DEL – Die Kölner Haie gewinnen im kleinen rheinischen Derby gegen unglückliche Krefelder Pinguine mit 3:0

 

(DEL/Köln) (ST) Kurz vor Weihnachten, um genau zu sein, einen Tag vor Heiligabend, heute am 23. Dezember,  ging es für den KEC noch einmal auf das heimische Eis der LANXESS arena. Angereist, aus dem nicht allzu weit entfernten Krefeld, waren die Pinguine und 13.510 Zuschauer. Das sogenannte kleine rheinische Derby gewannen dabei nach einer umkämpften Partie die Kölner Haie mit 3:0.

 

 

Foto: Ingo Winkelmann

 


 

 

Die Eishockeystandorte Köln und Krefeld haben keine hohe Distanz zueinander in NRW. Nur die DEG liegt für Köln näher, daher wird das Spiel KEC gegen KEV auch gerne als kleines rheinisches Derby betitelt. Die Erwartungen jedoch, gerade so kurz vor ein paar besinnlichen Familientagen, also Weihnachten (für die, die die Tage nicht besinnlich und nicht mit der Familie verbringen), waren sicherlich beiderseits nicht klein, sondern doch groß. Spannungen lagen bereits im Vorfeld in der Luft und auch die Stimmung war sehr gut. Zahlreiche Krefelder Fans waren mit ihrem Verein angereist.

 

Die Kölner Haie mussten drei bittere Niederlagen gegen München, Berlin und Mannheim der vergangenen vier Spiele verdauen, beendeten diese kleine Serie aber am vergangenen Freitag mit einem knappen und auch überraschenden Auswärtssieg gegen die Nürnberg Ice Tigers mit 1:2. Nürnberg ging zuerst in Führung und spielte weitestgehend zielstrebiger als Köln. Der KEC jedoch drehte innerhalb von nur 17 Sekunden das Duell in der 54. Minute durch einen Doppelschlag von Sebastian Uvira und Jason Akeson. Diesen Sieg wollte der KEC an diesem Sonntag mit einem weiteren erfolgreichen Spiel gegen den KEV in einen Aufwärtstrend und vielleicht gar eine andauernde Siegesserie - vielleicht sogar mehr als fünf Siege in Folge? - verwandeln. Somit verweilen die Haie weiterhin auf den ersten sechs Plätzen der DEL-Tabelle.

 

Headcoach Peter Draisaitl erklärte nach dem Spiel gegen Nürnberg noch: „Es ist immer ein Charaktertest, wenn man nach drei Niederlagen nach Nürnberg reist. Um dort auch zu gewinnen. Diesen Test haben die Jungs bestanden. Ein besonderes Lob gebührt den Verteidigern mit unserem 17-jährigen Youngster, die seit geraumer Zeit fast unmenschliches leisten.“ (Quelle: www.haie.de)

 

Krefeld hatte zuletzt einige Schwierigkeiten und konnte eine geringe Erfolgsbilanz vorweisen. Derzeit stehen die Pinguine auf Platz 10 der Tabelle, ganz knapp noch mit der Kufe in den Playoff-Qualifizierungen. Das letzte Spiel gegen die Kölner Anfang Dezember mussten der KEV knapp mit 4:5 verloren geben. Das erste Duell der Saison im Oktober gewannen die Krefelder, allerdings auch knapp mit 2:3. Heute stand demnach das dritte Aufeinandertreffen der beiden rheinischen Clubs an und es versprach nach den letzten Ergebnissen, die beide knapp ausfielen, spannend zu werden. Es wurde umkämpft, jedoch weder knapp noch sehr spannend. So viel schon einmal vorweg.

 

Für den KEC fehlten weiterhin Moritz und Marcel Müller, Steve Pinizzotto und Alexander Sulzer. Fabio Pfohl stand heute aber wieder auf dem Eis.

