DEL - Düsseldorf geht gegen Augsburg als Sieger vom Eis

 

(DEL/Düsseldorf) PM Sechs Heimspiele im Januar und kein einziger Sieg? Das galt es für die Düsseldorfer EG gegen die Augsburger Panther unbedingt zu verhindern. Schließlich sind die Schwaben ein direkter Konkurrent um die vorderen Plätze in der DEL-Tabelle. Mit einer starken Leistung fuhr die DEG einen verdienten und letztlich viel zu knappen 4:3 (3:1; 0:0; 1:2)-Sieg ein.

 

2019 01 27 duesseldorf augsburg

(Foto: Birgit Häfner / eishockey-online.com)

 


 

Da sein Kapitän Alex Barta verletzungsbedingt passen musste, machte DEG-Coach Harold Kreis aus der Not kurzerhand eine Tugend. Er ließ seine verbleibenden Mittelstürmer Ken André Olimb, Patrick Buzás und Christian Kretschmann durch alle Reihen rotieren, so dass sich stets wechselnde Formationen gemeinsam mit dem Außenstürmern Philip Gogulla und Jaedon Descheneau, Calle Ridderwall und John Henrion, Braden Pimm und Lukas Laub sowie Manuel Strodel und Stefan Reiter ergaben. Dem Spiel der DEG schadete das ganz und gar nicht. Die Anfangsminuten gerieten zum rot-gelben Sturmlauf. Nach gerade einmal 30 Sekunden brachte Henrion die DEG endlich, endlich mal wieder in Führung. Olimb jagte Braden Lamb im Augsburger Drittel die Scheibe ab, legte sie raus nach rechts zu Riddewall, der das Auge für Henrion in zentraler Position hatte. Dessen satter Schuss zischte an Olivier Roy im Tor der Gäste vorbei. Dann kam die zweite Reihe aufs Eis und war auch sofort erfolgreich. Alex Picard schoss von der blauen Linie, Buzás war aufmerksam und nutzte den Abpraller zum 2:0. 61 Sekunden waren da gespielt.

 


In der Folge blieb die DEG tonangebend und konnte ihrem Spiel das zuletzt häufig schmerzlich vermisste Tempo verleihen. Das resultierte in etlichen Schusschancen. Doch auf einmal war auch die Mannschaft von Mike Stewart im Spiel. Nach einem Bully vor Fredrik Pettersson Wentzel schlich sich Panther-Top-Scorer Matt White an den langen linken Pfosten und hatte dann zu viel Platz, als dass er sich diese Chance hätte entgehen lassen können (6.). Augsburg war nun besser im Spiel, das aber weiterhin von der DEG bestimmt wurde. Als Henrion energisch zum Tor zog, konnte er in einer Co-Produktion der Verteidiger Patrick McNeill und Simon Sezemsky nur regelwidrig gestoppt werden. Den fälligen Penalty parierte dann allerdings Roy (14.). Auf der Gegenseite sorgte Matt Fraser für ein Raunen im weiten Rund, als er aus kurzer Distanz zuerst am Tor vorbeischoss und Sekunden später Wentzel zu einer Schoner-Parade zwang (15.). Der DEG gelang es noch vor der Pause, den alten Abstand wieder herzustellen. Als beide Mannschaften mit nur vier Feldspielern agierten, behauptete Kevin Marshall die Scheibe hinter dem Tor, überquerte die Grundlinie, legte den Puck ab auf die rechte Seite zu McKiernan, der den am Rand des Torraums lauernden Descheneau bediente (20.) Ein weiterer herrlicher Treffer für die Rot-Gelben!

