DEL – ERC verliert erstes Pre-Playoffspiel gegen Bremerhaven

Ingolstadt 21022017 013

 

(DEL/Ingolstadt) (Felix Eisele) – Die Fischtown Pinguins Bremerhaven bleiben der Angstgegner des ERC Ingolstadt. Nach zuvor drei Niederlagen aus vier Aufeinandertreffen während der Hauptrunde verloren die Panther auch das erste Spiel der Pre-Playoffs gegen die Seestädter mit 1:4. Damit steht Ingolstadt bereits am Freitag in Bremerhaven gewaltig unter Druck.

 

 

Emotional wurde es bereits vor dem Spiel – die Fans der Panther gedachten Rudi Iselin, einem der treuesten Fans des ERC, der am Mittag wenige Stunden vor Spielbeginn mit nur 47 Jahren verstorben war. Stadionsprecher Hannes Langer hielt eine kurze, aber emotionale Laudatio über die Fanlegende von der Schanz und schwor die Anhänger der Panther nochmals auf die Playoffs ein.

 

 

Das Spiel begann, wie man es erwartet hatte. Beide Mannschaften spielten aggressiv nach vorne und es ging weit emotionaler zu, als noch in der Hauptrunde. Die erste Chance des Spiels gehörte den Gästen von der Küste, als Pinguins-Torjäger Jack Combs Timo Pielmeier im Tor der Ingolstädter erstmals prüfte (2.). Doch auch der ERC versteckte sich nicht und hatte noch in derselben Minute die erste Chance zur Führung – Verteidiger Simon Schütz prüfte Jerry Kuhn im Tor der Bremerhavener mit einem Schuss von der blauen Linie. Danach hatten sowohl die Pinguins, als auch die Panther die Chance, in Überzahl in Führung zu gehen, doch aufgrund einer soliden und aggressiven Abwehrleistung wollte auf beiden Seiten nichts zählbares herausspringen. In der 10. Minute jedoch durften die Panther zum ersten Mal jubeln – Thomas Greilinger zog in Angriffsdrittel und legte quer auf David Elsner, der den Puck frei vor Kuhn zum 1:0 für den ERC in die Maschen zimmerte.

 

 

Bremerhaven – keineswegs geschockt – bemühte sich um eine schnelle Antwort, doch sowohl Ross Mauermann (11.), als auch Jeremy Welsh fanden in Timo Pielmeier ihren Meister. Auf der anderen Seite scheiterten aber auch Björn Svensson (15.) und Thomas Oppenheimer (16.) an Jerry Kuhn. Dreißig Sekunden vor Drittelende dann aber doch der Ausgleich für Bremerhaven. Nach Zuspiel von Jack Combs und Cory Quirk überwand Jeremy Welsh Timo Pielmeier mit einem satten Schuss von der blauen in den Winkel – 1:1 zur Drittelpause.

 

 

Bereits kurz nach Beginn des zweiten Drittels fing sich Ingolstadt erneut eine Strafzeit ein, überstand diese jedoch ohne größere Probleme. Dann, mit Ablauf der Strafzeit hatte Thomas Oppenheimer, der gerade von der Strafbank zurückkam, die Riesenchance den ERC wieder in Führung zu bringen, als er nach schönem Zuspiel von David Elsner völlig frei auf Kuhn zulief – doch der Bremerhavener Goalie blieb Sieger (24.). Das Spiel hatte nun mehr als richtigen Playoffcharakter – beide Teams spielten weiter munter nach vorne und es gab Chancen im 30 Sekunden-Takt auf beiden Seiten. So hatten unter anderem Dustin Friesen (25.), John Laliberte (27.) und Petr Taticek (28.) für Ingolstadt, als auch Marian Dejdar (26.) und Brock Hooton (27.) für Bremerhaven gute Chancen ihr Team in Front zu bringen. Dann, mitten in einer Drangphase der Panther fiel dann doch das 2:1 für die Seestädter.

 



 

Nach Zuspiel von Ross Mauermann, war es Jordan George der einen Gewaltschuss von Bronson Maschmeyer unhaltbar ins Tor abfälschte (30.). Im Anschluss an die Führung der Gäste wurde es emotional als Brett Bulmer sich Wade Bergman zur Brust nahm – der Ingolstädter ging hieraus als klarer Punktsieger hervor. Doch wachgerüttelt hatte Bulmer sein Team mit diesem Kampf nicht – Ingolstadt stand in der Verteidigung nun viel zu weit weg vom Gegner und so dauerte es nur zwei Minuten, ehe Bremerhaven auf 3:1 erhöhte. Erneut war Jeremy Welsh der Torschütze, als er mit freundlicher Genehmigung der Panther im eigenen Drittel Anlauf nahm, ins ERC-Drittel marschierte und die Scheibe nahezu unbedrängt einnetzte (32.).

