DEL – Gegen die Straubing Tigers gewinnen die Kölner Haie auch drittes Spiel nach Trainerwechsel

 

 

(DEL/Köln) (ST) Das vorletzte Heimspiel der Hauptrunde in dieser Saison stand an diesem Eishockeysonntag für die Kölner Haie auf dem Programm. Zu Gast in der LANXESS arena waren die Straubing Tigers und damit der Zweitplatzierte der DEL. Die Partie gewannen die Haie mit 4:1 und behielten 3 Punkte in Köln, die ihnen aber nicht mehr in die Playoffs verhelfen sollten.

 

 

Foto: Ingo Winkelmann

 

 

Das baldige Ende der Hauptrunde naht, nicht mehr viele Spiele sind zu bestreiten, nur noch zwei. Diese Saison wird nicht so enden wie zu Anfang im September 2019 erhofft, so viel steht seit heute fest. Die letzten beiden Spiele und heute gewannen die Haie zwar, doch am Ende reicht es nicht mehr, um in die Playoffs zu gelangen.

 

Die Siege erspielte sich die Mannschaft unter dem neuen Trainer Uwe Krupp, gegen Wolfsburg 5:0, gegen Iserlohn 3:2 und heute gegen Straubing 4:1. Die Haie konnten zwar noch einmal nach vorne kommen und den Abstand auf den direkten Konkurrenten Augsburg auf dem zehnten Tabellenplatz verkürzen, doch die Panther gewannen gegen Iserlohn gleichfalls 4:1 und behalten so den Punktevorsprung von 7 Punkten auf die Haie aufrecht. Und dadurch, dass es nur noch zwei Spiele in der Hauptrunde sind und gesamt 6 Punkte erzählt werden können, bleibt den Haien der Pre-Playoffeinzug verwehrt.

 

Das vorletzte Spiel gegen Straubing schien zunächst wie eine große Herausforderung. Die Tigers haben sich unermüdlich auf dem zweiten Tabellenplatz festgesetzt und sind somit das Überraschungsteam der Saison. Direkt hinter München lassen die Bayern nicht mehr viel zu. „Das ist eine starke Mannschaft, auf die wir am Sonntag treffen werden. Straubing spielt eine sehr konstante Saison. Aber wir werden bereit sein und uns teuer verkaufen.“, erklärte Krupp vorab. (Quelle: www.haie.de). Bisher unterlagen die Haie den Tigers in allen drei Aufeinandertreffen, das Vierte sollte nun anders laufen, nicht zuletzt da es vor der Partie auch noch Hoffnungen auf den Pre-Playoffeinzug gab.

 

Vor dem ersten Bully fanden noch zwei Ehrungen statt, zunächst wurden weitere Dauerkartenbesitzer gefeiert, die ihre Karten schon 25 Jahre besitzen. Und dann wurde noch ein Jubiläum bestritten: 25 Jahre Deutsche Meisterschaft 1995. In diesem Jahr holte der KEC seine erste Meisterschaft in der DEL. So spielten die Haie auch heute in Trikots, die dem Design der damaligen Trikots entsprachen.

 

Sebastian Uvira, Justin Fontaine und Gustaf Wesslau fehlten verletzungsbedingt. In den Kader rutschten so Mick Köhler und Niklas Lunemann. Im Tor stand Hannibal Weitzmann.

 

Das erste Drittel begann schnell und blieb ausgeglichen. Beide Mannschaften erarbeiteten sich Chancen, ließen jedoch viele davon liegen. In der 4. Minute erhielt Jon Matsumoto einen Penalty, da er am Torschuss gehindert wurde. Dieser jedoch blieb ohne Erfolg. Trotz der vielen Torschüsse fiel in den ersten 20 Minuten nur ein Tor. Dieses für Straubing in der 19. Minute durch den ehemaligen Hai TJ Mulock. Das erste Drittel endete 0:1 für Straubing.

 

Im Mittelabschnitt dominierten die Haie über weite Strecken der Partie. So fiel der Ausgleich in der 25. Minute durch Jason Bast. Und so sollte es weiter gehen, in der 32. Minute erhöhte Dominik Tiffels zum 2:1 und Matsumoto legte in der 36. Minute mit einem sauberen Schuss ins Tor zum 3:1 nach. Straubing versuchte zwischenzeitlich Druck aufzubauen, doch den Haien gelang es immer wieder diesen Druck entwichen zu lassen, so endete das zweite Drittel verdient 3:1 für Köln.

