DEL - Pinguins Bremerhaven verlieren ein dramatisches und kämpferisches Spiel mit 3:6 gegen München

 

(DEL/Bremerhaven) (Oliver Winkler) Die Fischtown Pinguins Bremerhaven haben das erste Spiel der Serie gegen den amtierenden Meister überraschend mit 3:4 gewonnen. In Bremerhaven wollte der EHC Red Bull München ein Statement setzten und schaffte das im ersten Drittel auch einwandfrei. 0:3 stand es nach den Toren von Brooks Macek, Maximilian Kastner und Keith Aucoin. Die Hausherren gaben sich aber nicht auf, kamen zurück und schossen mit Kris Newbury 26 Sekunden nach dem Start ins finale Drittel sogar den Anschlusstreffer. Mehr sollte den kämpferischen Pinguins nicht gelingen. München schraubte den Spielstand durch Dominik Kahun und Jason Jaffray in den letzten vier Minuten auf 3:6. Damit steht es in der Viertelfinalserie nach zwei Spielen 1:1. 

 

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Der EHC Red Bull München startete sehr stark in die Auswärtspartie in Bremerhaven. Bereits nach 52 Sekunden versenkte Brooks Macek den Puck hinter Tomáš Pöpperle. Der Treffer in der ersten Minute war der Start in ein Drittel, mit dem die Heimmannschaft enorme Probleme hatte. München kam immer wieder schnell über die Bande oder mit einem schnellen Pass in eine Überzahlsituation, mit der die Hausherren kaum zu Recht kamen. Genauso wie im ersten Spiel waren die Red Bulls, ohne Frage, die bessere Mannschaft. Es folgten grandiose Chancen der Gäste, die Tomáš Pöpperle und das Bremerhavener Gestänge noch vereiteln konnten. In der dreizehnten Minuten aber zog Andreas Eder im Slot ab. Pöpperle konnte die Scheibe mit dem Schoner abprallen lassen. Die Scheibe landete aber optimal auf der Kelle von Maximilian Kastner, der sich den Abstauber nicht nehmen ließ. Nach zwölf Minuten stand es somit, völlig verdient, 0:2 für München. Keith Aucoin besserte die Power Play Quote der Red Bulls mit seinem perfekten Treffer zum 0:3 auf und beendete das erste Drittel, das zweifellos vom EHC Red Bull München dominiert wurde. 

 

Das der Mittelabschnitt die Red Bulls zeitweise ratlos schwimmen lässt, hätte nach dem Start der Gäste wohl kaum einer erwartet. Michael Moore traf nach 131 Sekunden Spiel zum enorm wichtigen Kontaktreffer und baute nicht nur seine Mannschaft, sondern auch die restlos ausverkaufte Eishalle auf. 4647 Zuschauer standen auf und peitschten ihre Mannschaft zum Anschlusstreffer. Immer wieder schlossen die Gastgeber den amtierenden deutschen Meister in der ofensiven Zone fest, überwanden Danny aus den Birken aber erstmal nicht. Dafür trafen die Münchner. Aus dem Nichts bekam München eine Power Play Situation. Der Puck lag plötzlich komplett frei vor dem halbleeren Tor. Patrick Hager fackelte nicht lange und schob einwandfrei zum 1:4 ein. Die Pinguins Bremerhaven waren geknickt, gaben sich aber nicht auf und warfen alles nach vorne. Statistisch gesehen kam Bremerhaven immer näher an München ran und belohnte sich dafür auch. Ein Schuss wie ein Strich, vorbei an Freund und Feind hämmerte Wade Bergman den Puck von der blauen Linie zum 4:2 ins Tor. Alle Sitzplätze wurden zu Stehplätzen - alle wollten ihn: Den Anschlusstreffer. Aber auch das Power Play in der letzten Minute des zweiten Drittels brachte keinen dritten Treffer. Das das dritte Drittel spannend werden wird, wussten nach diesem Mittelabschnitt alle. 

 

Kris Newbury schoss bereits nach 26 Sekunden im dritten Drittel im Power Play ein und brachte die Pinguins Bremerhaven an ein Tor ran. Ab dem Zeitpunkt an waren beide Mannschaften auf Augenhöhe. Bremerhaven immer wieder mit vielversprechenden Möglichkeiten. Aber auch München setzte immer wieder Ausrufezeichen und beschäftigte Tomáš Pöpperle und seine Defensive. Gerade als die Hausherren den Höhepunkt ihrer Druckphase erreicht hatten, schlugen die Gäste zu. Dominik Kahun drehte sich an der blauen Linie und feuerte den Puck in Richtung Tor. Dort wurde er weder abgefälscht noch aufgehalten. Obwohl das Publikum einen hohen Stock gesehen haben wollte, entschieden die Unparteiischen auf Tor. München führte mit 3:5. Bremerhaven versuchte nochmal alles und nahm den Torhüter vom aus. Jason Jaffray kam zum Puck und traf zum 3:6 Endstand. 

 

Der EHC Red Bull München gleicht somit die Serie auf 1:1 aus und kann am Sonntagnachmittag auf heimischen Eis die Serienführung übernehmen. Wenn man das komplette Spiel betrachtet, geht der Sieg der Gäste in Ordnung. München war im ersten Drittel und während des zweiten und dritten Drittels streckenweise deutlich besser. Beide Mannschaften lieferten sich aber ein fantastisches Play Off Eishockeyspiel, das einen weiteren grandiosen Verlauf der Serie verspricht. 

 

 


Bremerhaven488

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