Eishockey Exklusiv - Mentales Coaching als Weg zum Erfolg. Ein Blick hinter die Kulissen

 

(Eishockey) Louis Biernacka In unserer jährlichen Sommerserie schaut eishockey-online.com Redakteur Louis Biernacka hinter die Kulissen, die mit unserem wunderbaren Sport zu tun haben. Zuletzt gab es die Berichterstattung über die Arbeit der Spieleragenturen und Spielervermittler und dieses Mal beschäftigen wir uns mit der mentalen Gesundheit der einzelnen Spieler. Für gewöhnlich macht man sich eher selten Gedanken, wie es in den Spielern unten auf dem Eise aussieht, da es einfach nicht offensichtlich ist.

 

deb jubel 2018

 


Einen harten Check, oder einen geblockten Schuss zum Beispiel nehmen wir ganz anders wahr, als eine seelische Verletzung. Oder wenn wir auf die Vorbereitung blicken, sehen wir einen hart schwitzenden Profi im Kraftraum, findet es häufig mehr Anklang, als ein Profi der sich mit seinem Mentalcoach auseinandersetzt. Sich Sicherheit und Vertrauen holt, seine Gedanken ordnet, oder sich ganz einfach locker macht mit einer bekannten und vertrauten Stimme. Besonders in Zeiten von ständigen Einflüssen und Bewertungen vergisst man gerne mal, dass auch Profi-Sportler Menschen wie du und ich sind. Leute die gute Tage haben, aber auch Leute die schlechte Tage haben. Psychologische Krankheiten sind längst keine Einzelfälle mehr. Positiv hingegen sind die Reaktionen der Fans und Verantwortlichen, wenn sich dann ein Spieler öffnet und eine Erkrankung verkündet.

 

 

Dank der sozialen Medien bin ich mit Sport-Mentalcoach Rüdi Eck in Kontakt gekommen. Eck selbst kann auf eine reiche Vita an Erfahrung und Erfolgen blicken. So hat er zwei Jahrzehnte Olympioniken, Fußballer, Wintersportler und natürlich auch unsere Kufen-Artisten betreut, gefördert und zum Erfolg geleitet. Eck selbst warvor der Gründung der Sports Mental Academy in der Entertainmentindustrie tätig und studierte Psychologie. Bedingt durch die Bitte eines olympischen Fechters ihn mental zu unterstützen kam Eck zum Mentalcoaching. Daraufhin folgte eine Reihe an Fortbildungen und Aufenthalten in Klöstern und bei den Shaolin Mönchen, gepaart mit seiner empathischen und menschenfreundlichen Art wurde es schnell zu Erfolgsrezept.

 

 

Sportler wie der nordische Kombinierer Johannes Rydzek, der Fußballer Xherdan Shaqiri, sowie diverse Spieler der schweizerischen Eishockey-Nationalmannschaft zählten zu Ecks Klienten und empfehlen ihn regelmäßig weiter. Doch was macht so ein Sport Mentalcoach eigentlich?

 

 

Grundsätzlich kann man sagen, dass die Arbeit sehr vielseitig ist. Sei es Workshops, physiotherapeutische Aktionen, psychologische Gespräche, oder gar eine Sporthypnose. Es ist ein breites  Spektrum, welches aber grundsätzlich in einem direkten und unmittelbaren persönlichen Austausch passiert. Eck sieht im Menschen das Hirn und den allgemeinen Körper, so kann es sein, dass das Gehirn eines Menschen Schmerzsignale empfängt, obwohl der reine Körper gesund ist. Dieses Zusammenspiel ist extrem wichtig und die Gesundheit beider Komponenten unerlässlich für den Erfolg.

 


Besonders eindrucksvoll brachte mir Rüdi die Praxis der Sporthypnose nah. Stichwort Ankermomente schaffen, sich selbst in eine vertraute und positive Verfassung zu bringen. Nahezu jeder kennt das Erlebnis, wenn man im Urlaub und ein besonderes Lied hört. Anschließend zu Hause hört man das Lied erneut und verbindet damit die schönen Momente und Bilder vor dem inneren Auge. Genau so  funktioniert das Prinzip Ankermomente schaffen. Hierbei funktioniert das Lied als Schalter für unsere Gedanken und macht das Gefühl abrufbar. Bei einem Eishockeyspieler könnte man eine Handlung schaffen, die überall abrufbar ist. Sei es ein Ausruf, oder ein Ritual, was den Sportler wieder in die optimale Gefühlslage bringt und diese allgegenwärtig macht.

 



 

 

"Ich habe mein Check- und Schussverhalten durch die Chi-Kontrolle verbessert!"

 

Eine der beliebtesten Anwendungen von Ecks Klienten im Eishockeysport ist die Kontrolle des eigenen Chi´s. Denn neben verbesserter Balance sprechen die Sportler häufig von besserer Schmerzrobustheit und einem härteren Schuss. Eck selbst hat in seiner Zeit bei den Shaolin Mönchen viel über die Abschaltung vom Schmerzempfinden gelernt und gibt das nun an die Profis weiter. Durch gewisse Atemtechniken kann man den Transport von Schmerzstellen oder übersäuerten Muskulaturen beeinflussen.

 

 

"Viele kamen von Sportpsychologen zu mir und waren unzufrieden"


Die Art und Weise der Vermittlung ist eine der Kernkompetenzen eines jeden Mentalcoaches. "Ein Hammer und ein Meißel, machen noch lange keinen Künstler" so Eck. Viele Sportler gehen zu Sportpsychologen um den Leistungsdruck und auch den sozialen Druck aus dem Umfeld zu kanalisieren. Sei es Schmährufe aus dem Publikum, oder falsch geleitete Ansprachen aus dem Coaching Stuff. Sowas kann nie ganz spurlos an einem vorbeigehen und es beeinträchtigt die Leistung akut. Spieler in Leistungskrisen suchen dann oftmals den Weg zum Psychologen, welcher fachlich vollkommen richtig agiert, aber teilweise einfach nicht den Zugriff und den menschlichen Weg trifft. "Dann kommen die Jungs zu mir", sagte Eck. Ich habe mich darauf spezialisiert den Charakter ausgiebig zu beleuchten und dann dort anzusetzen, wo ich den Eingang sehe und häufig hilft das, den Ursprung zu treffen.

 

 

Trainer in der Zwickmühle

 

Jeder sich schon mal selbst im Teamsport bewegt hat, der weiß, dass ein guter Coach extrem wichtig ist. So auch in der psychologischen Betreuung eines jeden Sportlers, denn auch er trägt bedeutend zum Gedankenbild eines Spielers bei. Einerseits hat er eine Verantwortung für jeden Spieler, doch bedingt durch die Masse an Spielern im Kader kann er sich gar nicht ausreichend Zeit für jeden Bestandteil des Teams nehmen. Alleine aus diesem Aspekt kann ein Mentaltrainer den Erfolg des Sportlers deutlich beeinflussen.

 

 

Ich persönlich muss sagen, dass ich in meinen Gesprächen mit Rüdi Eck einiges über die Komplexität des eigenen Körpers gelernt hatte. Eck ist einfach ein Mensch, der durch seine warme und angenehme Art schnell den richtigen Zugriff findet. Ein jeder Mensch muss natürlich empfänglich für diese Thematik sein. Denn schlußendlich sind es wir Menschen, die unser Handeln eigenständig beeinflussen.

 

eck mentalcoach

 (Foto Privat)

 


 


 

 

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