DEL – Düsseldorfer EG gewinnt Wintergame im Kölner RheinEnergieSTADION mit 2:3 n.V.

 

(DEL/Wintergame) (Sabrina Tesch) Endlich war es soweit, das lang ersehnte Wintergame der DEL fand im RheinEnergieSTADION in Köln vor 47.011 Zuschauern statt. Die Heimstätte des 1. FC Köln beherbergte an diesem Samstag jedoch kein Fußballspiel des Kölner Traditionsvereins, sondern ein Eishockeyspiel der Kölner Haie gegen die Düsseldorfer EG.

 

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(Foto: Citypress/Wintergame)


Und daneben war es nicht einfach irgendein normales Eishockeyspiel, es sollte das Eishockeyevent der Saison werden, die Mutter aller Derbys, wie es immer genannt wird, zwei Traditionsclubs, zwei ewige Konkurrenten gegeneinander. Die Werbemaschinerie lief in den letzten Tagen noch einmal auf Hochtouren, so dass jeder in Köln, auch Eishockeyneulinge bzw. –fremdlinge darauf aufmerksam gemacht wurden.   

 

 

Die Vorbereitungen steigerten sich je kürzer der Countdown wurde. Auch die Mannschaften bereiteten sich geistig und körperlich auf dieses Event vor, denn aus der Vergangenheit, spielten beide schon 2015 in einem Wintergame gegeneinander, wussten die Vereine, dass dieses Spiel auch von den Bedingungen her, mehr Anforderungen benötigte. Das Wetter brachte im Vorfeld einige Sorgen mit sich, da es im Gegensatz zu 2015 definitiv nicht überdacht sein wird und kann. Würde das Eis durch den Regen und die warmen Temperaturen beeinträchtigt werden? Doch der Verein beruhigte, es gäbe viele Lösungen. So werden zum Beispiel die Powerbreaks kürzer, dafür aber in zwei pro Drittel aufgeteilt, so dass die Eismaschine das Feld aufbereiten konnte. Im Interview mit der DEL bestätigte der Geschäftsführer der Kölner Haie, Philipp Walter, dass für alle Eventualitäten Notlösungen geschaffen wurden, so dass es keine Hindernisse geben sollte. Es würden dennoch keine optimalen Bedingungen sein.

 

 

Als Vorbereitung gab Headcoach Peter Draisatil diese Woche der Mannschaft zwei Tage zur Regeneration, denn die letzte Woche hatte es mit drei Spielen alle zwei Tage in sich. Auch Erholung, besonders mental, ist im Profisport ein wichtiger Faktor, um gestärkt und mit neuer Kraft weiter machen zu können. Beide Trainer bestätigten bei der Vorab-Pressekonferenz am Freitag, dass dieses Spiel etwas Besonderes werden würde und dass beiderseits die Vorfreude groß ist. Peter Draisaitl sagte: „Es ist für fast alle ein einmaliges Erlebnis. Das werden die Jungs und natürlich auch ich nie vergessen.” Trainer der DEG; Harold Kreis betonte: „Dieses Spiel wird etwas Besonderes. Wir sind froh, ein teil davon zu sein.” (Quelle: www.haie.de)

 


Die Düsseldorfer EG spielt in dieser Saison souveränes und leistungsstarkes Eishockey. Seit geraumer Zeit teilen sie sich in der Tabelle der DEL die ersten drei Plätze mit den Mannheimern und Münchnern. Zu Beginn der Spielzeit rüsteten die Düsseldorfer auf und bewiesen bisher, dass sie einen tiefen und erfolgreichen Kader zusammengestellt hatten. Sie spielten mit konstanter Leistung und auch Ergebnissen, so dass der derzeitige dritte Platz der Tabelle durchaus gerechtfertigt ist.

 

 

Der KEC befand sich bis gestern auf dem Platz hinter den Düsseldorfern, Platz vier der DEL Tabelle, dies nicht zuletzt durch den erfolgreichen Start ins neue Jahr 2019. Doch gestern überholten erneut die Augsburger die Kölner, so dass der KEC heute auf Platz 5 steht. Die Tabelle ist derzeit wider sehr eng, so dass jeder Punkt entscheidend ist. Bester Stürmer des KEC ist derzeit Jason Akeson mit 30 Scorerpunkten. Morgan Ellis gehört zu den offensiv stärksten Verteidigern der Kölner. Und Gustaf Wesslau rangiert in der Statistik derzeit auf Platz vier der besten Goalies der Liga. Mathias Niederberger der DEG hingegen auf Platz eins. Philip Gogulla wird dieses Mal auf der anderen Seite stehen als vier Jahre zuvor. Denn 2015 spielte er beim Wintergame noch für die Kölner Haie, diese Saison jedoch ist es seine Erste beim Konkurrenten DEG. Bei den Düsseldorfern ist Gogulla derzeit Topscorer mit 37 Punkten, 18 Toren und 19 Vorlagen.

