DEL - Ingolstadt gewinnt Kampf gegen Düsseldorf mit 1:0

 

(DEL/Ingolstadt) (Werner Hentschel) Es war ein Kampf auf Biegen und Brechen, ein Sieg des stärkeren Willens und „Eishockey-Gottes", der die Ehrung von Thomas Greilinger seitens des ERC Ingolstadt vor 4215 Zuschauer nicht verhageln wollte. Mit 561 Spielen im ERC-Trikot löste „Greili" die von Jakub Ficenec gehaltene Bestmarke von 560 Spielen ab. Entsprechend huldigten die Fans ihr Idol, der in den nächsten Spielen wohl den nächsten Vereinsrekord mit Assistenzpunkten, 263 Vorlagen, anvisieren wird.

 

thomas greilinger 03102016

(Foto: Archiv)

 


Beim Tor war der 37-jährige Familienvater direkt nicht beteiligt, dafür war sein Team, das jüngst auf Brandon Mashinter verzichten mussten, besonders engagiert. Für den verletzten Stürmer, dicker Knöchel, kam Ryan Garbutt in die Mannschaft. Er spielte heute in der vierten Reihe diszipliniert, unauffällig, aber auch mannschaftsdienlich. Nachdem der Kooperationspartner ESV Kaufbeuren einen schwerwiegenden Ausfall in der Verteidigung gemeldet hat, ist Simon Schütz mittels Förderlizenz in den nächsten Wochen für die "Joker" im Einsatz. Für ihn steht Petr Taticek zur Verfügung, der auch im Sturm eingesetzt werden kann. Timo Pielmeier durfte wieder ins ERC-Kisterl, der sich dabei auch eine hundertprozentige Fangquote gutschreiben durfte.

 

 


Da beide Teams sehr diszipliniert aus einer gestärkten Defensive agierten, waren zunächst Torchancen Mangelware, auch wenn Jerry D'amigo Mathias Niederberger im Tor der Rheinländer nach 75 Sekunden prüfte. In der 7.Minute versuchten sich auch erstmals die Gäste am Tore schießen. Philipp Gogulla traf dabei nur den Außenpfosten. Zwei Minuten später ließ Colton Jobke mit einem Schuss von der blauen Linie aufhorchen. Auch in den ersten Überzahlspielen beider Teams war viel Sand im Getriebe, so dass die Mini-Chancen nicht erwähnenswert sind. Drei Minuten vor der Pause stand das Team von Harold Kreis unter Dauerdruck - bis Colton Jobke einen Referee unabsichtlich zu Boden checkte. In diesem optischen Powerplay hatte Mike Collins durchaus die Möglichkeit gehabt, das Ergebnis auf 1:0 zu stellen. DEG-Goalie Mathias Niederberger war hellwach, hielt den Puck sicher fest.

 


Im zweiten Drittel wurden mit zunehmender Spielzeit die Aktivitäten besonders der Gastgeber intensiver. Die ganz großen Chancen blieben trotz verbessertem Powerplay bei den Gastgebern aus. In der 29.Minute ergab sich für den ERC Ingolstadt eine 3 auf 1 Situation. Mike Collins führte die Scheibe, der es zwar selber versucht, aber am DEG-Goalie scheiterte. Bei cleverer Ausführung wäre durchaus mehr drin gewesen. Kevin Marshall musste in der 31.Minute in die Kühlbox.

 

 

Thomas Greilinger bediente zuvor Pat Cannone, der nur durch eine Regelwidrigkeit des Düsseldorfer Verteidigers am Torerfolg gehindert werden konnte. Das Powerplay überstand die DEG als bestes Unterzahlteam schadlos. In der 37.Minute klaute Jerry D'amigo Bernhard Ebner im DEG-Drittel nahe der blauen Linie die Scheibe. Das Zuspiel von Darin Olver zu Tyler Kelleher konnte die „Zaubermaus" nicht im DEG-Tor unterbringen. Dafür war Darin Olver erneut zur Stelle, der die Scheibe dann über die Linie zum 1:0 drückte.

