DEL - Der harte Kampf der Kölner Haie wird nicht belohnt, sie verlieren 0:1 und scheiden aus den Playoffs aus

 

 

(DEL/Köln) (ST) Dienstagabend, 20.00 Uhr (etwas später), erstes Bully im siebten Spiel des Viertelfinales der Kölner Haie gegen die Wolfsburger Grizzlys. Es war das alles entscheidende Spiel, die Serie ausgeglichen mit 3:3, nachdem sich die Kölner Haie in den letzten zwei Spielen zurückgekämpft hatten. 15.672 Zuschauer konnten die von Anfang an spannende Partie in der LANXESS arena verfolgen, die der KEC knapp mit 0:1 verloren geben musste und somit aus den Playoffs ausschied. Damit war der Traum vom Meistertitel ausgeträumt.

 

Die Haie hatten Heimvorteil und das hätte ein entscheidendes Momentum bedeuten können. Die Stimmung kochte bereits früh hoch. Zudem konnte der KEC durch die letzten beiden gewonnenen Spiele mit Aufwind in das Spiel starten. Psychologisch hätte dies einen weiteren Vorteil bedeutet. Wolfsburg musste die beiden Niederlagen abhaken und nicht in Frust verfallen, sie hätten bereits im Halbfinale sein können. Jedenfalls war klar, dass der heutige Sieger, der mit dem meisten Willen, der der in der Defensive einen ruhigen Kopf bewahrt, einen Schritt weiter kommen sollte. Dies war Wolfsburg. Köln war mit Sicherheit die bessere Mannschaft, doch es fehlte das Quäntchen Glück, ein Tor zu verwandeln. Wolfsburg hatte dieses Glück und konnte das einzige Tor verteidigen.

 

Das Besondere in dieser Saison war, dass neben den Kölnern und den Wolfsburgern noch zwei weitere Partien im siebten Spiel des Viertelfinales an standen. Auch Mannheim gegen Berlin und Augsburg gegen Nürnberg kämpften um den Einzug ins Halbfinale. Eine solche Konstellation gab es bisher noch nicht. In den Medien wurde der heutige Spieltag im Vorfeld als Super-Dienstag angekündigt. Zumindest war allen bewusst, mehr Emotion und Euphorie geht nicht. Berlin und Nürnberg kamen letztlich weiter.







Patrick Hager blieb auch in diesem Spiel suspendiert. Die Gründe sind immer noch vage und undurchschaubar, stellten seine Mitspieler doch klar, dass sie sich das angeblich teamschädigende Verhalten nicht erklären könnten. Eine eindeutige Pressemitteilung gab es zudem nicht, lediglich Geschäftsführer Peter Schönberger äußerte sich. Aber ist die Handhabe hier nicht eher teamschädigend, da es keine faire und klare Linie gibt? Es ist jedenfalls für alle Beteiligten verunsichernd.

 

Im Spiel gegen Wolfsburg am Sonntag spielten beide Mannschaften konzentriert, besonders in der Verteidigung. Es war ein einziges Tor, das den Unterschied machte und dieses wurde von Shawn Lalonde in der Minute geschossen. So entschied Lalonde das Spiel für die Haie und ermöglichte das Spiel sieben.

 

Im ersten Drittel gaben beide Mannschaften ordentlich Gas. Beide wollten siegen und weiter kommen. Köln startete gut ins Spiel und erarbeitete sich einige gute Möglichkeiten, doch der Torerfolg blieb aus. Es wurde schnell deutlich, dass auch dieses Spiel knapp enden würde. Nach dem ersten Drittel stand es ausgeglichen 0:0 und beide hatten jeweils eine Strafe auf dem Konto.

 

Der Mittelabschnitt begann auch schnell. Wieder hatte Köln gefährliche Möglichkeiten, netzte nur nicht ein. Einige Überzahlmöglichkeiten konnte Köln auch nicht umsetzen. In der 28. Minute fiel das erste Tor für Wolfsburg, es sollte auch bei diesem einen bleiben. Eine gute Möglichkeit erarbeitet und umgesetzt, so stand es nach dem Drittel 0:1 für die Gäste.

 

Im Schlussdrittel kämpften und kämpften die Haie. Sie waren die dominierende Mannschaft, doch ihnen fehlte es vorne an Toren. Wolfsburg verteidigte am Ende seine Führung gekonnt und konnte so ins Halbfinale einziehen.

 

Insgesamt war es von Beginn an eine nervenzerreißende Partie. Sowohl Wolfsburg als auch Köln kämpften um Alles. Köln hatte die gefährlicheren Möglichkeiten und mehr Spielanteile, letztlich aber fehlte es an etwas Glück und vielleicht einem Knipser, den Puck ins Tor zu bekommen. Die Wolfsburger hatten am Ende den längeren Atem und den Kopf frei genug, um das Spiel zu entscheiden. Letztlich entschied ein einziges Tor und eine starke Defensive. Die Niederlage ist bitter und enttäuschend. Aber es wird in der nächsten Saison weitergehen. Bis dahin müssen die Weichen geklärt werden. Für den KEC war es eine Saison mit Höhen und Tiefen. Jetzt gilt es nach vorne zu blicken und wichtige Entscheidungen zu treffen.



(Foto: Ingo Winkelmann)


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