 



 

Im neuen Jahr  sind die Haie noch ungeschlagen, gegen Ingolstadt gewannen sie 5:2, gegen die Iserlohn Roosters 2:1 und in einem nervenaufreibenden Krimi gegen Bremerhaven vergangenen Sonntag 3:2 nach Penalty. Hier benötigten die Kölner 22 Durchgänge, um am Ende siegreich vom Eis zu fahren. Die Saison zuvor war geprägt durch ein stetiges Auf und Ab. Konstanz war nicht das Kriterium der Bewertung der Leistung. Die Haie versuchen derzeit nun alles dran zusetzen, diesem Zustand der Inkonsequenz ein Ende zu bereiten und durch Leidenschaft und Kampfgeist zu überzeugen. Rok Ticar, der erst zu Beginn 2019 zu der Mannschaft erneut als Neuzugang dazu stieß, brachte frischen Wind mit und zeigte, dass das in ihn gesetzte Vertrauen berechtigt gewesen war.

 

 

Doch die Kölner Haie müssen gerade einige Verletzungen und Ausfälle kompensieren, was nicht leicht fällt, gerade mit Blick auf das große Event des Wintergames. Zu Beginn der Woche wurde bekannt gegeben, dass neben Pascal Zerressen, Michael Zalewski, Marcel Müller und Steve Pinizzotto auch Ben Hanowski wegen einer Muskelverletzung am Oberschenkel ausfällt. Er zog sich eine Verletzung am Bein in der vergangenen Partie gegen Bremerhaven zu. So musste der KEC auf die Ausfälle sowohl in der Defensive als auch in der Offensive reagieren. So lief Youngster Simon Gnyp auf und Austin Madaisky war auch wieder soweit genesen, dass er spielen konnte.

 

 

Der KEC und die DEG trafen in dieser Saison bereits zweimal aufeinander. Das Wintergame war also das dritte Duell beider in dieser Saison und das erste Spiel gegeneinander in diesem noch jungen Jahr 2019. Beide Siege gingen bisher auf das Konto der Düsseldorfer, zunächst 4:3 in Düsseldorf und dann 2:3 in der LANXESS arena. Insgesamt ist es die 222. Auflage des Duells der Kölner gegen die Düsseldorfer im 2. Wintergame beider gegeneinander. Und es ist das 100. rheinische Derby seit der Gründung der DEL im Jahr 1994. Bisher ging der KEC 111 mal und die DEG 99 mal als Sieger hervor, 11 Spiele blieben unentschieden. Irgendwie passen all diese Zahlen gut zueinander.

 


Erwartet wurde sicherlich ein spannendes und brisantes Spiel, hartes Eishockey, aggressive Checks, eiskalte Tore, nicht zuletzt wollten beide Mannschaften vor der imposanten Kulisse nicht als Verlierer vom Eis fahren. Der Kölner Stürmer Sebastian Uvira erklärte im Vorfeld in einem Interview mit der DEL: „Es ist ein sehr, sehr wichtiges Spiel. Wir versuchen das Spiel morgen mit Härte zu gewinnen. Ich glaube es wird kein schönes, sondern hartes Eishockey morgen sein. Darauf sind wir richtig vorbereitet und wir können nur hoffen, dass die drei Punkte hier in Köln bleiben.“

 

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(Foto Citypress/Wintergame)

 

Das Eröffnungsbully führte Fußball Nationalspieler und ehemaliger Spieler des 1. FC Köln, Lukas Podolski, der auch als Schirmherr fungierte, durch. Er testete bereits am Donnerstag mit den Eishockeyprofis des KEC das Eis und ist regelmäßiger Besucher der Spiele der Kölner Haie.

 

 

Die Düsseldorfer EG erwischte den besseren Start in die Partie. Ex-Hai Philip Gogulla beförderte 46 Sekunden nach dem Beginn den Puck bereits über die Linie. Gustaf Wesslau war noch nicht richtig warm. In den ersten Minuten des Anfangdrittels  machte die DEG mehr Druck, doch ein weiteres Tor konnte Kölns Defensive verhindern. Der KEC kam im weiteren Verlauf besser ins Spiel und konnte seinerseits drücken. Doch es fiel kein Tor mehr, für keine der beiden Mannschaften. Das Drittel war von Anfang an temporeich und hart. Es war am Ende ein offensives Hin und Her, Köln war ab Mitte des Drittels offensiv aggressiver, doch fehlte es den Kölnern an Kaltschnäuzigkeit vorm Düsseldorfer Tor. Daneben war Mathias Niederberger im Tor der DEG souverän und hielt jeden Schuss seitens der Gastgeber. Das erste Drittel endete somit 0:1 für die DEG.