 


Mächtig was los also in den ersten 20 Minuten. Auch im zweiten Abschnitt zeigte die DEG weiterhin ein gutes Spiel und war über weite Strecken die bestimmende Mannschaft. Nur eben ohne weiteren Torerfolg. Strodel wäre vielleicht ein sehenswerter Treffer gelungen, wäre ihm die Scheibe bei seinem Marsch in Richtung Tor nicht im letzten Moment vom Schläger gesprungen (26.). Wenig später versuchte sich Ridderwall aus spitzem Winkel (26.). Wie schon im ersten Drittel gingen die Rot-Gelben jeder verlorenen Scheibe nach und setzten die Panther damit früh unter Druck. Die Gäste bekamen den Siegeswillen der DEG auch körperlich zu spüren. Picard räumte mit einem mächtigen Open-Ice-Check Adam Payerl in der neutralen Zone ab. Nur einmal gerieten die Hausherren so richtig unter Druck. In der Schlussphase des Drittels wirbelte der Paradesturm der Panther im Verteidigungsdrittel der DEG. Zuerst kam White aussichtsreich zum Schuss, kurz danach traf Henry Haase aus der Distanz das Torgestänge (38.). Ganz knapp wurde es auch, als der mitspielende Wentzel den Puck nach vorne passte und ihn an den Schläger von Fraser spielte, von wo aus sie nur knapp links am Tor vorbeistrich (40.). Glück gehabt! Das gilt auch mit Blick auf die Personalsituation in der Verteidigung: Zwischenzeitlich musste die DEG nämlich ohne Johannes Huß auskommen, der nach einem Check kurz in die Kabine ging, später aber zurückkehrte (um dann im dritten Drittel wieder passen zu müssen). Auch Marco Nowak konnte für einen Moment nicht mitmischen, weil ihn ein hochspringender Puck unglücklich im Gesicht traf. Nach erfolgreicher Verarztung auf der Bank war er wieder mit von der Partie.

 

 



 

Dass die Messe noch nicht gelesen war, war der DEG spätestens in der Anfangsminute des letzten Drittels bewusst. Nach einem Distanzschuss von Lamb nahm TJ Trevelyan den Abpraller mit der Rückhand und setzte die Scheibe an den linken Pfosten. Wentzel rettete mit der Stockhand, nachdem Marshall den Puck im Aufbau verlor und White einen Schuss auf die kurze linke Ecke losließ (45.). Als Buzás nach feiner Vorarbeit von Laub über die rechte Seite nach einem Konter aus zentraler Position zum 4:1 abschloss, schien der erlösende Heimsieg eingetütet (49.). Im Anschluss lief der omnipräsente White abermals allein auf Wentzel zu, weil Stewart alles riskierte und seinen Stürmer an der gegnerischen blauen Linie lauern ließ, während die DEG im Angriff war. Der schwedische DEG-Keeper blieb erneut Sieger (51.). Als Picard auf die Strafbank musste, nahm der AEV-Trainer rund sechs Minuten vor dem Ende Roy zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Lamb brachte seine Farben noch einmal mit einem Schlenzer durch die Schoner von Wentzel, der wenig Sicht hatte, heran (56.). Danach gelang es der DEG, die Gäste von ihrem eigenen Tor wegzuhalten. Bis es 138 Sekunden noch einmal Bully vor Wentzel gab. Stewart beorderte Roy erneut auf die Bank. 74 Sekunden vor dem Ende zwang ihn ein unerlaubter Weitschuss zurück aufs Eis. 40 Sekunden vor der finalen Sirene war der sechste Mann dann zurück auf dem Eis. Die Sekunden verrannen. Vier Sekunden vor Schluss machte White das Ergebnis knapper als das Spiel über weite Strecken war. Von der rechten Seite zirkelte er den Puck unter die Latte.

 


Der Februar startet mit einem Wochenende der Superlative. Auf das Kracher-Heimspiel gegen den unangefochtenen Tabellenführer Adler Mannheim am Freitag (Spielbeginn 19:30 Uhr) folgt am Sonntag das Auswärtsspiel beim zweitplatzierten EHC Red Bull München (los geht’s um 14 Uhr). Danach steht die wohlverdiente Länderspielpause an!

 

 

 


 

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