DEL - Big Points für die Düsseldorfer EG gegen Straubing

 

(DEL/Düsseldorf) PM "Do or die“ – diese Losung ist natürlich Playoff-Spielen vorbehalten, in denen im Falle einer Niederlage das Ausscheiden droht. Das Heimspiel der Düsseldorfer EG gegen die Straubing Tigers atmete für die Rot-Gelben dennoch ein wenig den Geist dieser Spiele. „Do or die“ – and we did it! Die DEG erkämpfte sich in einer nervenaufreibenden Partie mit Höhen und Tiefen ein 4:3 (2:1; 1:1 1:1) und hat damit nach zuletzt enttäuschenden Niederlagen weiterhin alle Chancen, die Playoffs zu erreichen.

 

Deg Straubing 24012018

(Foto: Birgit Häfner)

 


Die Anfangsphase der Partie war geprägt von Strafzeiten für beide Mannschaften. Schon nach 35 Sekunden erwischte es die Gäste, Jeremy Williams büßte für ein Beinstellen. Die DEG schlug umgehend zu. Von der linken Bande steckte Nowak die Scheibe rechts rüber zu Barta, der den Puck in die kurze Ecke über die Fanghand von Drew MacIntyre in die Maschen schickte (2.). Während die DEG ihre erste Unterzahl noch schadlos überstand, musste sie im zweiten Überzahl-Anlauf der Niederbayern den Ausgleich hinnehmen. Die Straubinger hatten zu viel Platz im Drittel der DEG, flüssig lief die Scheibe über drei Stationen, der Abschluss war aber glücklich: Williams mogelte die Scheibe an Dan Bakala vorbei in die kurze rechte Ecke (8.).

 

 

Es war eine der ganz wenigen Offensivszenen der Mannschaft von Tom Pokel. Tonangebend waren die Hausherren. In einer weiteren Überzahl der DEG sorgten Welsh, Kammerer und Boyce für die fast perfekte Kombination. Welsh aus dem Slot zu Kammerer halbrechts, der wiederum quer zu Boyce vor dem Tor. Allein die Vollendung fehlte (13.). Straubing verlegte sich aufs Kontern. Einmal wurde das richtig gefährlich, als Mike Zaleweski allein in Richtung DEG-Tor unterwegs war und aus leicht abgedrängter Position abzog (17.). Zu einem psychologisch günstigen Zeitpunkt ging die DEG erneut in Führung. Weiß behauptete die Scheibe im Straubinger Drittel im Zweikampf, legte gekonnt ab für Lewandowski, der den Puck mit der Rückhand aus spitzem Winkel aufs Tor brachte. Noch krummer als zuvor bei Bakala ruschte das kleine Hartgummi über die Linie (20.).

 

 

Zu Beginn des zweiten Drittels konnte John Henrion ein maßgeschneidertes Zuspiel von Dmitriev nicht verwerten (22.). Das Auslassen dieser Kontergroßchance rächte sich wenig später. Williams fälschte einen Schuss von James Bettauer von der blauen Linie zum Ausgleich ab (24.). Der Treffer schien die Gäste zu beflügeln, sie mischten nun deutlich munterer mit als noch im ersten Abschnitt. Bakala parierte gegen den allein zum Tor ziehenden Kyle MacKinnon mit dem linken Schoner (28.). Zuvor hatte Henrion den Puck knapp über das Gehäuse der Tigers gesetzt (28.).

 

 

Dass die DEG abermals in Führung ging, hatte sie einer feinen Co-Produktion zu verdanken, die Lukas Laub und Manuel Strodel  aufs glatte Geläuf zauberten. Laub fuhr über links ins Drittel und legte aus dem Bullykreis quer für den aufgerückten Strodel, der keine Mühe hatte, das 3:2 zu markieren (29.). Danach drückte wieder Straubing, die bedeutend häufiger aufs Tor schossen. Ein wenig Glück hatte die DEG, als Mike Zaleweski sich in den Slot und zum Tor arbeitete, die Scheibe aber schlussendlich am DEG-Tor vorbeirutschte (36.).

 



Nun galt es also im dritten Drittel „nur“ noch, das Ding nach Hause zu bringen. Leichter gesagt als getan. In Überzahl war Stefan Loibl frei durch, weil die DEG etwas zu hoch stand. Picard wusste sich nur noch mit einem Foul zu helfen. Den fälligen Penalty verwandelte Loibl eiskalt mit der Rückhand in den rechten Winkel. Bakala war ohne Abwehrchance (48.). Danach stand das Spiel auf des Messers Schneide, beide Mannschaften gingen auf die drei Punkte. Wieder waren es die Tigers, die häufiger aufs Tor schossen, aber es war die DEG, die noch einmal traf. Und wie:

 

 

Bordson schnappte sich die Scheibe hinter der Grundlinie und legte sie auf für Henrion, der sie mit einem Gewaltschuss unhaltbar ins Tor feuerte (55.). Da fiel den 4.414 Zuschauern im ISS DOME ein Stein vom Herzen. Aber noch war nicht Schluss. Die Gäste starteten eine Schlussoffensive. MacIntyre verließ das Tor zugunsten eines weiteren Feldspielers, mit dessen Hilfe die Tigers die DEG ins eigene Drittel drückten. Schüsse segelten am Tor vorbei oder wurden geblockt. Dann – endlich – waren drei ganz wichtige Punkte im Sack!

 



Nun heißt es dranbleiben. Am Freitag reist die DEG zu den bestens aufgelegten Fischtown Pinguins nach Bremerhaven (Spielbeginn 19:30 Uhr). Am Sonntag empfängt die DEG die Grizzlys aus Wolfsburg im am DEG-Platz (Spielbeginn 19 Uhr). Ein wichtiges Spiel jagt das nächste!



 


 

Duesseldorf

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