DEL - Düsseldorfer EG unterliegt den Krefeld Pinguinen in der Verlängerung

 

(DEL/Düsseldorf) PM Am Freitag in Wolfsburg spielte die DEG zwei starke Drittel und gab das Spiel im letzten Abschnitt aus der Hand. Beim Heimspiel gegen die Krefeld Pinguine nun alles spiegelbildlich: zwei Drittel lang lief nicht viel zusammen, am Ende aber gab es einen Sturmlauf vom feinsten. Dass das letztlich nur für einen Punkt reichte, störte die 9.485 Zuschauer nur wenig. Sie feierten ihre DEG nach dem 3:4 n. V. (0:2; 0:1; 3:0; 0:1) gegen den Rivalen vom Niederrhein.

 

2018 10 07 Düsseldorf Krefeld

(Foto: Birgit Häfner / eishockey-online.com)

 


 

Ohne Braden Pimm, aber dafür mit Johannes Huß im Sturm ging es für die DEG in die Partie. Der Beginn war etwas zäh, beide Mannschaften agierten verhalten. Erst durch Überzahlspiele kam Schwung in die Sache. Erst war die DEG an der Reihe, die ihre beste Chance durch einen Schuss von Jaedon Deschenau hatte (5.). Von der Strafbank kommend hatte im Anschluss Tim Miller eine Konterchance für den KEV, Niederberger war aber zur Stelle (6.). Dann durften sich die Gäste im Powerplay versuchen und machten es besser. Von der blauen Linie spielte Martin Lefebvre einen Diagonalpass quer durchs Drittel und der freistehende Chad Costello musste nur seine Kelle zur Führung hinhalten. Der Ligaprimus tat sich weiter schwer, in die Partie zu finden und die Krefelder übernahmen mehr und mehr Kontrolle. Zwar hatte die DEG durch Leon Niederberger (2:1-Konter mit Stefan Reiter) und John Henrion (Direktabnahme nach Ridderwall-Pass) Chancen, aber die Pinguine agierten insgesamt druckvoller, präziser und quirliger. Die rot-gelbe Hintermannschaft ließ zu viel Raum und musste so kurz vor der Pause einen weiteren Treffer schlucken. Nach etlichen Schusschancen in Folge brachte Daniel Pietta den Puck über die Linie (19.). Insgesamt ein Drittel zum Vergessen für die DEG.

 


In Spielabschnitt Nummer zwei wurde es leider nur bedingt besser. Die DEG war zwar bemüht, sich mehr und mehr in die Partie zu kämpfen, aber viel wollte nicht gelingen. Zu allem Überfluss musste früh eine doppelte Unterzahl bewältigt werden, das schafften die wackeren drei Rot-Gelben aber tadellos. Wenig später kamen die Krefelder aber dann doch zu einem weiteren Treffer. Einen schnellen Gegenstoß spielte der KEV ideal aus. Mathias Trettenes zog links ins Drittel, Jacob Berglund band zwei Verteidiger im Slot, so dass Trettenes einen Pass in den Rücken der Abwehr spielen konnte, fand dort Jordan Caron und der schlenzte den Puck kompromisslos in den Winkel (27.). Es hätte sogar noch schlimmer kommen können, aber in der 33. Minute vermochte es ein völlig freistehender Pinguin nicht, den Puck ins leere Tor zu schieben. Die Scheibe sprang von der Kelle ab und segelte über den Kasten. Die Hausherren versuchten es, aber irgendwie fehlte Scheiben-, Pass- und Schussglück.

 


Im Schlussabschnitt entfaltete der wunderbare Eishockeysport dann mal wieder seine ganze Magie. Die bislang glücklose DEG erarbeitete sich ein fulminantes Comeback in drei Akten. Los ging es mit einem Schuss von außen durch Ryan McKiernan. Der bis dahin ungeschlagene Dimitri Pätzold im Tor der Seidenstädter parierte, aber Alexander Barta knallte den Puck anschließend in die Maschen (45.). Nun ging es aber erst richtig los. Nur wenige Wechsel später war Kenny Olimb zur Stelle und verkürzte erneut (47.). Jetzt brodelten Dome und Mannschaft und so dauerte es nicht lang bis zum mittlerweile hochverdienten Ausgleich. Im Powerplay war der grandios aufgelegte Leon Niederberger zur Stelle und brachte das Stadion endgültig zum Ausflippen (53.). Jetzt ging die DEG voll auf Sieg und hatte das Tor zu den drei Punkten mehrfach auf dem Schläger. Der KEV hielt mit aller Kraft dagegen und rettete sich letztlich in die Verlängerung.

 

 



 

Wie es für 3-gegen-3 üblich ist, ging es auf und ab, klare Torszenen gab es aber wenige. In der letzten Minute fand Chad Costello eine Lücke und spielte einen Zuckerpass auf Daniel Pietta, der den Pinguinen den Zusatzpunkt sicherte. Grämen muss sich die DEG aber nicht. Nach einem 0:3-Rückstand kann man mit Fug und Recht von einem gewonnenen Punkt sprechen.

 


Am kommenden Wochenende stehen zwei Auswärtsspiele in Ingolstadt & München an. Die nächste Partie im ISS DOME ist abermals ein Derby, um nicht zu sagen das Derby schlechthin. Am 19. Oktober gastieren die Kölner Haie zum ersten Stelldichein der laufenden Saison. (Bully: 19:30 Uhr).

 

 

 


 

Duesseldorf

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