DEL - Sean Backman mit 3-Punkte Spiel, Eisbären Berlin schlagen Adler Mannheim deutlich

 

(DEL/Berlin) PM Nach dem Sonntagnachmittagsspiel schickten die Eisbären die Adler mit einem fabulösen 6:3 wieder gen Mannheim.

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(Foto: Birgit Häfner)

 


Berlin vs. Mannheim – was wurde über dieses traditionsreiche Duell noch nicht geschrieben; welche faszinierende Rivalitätsgeschichte von den Journalisten noch nicht in den Medien breitgetreten? Das Geschichtsbuch über diese Gegnerschaft ist dick. Ein weiterer Höhepunkt kam sicherlich durch das jüngste Duell hinzu. Vor allem vier Berliner drückten dem 125. Aufeinandertreffen ihren Stempel auf. Das die Berliner Paradereihe Backman, Petersen und Sheppard wie ein Diamant brilliert, das ist nationweit bekannt. Aber an diesem Nachmittag staunten sogar die drei Nordamerikaner über ihre eigene Leistung.

 

 

In der sechsten Spielminute erhielt Chad Kolarik den Puck in der neutralen Zone und fuhr ins Angriffsdrittel hinein. Kurz nach dem Eintreten schmetterte der Stürmer die Scheibe ins lange Eck des Gehäuses vom Berliner Petri Vehanen (05:32). Die Gastgeber ließen sich ihre Gelassenheit nicht nehmen. Nur 10 Sekunden später hätte Mark Olver schon den Ausgleich erzielen können. Doch Mannheims Schlussmann Dennis Endras vereitelte den Penaltyschuss. Kurz darauf nahm das Geschehen in der Mercedes-Benz Arena an Fahrt auf. Sean Backman sah James Sheppard im Slot. Der Center fälschte den harten Pass unhaltbar ins Netz ab (08:50) – der Ausgleich. Wenig später entlud Mathieu Carle etwas Frust und wurde daraufhin prompt auf die Strafbank geschickt. Berlins Fabeltrio bedankte sich. Uwe Krupps Powerplay-Anweisung dürfte sich ungefähr so angehört haben: ´Jungs, die Scheibe richtig laufen lassen, Sheppard steht links, Petersen wartet vorm Tor und täuscht die Gegner mit einem schlauen Pass durch die Beine und Backman, du darfst dich in den Slot stellen und auf den Puck warten. Wenn du ihn bekommst – knall ihn rein`. Gesagt, getan – und schon stand es 2:1 (11:49).

 

 

Während des torlosen Mittelabschnitts war die Spielgeschwindigkeit so hoch, dass der Eine oder Andere Zuschauer einige Herzsprünge erlebte. Besondere Spiele erfordern besondere Maßnahmen – wie z.B. von Micki DuPont in der 31. Minute. Die Gäste wollten den Ausgleich erzielen – unbedingt. Die Adler verankerten sich mit ihren Krallen in der Berliner Verteidigungszone und ließen den Griff über lange Zeit nicht locker. Höhepunkt war der Schuss von Luke Adam. Torhüter Petri Vehanen lag geschlagen am Boden, doch DuPonts Schlägerkelle rettete wortwörtlich auf der Linie. Wie lange sollte das Auf und Ab noch so weitergehen?

 

 

Kurz nach der zweiten verdienten Verschnaufpause hieß es wieder ´shine like a diamond`. Hoffentlich ist die Sängerin Rihanna stolz auf ihren Einfluss auf die Berliner. Sheppard spielte zu Petersen, der verzögerte und lupfte das Spielgerät im entscheidenden Moment quer durch die Gäste Defensive. Backman stand goldrichtig und verwandelte (41:43; 3:1) – es war sein 19. Scorerpunkt aus den letzten 13 Spielen. Petersens Vorlage bedeutete für ihn den 200. Punkt in 233 Ligaspielen. Was für faszinierende Werte! Zurück zum Spiel: 58 Sekunden später verkürzte der Mannheimer Phil Hungerecker den Rückstand erneut auf nur ein Tor. Torhüter Vehanen musste den abgefälschten Schuss passieren lassen (42:41; 3:2). Nun folgte Nick Petersens one-Man-Show! Eigentlich gibt es für die nächsten 6 Minuten keine adäquate Beschreibung. (43:56; 4:2) Beim Penaltyschuss lief Petersen los und ließ sich alle Zeit der Welt. Kurz das linke Bein angehoben, Handgelenkschuss und die Scheibe zappelte im Netz.

 

Der Sunnyboy ließ den Gästen keinen Moment zum Verschnaufen. Wieder bekam er die Scheibe von Sheppard auf dem Tablett serviert. Der Nordamerikaner tanzte zwei Verteidiger aus – einmal links, einmal rechts – stand alleine vorm Torhüter Endrass und zack, da leuchtete die Torlampe zum Fünften Mal auf (48:56). Direkt hinein in diesen Frustrationsmoment der Mannheimer spielten sich Mark Olver, Martin Buchwieser und Jamie MacQueen die Scheibe schnell zu. MacQeen stand im unteren Slotbereich und lupfte das Spielgerät direkt unter die Latte (51:59; 6:2). Wäre es nicht Mannheim gewesen, man hätte fasst Mitleid mit dem zerstörten Gegner haben können. Mathias Plachtas Tor – die Verkürzung auf 3 zu 6 – war nur noch reine Ergebniskosmetik (54:49). An dem Spielausgang hat es nichts mehr verändert.

 

 

    Nick Petersen nach dem Spiel: „Der Trainer hat uns nach dem ersten Drittel einige Dinge gesagt und uns damit aufgeweckt. Wir haben bestimmt kein schlechtes Spiel gespielt, aber wir haben ihnen zu viele Chancen gegeben. Jeder war dann bereit im letzten Drittel. Wir hatten gute Wechsel und somit ziemlich viel Energie, das Momentum lag dann bei uns. Es war auch ein gutes Spiel für unsere Reihe, wir haben viele Zweikämpfe gewonnen und gepunktet. Wir hatten noch einige 1-gegen-1-Situationen, die wir auch noch hätten nutzen können. Ein gutes Spiel hat auch wie immer Petri gemacht.“

 

Tore

0:1 Kolarik, Chad (Adam, Luke) , EQ, 05:32
1:1 Sheppard, James (Backman, Sean) , EQ, 08:50
2:1 Backman, Sean (Petersen, Nick, Sheppard, James) , PP1, 11:49
3:1 Backman, Sean (Petersen, Nick, Sheppard, James) , EQ, 41:43
3:2 Hungerecker, Phil (Reul, Denis, undefined) , EQ, 42:41
4:2 Petersen, Nick, PS, 43:56
5:2 Petersen, Nick (Sheppard, James, DuPont, Micki) , EQ, 48:56
6:2 MacQueen, Jamie (Buchwieser, Martin, Olver, Mark) , PP2, 51:59
6:3 Plachta, Matthias (Festerling, Garrett, Reul, Denis) , EQ, 54:49

Strafminuten

Eisbären Berlin: 6 (0, 4, 2)
Adler Mannheim: 2 (2, 0, 0)

Zuschauer: 10.861

 

 


 

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