DEL - Nächste Derbyniederlage für die Ingolstädter

 

(DEL/Ingolstadt) (Werner Hentschel) Nur knapp 4.202 Zuschauer verfolgten das Oberbayern Derby zwischen den ERC Ingolstadt und dem EHC Red Bull München. Nach der empfindlichen 6:3 Schlappe bei den hassgeliebten Augsburgern ging die Talfahrt der Ingolstädter Panther weiter. Nachdem sich Benedikt Kohl wieder einsatzbereit zeigte, würfelte Doug Shedden erneut sein Team durcheinander.

 

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(Foto: Gepa Pictures)

 


Der undiszipliniert agierende Ryan Garbutt wurde gegen Tyler Kelleher ausgetauscht, für Benedikt Kohl war wieder einmal Petr Taticek nicht auf dem Spielberichtsbogen geführt. Im Gegensatz zum Augsburg-Spiel begann Jochen Reimer im Tor der Panther. Beide Teams begannen konzentriert.

 

 

Die Gäste aus München verstanden es bereits nach wenigen Minuten und nahmen die ersten beiden Reihen aus dem Spiel, so dass die Cannone bzw. Olver-Reihe mehr mit Defensivaufgaben beschäftigt waren als mit Offensivaktionen. Dass der ERC Ingolstadt in den ersten Minuten in der Offensive Danny aus dem Birken im Tor des dreifachen Deutschen Meisters mit etwas Arbeit eindecken konnte, war Verdienst der vierten Reihe, die mangelnde Defizite mit unermüdlichen Kampf nahezu wettmachen konnte. So spielte Laurin Braun in der 5. Minute Joachim Ramoser frei. Sein Schuss blockte der Gästegoalie ab.

 

 

Zuvor kreierten Jerry D'amigo zusammen mit Tyler Kelleher eine nicht unerwähnende Situation. Da die Panther eine Unterzahlsituation schadlos überstanden, blieben die Mannen von Doug Shedden trotzdem in die Defensive gedrängt. Die durchschlagende Kraft der Gäste erwies sich aber erst in der 10. Minute, auch wenn John Mitchell in der 6. Minute eine Riesenchance liegen ließ. Joachim Ramoser wurde in jener Minute strafzeitwürdig von Keith Aulie in die Bande gecheckt. Aus dem Zweikampf entstand ein Konter, den Marc Voakes zum 0:1 für die Gäste erfolgreich abschloss.

 

 

Kaum verstummten die negativen Randerscheinungen der ERC-Fans gegen die Schiedsrichter Rohatsch und Westhaus, legte die Truppe von Don Jackson nach. Der ERC Ingolstadt kam auch weiterhin nicht in die Zweikämpfe. So nahm in der 12. Minute Konrad Abeltshauser Maß und setzte den Puck von Höhe des rechten Bullykreises zum 0:2 in die Maschen. Es dauerte bis zur 16. Minute bis David Elsner vor dem Tor der Münchener einen weiteren kleinen Akzent setzte. Nachdem die Landeshauptstädter die Chance zum 0:3 durch Trevor Parkes liegen ließ, leistete er sich anschließend ein Vergehen und die Panther durften sich im Powerplay versuchen, ohne Erfolg!

 


 


 


Die Panther wirkten zu Beginn des zweiten Drittels noch etwas gehemmt und verängstigt. In der 22. Minute hatte Brandon Mashinter nach klugem Zuspiel von Pat Cannone dann die Riesenchance zum 1:2. Er scheiterte aber aussichtsreich gegen Danny aus dem Birken, der im Duell eins gegen eins ruhig blieb. Und plötzlich stand es doch 1:2! In der 24. Minute spielte Maury Edwards die Scheibe kontrolliert über die Bande aus dem Verteidigungsdrittel. Im Rennen um die Scheibe mit Münchener Gegenspielern, setzten David Elsner und Brett Olson den Gästegoalie an der Bande unter Druck. Nach einen Tipp-in von Brett Olson in den Slot räumte sich der Nationaltorhüter den Puck mit der Kufe selbst über die Torlinie. Welch kurioser Treffer!

