DEL - Es hätte mehr sein können für die Straubing Tigers bei der 2:3 n.P. Niederlage gegen Krefeld

 

(DEL/Straubing) (MA) Am Ende trauern die Straubing Tigers ihren vergebenen Chancen hinterher. Zwar war es über die volle Distanz ein ausgeglichenes Spiel, aber die Niederbayern konnten die größeren Chancen auf ihrer Seite verbuchen. Krefeld baute sein Spiel auf eine starke Leistung von Dimitri Pätzold auf. So sahen es auch beide Trainer in der Pressekonferenz. Für die Tigers war es grundsätzlich wichtig, zu einer gewissen Konstanz im Spiel zurückzukehren was ihnen an diesem Wochenende wieder gelang.

Straubing Tigers (5)

Foto: Eva Fuchs

 

 


 

Beide Teams waren schnell drin im Spiel und es dauerte nicht lange, da prüfte Vincent Saponari zum ersten Mal Jeff Zatkoff. Das erste Powerplay der Tigers ging prompt nach hinten los. Den geblockten Schuss von der blauen Linie, nahm Martin Lafebvre auf und in einer zwei gegen eins Situation sah er den Ex-Straubinger Tim Miller, der die Führung für die Pinguine (8.) zum 0:1 markierte. Straubing war davon unbeeindruckt und sie konnten den Druck erhöhen. Die Folge daraus war der Ausgleich durch Jeremy Williams, dem der Puck förmlich vor die Füße fiel. In einem abwechslungsreichen ersten Abschnitt kamen die Gäste zwar immer bis zum Tor, waren dann im Abschluss aber nicht konsequent genug. Der Spielstand von 1:1 war bis dahin völlig gerecht.

 

 

Gleiche Spielweise konnten die Fans auch im zweiten Abschnitt sehen. Der Kampf um die Scheibe hatte Priorität und daür musste die Spielkultur etwas darunter leiden. Es war auch das Drittel der Goalies, die immer mehr in den Blickpunkt des Geschehens rückten. Nachdem die Niederbayern mehr und mehr Zug zum Tor entwickeln konnten, scheiterte Dylan Wruck an Dimitri Pätzold. Durch die körperliche Überlegenheit der Pinguine in den Zweikämpfen kamen sie dem Tor von Jeff Zatkoff immer näher. Kurz vor dem Powerbreak zeigte er sein ganzes Können, als er zweimal hintereinander glänzend reagierte. Stefan Loibl für Straubing und Torsten Ankert für Krefeld vergaben dann auch noch hochkarätige Chancen. Als alle mit einem Torlosen Abschnitt schon rechneten, war es Daniel Pietta der am schnellsten reagierte. Bei einem drei auf zwei Angriff setzte der Chad Costello in Szene. Mit einer Direktabnahme zum 1:2 (39.) brachte er sein Team wieder in Führung.

 


 


 

 

Das Spiel nahm an Spannung zu. Wiedereinmal galt es für die Tigers einen Rückstand aufzuholen. Dies glückte auch im wahrsten Sinne des Wortes. Marcel Brandt benutzte die Bande, um den Puck vor das Tor zu bringen. Für Pätzold war es eine unübersichtliche Situation und so prallte der Puck von seinem Schlittschuh ins eigene Tor zum 2:2 (49.) Ausgleich. Die letzten fünf Minuten gehörte völlig den Hausherren. In dieser Phase wuchs Dimitri Pätzold über sich hinaus. T.J. Mulock vergab im Powerplay und Marco Pfleger hätte zwei Minuten vor dem Ende alles klar machen können. Immer wieder war der Gäste Goalie zur Stelle. In der anschließenden Verlängerung hatten die Tigers auch das Momentum auf ihrer Seite, konnten jedoch wieder nicht die Entscheidung herbeiführen. Trotz hochkarätiger Chancen durch Mike Connolly und gleich zweimal hintereinander von Mitchell Heard, war es den Gastgebern nicht vergönnt, den Extrapunkt einzufahren. Für den sorgte im Penaltyschießen Mathias Trettens, der als einziger Schütze überhaupt traf.

 


Die Tigers stehen nach dem ersten Drittel der Saison mit 25 Punkten aus 18 Spielen so gut da, wie schon lange nicht mehr zu diesem Zeitpunkt. Gefühlt wäre sogar noch mehr drin gewesen, aber für Tom Pokel war es auch wichtig, nach der Durststrecke wieder konstant zu werden. Jetzt gehen die Spieler erst einmal in den verdienten Kurzurlaub, um neue Kräfte zu sammeln. Denn nach der Länderspielpause kommt mit Iserlohn ein weiterer direkter Konkurrent an den Pulverturm. Einzig die schwindende Zuschauerzahl macht in Straubing etwas Kopfzerbrechen.

 

 

Spiel vom 04.11.18

 

Straubing Tigers - Krefelder Pinguine: 2:3 n.V. (1:1|0:1|1:0|0:1)

 

Tore:
0:1 |08.| Tim Miller (Lefebvre) SH 1
1:1 |10.| Jeremy Williams (Connolly, Loibl)
1:2 |39.| Chad Costello (Pietta)
2:2 |49.| Marcel Brandt
2:3 |65.| Mathias Trettens (Penalty)

 

Penaltyschießen:
Tigers - Marco Pfleger - kein Tor
Pinguine - Mathias Trettens - Treffer
Tigers - Jeremy Williams - kein Tor
Pinguine - Vincent Saponari - kein Tor
Tigers - Stefan Loibl - kein Tor


Strafen: Straubing 2 - Krefelder Pinguine 6

 

2 min |KRE| 06.| Ankert (Unkorrekter Körperangriff)
2 min |STR| 15.| Laganiere (Stockschlag)
2 min |KRE| 43.| Bruggiesser (Beinstellen)
2 min |KRE| 54.| Ankert (Stockschlag)

 
Schiedsrichter:

HSR Klein / Rantala
LSR Hofer / Schussler
 
Zuschauer: 3.400

 

Aufstellung:

Straubing Tigers: Zatkoff (Vogl) - Schopper, Seigo; Eriksson, Renner; Brandt, Acolatse; Daschner -
Mouillierat, Laganière, Mulock; Loibl, Connolly, Williams; Wruck, Brandl, Ziegler; Schönberger, Heard, Pfleger
 
Krefelder Pinguine: Pätzold (Weidekamp): Bruggiesser, Ankert; Lefebvre, Bettauer; Noonan, Seifert; Trivellato -
Saponari, Pietta, Schymainski; Grygiel, Berglund, Costello; Riefers, Trettenes, Kabanov; Hanson, Miller, Kuhnekath

 

Link zur Pressekonferenz:
https://www.youtube.com/watch?v=ttfSO6YJ1AM&feature=youtu.be

 


Tigers on Air

 

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www.eishockey-deutschland.info - Alle Eishockey Weltmeisterschaften, Olympische Spiele seit 1910.

 


 


 

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