DEL - Die Kölner Haie gewinnen Eishockeykrimi gegen die Pinguins aus Bremerhaven 3:2 n.P.

 

(DEL/Köln) (ST) Es war Sonntagnachmittag, ein Eishockeynachmittag und das dritte Spiel im neuen Jahr. Es war der 37. Spieltag und gegeneinander traten die Kölner Haie und die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven an. Der Ort war die LANXESS arena und gekommen waren 12.534 Zuschauer. Die Haie siegten nach einer Overtime und Penaltyschießen mit 3:2, zwei Punkte blieben in Köln und einer ging nach Bremerhaven.

 

 

 

 

Foto: Ingo Winkelmann


 

 

Der KEC zeigte in den letzten beiden Spielen gegen Ingolstadt und Iserlohn gute und solide Ergebnisse. Am 2. Januar gewannen die Haie gegen die Bayern 5:2 und am vergangenen Freitag gegen die Sauerländer 2:1. Im neuen Jahr 2019 also noch ungeschlagen. Dies sind gute Voraussetzungen für den weiteren Verlauf der Hauptrunde, taten sich die Haie vor dem Jahreswechsel das ein oder andere Mal doch etwas schwerer.


Die Pinguins spielen seit ihrem Einzug in die erste Liga, die DEL, souveränes und gutes Eishockey. Von Beginn an waren sie nicht zu unterschätzende Gegner, das zeigten auch die bisherigen Playoff-Teilnahmen. Und so spielen die Norddeutschen auch in dieser Saison auf den ersten sechs Plätzen der Tabelle mit.


Bremerhaven und Köln sind in der Tabelle der DEL direkte Nachbarn und direkte Konkurrenten um die Playoffplätze. Nur vier Punkte trennten beide vor dem Spiel, die Pinguins mit 59 auf Platz sechs und die Haie mit 63 Punkten auf Platz fünf. Bremerhaven war demnach eine erneute Herausforderung für die Mannschaft von Peter Draisaitl. Es war heute das dritte Aufeinandertreffen beider. Die beiden ersten Partien fanden beide in Bremerhaven statt. Das erste Duell entschied Köln klar mit 2:6 für sich, auch das zweite Match endete mit einem Sieg für Köln, 2:3. Doch die Pinguins sind wie bereits zuvor erwähnt eine nicht zu unterschätzende, konzentriert agierende Mannschaft, die eine Herausforderung darstellte.


Mit der Verpflichtung Rok Ticars taten sich die Haie vor dem Jahreswechsel einen großen Gefallen. Konnte er den beiden ersten Spielen jeweils ein Tor beisteuern. Und in einer reihe mit Sebastian Uvira und Felix Schütz birgt er eine große Gefahr für die noch kommenden Gegner.


Verzichten mussten die Haie heute auf Pascal Zerressen, der sich in der Partie gegen Iserlohn am Fuß verletzte. Weiterhin fehlten auch Austin Madaisky, der aber wieder am Training teilnahm, Marcel Müller, Steve Pinizzotto und Michael Zalewski.
Für Zerressen rückte der Youngster Simon Gnyp erneut in die Ausstellung.

 



 

Das erste Drittel begann mit Tempo beider Mannschaften. Die Gäste aus Bremerhaven allerdings starteten etwas besser ins Spiel und erarbeiteten sich gefährlichere Möglichkeiten als die Kölner ihrerseits. Die Pinguins prüften Gustaf Wesslaus Verfassung mehrfach, doch dieser hielt den Schüssen in den ersten 20 Minuten souverän stand und zeigte einige gute Saves. Bremerhaven überraschte Köln immer wieder in der neutralen Zone und konnte offensiv Druck aufbauen. In der 19. Minute jedoch, 1,33 Minuten vor der Schlusssirene, schoss Sebastian Uvira nach Vorlage von Felix Schütz und Morgan Ellis das Führungstor für Köln. So hatte der KEC die effektivere Torausbeute. Im Anschluss, 1,01 Minute vor dem Ende, erhielt Cory Quirk eine Strafe wegen Hohen Stocks, 2 + 2 Minuten. So starteten die Haie im Folgedrittel mit einem Powerplay.

