DEL - Die Kölner Haie verlieren knapp 2:4 gegen souveräne Mannheimer Adler 

 

(DEL/Köln) ST  Es war Eishockeysonntag und beinhaltete das zweite Spiel des Heimspielwochenendes für die Kölner Haie, zu Gast waren die Adler aus Mannheim. Es war der Klassikerduell, das 10.854 Zuschauer in der LANXESS arena verfolgten. Der Sieg ging dabei an die Adler mit 2:4.

 

KEC Vs. MAN 14.10.18

Foto: Ingo Winkemann


 

 
Nach dem erfolgreichen letzten Wochenende und dem Sieg nach Verlängerung am Freitag gegen die Iserlohn Roosters wollten die Haie nun auch heute gewinnen. Dies blieb allerdings aus. Mannheim zeigte eine starke und solide Leistung.

 

Nach dem großen Spiel gegen die NHL Mannschaft aus Edmonton, die Oilers, in der die Haie eine Verlängerung erzwangen, lässt sich durchaus eine positive Bilanz der Leistung des KEC vorweisen. Drei Spiele waren vor dem heutigen Sonntag gespielt und drei Siege wurden eingefahren. So sollte es nun gegen die Adler aus Mannheim weitergehen, das war zumindest das Ziel.

 

Die Adler ihrerseits starteten stark in die Saison. Das große Ziel ist die Meisterschaft, das ist deutlich zu vermerken. Zur neuen Spielzeit wechselte Pavel Gross aus Wolfsburg in den Süden nach Mannheim und führt nun das Team. Dies scheint von Erfolg gekrönt zu sein, stehen die Adler vor Spielbeginn an diesem Sonntag auf Platz eins der Tabelle. Die Mannheimer wollten natürlich die positive Bilanz der Haie brechen und drei Punkte mit nach Hause nehmen, um Platz eins weiter zu stabilisieren vor dem derzeit größten Konkurrenten, der gleichzeitig der ewige Konkurrent der Kölner sein wird, die Düsseldorfer EG.

Gegen die Mannheimer galt es eine große Schwachstelle noch auszubessern, das Powerplay. Das wollte dem KEC bislang noch nicht ganz glücken. Und sofern die Mannschaft offensiv hart agieren würde, würden auch die Chancen auf einen Sieg steigen.

 

Verletzt fehlten auf Kölner Seite weiterhin Fabio Pfohl, Frederik Tiffels und Marcel Müller.

 

Das erste Drittel begann mit enormen Tempo. Köln gegen Mannheim, geliebte und gehasste Spiele. Köln schien gut ins Spiel gefunden zu haben. Bereits früh wurden Duftnoten gesetzt, bereits früh geraten die Mannschaften aneinander. In der 14. Minute fiel das erste Tor für Köln. Moritz Müller zog von der blauen Linie ab und irgendwie landete der Puck im Netz an Mannheims Torwart Chet Pickard vorbei. In der 18. Minute erzielten die Haie in Überzahl das zweite Tor, Thomas Larkin saß noch auf der Strafbank wegen Stockchecks. Jason Akeson war der Schütze. Es endete 2:0 für Köln.

 

Im Mitteldrittel kam Mannheim gut aus der Kabine. Sie setzten Köln zunehmend unter Druck, so fiel der Anschlusstreffer in der 28. Minute durch Chad Kolarik. In der 31. Minute legte David Wolf dann zum Ausgleich nach, nachdem Sebastian Avira wegen Hohen Stocks auf die Strafbank musste. Schließlich musste auch Corey Potter zwei Minuten Strafe absitzen, dies bestraften die Adler durch Markus Eisenschmid konsequent mit einem weiteren Tor und der Führung. Trotz einiger Auseinandersetzungen und Rangeleien untereinander ließen die Schiedsrichter die Partie gut fließen und griffen ein, wenn es nötig wurde. Die Führung durch Mannheim war absehbar, spielten sie gut und stimmig. Es endete mit 2:3.

 

Der Schlussabschnitt begann mit 41 Sekunden Überzahl für die Haie. Diese konnten sie allerdings nicht nutzen. Köln versuchte den Druck zu erhöhen und den Ausgleich zu schaffen, scheiterten jedoch an der Defensive der Adler. In der letzten Minute gelang Mannheims Andrew Desjardins noch das Empty-Net-Goal und der definitive Sieg mit 2:4.

 

