DEL - Ingolstadt verliert durch 4 Powerplaytore in Augsburg

 

(DEL/Ingolstadt) (Werner Hentschel) Curt-Frentzel-Stadion, ausverkaufte Hütte bei 6139 Zuschauern, Lech-Panther gegen Donau-Panther mit dem Unterschied, dass die Fuggerstädter mit 8 Heimsiegen im Rücken aktuell den 3.Platz belegen, während die Schanzer seit dem 02.November auf einen Drei-Punkte-Sieg zu Hause warten. Personell änderte Ingolstadts Headcoach Doug Shedden seine Formation zum letzten Spiel auf einer Position, Ryan Garbutt ist für Tyler Kelleher dabei, der nach einer Behinderung gleich auf das Sünderbänkchen musste.

 

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(Foto: Dunja Dietrich)

 


Kaum tickte die Uhr weiter, schon hatte Jerry D'amigo die Chance auf die Ingolstädter Führung. Allein auf AEV-Goalie Keller verzog er die Scheibe. Die Türen der Strafbänke blieben in den nächsten Minuten oft in Bewegung. Die Schiedsrichter Rantala und Schukies hatten reichlich Arbeit, die hoch emotionale Partie in den Griff zu bekommen. So musste Augsburgs Markus Sternheimer wegen eines Stockschlags in die Kühlbox. Ebenso musste zeitgleich Jerry D'amigo, der bei fortlaufenden Aufbauspiel hakte, auch runter.

 

 

Bei Spielformation 4 gegen 4 leistete sich Drew Leblanc nach genau sechs Minuten ein weiteres Vergehen, so dass im Powerplay Maury Edwards in der 7.Minute Maß nehmen konnte und mit dem 6.Saisontor den ERC Ingolstadt mit 1:0 in Führung brachte. Eine Minute später nagelte Simon Sezemsky den Puck an die Latte. Davor hatte Jaroslaw Hafenrichter am kurzen Pfosten schon die Einschussmöglichkeit. Mit dem Lattenkracher und einem anschließenden Powerbreak wurden die Augsburger Panther hellwach. Bei angezeigter Strafe jagte Matt Frazer den Puck erneut an das Gestänge. Knapp zwei Minuten später glich Braden Lamb mit einen Hammer von der blauen Linie zum 1:1 aus. Ville Koistinen saß eine Strafzeit wegen Hakens ab.

 

 

Und weiter war die Strafbank auf Seiten der Ingolstädter Panther belegt, als sich Augsburg in Führung schießen konnte. Nun sah Petr Taticek auf der Strafbank wie Simon Sezemsky in der 15.Minute eine Fackel auf das ERC-Tor abfeuerte. Sahir Gill fälscht ab und die Augsburger Panther drehten das Spiel, führen nun mit 2:1. Danach verteidigten die ERC-Mannen zumeist in Unterzahl den knappen Rückstand, denn Thomas Greilinger, als auch Jerry D'amigo bzw. Colton Jobke und Dustin Friesen nahmen zum Teils unnötige Strafzeiten auf sich. 48 Sekunden doppelte Überzahl überstanden die Mannen von ERC-Trainer Doug Shedden mit Glück und "Pilles" Paraden.

 


Noch im 2.Drittel brummten Ingolstadts Dustin Friesen und Colton Jobke angebrochene Zeitstrafen ab. Da aber Matt Frazer auf Seiten der Fuggerstädter in der Kühlbox lummerte, hatten die Schwaben noch 30 Sekunden lang eine einfache Überzahl. Trotzdem trafen die Fuggerstädter ins Tor von Timo Pielmeier. In der 24.Minute geisterte der "schwarze Kobold" unkontrolliert vor dem ERC-Tor. Nur Markus Sternheimer behielt den Durchblick, schaltete am Schnellsten, hält seinen Schläger rein und schob den Puck durch die Hosenträger des ERC-Goalies zum 3:1 ein. Das 4:1 verhinderte Timo Pielmeier im zweiten Drittel vorerst noch.