 

 

Im zweiten Drittel behielt Düsseldorf weiterhin die Oberhand. Köln kämpfte, konnte aber aus den Überzahlmöglichkeiten keinen Nutzen ziehen. In der 35. Minute musste Fabio Pfohl wegen Beinstellens auf die Strafbank. Das Powerplay nutzten die Düsseldorfer. Wieder war es der ehemalige Kölner Gogulla, der effektiv spielte und nach einer Vorlage von Alexander Barta für die DEG erhöhte. Köln versuchte es immer wieder mit Angriffen, doch blieb erfolglos. Der Mittelabschnitt endete 0:2 für die Gäste von der anderen Rheinseite.

 

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(Fotos:  Citypress/Wintergame)

 

Die letzten 20 Minuten wurden noch einmal Hart umkämpft und emotional. Insgesamt arbeiteten die Haie im letzten Drittel noch härter und aggressiver, so dass in der 45. Minute durch Colby Genoway der Anschluss zum 1:2 glückte. Und die Haie machten es bis zur letzten Minute spannend. In der 59. Minute erst fiel der Anschlusstreffer, der zunächst noch durch den Videobeweis bestätigt werden musste. Der Torschütze war Felix Schütz nach Vorlage durch Morgan Ellis und Alexander Sulzer. Das Drittel endete unentschieden mit 2:2. Jeweils ein Punkt ging an beide Mannschaften.

 

 

Es kam zur Verlängerung. Diese entschied Düsseldorf. Nach einem Alleingang von Sebastian Uvira vors Düsseldorfer Tor, der aber verzog, bekamen die Gäste die Chance und schossen erfolgreich in der 63. Minute durch John Henrion das entscheidende Tor. Es endete so 2:3 nach der Verlängerung für die DEG. Alles in allem war es das Eishockey-Spiel des Jahres, anders kann es nicht bezeichnet werden. Es blieb spannend bis zum Schluss, beide Mannhaften waren leistungsstark, wenn auch die Düsseldorfer zunächst konzentrierter an die Sache heran gingen und offensiv besser spielten. Dies machte Köln durch Leidenschaft und Kampfgeist, besonders in den letzten 20 Minuten, aber wieder wett. Insgesamt kamen beide Mannschaften mit den Bedingungen, vor allem dem heutigen Wetter, recht gut zurecht.

 


Im ersten Drittel war das Wetter noch schonungslos, es regnete. Doch während des zweiten Drittels hörte es auf und die Bedingungen verbesserten sich.  Das Spiel wurde nicht in der regulären Spielzeit entschieden, sondern ging in die Verlängerung, das hieß fünf Minuten drei gegen drei zusätzlich der Torhüter.  Wesslau ließ nach vorne hin abprallen, das gab der DEG Chancen auf den Rebound. Mathias Niederberger hielt vielen Schüssen der Kölnern stand und konnte so lange Zeit die Führung der Düsseldorfer aufrecht erhalten.

 

 

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(Fotos: Citypress/Wintergame)


Im ersten und zweiten Drittel war es die DEG, die erfolgreicher und effizienter war. Köln lief noch etwas hinterher. Doch im letzten Drittel, in der 45. und 59. Minute gelang den Haien die zwei entscheidenden Tore. In der Overtime jedoch war es Düsseldorf, die durch den Sudden Death Modus das Siegestor errang. „Wir sind natürlich froh, dass wir das Comeback geschafft haben und wir hatten das Spiel in der Overtime sogar noch gewinnen können. Aber mit den ersten 40 Minuten können wir wirklich nicht zufrieden sein. Das war deutlich weniger als wir leisten können.“, so Peter Draisaitl im Nachgang.

 


Am Ende konnte es nur eine Mannschaft sein, die siegt. Das war heute die Düsseldorfer EG, die den Siegtreffer in der 63. Minute in der Overtime durch John Henrion. So gewann Düsseldorf auch das zweite Wintergame. Insgesamt war es wie versprochen eine spektakulärer Kulisse und ein durchaus sehr gut organisiertes Event, das mit einem furiosen Feuerwerk beendet wurde. Alle Beteiligten kamen auf ihre Kosten, auch wenn Köln mit einer Niederlage vom Eis fuhr. Mit dem nächsten Heimspiel geht es für die Haie erst am 24. Januar 2019 weiter, dann reisen die Pinguins aus Bremerhaven an, Beginn 19.30 Uhr.

 

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(Foto Citypress/Wintergame)

 



Deutsche Eishockey Liga (DEL)

DEL 25Jahre Logo silberDie Deutsche Eishockey Liga (DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 14 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 7 Meisterschaften.

 

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