Insgesamt war es ein durchaus spannendes und sehr schnelles Spiel. Das Duell gegen die Adler Mannheim ist ein Klassiker unter den Partien und verspricht immer eine Menge Kampf und Zündstoff, so auch heute. Der KEC spielte ein solides erstes Drittel und konnte mit zwei Toren in Führung gehen. Die Mannheimer blieben ruhig und nutzten den Mittelabschnitt dann für sich, drei Tore fielen. Die Haie hatten zwar auch Chancen, aber Mannheim verteidigte zu gut und war offensiv dann zu stark. Die Strafzeiten für die Haie waren besonders im zweiten Drittel zu viel und zu unnötig. Hinzu kam wieder die große Baustelle des Powerplays, hier finden die Haie nicht richtig in den Aufbau und die richtige Abstimmung untereinander. Auch in Unterzahl sind sie leicht zu überwinden, was die Adler heute gut ausnutzen konnten. Zwei Tore fielen im Powerplay der Mannheimer. Im letzten Drittel kam Köln nicht mehr durch die Defensive der Adler. Die letzten Minuten verteidigten diese ihre Führung dann gekonnt über die Zeit und machten den Sack mit einem Empty-Netter zu. Mannheim ließ sich kaum aus der Ruhe bringen, selbst wenn sie provoziert wurden, und bewegten sich immer an der Grenze des Machbaren. Da zeigt sich dann deutlich das Training unter Pavel Gross.  Auf Seiten der Haie ist bisher auffällig, dass sowohl Steve Pinizzotto als auch Alexander Oblinger noch nicht, wie im Vorfeld erwartet, physisch augenfällig wurden. Bislang sind sie noch nicht die gefürchteten Gegner, die ihre Körperlichkeit an den Grenzen des Reglements einsetzen. Gibt es Auseinandersetzungen mit dem Gegner ist bisher meist Sebastian Avira involviert, manchmal ist es nicht nötig, manchmal muss allerdings ein Standpunkt durchgesetzt werden.

 

Am Freitag geht es dann mit dem ersten Auswärts-Derby gegen die Düsseldorfer EG weiter.

 

Tore
14. Min.     Moritz Müller  
19. Min.     Jason Akeson
28. Min.     Chad Kolarik
31. Min.     David Wolf
35. Min.     Markus Eisenschmid
60. Min.     Andrew Desjardins

 

Strafen 
8. Min.       Sebastian Uvira | Haken 
15. Min.     Phil Hungerecker | unkorrekter Körperangriff
17. Min.     Thomas Larkin | Stockchecks
29. Min.     Sebastian Uvira | Hoher Stock 
33. Min.     Corey Potter | Beinstellen 
39. Min.     Phil Hungerecker | Stockschlag 
45. Min.     Ben Hanowski | Halten
49. Min.     Dominik Tiffels | Stockschlag
54. Min.     Andrew Desjardins

 



 

Kommentar:


Alles in allem war es gegen die Mannheimer ein wie erwartet spannendes und geladenes Spiel. Es machte Lust auf mehr, Lust, die Haie spielen und kämpfen zu sehen, auch wenn es eine Niederlage war. Leider spiegelt sich die Leistungssteigerung der vergangenen Spiele und die Leidenschaft des Spiels der Haie nicht in den Zuschauerzahlen wieder, diese sind seit Beginn der Saison konstant unter dem erwarteten Durchschnitt, meist ca. 2000-3000 Zuschauer weniger im Vergleich zu den letzten Spielzeiten. Hierzu gab es in den letzten Tagen auch einige Kommentare in den Medien.


Fakt ist, dass die letzten Jahre in Verein und Mannschaft ein hohe Fluktuation, ein Auf und Ab, ein Hin und Her herrschte. Nichts und niemand war sicher. Die Trainerwechsel der vergangenen Jahre waren im Grunde die einzige Konstante. Die Ziele waren immer sehr hoch gesteckt, die Erwartungen auf Seiten des Vereins und auch der Fans dementsprechend hoch. Diese Saison entlädt sich wahrscheinlich der Frust, dass die Ziele in weite Ferne gerutscht scheinen. Erwartungen wurden sichtlich enttäuscht. Hinzu kommt, dass nach der letzten Saison fast der komplette Kader unstrukturiert wurde, Identifikationsfiguren mussten gehen, neue, teilweise unbekannte Spieler kamen hinzu. Auch wurde seitens des Vereins die Anhängerschaft deutlich vernachlässigt. Autogrammstunden beispielsweise wurden weniger, fanfreundliche Aktionen auch, die Preise jedoch stiegen. Schwerpunkt des Marketings waren oft nur Sponsoren und Business Partner. Ein wichtiger finanzieller Faktor sicherlich, doch auch die Fans und Zuschauer tragen Geld in die Arena. Da ist es natürlich verständlich, dass die Fans erst einmal Misstrauen entwickelten. Und schließlich war der Start in die Saison 2018/2019 auch nicht umwerfend, obwohl dieses Jahr sehr darauf geachtet wurde, bescheiden zu bleiben. Bescheiden im Hinblick auf Meistertitel und gar die Playoffbeteiligung. Wichtig sei es, eine Mannschaft aufzubauen, mit der sich die Fans und Köln identifizieren können. Dies wurde immer wieder betont. Und es ist auch wichtig. Zu hoch zu greifen ist einfach nicht mehr angebracht. Die Fans wurden wieder entdeckt und nun werden sie auch immer als siebter Mann hervorgehoben.


Der Verein und die Mannschaft müssen sich das Vertrauen der Fans und auch Kölns wieder neu aufbauen, nicht allein durch Siege, das reicht nicht. Es muss spannendes Eishockey gespielt werden, Leidenschaft und Kampf, Identifikationsfiguren müssen da sein und auch der Fan an sich respektiert werden. Der KEC als Verein muss eine Identifikation schaffen. Es wird harte Arbeit werden. Das kann ein langer Prozess werden, das bleibt abzusehen. Die Zeichen stehen gut, doch zu viel darf einfach nicht, von allen Seiten, wie bereits gesagt, erwartet werden. Freude am Eishockey, Freude an der Mannschaft, Freude am Verein, das soll das Ziel sein. So werden die Zuschauerzahlen wohl auch langsam wieder steigen.

 

 

 


 

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