren.

 

Der Augsburger Capitano Lamb hatte etwas dagegen und jubelte nach kurzem Videostudium über den Ausgleich in der 49. Spielminute, den er sich richtig erarbeitet hatte. Nun hatten beide Kapitäne an diesem Abend ein Erfolgserlebnis zu verzeichnen, eine interessante Randnotiz.

 

Inzwischen war die Schussstatistik fast ausgeglichen, was dem Spielstand gerecht wurde. Turnbull war weiter torhungrig und hatte sein zweites Tor anvisiert. Die Spink Brüder nahmen auch wieder Fahrt auf und zauberten in der Augsburger Zone.

 

Der AEV sah sich nun wieder der Offensive der Gäste ausgesetzt und musste folgerichtig eine Strafzeit in Kauf nehmen.  Würde es am Ende ein Spiel der Kräfte werden? Hier hatten sicher die Wild Wings bessere Karten aufgrund ihres Einsatzes beim Magenta Cup.

 

Nun entzündeten die Gäste ein wahres Feuerwerk vor dem Tor von Roy und Augsburg schaffte es nicht mehr, sich entscheidend zu befreien. Dies rächte sich jetzt mit der dritten Führung durch Tylor Spink in der 57. Spielminute. War dies bereits die Entscheidung?

 

Hatten die Fuggerstädter noch genügend Energie im Tank, um das Match zu drehen? Wann würde Tuomie das volle Risiko gehen? 90 Sekunden vor Schluss waren die Augsburger mit 6 Feldspielern unterwegs, um zumindest noch einen Punkt zu retten. Dramatik pur in der ultimativ letzten Minute und 10 Sekunden vor der Sirene wäre es auch beinahe passiert, doch Weber riskierte ein taktisches Foul, um den drohenden Ausgleich tunlichst zu vermeiden. Ein Augsburger war schon einschussbereit.

 

So gesehen nahm Schwenningen erneut 3 wertvolle Zähler mit in den Schwarzwald nach ihrem Auswärtssieg in Ingolstadt am Sonntag. Augsburg darf am 27.12. nach Ingolstadt zum Derby reisen und Schwenningen muss am 30.12.2020 bei den Nürnberg Ice Tigers antreten.

 

Stimmen zum Spiel:

 

Augsburg – Miller:

„Ja, mein erstes DEL Tor war super, habe mich sehr darüber gefreut. Ehrlich gesagt habe ich keine Erklärung, warum wir heute verloren haben. Wir waren gut vorbereitet für diese Partie.“

 

Schwenningen – Tylor Spink:

„Wir spielten ein grundsolides Match, unser Sieg in Ingolstadt war auf jeden Fall hilfreich. Mit unserem super Torwart im Rücken haben wir auch ein tolles Team. Es sind gute Jungs und wir haben einen tiefen Kader, wir können viel erreichen in dieser Saison.“

 

Spiel vom 22.12.2020

Augsburg – Schwenningen 2:3 (0:0|1:2|1:1)

 

Tore:

0:1 |27| Bourke (Thuresson, Bassen)

1:1 |28| Miller (Sternheimer, Haase)

1:2 |39| Turnbull (MacQueen)

2:2 |49| Lamb (LeBlanc, Hafenrichter)

2:3 |57| Spink Tylor (Bourke, Robak)

 

1. Drittel Statistik:  9:8 Schüsse, 7:9 gewonnene Bullys, Strafminuten: 4:2

2. Drittel Statistik:  9:8 Schüsse, 10:12 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:4

3. Drittel Statistik:  5:12 Schüsse, 7:11 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:2

 

Zuschauer: Keine  

Schiedsrichter:  Hinterdobler/ Schrader

 

Aufstellung:

 

Augsburg: Roy, Bergman, Lamb, Hafenrichter, LeBlanc, Holzmann, Rogl, Haase, Kharboutli, Stieler, Payerl, Valentine, Sezemsky, Trevelyan, Clarke, Max Eisenmenger, Tölzer, Sternheimer, Lambacher, Miller.

 

Schwenningen: Eriksson, Yeo, Robak, Turnbull, Olver, MacQueen, Fischer, Weber, Weiß, Tylor Spink, Tyson Spink, Kristensen, Huß, Thuresson, Bourke, Bassen, Brückner, Pfaffengut, Hadraschek, Möchel.

 



Deutsche Eishockey Liga (DEL)

DEL 25Jahre Logo silberDie Deutsche Eishockey Liga (DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 14 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 7 Meisterschaften.

 

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