DEL - Ingolstadt gewinnt im Freitagsspiel gegen Krefeld

 

(DEL/Ingolstadt) (Werner Hentschel) Zwei Begegnungen gab es zwischen den Krefeld Pinguinen und dem ERC Ingolstadt. Beide Begegnungen endeten kurioserweise mit 7:4 für den ERC Ingolstadt, die im dritten Duell gegenüber dem letzten Spiel eine personelle Änderung vollzogen haben.

 

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( Foto eishockey-online.com / Archiv )


 

 

Für Joachim Ramoser durfte David Elsner ran, der mit Pat Cannone und Mike Collins die erste Angriffsformation bildete. Petr Taticek durfte weiterhin nicht mitwirken. Im Tor gab ERC-Cheftrainer Doug Shedden Timo Pielmeier den Vorzug, der in Düsseldorf beim 3:2 Overtimesieg geradezu sensationell hielt. Die Partie begann für die Panther, wie so oft in den letzten Spielen, schläfrig und zögerlich. So zeigte sich für die 3446 Zuschauer im Königpalast ein optisches Übergewicht der Heimmannschaft, die in der Position des Goalies auf dem Transfermarkt während der Saison tätig wurden. Ilya Proskuryakov heißt er und trat in der 5.Minute erstmals in dem Spiel in Erscheinung.

 

 

Maury Edwards bedient Laurin Braun, jedoch scheiterte „Lolle" am Deutschrussen der Seidenstädter. Fortan bekam „Pille" im Tor der Panther mehr zu tun, wehrte in den Folgeminuten gegen Adrian Grygiel und Martin Schymainski erfolgreich ab. Dann schritten die Schiedsrichter in jener 14.Minute zum Videobeweis. Philipp Bruggisser feuerte eine Fackel Richtung Panthertor ab. Timo Pielmeier konnte den Puck nicht festhalten. Im Kampf um den Rebound bedrängte Kirill Kabanov im Zweikampf mit Ingolstadts Ryan Garbutt den ERC-Goalie und Ex-Panther Jacob Berglund stocherte die freie bespielbare Scheibe unter die Beine von Timo Pielmeier hindurch zum 1:0. Jedoch hätte der Treffer keine Anerkennung finden dürfen, da der Krefelder Angreifer Kirill Kabanov zuerst den ERC-Goalie im Torraum behindert hat, ehe Ryan Garbutt den gegenüber Timo Pielmeier „draufschob". Auch nach dem Gegentor blieben die Donaustädter harmlos, mussten gar ein zweites Mal in Unterzahl agieren, überstanden die Situation aber schadlos. Dabei musste Sean Sullivan eine verletzungsbedingte Auszeit nehmen. Der Defender krachte bei einer Abwehraktion in die Bande.

 


Sean Sullivan kam aber auch nicht gleich zu Beginn des 2. Drittels, das der ERC Ingolstadt in Überzahl beginnen durfte. Philipp Riefers brummte noch eine Strafzeit aus dem Anfangsdrittel ab. Das zweitbeste Powerplayteam der Liga fand in den verbleibenden 12 Sekunden das Tor noch nicht. Auch mit Anbruch der 22.Minute änderte sich dies kaum. Die Gastgeber agierten sehr aufmerksam, verhinderten so den Ausgleichstreffer. Dieser fiel jedoch zehn Minuten später. Brandon Mashinter behauptete die Scheibe an der Bande, spielte die zu Ville Koistinen. Der Finne setzte Thomas Greilinger in Szene. Nun kam auch David Elsner ins Spiel, der den Puck vor das Tor brachte. Brandon Mashinter roch den Braten, rückte in den Slot, wo er dann vom Torerfolg nicht mehr aufzuhalten war. In der 36.Minute musste Ville Koistinen wegen Beinstellens auf das Sünderbänkchen, 47 Sekunden später gesellte sich Colton Jobke mit demselben Vergehen hinzu. Die 73 Sekunden lange doppelte Überzahl überstanden die Jungs von Doug Shedden.