 

 

Zwar schritten die Referees Hunnius und Iwert zum Videobeweis, bestätigten aber die ersten Erkenntnisse mit „good goal". Für die ERC-Anhänger wurde das fortlaufende Spiel zur Nervenschlacht, denn die DEG, die ohne Ken-Andre Olimb antreten mussten, stemmten sich nun gegen drohende Niederlage. Mit einer Strafzeit bedacht, mussten die Panther die Schlussminuten in Unterzahl agieren. Schon bei angezeigter Strafe brannte es lichterloh im Slot vor Timo Pielmeier, der zudem sein Tor mit einem starken Reflex gegen Jerome Flaake sauber hielt.

 


 


 

Das Schlussdrittel begann mit einem Powerplay der Rheinländer von noch 32 Sekunden. Ingolstadt, das aufgrund der größeren Aktivität im Mitteldrittel verdient 1:0 führt, überstand die Situation. Eine Minute später visierte Colton Jobke das Lattenkreuz an. In der 45.Minute wurde plötzlich Marco Nowak vor dem ERC-Tor frei gespielt. Timo Pielmeier verkürzte den Winkel, blieb lange stehen und entschärfte die hochkarätige Einschusschance. Drei Minuten später drängte zwar Kevin Marshall Thomas Greilinger ab, doch der Jubilar setzte David Elsner in Szene, der aus spitzen Winkel den Puck an Mathias Niederbergers Schulter setzte, so dass der Puck durch den Slot trudelte.

 

 

Danach musste Ville Koistinen auf die Strafbank. Weiter gelang der Schläger von Jerry D'amigo unabsichtlich ins Gesicht eines Düsseldorfers und der Arm des Schiedsrichters ging erneut hoch. 42 Sekunden doppelte Überzahl DEG wurde mit Leidenschaft erfolgreich bekämpft, ebenso die einfache Überzahl der DEG. Fünf Minuten vor dem Ende hätte der Referee durchaus den Arm heben können, als Jerome Flaake Colton Jobke den Ellbogen ins Gesicht rammte. 90 Sekunden später bearbeitet Ryan McKiernan den davon geeilten Joachim Ramoser auf dem Weg zum Tor regelwidrig. Anstatt einer kleinen Strafzeit bzw. Penaltyschuss gab es Bully im Mitteldrittel. Hingegen der beiden Fehlentscheidungen lagen die Referees 1:11 Minuten vor Schluss mit ihrer Entscheidung richtig und schickten Kevin Marshall nach Foul an Pat Cannone auf die Strafbank. Diese Überzahl spielten die Panther zum großen Teil klug runter, auch wenn Timo Pielmeier fünf Sekunden vor Schluss gegen Philipp Gogulla noch einmal entscheidend eingreifen musste.

 


Ingolstadt gelang mit dem 1:0 ein versöhnlicher Jahresabschluss vor eigenem Publikum. Die taktische Marschrichtung des Trainers wurde mit Leidenschaft umgesetzt. Was auch auffiel, war, dass Brett Olson zu 95% der Situation auf dem Eis war, wo DEG-Star Alexander Barta das glatte Geläuf betrat. Die DEG blieb erstmals in der Saison ohne eigenen Treffer und traf nach 19 Spielen in Folge im letzten Drittel nicht. Dies ist auch ein Verdienst einer kompakten Mannschaftsleistung inklusive Shotout-Timo. Wenn auch so mancher Fehlpass in gewissen Situation zum Mitspieler kommt, die Passgenauigkeit ausgeprägter wird, braucht sich die angeknockte ERC-Mannschaft vor keinem Gegner der DEL fürchten.

 

 

Mit dem 1:0 Sieg nach 60 Minuten darf man mit gestärkten Selbstvertrauen in die Hauptstadt nach Berlin fahren, wo die Eisbären, die ihr letztes Spiel in München mit 3:4 im Penaltyschießen verloren haben, Gegner der Panther sind. Ob am 30.12. Sean Sullivan und Brandon Mashinter mitwirken können, ist offen, eher unwahrscheinlich.

 

 

ERC Ingolstadt vs. Düsseldorfer EG 1:0 (0:0; 1:0; 0:0)

Gamescoring Ingolstadt:
Darin Olver  1/0
Tyler Kelleher  0/1
Jerry D’amigo  0/1

Strafzeiten:
8 vs. 8

Powerplay:
0/4 vs. 0/4

 

 

 


 

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