DEL – „Do or Die“ für die Kölner Haie: Mannheim gewinnt das vierte und somit letzte Spiel der Serie mit 4:2

 

(DEL/Köln) (ST) Weiter ging es mit dem vierten Spiel des Halbfinales. Es hieß Kölner gegen Mannheimer, Haie gegen Adler, Dan Lacroix gegen Pavel Gross, Gustaf Wesslau gegen Dennis Endras. Die Partie wurde in der LANXESS arena vor 11.329 Zuschauern bestritten, Sieger war Mannheim. Damit ziehen die Adler mit ihrem vierten Sieg in der Serie ins Finale ein. Die Serie steht 4:0 für Mannheim, also ein Sweep und Mannheim hat bis zum nächsten Spiel ein paar Tage Pause, da Augsburg und München noch um den Finaleinzug kämpfen. Für den KEC ist die Saison beendet und so können die Haie mit den Planungen für die kommende Saison beginnen.

 

KEC MAN 090419

 

Foto: Tina Kurz

 


 

 

Drei Spiele waren vor diesem Dienstag in der Serie gespielt, dreimal siegten die Adler Mannheim. Im ersten Spiel blieb den Haien das Torglück verwehrt und Mannheim schien kraftlos. Am Ende gewannen daher die Adler mit 1:0. Im zweiten Spiel auf heimischen Eis verlor der KEC dann mit 4:1 und im vergangenen Spiel am Sonntag mit 4:0. Die Serie stand demnach bei 3:0 für die Adler. Ergo bedeutete dies, dass die Mannheimer einem Fuß im Finale standen, Matchpuck. Die Haie mussten dieses Vierte alles entscheidende Spiel gewinnen. Wieder war der Abend mit dem Motto: „Zum Siegen verdammt“ für die Kölner Seite belegt. Doch dieses Mal, im Gegensatz zu der Serie gegen Ingolstadt, glückte es nicht.

 

 

Vergangenen Sonntag ließen sich die Haie zu vielen, teilweise auch unnötigen, Strafen hinreißen. Und wieder einmal blieb die Kölner Mannschaft offensiv weniger aggressiv und glücklich als die der Mannheimer. Sie schossen zu wenig Tore. Defensiv gab der KEC dem Gegner zu viel Raum und zu viele Möglichkeiten. Mannheim spielte sein System konsequent, Köln hatte wenig entgegenzubringen. Selbst der Kampfgeist konnte dagegen nichts ausrichten. Simon Després fiel in dieser Partie eher negativ auf, er stubste einen der beiden Linesmen, nachdem dieser ihn nach einer erteilten Strafe zur Bank führen wollte und am Arm anfasste. Després erhielt eine 2 + 5 Minuten Strafe. Für das Spiel am Dienstag war er deswegen gesperrt. Die Aktion war in Anbetracht der Tatsachen, dass die Haie sowieso schon auf einige verletzte Spieler verzichten mussten, es das vorletzte Spiel war und die Serie nicht zugunsten der Haie stand, eher unklug.

 

 

In dieser Partie musste Köln also nun einmal alles mobilisieren, Kraft, Ausdauer, Kampfgeist, Kaltschnäuzigkeit und Aggressivität vorm Tor, in der Defensive Konzentration und lückenlose Abstimmung. Moritz Müller meinte der Wille der Mannschaft sei noch nicht verloren: „Wir wollen auch unsere ganzen Ausfälle nicht als Ausrede nutzen. Wir haben immer noch genug hervorragende Spieler, die das Ruder rumreißen können.“ (Quelle: www.haie.de).

 

 

Und so begann das erste Drittel mit Tempo. Köln legte es noch einmal darauf an. Doch der Puck ging nicht ins Tor. In der siebten Minute musste Sinan Akdag bereits auf die Strafbank wegen Behinderung, doch im Powerplay konnten die Haie nicht punkten. In der elften Minute war es dann Mannheims Luke Adam, der das erste Tor erzielte. Eine Auseinandersetzung von Morgan Ellis und Denis Reul endete für beide auf der Strafbank. Kurz vor Ende des Drittels musste auch Pascal Zerressen auf die Bank. So endete das Drittel aus Sicht der Kölner eher ernüchternd, trotz des Willens ein Tor zu schießen, mit 0:1 für Mannheim und Beginn des zweiten Drittels in Unterzahl.

 

 

Die Unterzahl zu Beginn des Mittelabschnitts überstanden die Haie noch ohne Tor. Im Gegenzug aber schossen waren aber auch sie nicht erfolgreich im Powerplay, als Mannheims Markus Eisenschmid in der 22. Minute wegen Beinstellens und Brendan Mikkelson wegen Spielverzögerung auf die Bank mussten. Doch in einer weiteren Unterzahl in der 28. Minute schossen die Mannheimer durch Andrew Desjardins das zweite Tor, Colby Genoway musste wegen Beinstellens pausieren. Mike Zalewski beschwerte sich wohl zu lautstark bei den Schiedsrichtern und musste direkt nach dem Tor und als Genoway wieder aufs Eis durfte, auf die Bank. Und wieder fiel ein Tor für Mannheim, dieses Mal durch Garrett Festerling, allerdings erst nach dem Videobeweis, denn Gustaf Wesslau hatte den Puck zwar gefangen, jedoch erst hinter der Torlinie. Generell in dieser Serie ist die Schiedsrichterleistung sowohl gegenüber Mannheim als auch gegen Köln wieder einmal kritisch zu betrachten. Hier sollte die DEL transparenter und vor allem auch kritikfähiger werden. Denn es schadet schlussendlich der ganzen Liga, wenn Schiedsrichterleistungen nicht realistisch bewertet werden und demgegenüber Augen und Ohren verschlossen bleiben. Dies abseits und am Rande. Mannheim konnte in der 32. Minute erneut erhöhen durch Ben Smith. So endete dieses Drittel 0:4 und schien damit die Niederlage für Köln besiegelt zu haben.