 

 


 


 

 

Mit ausgeglichenem Spielstand ging es zunächst in letzte Drittel, aber mit mehr Engagement der Krefeld Pinguine, die in den ersten Minuten mit zwei Topchancen aufhorchen ließen. So strich die Scheibe von Pietta und Trettenes um Zentimeter am Tor vorbei, während bei der Chance bon Jakob Berglund bei Timo Pielmeier schon die Alarmglocken schrillten. Mit einer Topparade verhinderte der Meistergoalie von 2014 den erneuten Rückstand. Einen Rückstand mussten nun die Gastgeber hinterher laufen. Ein Zuckerpass von Maury Edwards fand Darin Olver, der in der 45.Minute mit einem Mordshammer in den Winkel für die 2:1 Führung seiner Panther sorgte. Die Freude währte nur kurz. Genau 90 Sekunden lang.

 

 

Frei im Slot stehend wurde Vinny Saporani "angeflippert". Sein anschließender Schlägereinsatz war so dass der "schwarze Kobold" neben den rechten Pfosten über die Linie schlitterte. Nun hatten die Rheinländer Oberwasser, witterten, dass gegen die Truppe von Doug Shedden mehr drin ist. Zwei später hatte Daniel Pietta das 3:2 auf der Rückhand. Der ERC-Goalie roch den Braten, machte die Ecke zu und wehrte exzellent ab. Wie schon in den Schlussminuten in Düsseldorf, so musste auch hier in Krefeld die ERC-Defensive Schwerstarbeit verrichten. Im Brennpunkt, natürlich ERC-Goalie Timo Pielmeier, der Schüsse meisterte und Chancen zunichte machte. Martin Lefebvre, Vinny Saponari, Mathias Trettenes oder auch Martin Schymainski bzw. Daniel Pietta fanden im ERC-Goalie ihren Meister. Heikel wurde es ab der 56.Minute.

 

 

Wie schon in Düsseldorf leistete sich Ryan Garbutt eine Unzulänglichkeit in Sachen Disziplin und durfte auf der unbeliebten Strafbank wegen eines Stockschlags Platz nehmen. Die vier Penaltykiller, die Doug Shedden aufs Eis schickte, leisteten eine saubere Arbeit. Ein Torjubel der Krefelder Fans erstickte schon im Keim. Ziemlich genau zwei Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit stockte den Fans des ERC Ingolstadt kurz der Atem. Chad Costello versucht es mit dem Abfälscher, aber der ERC-Goalie war sehr aufmerksam, reagierte spät, aber richtig und wehrte mit dem Schoner ab.

 

 

Geschont wurde sich nicht in der anschließenden Overtime. Während die Truppe von Brandon Reid bei 3 gegen 3 taktiert, hat sich der ERC Ingolstadt schon ein Konzept hergerichtet, den Zusatzpunkt zu sichern. So scheiterte zunächst Pat Cannone am Krefelder Schlussmann, ehe Tyler Kelleher Ilya Proskuryakov umkurvte, aber den Puck aus spitzen Winkel an das Außengestänge setzte. Die Seidenstädter probierten es auch von der Seite, aber „Pille" ließ sich nicht düpieren. So musste das Penaltyschießen die Entscheidung bringen. Während Mathias Trettenes seinen Meister in Timo Pielmeier fand, traf Thomas Greilinger mit seinem Strafschuss. Im nächsten Duell traf weder Kirill Kabanov noch Mike Collins. So musste Daniel Pietta treffen, was ihm aber versagt geblieben ist.

 


Krefeld Pinguine vs. ERC Ingolstadt 2:3 n.P. (1:0; 0:1, 1:1; 0:0; 0:1)


Powerplay: 0/6 vs. 1/4


Strafzeiten: 4 vs. 6

 

 

 


 

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