 

Im Mittelabschnitt kam Köln besser aus der Kabine und startete mit Druck in das Drittel. Zudem spielten sie drei Minuten im Powerplay, das jedoch ohne Ergebnis blieb. Einige Pinguins jedoch kamen zu spät aus der Kabine und mussten noch bis zur ersten Unterbrechung warten bis sie auf die Spielerbank bzw. das Eis durften. Konsequenzen gab es keine. Der KEC erkämpfte sich im Verlauf des Drittels einige Chancen. In der 35. Minute allerdings glich Bremerhaven durch Michael Moore aus. Das brachte Köln nicht aus dem Konzept, die Haie legten zwei Minuten später nach. Jason Akeson schoss die erneute Führung zum 2:1 und so endete das zweite Drittel.

 

Das letzte Drittel wurde noch einmal unterhaltsam und spannend. Zunächst begann es mit einer Unterzahl für den KEC von 48 Sekunden, Moritz Müller saß noch auf der Strafbank. Doch Köln wirkte deutlich konzentrierter als im ersten Abschnitt. Kurz, um genau zu sein 1,26 Minuten vor der Sirene, erzielte Bremerhaven den Ausgleich durch Cory Quirk. Die reguläre Spielzeit endete unentschieden und es ging in die Verlängerung, die auch keine Entscheidung brachte, was es für das gesamte Spiel noch einmal nervenaufreibend machte. Beide Mannschaften machten Druck, dich auch beide Torhüter bleiben souverän und ließen nichts durch.

 

Am Ende gab es ein Penaltyschießen mit 22 Durchgängen. Erfolgreiche Schützen waren auf Seiten Bremerhavens Brock Hooton und auf Seiten Kölns Rok Ticar und Felix Schütz.

 

Insgesamt lässt sich doch festhalten, dass es ein enges und auch spannendes Spiel war. Beide Mannschaften zeigten heute ein gutes und auch faires Eishockeyduell. Bremerhaven war über zeitweise die stärkere Mannschaft, kam jedoch an dem souveränen Gustaf Wesslau schwer vorbei. Köln liess sich davon nicht beunruhigen und schaffte es im zweiten Drittel nachzulegen, so dass das Spiel im weiteren Verlauf durch beide Teams offener gestaltet werden konnte. Fest stand jedoch, dass Köln konzentrierter und auch effektiver agieren musste als es am Freitag gegen Iserlohn der Fall gewesen war. Zunächst tat sich Köln schwer im Aufbau und verlor einige Male die Scheibe, kam nach den ersten 20 Minuten jedoch besser in die Partie. Scheibenverluste und zu ungenaue Pässe sind seit Beginn der Saison eine Baustelle der Haie. Beide Mannschaften agierten jedoch offensiv hart und versuchten ein ums andere Mal, Tore zu schießen. Das erste Drittel war chancenreicher für die Gäste aus dem Norden, jedoch erzielte Köln in der 19. Minute das erste Tor und somit die Führung. Der Mittelabschnitt gestaltete sich offener und Köln zeigte mehr Schwung. Zunächst glichen die Pinguins aus, doch die Haie gingen schließlich wieder erneut in Führung. Kurz vor der Schlusssirene des letzten Drittels fiel der erneute Ausgleich für die Pinguins, so dass es erst einmal in die Verlängerung ging. Diese blieb ohne Entscheidung. Wieder war es Wesslau, der eine überragende Leistung zeigte. Es ging somit mit dem Penaltyschießen weiter, das seine Zeit benötigte, 22 Versuche um genau zu sein. Am Ende war es Felix Schütz, der den entscheidenden Treffer für Köln im Tor versenkte. Das spannende Spiel der beiden direkten Kontrahenten endete so 3:2 für Köln, zwei Punkte blieben in der Domstadt und einen nahmen die Pinguins mit in den Norden.


Am kommenden Samstag, den 12. Januar 2019, ist es dann soweit, das große DEL-Spektakel, das Wintergame, in die vierte Runde. Antreten werden die Kölner Haie gegen die Düsseldorfer EG, ein Derby vor großer Kulisse im Rheinenergie-Stadion Köln. Bully ist um 16.30 Uhr.

 

 

 


 

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