 

 

Aus der halbrechten Seite feuerte Sahir Gill aus der Drehung auf das ERC-Tor. Er hielt in der 28.Minute mit einem Riesenreflex. Langsam kam der ERC Ingolstadt wieder in Tritt, visierte in der 30.Minute in Person von Colton Jobke sogar das rechte Gestänge des AEV-Tores an. Danach meinten die gut 600 mitgereisten Ingolstädter Fans, es müsse jetzt mit dem Anschlusstreffer klappen. Zuerst durfte Sahir Gill auf das Sünderbänkchen, ehe ihm Jaroslaw Hafenrichter mit einem Stockcheck gegen Pat Cannone folgte.

 


 


 

Der ERC Ingolstadt als drittbestes Powerplayteam verstand es nicht, Kapital aus der Dezimiertheit von Spielern der Gastgeber zu schlagen, so scheiterten Maury Edwards, Thomas Greilinger und Laurin Braun an Markus Keller. Nach Zuspiel von Mike Collins und Pat Cannone scheiterte Jerry D'amigo am Augsburger Backup-Goalie, der in den drei Minuten Powerplaydauer über sich hinauswuchs. In der 36.Minute versuchte es Thomas Greilinger dieses Mal mit Gewalt, auch da ist Markus Keller zur Stelle und entschärfte den Dampfhammer.

 


Im letzten Drittel erwies Ryan Garbutt seinem Team von der Donau wieder einmal einen Bärendienst. Gleich zwei Mal wollte das "Enfant Terrible" des ERC Ingolstadt mit dem Stock am Gegner hoch hinaus. Zu Recht bestraften die Schiedsrichter die Vergehen mit 2+2 Minuten. Jetzt machten die Augsburger kurzen Prozess mit dem ERC Ingolstadt. Ein Monsterstrahl von Simon Sezemsky schlug in der 45.Minute zum 4:1 für die Schwaben ein. Damit nicht genug. Zu Beginn der 46.Minute legte Ex-Ingolstädter Pat McNeill für Matt White auf, der zum 5:1 trocken abschloss.

 

 

Die Krönung des Scheibenschießens war der Alleingang von Christoph Ullmann in Unterzahl. Er legte trotz massiven unkorrekten Bedrängens von Thomas Greilinger Timo Pielmeier das 6.te Ei ins weihnachtliche Nest, ein klassischer Shorthander, den Brandon Mashinter mit seinem Fehlpass verursachte. Und noch waren 13 Minuten zu spielen. Während die Augsburger Fans Timo Pielmeier, der für den Untergang der Donau-Panther am wenigsten dafür kann, verhöhnten, sorgte Jerry D'amigo für Ergebniskosmetik. Er wurde in der 54.Minute von Thomas Greilinger mustergültig in Szene gesetzt. Zwei Minuten später entschieden sich die Referees beim Videobeweis auf Tor für Ingolstadt. Vor dem AEV-Tor war heftig Betrieb, Brett Olson stocherte im Gewühl auch ein wenig herum, bis Augsburgs Goalie Markus Keller mit dem Schoner auf der Torlinie die Scheibe aufhalten konnte. Die Referees waren sich einig, dass sich der Puck am Schoner des Goalies aufgestellt, somit die Torlinie im vollen Umfang überschritten hat und so es nach 55:28 Minuten 6:3 stand.

 


Das Endergebnis von 6:3 für Augsburg war nicht nur der 9.te Heimsieg in Folge, sondern macht deutlich, dass vier Powerplaytore deutlich zuviel waren für die undiszipliniert auftretenden Ingolstädter Panther, die längerfristig auf die Verteidiger Sean Sullivan und Benedikt Kohl verzichten müssen. Nun wartet auf den ERC Ingolstadt der EHC Redbull München. Es bedarf einer deutlichen Leistungssteigerung. Vor allem diszipliniertes zu Werke gehen bei gesunden Körperkontakt ist gefordert, ansonsten werden die Kerzen am Tannenbaum schnell abgebrannt sein, und der Baum ebenso! Um 16:30 Uhr am 26.12. kommt es zu diesem Duell. Zwei Tage später ist die DEG zu Gast.

 

 

Augsburger Panther vs. ERC Ingolstadt 6:3 (2:1; 1:0; 3:2)

 

Powerplay:
4/9 vs. 1/5
Strafzeiten:
12 vs. 20


Gamescoring Ingolstadt:
Maury Edwards 1/0
Jerry D’amigo 1/1
Brett Olson 1/0
Mike Collins 0/2
Darin Olver 0/1
Thomas Greilinger 0/1

 

 

 


 

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