DEL - Trotz Trainerwechsel eine bittere Niederlage für den Düsseldorfer EG im Kampf um die Playoffs

 

(DEL/Düsseldorf) PM Es war ein Spiel unter besonderen Vorzeichen. Die DEG agierte nach der Freistellung von Mike Pellegrims erstmals unter der Verantwortung von Tobi Abstreiter, der von Thomas Dolak und Daniel Kreutzer unterstützt wurde. Darüber hinaus wurde ein ganz besonderer Mensch in der rot-gelben Historie geehrt. „Mr. DEG“ Hansi Sültenfuß ist kürzlich verstorben. Die DEG ehrte ihn mit einer Gedenkminute vor Beginn der Partie. Leider gelang der so dringend benötigte Sieg gegen die Grizzlys Wolfsburg nicht. 6.076 Zuschauer sahen eine 4:7-Niederlage (2:1; 1:4; 1:2).

 

2018 01 28 Düsseldorf

(Foto: Birgit Häfner / eishockey-online.com)

 


 

Die besonderen Vorzeichen spiegelten sich zu Beginn in der Stimmung auf den Rängen wider. Von Beginn peitschten die Fans ihre Mannschaft nach vorne, es herrschte richtige Eishockey-Atmosphäre im ISS DOME. Auf dem Eis ging es auch recht schnell hoch her. Die DEG war bemüht, von Anfang an Druck auf die Wolfsburger auszuüben. Die erste richtig gute Chance hatte Maxi Kammerer, der nach einem angetäuschten Pass auf Barta selber abzog und nur knapp verfehlte (6.). Kurz darauf schickte Stephan Daschner einen Schlenzer in Richtung Tor, der abgefälscht wurde und knapp am Kasten vorbeisegelte. Mitten in die DEG-Offensive hinein konterten die Gäste und markierten den ersten Treffer des Abends. Tyson Mulock zog auf der rechten Seite ins Drittel, täuschte den Pass an, zog dann aber unvermittelt selber ab. Mathias Niederberger und die DEG hatten das Nachsehen (8.). Aber weder auf den Rängen noch auf dem Eis ließ sich die rot-gelbe Gemeinschaft durch den Rückstand beeindrucken. Es bot sich rasch eine Überzahl-Gelegenheit, um die Scharte wieder auszuwetzen. Die Mannschaft von Tobi Abstreiter machte richtig Druck und kam durch Alex Barta zum hochverdienten Ausgleich (10.). Barta markierte damit seinen 19. Saisontreffer, persönlicher Rekord für den langjährigen DEL-Profi. Es ging immer weiter nach vorne. Daniel Weiß erkämpfte sich offensiv den Puck, fand Machacek und dieser die Maschen (15.). Nach einem tollen ersten Drittel wurde die Mannschaft mit Standing Ovations in die Kabine verabschiedet.

 


Im Mittelabschnitt wurde die Partie noch irrer, es fielen Tore wie am Fließband. Sehr zum Leidwesen der DEG waren die meisten Treffer auf Wolfsburger Seite zu verzeichnen. Der Torreigen begann mit einem Doppelschlag der Gäste. Erst stieß Philip Riefers durch eine Lücke in der DEG-Verteidgung und tunnelte Niederberger (24.), kurze Zeit später war Sebastian Furchner nach einem Spielerknäuel vor dem DEG-Tor zur Stelle und verwandelte (25.). Plötzlich waren die VW-Städter vorne. Wieder ließ sich die DEG nicht beirren und kam durch einen Geniestreich von Jeremy Welsh zum erneuten Ausgleich. Er tanzte sich mehr oder weniger durch die gesamte gegnerische Mannschaft und legte den Puck auch noch an Felix Brückmann vorbei (30.). Dann waren wieder die Gäste an der Reihe. In Überzahl kam der Puck in Richtung Niederberger, zunächst sah es so aus, als hätte er ihn sicher. Leider rutschte die Scheibe aber durch und Alexander Weiß musste sie nur noch über die Linie drücken (33.). Noch dicker kam es, als Gerrit Fauser einen Schuss von Torsten Ankert passgenau abfälschte (37.).

 


Das Schlussdrittel wartete gleich zu Beginn mit einem weiteren Nackenschlag für die DEG auf. In einer aus dem vorherigen Abschnitt stammenden Überzahl kombinierten sich die Wolfsburger in ansehnlicher Weise zum 3:6. Eine schöne Passkombination vollendete Alexander Weiß aus dem Slot heraus, keine Chance für Niederberger (41.). Einen Hoffnungsschimmer gab es noch einmal, nachdem Manuel Strodel per Drehschuss verkürzte (49.). Den daraus resultierenden Schwung konnten die Hausherren aber leider nicht mehr in Zählbares ummünzen. Auch die Herausnahme von Mathias Niederberger brachte keinen Erfolg mehr ein. Im Gegenteil: Mark Voakes erhöhte mit einem Schlagschuss in den leeren Kasten auf 4:7 (60.).

 


Es wird nicht leichter für unsere DEG. Nun stehen nur noch vier Spiele in der Hauptrunde aus und es muss alles gegeben werden, um die Playoffs noch erreichen zu können. Der erste Akt dieses Schlusskampfes folgt in der besonderen Form des rheinischen Derbys am kommenden Freitag (Bully: 19:30 Uhr).

 

 

 


 

Duesseldorf

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