 

 



 

Der Beginn war für beide Mannschaften zunächst recht ausgeglichen, trotzdem noch etwas verhalten. Sowohl Köln als auch Krefeld versuchten Druck auszuüben, der aber nicht stark genug war. Der KEV erarbeitete sich dann ein Chancenplus, aber kein Gefährliches. Köln hielt erst einmal dagegen, ließ Krefeld aber doch viel Raum um offensiv zu agieren. Die Haie wurden zunehmend defensiver konnte sich bisher jedoch immer wieder freispielen und sich das eine oder andere Mal eine Angriffsmöglichkeit erarbeiten. Wie bereits bei dem Spiel gegen Mannheim schwächelte Köln in der Passgenauigkeit. In der achten Minute erhielten beide Mannschaften, Fabio Pfohl für Köln und Samson Mahbod für Krefeld, jeweils eine Strafe für übertriebene Härte. Eine weitere Strafe für die Pinguine, Alex Trivellato musste zwei Minuten wegen Haltens absitzen, in der 9. Minute brachte Köln ein Powerplay, das ungenutzt blieb. Torsten Ankert musste in der 13. Minute unfreiwillig wegen Beinstellens für zwei Minuten Pause auf der Bank verweilen. Diese Überzahlmöglichkeit verstrich wieder ohne Tor für die Haie. Dennoch übernahm Köln im Laufe des Drittels und mit den sich anhäufenden Strafen der Krefelder immer mehr Spielanteile. Dann nach langer Arbeit und Druck auf das Krefelder Tor mit Dimitri Pätzold gelang den Haien in der 16. Minute der Führungstreffer durch Felix Schütz. Nun agierten die Haie etwas selbstsicherer. Als Fazit aus diesem Drittel bleibt  festzuhalten, dass das Powerplay der Haie immer noch schlecht ist und bei beiden Mannschaften offensiv Luft nach oben bleibt. Zudem wirkte der KEC ab und zu etwas unkonzentrierter. Das Drittel endete dennoch 1:0 für die Haie. 

 

Die Haie kamen sicherer aus der Kabine und wurden den Krefeldern mit einigen Möglichkeiten gefährlich. Sie konnten die Gäste in deren Verteidigungszone enorm stören. Aber Krefeld seinerseits versuchte dem entgegenzuhalten und arbeite auch offensiv nach vorne. 

Im Verlauf des Mittelabschnitts ließ Köln Krefeld immer wieder kommen und angreifen. Nach ungefähr der Hälfte der Zeit sah es wie ein Hin und Her aus. Beide spielten mit Zug zum Tor, aber jedoch ohne Durchschlagskraft zu zeigen. In der 28. Minute musste Colby Genoway wegen Stockchecks zwei Minuten vom Eis. Krefeld drückte in seinem Powerplay dann zum Ausgleich, der aber nicht gelang. In der 31. Minute probierte es Schütz mit einem harten Schuss Richtung Krefelder Tor, der Puck ging allerdings über den Kasten hinweg. Auf Seiten des KEV versuchte es Greger Hanson, doch schoss daneben. In der 34. Minute gab es vor dem Krefelder Tor dann ein Gewühl, das nach einem Tor für Köln aussah, doch keines war. Das folgende Powerbreak sorgte für eine Ablenkung. Daniel Pietta bekam im Anschluss eine Strafe wegen Hakens, die fast mit einem Unterzahltor für den KEV endete, jedoch nicht zielgenau war. Köln nutzte die Überzahl nicht. 
Dieses Drittel verlief zu Beginn etwas langatmig durch das Hin und Her, bekam aber dann noch etwas Schwung durch die Chancen beider Mannschaften und war energetischer als der erste Abschnitt. Es blieb dennoch bei dem 1:0 der Haie. 

