München erkämpft gegen Berlin einen 3:2 Sieg nach Verlängerung

 

(Magenta Sport Cup) München/Hermann Graßl In der altehrwürdigen Olympiaeishalle in München kam es zum Gipfeltreffen der Red Bulls mit den Eisbären aus Berlin. Während München bereits einen Sieg zu verzeichnen hatte, stand bei den Hauptstädtern noch die Null auf dem Habenkonto nach dem deutlichen 0:3 in Mannheim am Donnerstag. Deshalb waren insbesondere die Eisbären unter Zugzwang, in diesem Match der Giganten unbedingt als Sieger vom Eis zu gehen, um zumindest noch eine rechnerische Chance auf das Halbfinale zu wahren.

 

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(Foto: Citypress)

 


München konnte auf seine Erfahrung und einem eingespielten Kader bauen und mit einem heutigen Erfolg dem Halbfinale sehr nahekommen. Dank ihrer langen Vorbereitungsphase waren sie jedenfalls Favorit beim Spiel der häufigsten DEL Champions. Roy feierte heute ebenso sein Debüt wie der neu verpflichtete Defender Andrew MacWilliam, auf den die Augen gerichtet waren. Berlin hoffte auf die dringend nötige Wende in dieser Begegnung und musste vor allem das Powerplay optimieren. Hilfreich für ein positives Unterfangen war sicherlich die Mitwirkung von Leo Pföderl, der vor der Partie sehr zuversichtlich wirkte.

 

In den ersten Minuten entwickelte sich bereits ein munteres Hin und Her mit guten Chancen für beide Teams. Das machte Lust auf mehr zwischen diesen beiden Eishockeytitanen der DEL. München begann das Spiel mit ihrer nominell ersten Reihe, die für alle bisher erzielten Treffer in diesem Cup allein verantwortlich war. Es war ein hochklassiges Match mit wenig Unterbrechungen. Die Red Bulls verschafften sich in der Bully Statistik einen kleinen Vorteil, während die Berliner sich mit einer strukturierten Spielweise gut erholt von ihren Niederlagen zeigten.

 

Dank ihres bisherigen hartnäckigen Forechecks gelang den Eisbären in der 12. Spielminute tatsächlich die Führung durch einen abgefälschten Schuss ihres emsigen Neuzugangs Tuomie, der sich schon im Spiel gegen Schwenningen mit einem Treffer belohnte. Im Gegenzug hätte es fast zum direkten Ausgleich durch die Red Bulls gelangt, aber Maurer schaffte es nicht, die Scheibe zu versenken, obwohl das Gehäuse frei war. München versuchte weiter Druck aufzubauen und erarbeitete sich mit Schüssen von der blauen Linie diverse Einschussgelegenheiten.

 

In ihrer ersten Überzahl scheiterte Mauer haarscharf an Niederberger, der kurz darauf einen Monstersave auspacken musste bei einem Blueliner der Red Bulls, die in der letzten Minute mächtig Dampf machten und auf den Ausgleich drängten. Die Führung der Eisbären war nicht unverdient nach dem ersten Spielabschnitt, sie präsentierten sich gefestigt.

 

Im zweiten Drittel übernahmen gleich mal wieder die Gäste analog zu Drittel 1 das Kommando mit einer ersten Chance durch ihren Neuzugang Espeland, der sehr quirlig agierte und auf sich oft aufmerksam machte. Bald konnten die Gäste nun ihre bis dato desaströse Powerplay Quote verbessern, mussten sich aber ständig gefährlichen Kontern der Red Bulls erwehren.

 

Fast mit dem Ende der Überzahlsituation hätte es dann doch noch geklappt, aber der Pfosten im Verbund mit dem Schoner von Reich hatte was dagegen; das war riesiges Glück für die Hausherren, die auch kurz danach kräftig durchatmen konnten bei einer erneuten Großchance der Berliner durch Pföderl, dessen heutiger Einsatz sich definitiv schon gelohnt hatte.

 

Sollte sich dieser Chancenwucher für die Eisbären noch rächen?

 

München ließ nicht locker in seinen Angriffsbemühungen und prüfte Niederberger mehrmals in brenzligen Situationen. Im 4 gegen 4 legte Noebels nach 29 Spielminuten sogar mit einem genial herausgespielten Kunst Tor durch seine eigenen Beine hoch in den Winkel zum 0:2 nach. Das war in der Tat ein frecher Geniestreich, der ganz klar für das neu gewonnene Selbstbewusstsein der Gäste sprach.

 

Wie würden nun die Red Bulls auf diesen ungewohnten klaren Rückstand reagieren und mit dieser neuen Spielkonstellation umgehen? Kevin Reich musste im zweiten Drittel mehr als ihm lieb war sein ganzes Können zeigen, um seine Teamkollegen im Spiel zu halten.

 

Die Hausherren wollten diesen Rückstand nicht akzeptieren und warfen alles in die Waagschale, um noch in diesem Abschnitt den Anschluss herzustellen, fanden aber in Niederberger ihren Meister, der souverän alles herunterfischte. Auch einen klasse Schuss von Seidenberg in aussichtsreicher Position parierte der Eisbären Goalie, der stets die richtige Antwort parat hatte und auch im zweiten Drittel nichts zuließ und seine Jungs somit weiter auf der Siegesstraße hielt.

