DEL Siegtreffer in der Overtime – ein Tor des Willens für Ingolstadt!

 

(DEL/Ingolstadt) (Werner Hentschel) Die Mehrzahl der 3340 Zuschauern in der Saturnarena staunten nicht schlecht, denn ihr ERC Ingolstadt kann auch für eine schnelle Nummer sorgen. Schnörkellos, entschlossen und zielstrebig steuerte die zweite nominelle Reihe nach einer Minute auf das, von Gary Kuhn gehütete, Wolfsburger Tor zu.

 

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(Foto: Jürgen Meyer)

 


Zuerst brachte Fabio Wagner die Scheibe auf das Gästetor. Brandon Mashinter setzte nach und bediente Tyler Kelleher, der direkt zu Darin Olver leitete. Der Stürmer zog trocken aus dem Slot ab und es stand nach 68 Sekunden 1:0 für die Panther. Keine Zeigerumdrehung später musste Brandon Mashinter auf die unbeliebte Strafbank. Ungeschadet überstand der ERC Ingolstadt die Situation und kreierte nach Ablauf der Strafzeit ab der 5.Minute mehrere gute Chancen.

 

 

So scheiterten Thomas Greilinger und Pat Cannone am Wolfsburger Goalie. Ein paar Sekunden später David Elsner, der dann von allen Gästeakteuren auf dem Eis attackiert wurde. Als Tyler Kelleher mit einem Stockcheck von Jeremy Dehner niedergestreckt wurde, durften die Panther ebenso in Powerplay agieren. Dem Heimteam merkte man schon an, dass man hier ungeduldig ist und nicht mit der Selbstverständlichkeit zu einem weiteren Treffer kommen wird. In der 10.Minute zeigte Timo Pielmeier im Tor der Panther seine Klasse. Nick Latta zog verdeckt ab und Brent Aubin setzte nach. Beide Male hielt der Meistergoalie von 2014 großartig.

 

 

Danach checkte der Wolfsburger Stürmer Laurin Braun nieder, der sich mit einer unkontrollierten Aktion mit dem Schläger revanchierte und sich zwei Minuten einhandelte. „Pilles" Bude blieb aber sauber. Gut drei Minuten vor Drittelende schlug der ERC Ingolstadt noch mal zu. Dustin Friesen zog fulminant ab. Gary Kuhn kann den Puck nicht festhalten. David Elsner schaltete am schnellsten und schob die Scheibe zum 2:0 über die Torlinie.

 

 

Mit dem 2.Drittel begann Doug Sheddens nächster Alptraum. Zuerst traf Daniel Sparre nach 65 Sekunden den Pfosten. Eine halbe Minute später nutzte Daniel Sparre einen Fehler von Tyler Kelleher und verkürzte auf 2:1. Dieses Gegentor hemmte den ERC Ingolstadt geistig und in der Rückwärtsbewegung. Nick Latta hatte gar das 2:2 auf dem Schläger, wurde aber im letzten Moment gestört und leistete sich eine kleine Zeitstrafe. Das zweitbeste Überzahlteam gelang in dem Powerplay gar nichts und ernteten sogar vereinzelt Pfiffe.

 

 

In der 28.Minute steuerte Valentin Busch auf Timo Pielmeier zu. Der ERC-Goalie klärte zweimal, ehe er das Glück an seiner Seite hatte, da der „schwarze Kobold" vom Gestänge an die Kufe prallte. Mit zunehmender Spielzeit nahm beim ERC Ingolstadt, die ohne die verletzten Verteidiger Sean Sullivan und Benedikt Kohl antreten mussten, die Passgenauigkeit weiter ab. Dazu kam wie vor dem 2:2 ein Stockfehler von Ville Koistinen dazu, der zwar die Scheibe gut blockierte, aber seine Mitspieler es aber nicht fertig brachten, das runde schwarze Ding aus dem Drittel zu befördern.