 

 



 

 

Im Schlussdrittel versuchten es die Haie noch einmal und kamen auch noch etwas ran. Zwei Tore fielen, in der 45. Minute durch Pascal Zerressen und in der 54. Minute durch Frederik Tiffels. Doch ein Ausgleich fiel nicht mehr. Das Drittel und auch das Spiel endeten 2:4 für die Adler aus Mannheim.

 

 

Alles in allem war es noch einmal eine emotionale Partie. Realistisch betrachtet war Mannheim die stärkere und souveränere Mannschaft, spielten sie die gesamte Hauptrunde und auch das Viertelfinale konsequent und effektiv. Dennis Endras im Tor der Adler zeigte immer wieder wie stark er doch als Torhüter ist. Dagegen kam Köln nur schwer an. Dennoch überzeugte Köln über weite Strecken mit Charakter und Willen. Letztlich fehlte den Haien wohl die Kraft und Ausdauer gegen eine konzentrierte Mannheimer Mannschaft zu bestehen. Doch allzu große Enttäuschung kommt nicht auf, haben es die Haie doch trotz einiger Unruhen in dieser Saison und auch der vielen Verletzungen und Ausfälle weit geschafft.

 

 

Am Ende äußerte auch Dan Lacroix, der im Sommer wieder in Kanada hinter der Eishockey-Bande stehen wird, noch einmal emotionale Worte: „Zunächst möchte ich Pavel Gross und seine Mannschaft beglückwünschen, dass sie uns geschlagen haben und ins Finale eingezogen sind. Es war von Anfang an eine große Herausforderung für uns, wir wussten dass wir unser Bestes geben mussten, um Mannheim zu schlagen. Ich bin stolz auf die Truppe, sie hat toll gekämpft und alle Herausforderungen toll gemeistert. Auch als wichtige Spieler nicht spielen konnten, haben wir nie das Vertrauen in die Mannschaft verloren, die Lücken wurden immer durch andere Spieler geschlossen, die Verantwortung übernommen haben. Dennoch war die Disziplin in den letzten beiden Spielen ein Faktor, man muss immer diszipliniert bleiben, wenn man gegen eine Mannschaft von diesem Kaliber spielt. Letztlich möchte ich mich auch bei den Fans und der Organisation der Kölner Haie bedanken, man konnte die Unterstützung für diesen Club in der ganzen Stadt spüren. Es hat mir sehr viel Freude bereitet, hier zu arbeiten und ich werde diese Erfahrung mitnehmen." (Quelle: www.haie.de).

 

 

 

Kommentar:

 

Köln zog nicht ins Finale der diesjährigen Saison, die Haie konnten Mannheim nicht bezwingen und realistisch gesehen, war das eine zu schwere Aufgabe und Herausforderung, denn Pavel Gross hatte aus der Mannheimer Mannschaft eine sehr starke Maschine gemacht, in der sich jedes Rädchen bewegt. Aber im Grunde ist der Nichteinzug ins Finale auch nicht so schlimm, denn widererwartend kam der KEC sehr weit, überzeugte trotz allem, besonders mit Willen, Zusammenhalt und Willensstärke. Das fehlte in den letzten Jahren doch immer wieder beim KEC. So können sich die Haie nun für die kommende Saison mobilisieren und neu aufstellen. Strukturiert, mit Ruhe und Besonnenheit ans Werk gehen. In der Vergangenheit prägte den Verein zu schnelle und eher kurzfristige Entscheidungen, die es jetzt zu vermeiden gilt. Am Ende des Spiels wurde es noch einmal emotional für Köln, als Ryan Jones seine letzte Runde über das Kölner Eis antrat und sich von den Fans des KEC unter Applaus verabschiedete. Er wird seine Karriere beenden. Damit geht ein sympathischer Spieler, der auch lange Zeit ein Leistungsträger war und immer wieder bewies, dass er zu dieser Mannschaft gehörte.

 

 

Nächste Saison kann Köln mit frischem Wind und neuem Trainer in die Saison starten. Veränderungen im Kader wird es sicherlich geben, um ihm Tiefe zu verleihen. Das wird sich alles zeigen. Köln ist wiedererwartend sehr weit in dieser Saison gekommen. Die Haie bewiesen immer wieder Kampfgeist und Charakter der Mannschaft. Und zogen so verdient ins Halbfinale ein. Mannheim war hier einfach zu stark, wie auch die ganze Saison schon. Aber Köln hat den Adlern nochmal etwas entgegengesetzt und es versucht. Das ist viel wert und darf nicht übersehen werden. Denn Köln hatte mit einigen Hürden zu kämpfen. Erst schaffte es Peter Draisaitl nicht richtig die Mannschaft zu formen und wurde kurz vor den Playoffs entlassen. Dan Lacroix übernahm und fand einen Zugang, das aber dennoch in einer heiklen Phase der Saison. Und zu allem Überfluss hatte der KEC viele verletzungsbedingte Langzeit- und Kurzzeit-Ausfälle, die es immer wieder zu kompensieren galt. Die Haie machten das oft mit Willensstärke wett, aber dem war dann gegen Mannheim einfach ein Ende gesetzt. In der neuen Saison ist dann eine leistungsstarke Steigerung möglich und wird sicherlich auch kommen. Es müssen Ruhe und Bedacht in Entscheidungen einkehren, um neue langfristige Strukturen zu schaffen. Optimierung an den richtigen Stellen. Auch Köln soll eine Maschine mit funktionierenden Rädchen an den richtigen Stellen werden.

 

 


 

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