DEL - Clevere Kölner holen 3 Punkte in Krefeld

 

(DEL/Krefeld) PM Vor 7.693 Zuschauern unterlagen die Pinguine mit 1:3.   „Wir hätten definitiv mehr aus unseren Überzahlchancen machen müssen“, sagte KEV-Trainer Brandon Reid nach dem Spiel. „Trotzdem haben wir über weiter Strecken so gespielt, wie ich mir das vorstelle.“

 

KEV Köln 030219 3
( Foto Ralf Schmitt )


 

 

Schon vor der Partie gab es viele Emotionen. Pünktlich zum Retrospieltag hatte der neu gegründete Alumni-Club des KEV hatte seinen ersten Auftritt und mehr Krefelder Eishockey-Tradition lässt sich kaum finden. Neben Uwe Fabig, Christian Ehrhoff, Remy Wellen sind viele weitere frühere Krefelder Eishockeyhelden dabei und für die Zukunft haben die die KEV-Alumni viel vorgenommen: „Wir haben schon einiges geplant,“ sagte Uwe Fabig im Interview mit einem weiteren KEV-Urgestein, dem früheren Stadionsprecher Rolf Frangen.

 

 

Den besseren Start erwischten die Haie, schon nach 15 Sekunden prüfte Pfohl Dimitri Pätzold, nur eine Minute später hatte Jakob Berglund aber gleich zwei Großchancen für den KEV: zuerst schob er den Puck am langen Pfosten vorbei – Wesslau im Tor der Haie war auf dem Weg in die andere Ecke – nur Sekunden später kam Berglund frei aus dem Slot zum Schluss, diesmal parierte Wesslau stark. Die Haie wurden erst in der elften Minute wieder gefährlich. Nach einer Strafe gegen Ankert vergab Ryan Jones die beste Kölner Chance des ersten Drittels. Auch er hatte das freie Tor vor sich, schob den Puck aber am Kasten vorbei. Stichwort Überzahl: hier taten sich die Pinguine schwer, sowohl mit einem Mann mehr als auch mit zweien. Bei Köln kassierten Oblinger und Schütz in kurzem Abstand zwei Minuten, richtig gefährlich wurde es für das Gästetor jedoch nicht.

 

 

Aus einer weiteren Strafzeit, die der KEV nicht zum Tor nutzte, fiel in der 19. Minute die Kölner Führung. Fabio Pfohl lenkte den Puck mit dem Schlittschuh ins Mitteldrittel, direkt in den Lauf von Colby Genoway, dessen Strafe gerade abgelaufen war. Genoway ließ Pätzold mit der Rückhand keine Chance.

 

 


 


 

 

Die Überzahlschwäche begleitete den KEV auch im zweiten Drittel. Fast zwei Minuten einer Strafe gegen Morgan Ellis verstrichen ohne Pinguine-Tor. Pech hatte Krefeld in der 25. Minute bei einem Schuss von Noonan. Aus Verteidigerposition zog er von der blauen Linie ab und traf den Pfosten. War das Spiel in den ersten Minuten zerfahren, machten die Pinguine ab der Mitte des zweiten Abschnitts mehr Druck und erspielten sich in der 31. Minute durch Lefebvre die beste Chance des Drittels. Saponari stürmte über die rechte Seite ins Haie-Drittel, spielte einen klugen Pass auf den in der Mitte mitgelaufenen Lefebvre, der an der Fanghand von Wesslau scheiterte. Aufregung gab es direkt im Anschluss. Ein Kölner Spieler schob vermeintlich mit der Hand den Puck aus dem Kölner Torraum – das wäre ein Penalty. Nach Videobeweis ließen die Hauptschiedsrichter aber weiterspielen.

 

 

Die Gäste beschränkten sich im zweiten Drittel weitgehend aufs Verteidigen. KEV-Goalie Dimitri Pätzold musste kaum eingreifen, erst in der 35. Minute musste er einen Schuss von Moritz Müller entschärfen – das Geburtstagskind im Tor der Pinguine zeigte eine gute Leistung. Kurz vor Ende des zweiten Drittels fing sich James Bettauer wegen eines Checks gegen den Kopf 2+10-Minuten Strafe ein und diese nutzten die Haie zum 0:2. Nach einem Schuss von Oblinger drückte Uvira den Puck über die Linie. Nach Videobeweis zählte der Treffer – 1,5 Sekunden vor Ende des Drittels der nächste Nackenschlag für die Pinguine.

 

 

Zum letzten Drittel kamen die Pinguine zwar engagiert, große Torchancen brachte die Anfangsphase des Schlussabschnitts aber dennoch nicht. In der 45. Minute kam Berglund frei zum Schuss, Wesslau parierte sicher. War die Partie im zweiten Drittel noch phasenweise sehenswert, gab es im letzten Drittel kaum noch Torszenen. Den Pinguinen gelang nur selten ein schneller Spielaufbau, Köln stand in der neutralen Zone und im eigenen Drittel sicher. In der 50. Minute parierte Pätzold stark gegen Hospelt, der aus kurzer Distanz zum Schuss kam.

 

 

Sieben Minuten vor Schluss kam beim Anschlusstor von Daniel Pietta nochmals Hoffnung auf. Aus einem Meter Torentfernung schlenzte er den Puck über die Schulter von Wesslau in die kurze Ecke – das erste Krefelder Tor nach gut 130 Minuten. Mit diesem knappen Rückstand ging es in eine spannende Schlussphase. 1:27 Minuten vor Schluss nahm Brandon Reid Pätzold für einen sechsten Feldspieler vom Eis und das nutzten die Haie für den Sargnagel: 45 Sekunden vor Schluss traf Fabio Pfohl aus dem eigenen Drittel zum 1:3 – gleichzeitig der Endstand.

 

 

„Unser Ziel ist weiter Platz 10“, so Brandon Reid nach dem Spiel. „Die Spieler bekommen in der Pause jetzt ein bisschen Ruhe, aber dann werden wir am Power Play arbeiten. Ich möchte wieder zu einer Quote von 20-25% wie in der Phase, als wir sechs Mal hintereinander gewonnen haben. Die Chance auf die Pre Playoffs ist noch da!“

 

 

Tore

0:1 19. Min. Colby Genoway (Pfohl)

0:2 40. Min. Sebastian Uvira (Schütz, Pfohl) PP1

1:2 53. Min. Daniel Pietta (Berglund, Noonan)

1:3 60. Min. Fabio Pfohl (Zalewski) EN

 

 

 

 


 

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