CHL - Nürnberg vergibt Achtelfinale beim bitteren 2:5 gegen Rouen

 

(CHL/Nürnberg) (Redaktion) Nürnberg vergibt den Einzug ins Achtelfinale. Der vermeintliche Außenseiter aus Frankreich holt auch im Rückspiel alle drei Punkte gegen die THOMAS SABO Ice Tigers und zieht damit völlig unerwartet in die nächste Runde ein. Obwohl die Hausherren zahlreiche Schüsse aufs Tor brachten, punkteten die Franken nur zwei Mal, während die Gäste aus Rouen fünf Mal jubeln durften. 

 

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(Foto: Birgit Eiblmaier)


 

 

Brandon Segal und Dane Fox waren zurück im bislang stark dezimierten Kader der THOMAS SABO Ice Tigers. Im ersten Drittel zeigten sich die Hausherren hoch motiviert und engagiert. Nürnberg erspielte sich zahlreiche Chancen, verwertete aber keine einzige davon. Nach neun Minuten wurde die erste Strafe des Spiels ausgesprochen. Jason Bast musste wegen eines Beinstellens auf die Strafbank, Rouen ging in Führung. Sieben Sekunden vor Ablauf des Power Plays bekam Alex Aleardi die perfekte Vorlage von Langlais, zog ab und überwand Niklas Treutle zum 0:1. Doch den IceTigers gelang der Ausgleich: Brandon Buck passte ebenso im Überzahlspiel an die blaue Linie. Dort wartete Shawn Lalonde, der seinen bekannten Hammer auspackte und den Puck kompromislos hinter Torhüter Pintarič beförderte. Das Tor entstand aus einem schnellen Passspiel heraus, welches die Tiger im weiteren Verlauf des Spiels nahezu ausnahmslos vermissen ließen. 

 


 


 

Im Mittelabschnitt schoss Nürnberg des Öfteren aufs Tor, brachte aber nichts Zählbares auf den Spielberichtsbogen. Kurz nach Ablauf eines desaströsen Nürnberger Power Plays jubelte Loic Lampérier über den 1:2-Führungstreffer der Gäste. Da passte die Zuordnung in der defensiven Zone überhaupt nicht. Lampérier wurde kaum daran gehindert, die Scheibe nach zahlreichen Versuchen hinter Niklas Treutle zu stochern. Die Franzosen bauten Selbstvertrauen auf und gingen sogar noch mit zwei Toren in Führung. Patrick Reimer, der erneut keine gute Partie zeigte, verlor den Zweikampf gegen Michel Miklik und musste zusehen, wie Niklas Treutle machtlos blieb. Nach vierzig gespielten Minuten stand es 1:3 für den vermeintlichen Außenseiter. Ein Zwischenergebnis, mit dem wohl niemand gerechnet hatte. Gerade deshalb pfiffen die Zuschauer die eigene Mannschaft aus, während sie das Eis in Richtung Kabine verließ. 

 

Zwei Tore hätten den IceTigers im letzten Drittel gereicht, um ins Achtelfinale einzuziehen. Denn gebraucht hat Nürnberg nur einen einzigen Punkt, der mit dem Erreichen der Overtime auf dem Punktekonto gewesen wäre. Lange aber sah es so aus, als wüssten die Sturmreihen nicht, wie sie das anstellen sollen. Unverständlich ist hierbei, weshalb Headcoach Martin Jiranek nicht die ehemalige Paradereihe Dane Fox, Philippe Dupuis und Brandon Segal ins Spiel brachte. Fox und Segal aggierten mit Eugen Alanov in der vierten Reihe und bekamen zu wenig Eiszeit. Zehn Minuten vor Schluss dann aber der fast schon erschreckende Jubel in der bis dato totenstillen Nürnberger Arena. Dane Fox schoss aus der eigenen Drehung in Richtung Tor, Eugen Alanov hielt die Kelle rein und überwand Pintarič zum wichtigen Anschlusstreffer. Die Arena begann zu beben, alle 4300 Zuschauer standen auf und peitschten die Mannschaft nach vorne. Es war beeindruckend, was ein einziges Tor mit Zuschauern und Spielern anstellen kann. Wäre da nicht die unglaublich stark ausgespielte französische Sturmaktion, die zum Nackenschlag führte. Die Rouen Dragons machten das perfekt, passten sich zügig den Puck zu und mussten den Puck nur noch ins Tor einschieben. 2:4 für Rouen. Die Stimmung war mit einem Schlag verloren, die Tiger geschlagen. Dennoch versuchten sie es noch im Power Play, nahmen aber Torhüter Niklas Treutle nicht vom Eis. Nach Ablauf der Strafe kam der sechste Mann. Doch das führte zum endgültigen 2:5 der Rouen Dragons. 

 

Nürnberg verpasst den Einzug ins Achtelfinale und das obwohl bereits beim Hinspiel in Rouen ein einziger Punkt gereicht hätte. Rouen zieht völlig unerwartet in die "Round of 16" ein und spielt mindestens noch zwei Mal ein Champions Hockey League Spiel. Für die THOMAS SABO Ice Tigers geht es am Freitagabend in Iserlohn weiter, bevor es am Sonntag mit dem Heimspiel gegen die Augsburger Panther weitergeht. 

 

 



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