DEL – Das Dritte Spiel der Playoff-Viertelfinalserie gewinnen die Kölner Haie gegen den ERC Ingolstadt mit 3:2 nach Verlängerung

 

(DEL/Köln) (ST) Es war Sonntag und somit Eishockeyspieltag, mittendrin in den Playoffs. Die Kölner Haie spielten gegen den ERC Ingolstadt in der dritten Partie der Viertelfinalserie und gewannen dieses vor 13.984 Zuschauern. Damit konnte der KEC in der Serie auf 1:2 aufschließen. 

 

 

 

Foto: Ingo Winkelmann

 

 

 

 


 

 

Am vergangenen Dienstag ließen sich die Haie im ersten Spiel der Serie gegen Ingolstadt das Zepter aus der Hand nehmen, sie ließen sich nach dem 2:4 von den Bayern einfach überrennen. Aus Haie Sicht hatte die Partie ein katastrophales Ergebnis von 2:6. Auch Spiel zwei der Serie ging mit einem Sieg auf das Konto der Panther, obwohl das Ergebnis am Freitag knapper ausfiel. Thomas Greilinger schoss Ingolstadt in der Overtime mit einem Tor zum Erfolg. Verlängerungen werden mit sogenanntem „Sudden-Death“-Modus gespielt, was heißt, das die Mannschaft gewinnt, die das erste Tor schießt und damit ist dann alles entschieden. Am Freitag waren es die Ingolstädter, die hier erfolgreicher waren. Der KEC verlor mit 4:3 nach der Verlängerung.Nach der Niederlage erklärte Dan Lacroix: „Es war ein enges Spiel – in jedem Drittel. Am Ende mit dem besseren Ende für Ingolstadt. Wir müssen uns jetzt kurz sammeln und schnell auf Sonntag konzentrieren.“ (Quelle: www.haie.de)

 

Die Mannschaft der Kölner musste am Freitag auf einige wichtige Ausfälle gezielt reagieren. Moritz Müller wurde aufgrund einer Prügelei gegen Ende der Partie am Dienstag für ein Spiel gesperrt. Fabio Pfohl und auch Felix Schütz fehlten und mussten ersetzt werden. In der Defensive fehlten weiterhin Alexander Sulzer und Corey Potter. Zudem nicht dabei waren auch wie schon in der Hauptrunde fehlend Marcel Müller und Steve Pinizzotto. Nun kehrten aber Müller und Pfohl wieder zurück in den Kader und waren bei dem wichtigen Sieg der Haie beteiligt.

 

Lacroix musste in seiner Mannschaft nach den letzten zwei Partien noch einige Defizite beheben. Offensiv waren die Haie nicht schlagkräftig und kaltschnäuzig genug, es fehlte ihnen auch das Quäntchen Glück zum Torerfolg. Die Ingolstädter hingegen hatten hier mehr Erfolg, gerade am Dienstag, gingen schließlich sechs Tore in ihre Bilanz über. Gerade im ersten Spiel zeigte sich, dass der KEC offensiv nicht aggressiv genug nach vorne spielte. Im zweiten Spiel wurde das defensive Defizit dann noch deutlicher. Zwar konnte Gustaf Wesslau einige gefährliche Chancen entschärfen und zeigte gute Saves, jedoch hatte die Abwehr der Haie enorme Lücken und ließ so einiges durch, was hätte abgehalten werden müssen. Dies waren die Baustellen, die Lacroix innerhalb zweier Tage in Angriff nehmen musste.

 

Ein wichtiger Punkt jedoch ist die psychische Komponente. Wie Dan Lacroix schon in einigen Interviews erklärte, ist es wichtig in den Playoffs auch vergessen zu können. Die Serien können lang werden, ganze vier Siege werden benötigt, um weiterzuziehen. Daher ist es wichtig Niederlagen erst einmal nicht zu stark zu bewerten. Die Devise sollte heißen: abschütteln und weiter gehts. Negative Gedanken dürfen Spieler in den weiteren Partien in den Playoffs nicht zu stark beeinträchtigen, denn es kann sich vieles ändern. Motivation und Kampfgeist dürfen nicht geschwächt werden. Und so spielten die Haie am Sonntag mit Einsatzbereitschaft und Willensstärke.

