DEL - Das 225. Derby und der Sieger heißt Kölner Haie

 

(DEL/Düsseldorf) PM Das 225. Derby gegen die Kölner Haie sollte ein großer Tag werden. Sportlich hatte die Düsseldorfer EG nach dem ersten Aufeinandertreffen der Saison noch eine Rechnung offen. Mit 13.205 Zuschauern war der ISS DOME ausverkauft. Noch dazu stand die große Ehrung für DEG-Legende Otto Schneitberger auf dem Programm. Der Moment, in dem das rot-gelbe Banner mit seiner Rückennummer „2“ nach lobenden Worten seiner einstigen Wegbegleiter Walter Köberle und Prof. Dr. Hans-Joachim Schmengler unter dem Hallendach angekommen war, sollte für die rot-gelbe DEG-Familie beim 1:4 (1:3; 0:0; 0:1) gegen den ewigen Rivalen der schönste bleiben.

 

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(Foto: Birgit Häfner)

 


 

Dominante Haie und ein kurioses Tor

„Hier regiert der KEC“ schallte es im ersten Drittel nicht nur einmal aus dem Oberrang des ISS DOME. Zum rot-gelben Leidwesen gab es da in den ersten 20 Minuten nicht viel zu widersprechen. Zwar war es der von der rechten Seite zum Tor ziehende Jerome Flaake, dem die erste gefährliche Aktion des Spiels gehörte (1.). Danach aber zeigten sich die Kölner spiel- und lauffreudig und waren dementsprechend oft an der Scheibe. So fiel die Führung für die Gäste nicht überraschend. Zachery Sill steckte den Puck von hinter dem Tor zu Lucas Dumont, der aus halbrechter Position in die lange Ecke traf (8.). Die DEG tat sich in der Offensive weiter schwer und war hinten gut beschäftigt. Der zweite Treffer für die Domstädter fiel eher glücklich. Etwas unverhofft sprang die Scheibe zu Freddy Tiffels auf der linken Seite. Der nahm sie auf und verwandelte über die Fanghand von Mathias Niederberger hinweg in den rechten Winkel (10.). Danach hatten die Rot-Gelben ihre beste Phase des Drittels. Ein Schuss von Alexander Urbom zischte nur knapp am Kasten von Hannibal Weitzmann vorbei. Sekunden später legte Flaake klug quer zu Nicholas Jensen, der aber nur die Latte traf (12.). Im Powerplay zeigten sich die Haie kaltschnäuzig. Ben Hanowski staubte zum 3:0 ab (16.). In der Schlussminute des ersten Abschnitts erhielt die vom Gäste-Anhang besungene Regentschaft aber doch noch einen Riss: Maxi Kammerer hatte aus der linken Bandenrundung das Auge für Alex Barta. Der zog sofort ab und traf, ohne dass die Scheibe im Netz zappelte. Weitzmann hatte sie im Fanghandschuh, den aber hinter der Linie.


Wenig Eishockeygenuss im Mitteldrittel

War dies die Initialzündung für die DEG? Leider nicht. Es waren die Haie, die besser aus der Kabine kamen und die Jungs von Harold Kreis erneut in deren eigenen Drittel zu beschäftigten wussten. Als sich der Anfangsdruck der Haie legte, verflachte die Partie. Torchancen waren Mangelware, schöne Spielzüge erst recht. Top-Scorer Reid Gardiner bot sich eine gute Schusschance aus dem rechten Bullykreis (26.). Die DEG, die Mitte des Drittels erfolgreich eine Unterzahl überstand, war nun häufiger an der Scheibe, was auch daran lag, dass die Mannschaft von Mike Stewart nicht mehr ganz so konsequent agierte. Der Schlendrian machte sich nun immer wieder auf beiden Seiten breit. Pascal Zerressen beförderte aus dem Slot eine für ihn abgelegte Scheibe in Richtung Niederberger, was mal wieder für ein wenig Torgefahr sorgte (36.). Den schönsten Spielzug des Drittels konnten die Haie für sich verbuchen. In den Schlusssekunden zockten sich Freddy Tiffels, Marcel Müller und Kevin Gagné sehenswert in Richtung Tor. Es blieb aber beim 1:3.

 

 



 

Haie bringen das Spiel nach Hause

Die Wende zum Guten im Schlussabschnitt blieb aus. Die DEG mühte sich vom ersten Bully weg redlich, musste aber recht früh einen schweren Nackenschlag hinnehmen. Und was für einen. Gerade hatte Luke Adam vor dem Tor ein schönes Zuspiel von Flaake von der rechten Seite nicht mit dem nötigen Druck und der erforderlichen Präzision verarbeiten können, da machten sich die Kölner auf zum Konter und durch einen satten Schuss von Jonathan Matsumoto in die kurze rechte Ecke den Sack endgültig zu. Es waren zwar noch knapp 15 Minuten Eishockey zu spielen. Aber das zu vollbringende Wunder wäre schon sehr groß gewesen. Nicht hier, nicht heute, nicht in diesem Spiel.

Am Sonntag wartet bei den Adler Mannheim das nächste schwere Spiel auf die DEG. Spielbeginn ist um 14 Uhr.

 

 


 

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