 



 

Der Schlussabschnitt startete auf frischem Eis mit einem Powerplay der Münchener, eine ideale Chance für ihren ersten Treffer am heutigen Tag. Berlin störte konsequent frühzeitig und erstickte den Angriffswirbel der Hausherren. Dann war es aber soweit: München hatte einmal etwas zu viel Platz und schon nutzte Bourque diese Nachlässigkeit der Eisbären in der 44. Minute gnadenlos zum Anschlusstreffer aus.

 

Berlin hielt an ihrem bis dato erfolgreichen Game Plan mit frühem Forechecking fest und wollte auf diese Weise die Red Bulls zur Verzweiflung bringen. Die Eisbären blieben auch nicht zu passiv, sondern fuhren weiter geschickt vorgetragene Angriffe. Nun versuchten es die Hausherren öfters mit Einzelaktionen, scheiterten aber am gut aufgelegten Gästetorwart.

 

München blies zur Schlussoffensive und verbuchte weitere Torchancen, musste aber stets auf der Hut sein vor den brandgefährlichen Kontern der Berliner. Eine späte numerische Überlegenheit im 6:4 bescherte München in der vorletzten Minute tatsächlich den Ausgleich erneut durch Bourque, der damit seinen Doppelpack schnürte und die Hausherren in die Overtime rettete.

 

In der Verlängerung hatte Gawanke die schnelle Entscheidung auf dem Schläger, doch München ergatterte letztlich den Extrapunkt durch Redmond nach feinem Pass durch Bourque in der 62. Minute, der mit seinem heutigen 3-Punkte Spiel zum Man of the Match ausgezeichnet wurde.

 

München trifft am nächsten Mittwoch auf die Adler Mannheim und Berlin tritt die nächste Auswärtsfahrt in den Schwarzwald zu den Wild Wings an, um dort Revanche für die bittere Auftaktpleite zu nehmen. Den ersten Punkt hatten sie sich heute redlich verdient mit ihrem forschen und stark verbesserten Auftreten beim Meister.

 

 

Stimmen zum Spiel:

 

München - Bourque:

„Die Kommunikation in der Kabine nach dem Mittelabschnitt war sehr gut, wir zeigten dann mehr Leidenschaft und trafen die richtigen Entscheidungen. Ich bin froh über meinen heutigen Beitrag, in den ersten beiden Dritteln waren spielten wir nicht so gut, aber wenn es darauf ankommt, sind wir immer da und das zeigten wir im Schlussabschnitt. Wir haben immer ein festes Ziel vor Augen, sind gut vorbereitet für die bevorstehende Saison, aber jeder Pokal in der Vorbereitung ist für uns auch wichtig.“

 

Berlin – Tuomie:

„Wir haben uns spielerisch gesteigert, eine Verbesserung in den letzten beiden Spielen ist klar erkennbar. Die ersten beiden Drittel hatten wir gut kontrolliert, im Schlussabschnitt fehlte uns vielleicht die Erfahrung und die Abgeklärtheit. Es gab eine unglückliche Strafe kurz vor Spielende. Insgesamt war die Umsetzung auf dem Eis gut, wir waren schnell auf den Beinen und sind physisch in einer guten Verfassung.“

 

 

Spiel vom 21.11.2020

 

München – Berlin 3:2 n.V. (0:1|0:1|2:0|1:0)

 

Tore:

0:1 |12| Tuomie (Hördler, Thomas)

0:2 |29| Noebels (Hördler, Pföderl)

1:2 |44| Bourque (Parkes, Roy)

2:2 |59| Bourque (Seidenberg)

3:2 |62| Redmond (Bourque)

  1. Drittel Statistik: 14:9 Schüsse, 7:7 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:2, geblockte Schüsse: 0:2
  2. Drittel Statistik: 14:8 Schüsse, 12:11 gewonnene Bullys, Strafminuten: 4:4, geblockte Schüsse 1:5
  3. Drittel Statistik: 12:5 Schüsse, 9:6 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:2
  4. Overtime Statistik:  2:1 Schüsse, 1:1 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:0

Zuschauer: Keine  

 

Schiedsrichter:  Rohatsch/ Kohlmüller

 

Aufstellung:

München: Reich, Seidenberg, Redmond, Gogulla, Kahun, Maurer, MacWilliam, Abeltshauser, Bourque, Roy, Parkes, Aulie, Boyle, Daubner, Hager, Kastner, Appendino, Eckl, Mayenschein, Zitterbart.

 

Berlin: Niederberger, Gawanke, Müller, Pföderl, Noebels, Reichel, McKieman, Espeland, Thomas, Zengerle, Tuomie, Wissmann, Hördler, Hänelt, Olver, Braun, Dudas, Streu, Labrie.

 



Magenta Sport Cup 2020

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Gruppe A

  • Krefeld Pinguine
  • Düsseldorfer EG
  • Grizzlys Wolfsburg
  • Fischtown Pinguins Bremerhaven

Gruppe B

  • EHC Red Bull München
  • Schwenningen Wilds Wings
  • Adler Mannheim
  • Eisbären Berlin

 


 


 

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