DEL - Düsseldorf schickt Iserlohn mit 5:1 nach Hause

 

(DEL/Düsseldorf) PM Alles auf Anfang! Wieder einmal. Was daraus wird, lässt sich naturgemäß zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen. Aber der Anfang des Anfangs ist mehr als geglückt. Nach dem Auftakt-Coup in Mannheim am Freitag hat die runderneuerte DEG auch ihre Heimpremiere überzeugend gemeistert. Mit dem 5:1 (0:0; 2:0; 3:1) gegen Iserlohn setzte die Mannschaft von Harold Kreis eine Duftmarke!

 

deg iserlohn 16092018

( Foto Patrick Rüberg )

 


 

 

Dass ein gutes Eishockeyspiel auch ohne Tore ein richtig gutes sein kann, bekamen die 8.068 Zuschauer im ISS DOME im ersten Drittel vorgeführt. DEG-Trainer Harold Kreis schickte seine Mannen in gegenüber dem Sieg am Freitag in Mannheim unveränderter Formation ins Rennen. Und die Rot-Gelben legten los wie die Feuerwehr. Zwar war es der mit warmen Applaus begrüßte Ex-DEG-Stürmer Alexej Dmitriev, der den ersten Torschuss des Spiels abgab (1.). Danach aber gab es erst einmal nur rot-gelbe Angriffswellen zu bestaunen, die die Fans auf den Rängen verzückten. Die neue DEG ist schnell auf den Beinen und im Kopf, aggressiv im Forechecking, verfügt über Spielwitz, sucht den Abschluss und ist hinten aufmerksam.

 

 

Und zwar über alle vier Reihen hinweg. Patrick Buzás aus der rechten Bandenrundung bedient von Braden Pimm (3.), Kevin Marshall flach von der Blauen (3.) und der sich von der rechten Bande allein vors Tor arbeitende Lukas Laub (4). Chancen zur Führung waren reichlich da. Als dann auch noch Iserlohns Michael Clarke auf die Strafbank musste, lag ein Tor in der Luft. Das Überzahlspiel sah dann schon sehr gut aus, war aber noch nicht von Erfolg gekrönt. Danach durften auch die Gäste mal offensiv in Erscheinung treten. Wie schon am Freitag in Mannheim überstand die DEG ein doppeltes Unterzahlspiel, als sie 72 Sekunden mit zwei Mann weniger agieren musste. Die von Rob Daum trainierten Iserlohner waren etwas seltener im Verteidigungsdrittel der DEG zu finden. Wenn das dann aber der Fall war, waren sie durchaus gefährlich. So zum Beispiel, als Dieter Orendorz von der blauen Linie abzog und die DEG die Scheibe erst im zweiten Anlauf klären konnte. Den Schlusspunkt des ersten Drittels setzte Leon Niederberger mit einem Schuss aus dem rechten Bullykreis (19.).

 

 

Der Start ins zweite Drittel geriet nicht ganz so furios, auch wenn DEG-Kapitän Alex Barta gleich mal einen gefährlichen Schuss auf die linke kurze Ecke des von Sebastian Dahm gehüteten Roosters-Tor abfeuerte (21.). Nach einigen Minuten zogen die Rot-Gelben das Tempo dann wieder an. Einen Schuss von Pimm hätte Stefan Reiter im Nachsetzen beinahe ebenso zur Führung eingenetzt wie Laub einen Abpraller nach einem Schuss von Manuel Strodel (26.). Und dann platzte er endlich, der Knoten: Bernhard Ebner zog durch die Mitte zu einem Konter auf und davon, wurde aber von der Scheibe getrennt. Über Jaedon Descheneau fiel der Puck letztlich Barta so auf die Kelle, dass er nur noch ins leere Tor zu vollenden brauchte (26.).

 

 



 

 

Ein fast schon playoff-würdiger Jubel ging durch den ISS DOME. Der Treffer gab der DEG Sicherheit, sie hatte das Geschehen nun wieder fest im Griff und drückte ordentlich aufs Tempo. Unmittelbar nach dem Tor schnürte die dritte Reihe um Buzás, Pimm und Reiter die Gäste in ihrem Abwehrdrittel ein. In Überzahl zimmerte Ebner die Scheibe an den Pfosten (31.), kurz darauf jagte John Henrion sie flach am rechten Pfosten vorbei (31.). Lange zu grämen brauchte er sich nicht. Ken-André Olimb bediente Henrion von links mustergültig, der die Scheibe aus spitzem Winkel in die Maschen beförderte (32.). Anthony Camara hatte die Chance zu verkürzen, scheiterte aber aus kurzer Distanz. In Überzahl zog Verteidiger Dylan Yeo ab, doch Niederberger fischte die Scheibe mit der Fanghand lässig weg (36.). Eine der wenigen Unaufmerksamkeiten der Hausherren ließen die Gäste ungenutzt: Im Spielaufbau verlor die DEG die Scheibe, Marko Friedrich zog ab, doch Justin Florek verpasste den Abpraller (20.).

 

 

Im Schlussabschnitt geriet der Dreier nie ernsthaft in Gefahr. Auch dann nicht, als die Gäste plötzlich auf 1:2 verkürzt hatten. Beim Distanzschuss von Christopher Fischer herrschte viel Verkehr vor Niederberger (41.). Die DEG ließ sich dadurch aber nicht ansatzweise verunsichern, sondern suchte ihr Heil gleich wieder in der Offensive und behielt so die Kontrolle über das Geschehen. Mit einem Rückhandschuss aus dem Slot ließ Pimm das 3:1 noch liegen (45.), um dann wenig später eiskalt zuzuschlagen. Einen Fehler im Iserlohner Spielaufbau nutze der Neuzugang der DEG aus, ging beherzt dazwischen und platzierte die Scheibe dann humorlos im rechten Winkel (46.). Eben dort schlug es auch ein, nachdem Descheneau Phillip Gogulla bei einem Konter perfekt in Szene gesetzt hatte (47.). Nach diesem rot-gelben Doppelschlag beruhigte sich das Geschehen. Die Gäste hatten sich zwar nicht aufgegeben, aber der Weg zu Punkten war nun natürlich weit. Gegen Ende des Spiels zeigten die Rot-Gelben noch einmal Torhunger. Eine wunderschöne Kombination über Calle Ridderwall und Ebner resultierte im 5:1-Schlusspunkt.

 

 

Das macht Lust auf mehr! Auf den nächsten Heimauftritt müssen wir allerdings noch ein wenig warten. Am kommenden Wochenende stehen erst einmal die Spiele in Schwenningen (Freitag, 19:30 Uhr) und Bremerhaven auf dem Programm (Sonntag, 16:30 Uhr).

 


 

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