DEL – Die Kölner Haie verlieren das Klassikerduell gegen die Adler Mannheim mit 4:5 nach Penalty

 

(DEL/Köln) (ST) Der Jahreswechsel steht kurz bevor, doch die 14 Vereine der Deutschen Eishockey Liga (DEL) mussten in diesem Jahrzehnt noch ein abschließendes Spiel bestreiten. Am Montag reisten die Adler Mannheim zum Klassikerduell nach Köln. Am vorletzten Tag des Jahres 2019 verloren die Kölner Haie mit 4:5 nach Penaltyschießen in der LANXESS arena vor 16.126 Zuschauern.

 

Foto: Ingo Winkelmann


 

 

Das letzte Heimspiel der Kölner gegen die Fishtown Pinguins Bremerhaven verlor die Mannschaft von Mike Stewart mit 1:5. Es war eine bittere Niederlage kurz vor Weihnachten, in dem die Gastgeber wenig von dem zuletzt souveränen Spieleinsatz zeigten. Am zweiten Weihnachtstag ging es für den KEC dann nach Wolfsburg zu den Grizzlys. Diese Partie entschieden die Haie mit 4:1 klar für sich.

 

„Wir haben eine gute Antwort in Wolfsburg gegeben und mit viel Biss und Energie gespielt. Das Momentum wollen wir jetzt auch in das Spiel in Straubing mitnehmen.", erklärte Stewart vor der Partie am Samstag gegen Straubing. (Quelle: www.haie.de)

 

Die letzten beiden Duelle des Jahres 2019 bedeuteten noch einmal Krafteinsatz, denn die Gegner waren keine Leichten, sondern ernstzunehmende Konkurrenten. Zunächst ging es am Samstag nach Bayern zu den Straubing Tigers. Die Zweitplatzierten der Tabelle mit 63 Punkten konnten in dieser Saison mit sehr guter Leistung und stabilem Einsatz überzeugen und sich so den zweiten Platz der Tabelle über eine lange Spielstrecke sichern. Doch einige Teams, so auch die Adler Mannheim mit 61 Punkten, versuchen den Bayern diesen Platz unermüdlich noch strittig zu machen. Auch die Haie, vor dem Spiel mit einer Punktzahl von 50 auf Platz sieben, werden in jedem Spiel versuchen Strecke gut zu machen und Platzierungen so weit oben wie möglich anzugreifen. Am Samstag endete die Partie der Kölner in Straubing knapp mit 2:3 für die Tigers, allerdings in der Overtime, so dass der KEC noch einen Punkt mitnehmen konnte.

 

Lucas Dumont fasste es nach dem Spiel folgendermaßen zusammen: „Wir haben eigentlich gut gespielt. Leider hatten wir nicht das glückliche Ende für uns. Die vier Punkte aus dem Auswärts-Trip sind in Ordnung, aber es geht auch immer noch besser.“ (Quelle: www.haie.de)

 

Und am Montag dann im letzten Duell des Jahres mussten die Haie gegen den amtierenden Meister Mannheim antreten. Spiele gegen die Adler sind meist mit hohen Erwartungen verknüpft, besitzen diese Duelle doch Derbycharakter gegen den immerwährenden Konkurrenten. Beide Teams trafen in dieser Saison bereits zweimal aufeinander und beide Male gewannen die Haie in Verlängerung mit 2:1. So gab sich Stewart vor dem Spiel erst einmal optimistisch, aber dennoch vorsichtig ohne allzu große Erwartungen zu schüren: „Wir wollen zu Hause vor unseren Fans immer gewinnen. Die Unterstützung in der Halle hilft uns dabei ungemein.“ (Quelle: www.haie.de)

 

Ein Gerücht, das nun um die Jahreswende aufkam, ist, dass Jason Bast in der kommenden Saison nach Mannheim wechseln wird. Schon zu Beginn dieser Saison musste er sich zwischen Köln und Mannheim entscheiden, wobei seine Entscheidung für die Haie fiel. So soll er aber dann ab 2020 für die Adler auflaufen. Dieses Gerücht wird derzeit auch als wahrscheinlich bewertet, obwohl es noch abzuwarten gilt.

 

Der KEC versuchte zuletzt noch einige Plätze in der Tabelle gut zu machen. Doch da diese sehr eng ist und auch erst einmal bleiben wird, kann sich im Mittelfeld noch einiges tun und verändern.

 

 



 

Das erste Drittel begann versucht schnell. Es dauerte ein paar Sekunden bevor es schneller wurde. Mannheim machte Druck aufs Tor und erarbeitete sich einige Chancen, die von Gustaf Wesslau jedoch zahlreich entschärft wurden. Im Gegensatz zum zweiten Spiel der Saison gegen Mannheim sah es bei den Kölner Haien doch strukturierter aus, Köln konnte Pässe besser abfangen und selbst Pässe genauer spielen. Jedoch blieb Mannheim die Mannschaft, die den Ton angab und die deutlich strukturierter nach vorne spielte, sie schossen 16 mal aufs Tor, im Gegensatz zu den Haien, die nur 5 Schüsse aufs Tor abgaben. Gefährliche Chancen blieben dennoch für die Adler aus.