 

Im Schlussdrittel machte Köln den Sack zu. Das 4:1 durch Matsumoto fiel und er 57. Minute. Straubing blieb nicht mehr viel übrig und kam nicht gegen Köln an. Es endete 4:1.

 

Insgesamt war es eine schnelle Partie, die am Ende erfolgreicher für die Kölner Haie endete. Sie gewannen mit 4:1 und bekamen damit drei Punkte. Jedoch im Endeffekt nutzte den Kölnern dieser Sieg nicht viel, nach 2009 und 2015 verpassen sie zum dritten Mal eine Playoffplatzierung. Es war demnach ein bittersüßer Sieg für die Mannschaft des KEC.

 

 



 

Kommentar:

 

In den letzten Jahren passierte bei den Kölner Haien viel. Es gab zahlreiche Personalwechsel, besonders im Bereich des Trainers. Es war ein richtiges Trainerkarussell, bei dem dem ein oder anderen auch etwas schwindelig werden konnte.

 

Seit 2014, seit Uwe Krupp entlassen wurde, blieb kein Trainer langfristig. Kein Trainer brachte seither die erwünschten Bilanzen. Kein Trainer brachte die Meisterschaft. Und so musste letzte Woche auch Mike Stewart gehen, es war ein weiterer Wechsel in der Trainer-Wechselgeschichte des KEC.

 

So viel ist klar, es musste ein Zeichen gesetzt werden, 17 Niederlagen in Folge sind einfach zu viele, besonders für einen Club wie Köln, der in der Geschichte des deutschen Eishockeys einfach mehr Erfolge gewöhnt ist. Die Entlassung des Sportdirektors Mark Mahon reichte nicht, die Kölner Mannschaft gewann auch danach nicht. So war die nächste Entscheidung, die Entlassung Stewarts, eigentlich der nächste zu erwartende Schritt. Es blieb eigentlich unumgänglich, denn der Trainer ist im Mannschaftssport das schwächste Glied, er ist derjenige mit der meisten Verantwortung.

 

Auch wenn er es vielleicht nicht schuld ist, dass Spiele verloren werden, an ihm wird es aber dennoch hängen bleiben. Das ist nun mal Profisport.
Und so musste Stewart gehen. Gemunkelt wird, dass die Mannschaft gegen ihn spielte, das etwas nicht mehr stimmte. Ganz so abwegig erscheint es auch nicht, denn wie sich jetzt zeigt können die Haie auch gewinnen, sie können Tore schießen, wenn sie wollen. Auch wenn sie nicht gegen ihn spielten, bleibt ein fader Beigeschmack an der ganzen Situation.

 

Ob es nur an der neuen Lockerheit liegt, die der neuen Trainer wiederbrachte oder doch an der Tatsache, dass sie gegen Stewart spielten, bleibt am Ende unergründlich. Doch auch die Spieler stehen in der Pflicht, sie sind eigentlich Profis, die auch Leistung erbringen müssen. Doch 17 Spiele lang fehlte es an dieser Leistung. Und das ist unfair, unfair dem Verein gegenüber und unfair den Fans gegenüber. Einige müssen sich darüber Gedanken machen und hinterfragen, ob es nicht einen besseren Weg gegeben hätte eventuelle Unstimmigkeiten zu lösen.

Schließlich kam so dann Uwe Krupp wieder. Schlecht ist dieser Schritt in dieser Situation nicht, ob er vermeidbar gewesen wäre, bleibt dahingestellt.


Festzuhalten ist, dass die Haie wieder gewannen. Gegen die Wolfsburger Grizzlys siegten sie 5:0, gegen Iserlohn 3:2 und nun gegen Straubing 4:1. Ob dies nur auf den Trainerwechsel an sich, auf das gesetzte Zeichen, auf den rausgelassenen Druck innerhalb der Mannschaft zurückzuführen ist, bleibt offen. Nächste Saison wird sich zeigen, ob der KEC unter Krupp gewinnen kann und in der Tabelle dann besser mitspielt.
Das jahrelange Trainer-Wechselspiel, das mit Uwe Krupp 2014 begann, endet vielleicht nun auch mit Krupp. Der Kreis könnte sich schließen und das Trainerkarussell bleibt vielleicht endlich stehen.

 

 


 

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