 

 

Die Panther verloren völlig den Faden und die Pinguins rissen die Spielkontrolle an sich. Nach einer weiteren guten Chance für die Gäste gab es beinahe einen Doppelfaustkampf zwischen Benedikt Schopper und Fabio Wagner auf Ingolstädter und Jack Combs und Cody Lampl auf Bremerhavener Seite, was von den Unparteiischen diesmal jedoch unterbunden wurde. Die Gäste ließen dich davon jedoch wenig beeindrucken und waren dem 4:1 zum Ende des zweiten Drittels näher, als Ingolstadt dem Anschlusstreffer, als Marian Dejdar in der letzten Minute bloß den Pfosten traf (40.). So ging es mit der mittlerweile verdienten Führung für Bremerhaven in die letzte Pause.

 

 

Wer auf eine schnelle Antwort der Panther gehofft hatte, wurde enttäuscht, denn das Drittel begann mit einer weiteren Strafzeit gegen den ERC. Die Gäste konnten hiervon jedoch nicht profitieren und hatten Glück, dass Ingolstadt nach einem Konter über Patrick McNeill und Jean-Francois Jacques nicht zum Anschluss traf (43.). Unmittelbar nach Ablauf der Unterzahl hatten Björn Svensson und Thomas Oppenheimer die Chance auf das 2:3, doch letztendlich wurde hierbei nur das Tor verschoben (45.). Besser machten es wiederum fast die Gäste, als Petr Taticek die Scheibe im Aufbau an Jordan George verlor und dieser frei vor Pielmeier nur knapp über das Tor zog. Die Panther bemühten sich weiterhin um den Anschlusstreffer, biss sich jedoch an der Pinguins-Abwehr immer wieder die Zähne aus. Die besten Möglichkeiten hatten Darryl Boyce (48.) und 2x Danny Irmen (51. und 52.), scheiterten jedoch an Jerry Kuhn.

 

 

Doch auch Bremerhaven setzte seinerseits immer wieder Nadelstiche und hatte durch Wade Bergman (49.) durchaus die Möglichkeit alles klar zu machen. Insgesamt jedoch beschränkten sich die Seestädter ab Mitte des letzten Drittels zusehend auf die Verteidigungsarbeit und lauerten auf Konterchancen. Ingolstadt war zwar bemüht noch einmal zurückzukommen, war offensiv jedoch zu harmlos um die Abwehr der Gäste zu überwinden. So verlief die letzte Hälfte des Drittels mit Ausnahme einiger kleinerer Chancen  weitgehend ohne Höhepunkte, bis die Panther in der vorletzten Minute noch einmal alles riskierten und Timo Pielmeier zugunsten eines sechsten Spielers vom Eis nahmen. Ingolstadt konnte sich jedoch auch hier keine klaren Chancen herausspielen und so kam Bremerhaven an diesem Abend doch noch zu seinem vierten Tor. Nach einem Puckverlust der Panther nahm Jack Combs Maß und brachte den Puck aus der eigenen Hälte heraus im verwaisten Tor des ERC zum 1:4 Endstand unter.

 

 

Der ERC steht damit bereits am Freitag in Spiel zwei an der Nordsee gewaltig unter Druck und benötigt einen Sieg um ein weiteres Heimspiel am Sonntag zu erzwingen. Die Seestädter wiederum können mit einem Sieg vor heimischer Kulisse den Einzug in das Viertelfinale perfekt machen.

 

 

Tore:

1:0 | 10. Spielminute | David Elsner (Thomas Greilinger)
1:1 | 20. Spielminute | Jeremy Welsh (Jack Combs, Cory Quirk)
1:2 | 30. Spielminute | Bronson Maschmeyer (Jordan George, Ross Mauermann)
1:3 | 32. Spielminute | Jeremy Welsh (Rob Bordson, Mike Hoeffel)
1:4 | 59. Spielminute | Jack Combs (unassisted)

Schiedsrichter: Stephan Bauer, Gordon Schukies
Linesmen: Lukas Kohlmüller, Pascal Kretschmer

Zuschauer: 3708





Ingolstadt

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