 



 

Das Spiel begann mit Tempo. Köln machte sofort Druck und setzte sich im Angriffsdrittel fest. Der KEC erarbeitete sich einige Chancen und Schüsse auf das Tor der Ingolstädter, doch zunächst lieben diese ungefährlich. Jochen Reimer im Tor zeigte daneben sein Können und bewies, dass sich die Panther auf ihn verlassen konnten. Auch Gustaf Wesslau zeigte einige gute Paraden und hielt der Kölner Mannschaft den Rücken frei. Alles in allem war die Kölner Defensive heute lückenloser. Ein Powerplay des KEC in der 4. Minute, Jokbe Colton musste wegen Haltens auf die Strafbank, blieb erfolglos. Ingolstadt versuchte wie in den zwei Spielen bisher die Konter abzupassen und für sich in Tore zu verwandeln. Doch in diesem Drittel sollte es noch nicht gelingen. Dann gegen Ende des Drittels gerieten Fabio Pfohl und Maurice Edwards aneinander, schnell wurden die Handschuhe ausgezogen und die Fäuste flogen. Die Schiedsrichter mussten die beiden trennen und Pfohl verließ kurzzeitig das Eis für eine Untersuchung. Am Ende bekamen beide je zwei Minuten wegen Stockchecks und je zwei + zwei + zehn Minuten wegen „Fightings“. Kurz vor Ende des ersten Drittels bekamen die Haie noch eine Strafe, so dass das zweite Drittel mit einer Unterzahl von 1,03 Minuten beginnen sollte. Dieses Anfangsdrittel endete unentschieden und torlos.

 

Der Mittelabschnitt begann mit einem Powerplay für die Gäste aus Bayern, doch dieses blieb ungenutzt. Während des zweiten Drittels kam Ingolstadt etwas besser in die Partie. Beide Mannschaften agierten sehr schnell und druckreich, dennoch war Köln immer noch die etwas engagiertere Mannschaft. Beide hatten aber bis zur 30. Minute kein Torglück. Dann jedoch konnte David Elsner den Puck ins Tor schießen. Die Haie fanden aber eine Minute später die Antwort. Nach Vorlage von Alexander Oblinger war es Sebastian Uvira, der ausglich. In der 37. Minute konnte Rot Ticar dann auf 2:1 durch einen eiskalten Schuss an Reimer vorbei ausgleichen. Daraufhin versuchte Ingolstadt auszugleichen, was in diesem Drittel aber noch nicht gelang.

 

Das letzte Drittel begann dann ähnlich temporeich wie die 40 Minuten zuvor. In der 42. Minute erhielt Uvira eine Strafe wegen Bandenchecks, diese Chance für die Panther blieb erfolglos. In der 45. Minute zeigten die Schiedsrichter einen geforderten Videobeweis an, denn zuvor im Drittel der Haie, schien ein Tor gefallen zu sein. Dies wurde bestätigt, der Puck war über die Torlinie gerutscht. Das bedeutete den Ausgleich für Ingolstadt. Währenddessen humpelte Uvira vom Eis, er hatte sich verletzt und kehrte auch nicht wieder zurück. Beide Mannschaften machten nun enormen Druck, beide wollten das Siegestor schießen, bis zur letzten Sekunde. Doch in der regulären Spielzeit fiel dies nicht mehr., Es ging in die Verlängerung.

 

In der Verlängerung während der Playoffs werden 20 Minuten angesetzt, fünf gegen fünf spielen so lange bis die erste Mannschaft ein Tor erzielt. Dann ist es vorbei, der sogenannte „Sudden Death“(plötzlicher Tod) ist eingetreten. Dies verschärft die Spannung. An diesem Sonntag in Spiel 3 der Serie der Kölner Haie gegen den ERC Ingolstadt war es der Kölner Ryan Jones, der den entscheidenden Treffer machte. Und damit gewann Köln 3:2 gegen Ingolstadt.

 

Insgesamt blieb es eine hartumkämpfte Partie und somit eine umkämpfte Serie. Die heutige Partie wurde zu einer Nervenzerreißprobe, es blieb spannend und hochemotional, so dass in regulärer Spielzeit keine Entscheidung fiel und es in die Verlängerung gehen musste.
Am heutigen Sonntag zeigte sich, dass Köln aus Fehlern gelernt hatte und dass es der Mannschaft nicht an Motivation und Willensstärke mangelte. Der KEC kämpfte hart und hatte über weite Strecken mehr Spielanteile. Doch es fehlte in einigen Momenten die Zielgenauigkeit, um den Puck über die Linie zu befördern. Ingolstadt nutzte die Chancen und konnte ausgleichen. Doch schlussendlich war es Ryan Jones, der eine gegebene Möglichkeit umsetzte und den Siegtreffer machte. In der Kölner Mannschaft sich trotz der erst einmal zu sichtenden Videobeweises Erleichterung und Freude breit, die dann auch durch die Schiedsrichter bestätigt wurde.
Die Kölner Haie konnten mit dem 3:2-Sieg in der Serie aufschließen, es steht nun 1:2.

 

Am kommenden Freitag geht es dann in Ingolstadt mit Spiel 4 um 19.30 Uhr weiter. Am kommenden Sonntag spielen die Haie dann zu Hause in Spiel 5 der Serie.

 

 

 


 

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