Powerplay und Fans müssen zum Momentum für die Tigers werden

 

Sandro Schnberger 

 

(DEL/Straubing) (MA) Was jetzt kommt, kann den Tigers nur noch großen Spaß machen. Die ungemütlichen Gegner wie Krefeld, Düsseldorf, Iserlohn und Schwenningen sind nicht mehr dabei und gegen Bremerhaven trifft man frühestens im Finale. Ja genau, im Finale. In den Playoffs ist alles möglich sagt man, wohl auch um sich selber Mut zu machen. Dennoch ist es speziell in der ersten Playoff-Runde auch eine Frage, wer am meisten zu verlieren hat. Bei einer Partie Tigers gegen Eisbären ist bereits von vornherein klar, wer das ist. Der Druck dürfte sogar noch höher steigen, wenn man die gespielte Vorrunde mal näher betrachtet. Denn so Chancenlos ist die Lage der Tigers wahrlich nicht. Es wäre aber zu einfach, nur mit den drei von vier gewonnen Spielen die Statistik zu lesen.





 

Seit dieser Saison, so ist es zumindest der Anschein, hat man sich genügend Respekt bei vielen etablierten Teams verschafft. Berlin weiß das, in Nürnberg und Köln kann man auch ein Lied davon singen und Mannheim dürfte im Moment froh sein von den Tigers erst einmal nichts zu hören und zu sehen. Was hätte man mit dem zweitkleinsten Etat der Liga nicht alles erreichen können, wären die Spiele gegen die ausgeschiedenen Teams nach dem zweiten Drittel beendet gewesen. Aber in der ersten Playoff-Runde fühlen sich die Tigers pudelwohl. Als Außenseiter hat man sich bei den zwei Auftritten gegen Augsburg und Ingolstadt zwei mal durchgesetzt und das Eindrucksvoll. Kein einziges Spiel haben die Tigers in dieser Runde bisher verloren und beide Male begann man die Serie mit einem Auswärtssieg.

 

 

Im Kader der Tigers gibt es aktuell vier Akteure die hautnah dabei waren. Kapitän Sandro Schönberger, Derek Whitmore und Rene Röthke auf dem Eis und Coach Larry Mitchell neben dem Eis. Damals 2013 noch als Trainer der Augsburg Panther an Straubing gescheitert und letzte Saison mit Straubing gegen Ingolstadt erfolgreich ins Viertelfinale eingezogen. Stellt sich die Frage, welches Werkzeug die Tigers gegen Berlin benötigen um wieder in ein Playoff-Viertelfinale einzuziehen. Welcher Torhüter die Tigers in der entscheidenden Phase führt, ließ Larry Mitchell noch offen. Aber wer ihn kennt, wird wohl auf Matt Climie setzen, der das letzte Spiel gegen Mannheim auch siegreich gestalten konnte.
            

 

Die Duelle:

 

Vehanen - Climie:
Zwar liegt der Finne vor dem Kanadier in der Statistik aber für die Tigers ist es ein wichtiger psychologischer Faktor zu wissen, dass man sich auf Climie verlassen kann. Bei den Eisbären hat man mehr das Vertrauen in die einzelne Stärke eines jeden. Bei normalen Verlauf wird es auf dieser Position keinen großen Vorteil, weder für den einen noch für den anderen, geben.

 

Verteidigung:
Ganze 20 Tore mehr kassierten die Tigers in der Vorrunde. Wenn man hier jedoch den Blick darauf schärft, was in der jüngsten Phase der Vorrunde genau passiert ist, kommt man eben zu einem etwas anderen Ergebnis. Im Jahr 2017 bekamen die Tigers zwei Gegentore mehr als die Eisbären und das bei einem Spiel mehr. Der Gegentorschnitt von Straubing im Jahr 2017 beträgt 2,88 und der von Berlin liegt bei 2,94 pro Spiel. Also auch hier braucht man keine Angst vor dem Gegner zu haben. Wobei für einen Erfolg der Tigers die Verteidiger funktionieren müssen und mit Yeo, Edwards und Bettauer haben sie Verteidiger in ihren Reihen die in einer Regelmäßigkeit dazu beigetragen haben.

 

Angriff:
Im Angriff sind nominell die Eisbären natürlich besser besetzt. Dennoch enttäuschten sie um so mehr ihre Anhänger und geizten mit Toren. Dies war jedoch auch der Verletztenliste geschuldet. Man wird sehen, was es jetzt bringt mit den Spielern in die Playoffs zu gehen die lange nicht dabei waren. Wenn man auch hier in die Statistik des neuen Jahres blickt kommt man auf Werte, die man so gar nicht als erstes im Blick hat. 22 Tore mehr erzielten die Tigers in der Vorrunde. Aber das Fehlen vom Jeremy Williams konnte logischer Weise nicht mehr kompensiert werden. Dennoch sprechen die Zahlen eindeutig für die Tigers. Mit einem Schnitt von 3,22 bei Straubing gegenüber einen Schnitt von 2,29 bei Berlin hat man hier den ersten Pluspunkt im Jahr 2017.  Mit Mike Hedden und Scott Timmins haben die Tigers zwei Spieler in ihren Reihen die 8 der 15 Treffer gegen Berlin allein erzielt haben.

 

Überzahl und Unterzahl:
Man übertreibt nicht, wenn man sagt dass bei beiden Teams das Unterzahlspiel kaum stattfindet. Beide gleich schwach könnte man sagen. Anders aber ist das Überzahlspiel, wenn es denn funktioniert. Die Saisonbilanz gegen Berlin ist hier mehr als eindeutig. Die Tigers erzielten sieben Tore in Überzahl, die Eisbären nur eins. Der Schlüssel zum Erfolg liegt hier also im Strafen vermeiden. Die Tigers haben drei von vier Spielen in der Vorrunde gegen Berlin gewonnen. Beim einzigen Sieg der Berliner hatten die Tigers mehr als 10 Strafminuten. Vorteil aufgrund der starken Bilanz im Powerplay liegt hier ebenfalls bei Straubing.

 

Fazit:
Der Heimvorteil für Berlin ist für Straubing kein Nachteil, auch wenn man in Berlin selbst noch nicht allzu oft gewonnen hat. An einem wichtigen Sieg werden sich die Fans aber gerne zurück erinnern. In den Playoffs 2012, als man durch die Tore von Meunier, Whitecotton und Elfring mit 1:3 gewonnen hat. Es wäre dem Team von Larry Mitchell durchaus zuzutrauen. Berlin hingegen ist eine echt abgezockte Truppe. Wenn es eine Mannschaft gibt, die Playoffs kann, dann sind es die Eisbären. Sollten die Straubinger Fans und die Tigers im Powerplay zur Höchstform auflaufen, werden sie es schaffen ins Viertelfinale einzuziehen.



Foto: (Heike Fener / eishockey-online.com)


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