 

In der 11. Minute spielte sich Köln durch Jon Matsumoto eine sehr gute Möglichkeit heraus, er klaute den Puck, passte an Marcel Müller, der schoss, doch Dennis Endras konnte ihn abfangen. Ab etwa der 12. Minute wurden die Haie präsenter und erarbeiten sich ihrerseits einige Chancen, wenn auch zunächst ungefährlich. In der 18. Minute erhielt Andrew Dejardins eine Strafe wegen Stockschlags, 5 Sekunden später jedoch erhielt auch Taylor Aronson zwei Minuten wegen Beinstellens. So spielten vier gegen vier auf dem Eis. Schließlich fiel das erste Tor schnell, Kevin Gagné konnte nach Vorlage von Marcel Müller und Jakub Kindl einnetzen. Doch es blieb nicht lange bei der Führung. Rund eine Minute später war es Mannheims Borna Rendulic, der ausglich. Die ersten 20 Minuten endeten so 1:1. 

 

Im Mittelabschnitt ging es schnell, sehr schnell in den ersten Minuten. Anders lässt es sich nicht beschreiben. Vier Tore fielen innerhalb von drei Minuten. In der 21. Minute war es erst Ben Hanowski, der nach Vorlage von Jason Akeson und Dominik Tiffels traf. Eine Minute später netzte dann auch Jon Matsumoto ein. Frederik Tiffels erwischte den Puck, zog vors Tor, der Schuss ging aber erst daneben. Marcel Müller schnappte sich den Rebound, gab an Matsumoto ab, der den Puck hinter Dennis Endres über die Linie brachte. Jason Bast erhöhte auf 4:1, auch in der 22. Minute. In der 23. Minute dann kam Mannheim einmal mit dem 4:2 heran. David Wolf war der Schütze. In der 33. Minute musste Colby Genoway wehen Hakens zwei Minuten verbüßen, er saß nur 22 Sekunden auf der Bank als die Adler den Anschlusstreffer erzielten. Brent Raedeke netzte ein. Das Drittel endete mit 4:3, Mannheim mit souveränerer Leistung, Köln jedoch mit der nötigen Effektivität.

 

Im Schlussabschnitt drückte Mannheim noch einmal ordentlich, um den Ausgleich zu erzielen. Dieser kam in der 46. Minute durch Chad Billins. Doch zunächst sahen sich die Schiedsrichter den Videobeweis an. Der Puck flog über Wesslau hinweg, er versuchte ihn noch zu erwischen, doch er hüpfte ins Tor. Das Tor wurde auch zum 4:4 gegeben. Kurz vor Ende des Drittels erhielt Bast noch eine Strafe. Köln verteidigte aber kämpferisch, so dass es bei dem Unentschieden von 4:4 blieb und so in die Verlängerung ging.

 

Die Verlängerung begann zunächst mit vier Spielern für Mannheim und drei für Köln, da Bast noch eine Minute auf der Strafbank absitzen musste. Köln ließ das Tor jedoch nicht zu und war im Gegenzug auch nicht erfolgreich. Auch die Verlängerung brachte keine Entscheidung, so ging es ins Penaltyschießen. Die Entscheidung zum Sieg fiel dann für Mannheim, Desjardins war derjenige, der Wesslau überwand und für Mannheim das Siegestor schoss. Das Spiel endete mit 4:5 für Mannheim.

 

Insgesamt war es die hartumkämpfte und emotionale Partie, die im Vorfeld erwartet wurde. Es gab alles, was das Eishockeyherz hüpfen lässt, Tore, Tempo, Emotionen und auch kleine Auseinandersetzungen. Es blieb bis zum Ende eng, keine der beiden Mannschaften wollte nachgeben, so dass die Entscheidung schlussendlich im Penaltyschießen fallen musste.


Alles in allem war Mannheim im ersten Drittel das spielführende Team, wenn auch ohne richtig gefährlich zu werden vorm Tor, überraschenderweise endete es 1:1. Denn die Haie kämpften und behielten in der Defensive die Übersicht. Im zweiten Drittel fielen zügig vier Tore, drei für Köln und eins für Mannheim. Die Führung von 4:2 hielt jedoch nicht, Mannheim kam in der 23. Minute noch einmal heran zum 4:3. Und im letzten Drittel kämpften beide, Mannheim machte Druck und konnte schließlich ausgleichen. Die Verlängerung brachte keine Entscheidung. Im Penaltyschießen war es dann Dejardins, der den entscheidenden Treffer machte und Wesslau besiegte. Die Partie endete eng mit 4:5 für Mannheim und erfüllte die Erwartungen, die an den Eishockeyklassiker gestellt wurden. Ein Punkt blieb in Köln und zwei gingen mit den Adlern mit heim.


 „Ich bin stolz auf diese Mannschaft. Wir waren die letzten fünf Tage unterwegs und sind heute auf dem Zahnfleisch gegangen. Trotzdem haben wir unsere Chancen auf den Sieg gehabt.“, erklärte Stewart nach dem Spiel. (Quelle: www.haie.de)


Die Schiedsrichter ließen das Spiel fließen. Sie gaben kaum Strafen und pfiffen nur wenig. Ob das nun gut, zugunsten des Spielflusses, oder eher ungünstig für das gesamte Spiel zu bewerten war, bleibt dahingestellt. Und auch ob alle Situationen richtig bewertet wurden, bleibt dahingestellt. 

 

Im neuen Jahr 2020 geht es für die Kölner Haie am Freitag, den 03. Januar, zu Hause in der LANXESS arena mit der Mutter aller Derbys weiter. Die Düsseldorfer EG wird erwartet, Bully ist um 19.30 Uhr.

 

 


 

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