DEL - Derby zwischen Iserlohn Roosters und Kölner Haie geht bis ins Penaltyschießen

 

(DEL/Iserlohn) PM Es war ein rassiges Westderby, mit allem, was sich ein Hockeyfan wünschen kann. Aus einem 0:3-Rückstand machten die Sauerländer in einem temporeichen, attraktiven Hockeyspiel ein 4:4 nach regulärer Spielzeit. Im Penaltyschießen geht der Erfolg dann an den Seilersee – Party pur nach dem Match.

 

Iserlohn Koeln 23112017
(Foto: Patrick Rüberg)

 


Neue Besen kehren gut. Das gilt auch für Trainer und der Draisaitl-Faktor spielte auch im ersten Drittel am Seilersee eine Rolle. Äußeres Zeichen war die 3:0-Führung der Gäste nach 16:57 Minuten. Latta, der trotz Verfolger zu unbedrängt schießen konnte, Ryan Jones, dessen Schläger die Roosters im Powerplay nicht kontrollierten konnten und Uvira, der sich Eins-gegen-Eins durchsetzen konnte, waren die Torschützen für die Domstädter.

 

 

Zwar präsentierten die Kölner die beste Leistung, vor allem körperlich, seit Wochen, trotzdem hätte energischere Gegenwehr in der Iserlohner Defensive manches verhindern können. Wichtig war aber vor allem Turnbulls Anschlusstreffer in der 20. Spielminute. Erzielt mit dem Schlittschuh, konnten die Schiedsrichter allerdings keine Kick-Bewegung feststellen, so dass das Tor zählte. Zwar hatten die Iserlohner auch vorher ihre Gelegenheiten, Combs, Turnbull und Co. scheiterten aber immer wieder an Justin Peters.

 

 

Letztlich aber hatte der erste Treffer der Sauerländer dem Team zurück ins Match verholfen. Er stärkte das Selbstvertrauen, das erkannte man vom ersten Moment des zweiten Drittels an. Schon in einer frühen Überzahl, als Shugg draußen saß, hatten die Roosters mit Turnbull und Fischer zwei hundertprozentige Gelegenheiten, unmittelbar im Anschluss hielt Dahm souverän gegen Hospelt, vereitelte eine herausragende Chance der Gäste. Es waren Momente, die weitere Sicherheit ins Spiel der Roosters brachten. Immer öfter tauchte die Daum-Mannschaft anschließend vor dem gegnerischen Kasten auf, hatte deutlich mehr Spielanteile als im ersten Abschnitt, entwickelten sich mit jedem Wechsel und wurde zur besseren Mannschaft. Die Belohnung für diese Steigerung folgte in der 31. Minute.

 

 

Wieder entwickelten die Sauerländer einen starken und schnellen Angriff in Richtung des Kölner Tores, den Schmidt mit einem Lupfer über Peters zum 2:3 abschloss. Sein dritter Saisontreffer. Spätestens jetzt schienen die Sauerländer im Match, der Ausgleich eine Frage der Zeit! Und wenn da nicht Erikssons Schuss gewesen wäre, der den Weg ins Iserlohner Tor fand, vorbei an der Fanghand von Sebastian Dahm, vielleicht wäre sogar noch der Ausgleich gelungen. So waren es plötzlich wieder zwei Treffer, die die Iserlohner aufzuholen hatten. Zwanzig Minuten würden dafür Zeit bleiben.

 

 

Das 3:4, also den erneuten Anschlusstreffer markierten die Sauerländer schon 153 Sekunden nach Wiederbeginn. Turnbull erarbeitet die Scheibe in der eigenen Zone, bringt sie vor das Kölner Tor, wo Salmonsson im Nachsetzen seinen ersten Saisontreffer verbucht. Die Spannung stieg, das Tempo blieb anfänglich hoch. Letztlich aber war es an den Roosters ihren Rückstand aufholen zu müssen. Köln konzentrierte sich mehr und mehr auf die Defensive, versuchte möglichst viel Zeit im gegnerischen Drittel zu verbringen. So tickte die Uhr herunter und man erkannte in den letzten zehn Minuten deutlich, beide Teams mussten ihrem hohen Engagement Tribut zollen, die Schritte wurden etwas langsamer.

 

 

Aber es war der IEC, der sich belohnen sollte für die unermüdliche Arbeit. Nach einem grandiosen Pass entlang der Torlinie von Schmidt brachte Friedrich die Scheibe mit der Rückhand über die Linie (54.). Der Seilersee bebte in seinen Grundfesten. Vier Minuten vor dem Ende zeigen die Sauerländer noch einmal ein hervorragendes Unterzahlspiel, verpassen aber den Siegtreffer. Mit einem Unentschieden geht es in die Verlängerung. Hier foult Dahm einen Hai hinter dem eigenen Tor, die Partie läuft weiter, Hanowski nutzt einen Rebound von der Bande, bringt die Scheibe hinter Sebastian Dahm. Die Frage ist nur, überquerte derPuck im vollen Umfang die Linie oder kratzt sie Larsson von der Linie. Die Antwort der Schiedsrichter lautet: Weiter geht´s! Die Iserlohner bringen die Strafe von der Uhr, kämpfen sich ins Penaltyschießen, in dem Combs und Down für die Iserlohner treffen, Dahm beide Penaltys der Haie hält.

 

 

 

Iserlohn Roosters – Kölner Haie 5:4 n.P. (1:3/1:1/2:0)

 

 

Tore: 0:1 (06:23) Latta (Boucher), 0:2 (16:43) Ryan Jones (Eriksson/5:4), 0:3 (16:57) Uvira (Potter, Latta), 1:3 (19:05) Turnbull, 2:3 (30:48) Schmidt (Bonsaksen, Turnbull), 2:4 (37:11) Eriksson (Uvira, Mulock), 3:4 (42:33) Salmonsson (Martinovic, Turnbull), 4:4 (53:59) Friedrich (Schmidt, Florek), 5:4 (65:00) Combs (PS)

PS: Shugg (an TW), Combs (1:0), Schütz (an TW), Down (2:0)

 

Strafen: Roosters: 4; Haie: 6

 

Zuschauer: 4.533

 

Roosters: Dahm – Larsson, Eklund; Schmidt, Bonsaksen; Fischer, Martinovic; Orendorz – Weidner, Friedrich, Florek; Down, Brown, Combs; Turnbull, Costello, Salmonsson; Bassen, Shevyrin, Blank

 

Haie: Peters – Müller, Ehrhoff; Lalonde, Eriksson; Potter, Zerressen – Schütz, Shugg, Hanowski; Hospelt, Jones, Gogulla; Mulock, Uvira; Latta, Dumont, Boucher

 

 



Iserlohn

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