 


 


 

Brent Aubin setzte in der 38.Minute entschlossen nach, Timo Pielmeier beförderte dann den Puck unglücklich ins eigene Tor. Der Check von Maury Edwards gegen Nick Latta, der dann das Tor aus der Verankerung hob, kam zu spät.

 


Im Schlussdrittel gingen die Arme der Referees öfters in die Höhe als in beiden gespielten Dritteln zuvor. Dumme Fouls prägten auf beiden Seiten den Spielabschnitt. Vor allem, als in der 46.Minute Valentin Busch in die Kühlbox geschickt wurde. In jener Minute zeigte Gary Kuhn einen Monstersave. Nach Bullygewinn des ERC Ingolstadt kam Thomas Greilinger frei zum Schuss und der Grizzly-Goalie wehrte sensationell ab. Auch sehr gute Chancen von Jerry D'amigo und erneut Thomas Greilinger vereitelte der Ex-Bremerhavener Goalie. Das Spiel an sich wurde immer mehr zerfahrener, so dass am Ende die Extrazeit die Entscheidung bringen musste.

 


Die Overtime ist seit dieser Saison Panther-Crunshtime. Entsprechend begann die Truppe von Doug Shedden und Gary Kuhn musste innerhalb 90 Sekunden gegen Maury Edwards und Mike Collins mit Riesenparaden den „Sudden death" abwenden. Durch einen angeblichen Wechselfehler, welchen die Referees Bauer und Kohlmüller aussprachen, kamen die Gäste zu der Riesenchance für den Zusatzpunkt.

 

 

Grizzly-Coach Hans Kossmann nahm seine Auszeit. Thomas Greilinger, der die Strafe absitzen durfte, musste dann zusehen, dass sein Goalie mit einem Riesensave gegen Brent Aubin das ERC-Team im Spiel hielt. Als das Ingolstädter Urgestein mit Deggendorfer Wurzeln wieder mitwirken durfte, leistete sich Brent Aubin ein strafbares Vergehen. Nun agierte der ERC Ingolstadt im Powerplay. Nach vorne gepeitscht der frenetischen Fans sollte der Zusatzpunkt in der Verlängerung eingetütet werden. Im Wettlauf gegen die Uhr bauten die Mannen von Doug Shedden einen immensen Druck auf. Jerry D'amigo erlöste 10 Sekunden vor Ende der Overtime die Panther mit dem 3:2. Zuvor scheiterten im mehreren Versuchen Maury Edwards und Mike Collins an Tausendsassa Kuhn, der nach dem Tor und dem Handshake entnervt in die Kabine fuhr.

 


Die Tatsache, dass es seit dem Sieg gegen Nürnberg am 02.11.18, 4:1, gab es bislang für den ERC Ingolstadt keinen "Drei-Punkte-Sieg" mehr. Nun folgt das schwere Auswärtsspiel der Panther in Augsburg. Die Partie am 23.12.18, 16:30 Uhr, ist nach jüngsten Angaben ausverkauft.

 

 

Um 16:30 Uhr, aber am 26.12.18 sind die Redbulls aus München zu Gast. Der amtierende Meister fügte den Panthern am 04.11.18 eine empfindliche 0:4 Niederlage bei. Mit einer sportlichen Revanche ist in dem Prestigeduell zu rechnen. Und kommt es dieses Mal zum gewünschten „Dreier“?

 

 

ERC Ingolstadt vs. Grizzlys Wolfsburg 3:2 n.V. (2:0; 0:2; 0:0; 1:0)


Gamescoring Ingolstadt:
Darin Olver 1/0
David Elsner 1/0
Jerry D’amigo 1/0
Brandon Mashinter 0/1
Thomas Greilinger 0/1
Dustin Friesen 0/1
Mike Collins 0/1
Maury Edwards 0/1
Tyler Kelleher 0/1

Strafzeiten:
14 vs. 18

Powerplay:
1/8 vs. 0/6

 

 

 


 

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