Berlin erkämpft gegen Bremerhaven einen knappen 3:2 Sieg

 

(DEL/Berlin) (Hermann Graßl) In der Mercedes Benz Arena in Berlin empfingen die Hauptstädter den Finalisten des Magenta Cups, die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven. Die Nordlichter waren bisher die Überraschungsmannschaft des Vorbereitungsturniers, das sie bis auf das Finale ‚Dahoam‘ durchweg siegreich gestalteten und auf ganzer Linie überzeugten. Die Eisbären rangen schließlich Bremerhaven mit 3:2 nieder.

 

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(Fotoquelle: City-Press)

 


 

Die Eisbären aus Berlin wollten gleich in ihrem Heimspiel ihre erste Duftmarke setzen, auch wenn sie nun völlig ungewohnt, komplett ohne Fans diese Partie bestreiten mussten. Wie würden sie diese Umstellung verkraften, zumal die Mannschaft noch keinen langen Testrhythmus vorweisen konnte. Mit ihren kurzfristig verpflichteten Stürmern White und Foucault hatten sie aber zwei neue Asse im Köcher, die so prominente Abgänge wie Rankel, Noebels und LaPierre ersetzen sollten.

 

Bremerhaven hoffte, den Schwung aus dem Magenta Cup mitzunehmen und an die dort gezeigten hervorragenden Leistungen nahtlos anzuknüpfen. Das Team von der Nordseeküste schien bereits perfekt eingespielt zu sein und war mit ihrer Paradereihe Verlic, Jeglic und Urbas ein sehr ernst zu nehmender Gegner für Berlin. Man durfte gespannt sein, wie der Ex-Bremerhavener Zengerle nun bei den Hauptstädtern auftreten würde.

 

In den ersten Minuten zeigten die Hausherren sofort Offensivpower und durften recht schnell schon Überzahl üben, was sie in der 2. Minute perfekt mit dem Führungstreffer durch ihren Top Neuzugang Foucault nutzten. Auch die zweite Neuverpflichtung White setzte von Anfang an Akzente und belohnte sich mit einem Assist Punkt. Matt White glänzte zuletzt in der KHL, was man von ihm bereits in Augsburg gewohnt war.

 

Die Gäste ließen kurz danach in Person von Urbas eine exzellente Kontermöglichkeit ungenutzt liegen. Auf der anderen Seite war Foucault so richtig heiß auf mehr, scheiterte aber knapp. Bremerhaven kam langsam in der Partie an und war mit den Berlinern durchaus auf Augenhöhe mit ihren Aktionen. Auf Niederberger war jedoch stets Verlass. Dies war nun umso wichtiger bei der ersten Unterzahlsituation der Hausherren.

 

Die Nordlichter schlugen aber eiskalt zurück durch McMillan in der 12 Minute und wollten sofort nachlegen. Sie nahmen nun immer mehr Fahrt auf in der Fremde und verdienten sich ein optisches Übergewicht in der Partie.

 

Das schnörkellose einfache Eishockey, das die Gäste wie gewohnt praktizierten, schien sich wieder bezahlt zu machen. Den Blitzstart der Eisbären egalisierten die Fischtown Pinguins zu einem verdienten Remis nach dem ersten Drittel, insbesondere wenn man ihr leichtes Übergewicht bei den Schüssen und der Bully Quote heranzieht.

 

Im zweiten Drittel mussten die Gäste eine Unterzahl wegen zu vielen Akteuren auf dem Eis hinnehmen, eine unnötige Strafzeit, die jeden Coach erzürnt. Zum Glück überstand Bremerhaven diese brenzlige Situation, musste aber mit Ablauf dieser Strafe gleich die nächste Herausstellung in Kauf nehmen, die ebenso nichts einbrachte für die Hausherren trotz intensiver Bemühungen.

 

Nach knapp der Hälfte der Spielzeit waren wieder mal die Gäste im Powerplay und hatten gleich zwei tolle Einschussgelegenheiten, der eine weitere Top Chance folgte. Auch in Unterzahl agierten die Eisbären jedoch frech und mutig und hätten dies fast ausgenutzt. Der Neu Eisbär Zengerle hätte fast gegen seinen früheren Arbeitgeber eingenetzt, das wäre eine Story gewesen. Zumindest ergatterte er sich heute einen Scorerpunkt.

 

Auf der Gegenseite war Quirk perfekt im Slot positioniert, scheiterte aber denkbar knapp am Gehäuse. Kaum war Zengerle von der Strafbank zurück, bekam er sofort selbst die Möglichkeit zum Treffer serviert.

 

In den letzten Minuten war es ein Strafzeitenfestival, welches die Berliner 2 Minuten vor Drittelende in numerischer Überlegenheit durch White zur Führung ummünzten. Erneut war es ein Neuzugang auf Seiten der Eisbären. Die Nachverpflichtungen hatten sich jetzt schon mehr als gelohnt, zumal auch bei diesem Tor Foucault beteiligt war. Beide Protagonisten hatten nun schon 2 Scorerpunkte gesammelt. Mit dieser hauchdünnen Führung gingen die Eisbären nun in die zweite Pause auch dank der zahlreichen Powerplaygelegenheiten.