 

Das letzte Drittel begann mit einer Überzahl von 1,05 Minuten der Haie, da die Krefelder in den letzen 55 Sekunden des zweiten Drittels zu viele Spieler auf dem Eis hatten. Doch auch dieses Powerplay verläuft im Sande bzw. Eis. Krefeld machte weiterhin Druck um auszugleichen, in der 43. Minute forderten die Schiedsrichter den Videobeweise nachdem Costello auf das Tor der Haie schoss. Es wurde jedoch kein Tor wegen Torwartbehinderung gegeben. Die Haie verfielen bei vergangenen Spielen im Verlauf der Zeit in die Defensivhaltung, nachdem sie in Führung gegangen waren, sei es bewusst oder unbewusst entschieden. Heute war verlief es ähnlich, doch mit nur einem Tor Vorsprung bleibt diese Strategie äußerst riskant. Das schien den Haien vielleicht auch bewusst zu werden und so erhöhten Jason Akeson in der 47. Minute für Köln auf 2:0. Es war sogar ein Tor in Überzahl, Patrick Seifert war auf der Strafbank wegen Spielverzögerung. Kurz darauf in der 48. Minute musste dann noch der Krefelder Jakes Bettauer zwei Minuten vom Eis wegen Beinstellens. Des Weiteren erhielten im Verlauf der letzten Minuten noch Jacob Berglund und Torsten Ankert auf Seiten des KEVs und Felix Schütz und Corey Potter auf Seiten des KECs Strafen. Im gesamten Spiel waren es zehn Strafen für Krefeld und fünf Strafen für Köln. Zuletzt besiegelte Ryan Jones in der 60. Minute den Sieg für den KEC mit einem Schuss ins leere Tor. Es endete 3:0 für Köln und einem Shutout für einen starken Gustaf Wesslau.  

 

Am Ende konstatierte Draisaitl: „Es war wichtig, dass wir heute nach dem Sieg in Nürnberg nachlegen konnten. Wir waren zwar häufig einen Schritt zu spät, konnten aber die zweiten Chancen kontrollieren und hatten in Gustaf einen starken Goalie.“ (Quelle: www.haie.de)


Insgesamt war es ein Spiel mit gutem Ergebnis für die Kölner Haie, allerdings mit streckenweisen zähen Spielabschnitten.

Alles in allem haben sich die Krefelder heute selbst das Weihnachtsfest verdorben. Sie erhielten im Verlauf der Partie zu viele Strafen und machten sich hiermit das Leben zu schwer. Köln war nicht deutlich besser, doch wusste mit der 1:0 Führung umzugehen und konnte auch einmal eine Überzahl für das 2:0 ausnutzen. An Ende besiegelte der Empty-Netter von Ryan Jones zum 3:0 den Sieg für Köln. Alles in allem war Köln nicht überragend, doch siegreich, das Ergebnis stimmte am Ende eindeutig für den KEC. Die Kölner zeigten wie in der bereits vorangeschrittenen gesamten Saison immer noch vorhandene Baustellen, die noch nicht erfolgreich bearbeitet wurden, wie das Powerplay-Spiel oder das Zusammen- und Passspiel im Allgemeinen. Gegen die Spitzenteams wie Mannheim oder München reicht das Bisherige nicht aus. Gegen Krefeld, die ebenfalls streckenweise überfordert und unsicher wirkten, addiert mit Glück, kann es zu einem 3:0 führen. Doch bleibt die Frage stehen: Wie wird sich Köln denn dann erst in den Playoffs schlagen? 
Heute war das Powerplay immer noch ein großes Fragezeichen, das Passspiel zu ungenau und der Scheibenverlust streckenweise zu hoch. Köln hat somit sicherlich viel Arbeit vor sich und ob das alles in dieser Saison noch etwas wird, bleibt fragwürdig. Aber vielleicht wird der KEC am Ende alle überraschen. Wer weiß das manchmal schon?


Doch bei all der Kritik, bleibt auch klar festzuhalten, dass die Kölner Haie heute 3:0 gewonnen haben. Das darf nicht unter den Tisch fallen, auch wenn es vielleicht keine Glanzleistung im Gesamten war. Am Ende gibt es drei Punkte für den KEC und ein Shutout für Gustaf Wesslau im Tor. 

 

Am kommenden Mittwoch, den 26. Dezember und 2. Weihnachtstag, spielt der KEC zu Hause auf heimischen Eis gegen die Grizzlys aus Wolfsburg, Spielbeginn ist 19.00 Uhr.

 

 

 


 

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