 

 

Danach waren die Gäste von der Isar wütend, schnürten die Gastgeber zwei Minuten lang ein. Ein Powerplay, Brandon Mashinter saß wegen eines Stockschlages draußen, nutzten die Schützlinge von Don Jackson nicht. Als Konrad Abeltshauser Maury Edwards von den Beinen holte, die Panther sich trotzdem in die Angriffszone spielte, leistete sich Matt Stajan ein zweites Beinstellen. Folglich hatten die Panther doppelte Überzahl, welches nach 49 Sekunden in der 33.Minute zum 2:2 genutzt wurde. Maury Edwards nahm Maß und nagelte den Puck in die Maschen. Jetzt hatte der ERC Ingolstadt Oberwasser, München hielt mit Aggressivität dagegen. Besonders zu sehen war dies in der 36. Minute als Pat Cannone in einer ähnlichen Situation wie im ersten Drittel, Joachim Ramoser, strafzeitwürdig in die Bande gecheckt wurde. Als Jochen Reimer sich die Scheibe gesichert hatte, fiel Ryan Button mehr über Pat Cannones Schläger als Ingolstadts Nr. 12 nachhakte und holte eine fragwürdige Strafzeit heraus.

 

 

In dem Powerplay setzte Yannic Seidenberg Michael Wolf in Szene, der jedoch nur durch ein Foulspiel vom Torerfolg abgehalten werden konnte. Den anschließenden Strafschuss verwandelte der Routenier 1:50 Minuten vor Ende des zweiten Drittel zum 2:3 eiskalt. Der ERC Ingolstadt jetzt mit Wut im Bauch. Maury Edwards tankte sich an der Bande trotz regelwidrigen Verhalten von Jakob Mayenschein durch. Nachdem Maury Edwards nicht von der Scheibe zu trennen war, leistete sich Andreas Eder ein strafbares Beinstellen. Wieder hatte der ERC Ingolstadt ein doppeltes Überzahlspiel vor sich, nur mit dem Handicap, dass in dem Spielabschnitt nur noch 42 Sekunden zu spielen waren. Ein Treffer fiel nicht!

 


Auch im Schlussdrittel fiel dann dem ERC Ingolstadt in den verbleibenden 78 Sekunden der doppelten Überzahl wenig dazu ein. Der EHC Redbull München, die ohne die verletzten Hager, Christendsen und Jaffray antreten mussten, überstand dieses Powerplay. Eine Minute später hatten die Referees nicht den Mut, den Arm für ein weiteres Powerplay Ingolstadts zu heben. Tyler Kelleher wurde von Trevor Parkes vor den Augen der Unparteiischen von den Beinen geholt. Der dreifache Deutsche Meister versuchte nun das Tempo aus dem Spiel zu nehmen, was über weite Strecken des Schlussdrittels auch gelang.

 

 

So verstrichen Sekunden und Minuten bis etwa eine Minute vor Schluss Doug Shedden seinen Goalie zu Gunsten eines 6.ten Feldspielers brachte. Die letzte Option griff nicht, so dass der Topscorer der Isarstädter John Mitchell mit einem Emptynet Goal 21 Sekunden vor Schluss mit dem 2:4 den Deckel draufmachte.

 


Gegen die Düsseldorfer EG erwartet den ERC Ingolstadt ein ähnlich harter Brocken. Zweimal waren die Panther über die Rheinländer aber siegreich. Allerdings wurden beide 3:2 Siege in der Overtime erzielt. Das Spiel am Freitag, den 28.12.2018, 19:30 Uhr, steht dazu unter einem besonderen Stern. Thomas Greilinger erreicht die Marke an Meisteinsätzen für den ERC Ingolstadt. Bislang hält diese stolze Marke von 560 Spielen Jakub Ficenec. Gelingt dieses Mal ein Drei-Punkte Sieg zu Hause? Der letzte Heim-3er resultiert vom 02.11. gegen Nürnberg, 4:1, die in den Tagen Spengler-Cup spielen dürfen.

 

 

ERC Ingolstadt vs. EHC Redbull München 2:4 (0:2; 2:1; 0:1)

 

Gamescoring Ingolstadt:
David Elsner 0/1
Thomas Greilinger 0/1
Mike Collins 0/1
Brett Olson 1/0
Maury Edwards 1/1

Strafzeiten:
6 vs. 10

Powerplay:
1/3 vs. 0/3
Verfasst von Hentschel Werner

 

 

 


 

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