 



 

Der Schlussabschnitt war jedenfalls von Spannung geprägt bei diesem engen Spielstand auf dem Scoreboard. Mit Rückständen hatten die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven schon Erfahrung und waren definitiv nicht abzuschreiben. Das Match war nun in den Ecken hart umkämpft.

 

Strafzeiten prägten auch das dritte Drittel, in schöner Regelmäßigkeit kam jedes Team in diesen Genuss. Direkt von der Sünderbank hatte Hördler den nächsten Treffer auf dem Schläger, wurde aber in allerletzter Sekunde abgedrängt.

 

Die Gäste mussten sich nun langsam was einfallen lassen, mit nur einem Treffer in diesem Match lagen sie unter ihrem eigentlichen Anspruch. Ganz anders die Hausherren, die in Person von Pföderl in der 52. Spielminute ihre Führung sogar ausbauten. Schon wieder hatte White seinen wertvollen Beitrag dazu geleistet mit seinem an diesem Abend bereits dritten Punkt.

 

Die Gäste aus dem hohen Norden zogen nun das Tempo merklich an und erhöhten den Druck auf das Gehäuse von Niederberger. Ungefähr drei Minuten vor dem Spielende hatten die Fischtown Pinguins nun die gute Chance zum Anschluss wegen einer erneuten Strafe gegen die Berliner. Popiesch zeigte Mut und zog den Joker des 6. Feldspielers schon frühzeitig; dafür war er bekannt.

 

Die Gäste machten es am Ende noch mal spannend, indem sie durch Andersen in der letzten Minute verkürzen konnten, doch letztlich war die heutige Niederlage nicht mehr abzuwenden. Berlin muss am 22.12. nach Wolfsburg reisen und Bremerhaven erwartet am Vorabend die Kölner Haie in der heimischen EisArena.

 

 

Stimmen zum Spiel:

 

Berlin – Pföderl:

 

„Es war heute klar, dass es schwierig werden wird mit den vielen Ausfällen. Disziplin war nötig, kämpfen bis zum Umfallen war die Devise. Wir hatten nur 3 Trainingseinheiten absolviert, also nicht viel Zeit zum Ausprobieren. Unser Überzahl war super, sonst nicht so viel, es war ein wildes Spiel, jeder war bereit. Die Quarantäne war problematisch: Jeder sitzt daheim auf der Couch, es ist langweilig in dieser Zeit. Wir waren endlich froh, wieder spielen zu können, jeder war heiß auf den Auftakt.“

 

Bremerhaven – McMillan:

 

„Beide Teams waren auf der Suche nach dem Schlüssel zum Spiel, es war ein enges Match. Das 3:1 war ausschlaggebend am Ende, unser Problem heute waren einfach zu viele Strafzeiten, die uns hemmten. Einige Spieler waren dadurch müde, ab und zu passiert das, damit müssen wir leben. Die Intensität war hoch beim ersten richtigen DEL Match nach dem Magenta Cup. Die Aufregung und Nervosität waren da, nun richten wir den Blick nach vorne.“

 

Spiel vom 18.12.2020

Berlin – Bremerhaven 3:2 (1:1|1:0|1:1)

 

Tore:

1:0 |02| Foucault (McKiernan, White)

1:1 |12| McMillan (Andersen, Uher)

2:1 |38| White (Zengerle, Foucault)

3:1 |52| Pföderl (White, Olver)

3:2 |60| Andersen (McMillan)

 

1. Drittel Statistik:  15:16 Schüsse, 11:16 gewonnene Bullys, Strafminuten: 4:2

2. Drittel Statistik:  15:13 Schüsse, 11:12 gewonnene Bullys, Strafminuten: 6:8

3. Drittel Statistik:  5:12 Schüsse, 9:11 gewonnene Bullys, Strafminuten: 4:0

 

Zuschauer: Keine  

Schiedsrichter:  Iwert/ Steingross

 

Aufstellung:

Berlin: Niederberger, Gawanke, Rampage, Foucault, Zengerle, Fiore, Hördler, McKiernan, White, Streu, Pföderl, Mik, Wissmann, Tuomie, Olver, Labrie, Reichel, Hänelt.

 

Bremerhaven: Maxwell, Fortunus, Dietz, Verlic, Jeglic, Urbas, Eminger, Moore, Andersen, Friesen, Wahl, Krogsgaard, Alber, Mauerman, Quirk, Uher, Hilbrich, Gläser, McMillan.

 



Deutsche Eishockey Liga (DEL)

DEL 25Jahre Logo silberDie Deutsche Eishockey Liga (DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 14 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 7 Meisterschaften.

 

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