DEL - ERC Ingolstadt verabschiedet sich mit einem 4:2-Heimerfolg über die Kölner Haie aus der Hauptrunde

ingolstadt 21022017 012

 

(DEL/Ingolstadt) (Felix Eisele) - Der ERC Ingolstadt hat sich zum Abschluss der Hauptrunde mit dem dritten Heimsieg in Serie von seinen Fans verabschiedet! Die Panther besiegten die Kölner Haie verdient mit 4:2 und starten am kommenden Mittwoch Zuhause mit viel Rückenwind in die Pre-Playoffs gegen Bremerhaven.

 

 

Am 52. und letzten Spieltag der Hauptrunde empfing der ERC Ingolstadt die Kölner Haie vor heimischem Publikum in der Saturn Arena. Es war ein Spiel in dem es für beide Teams um nichts mehr ging - Köln hatte sich den vierten Platz und das Heimrecht im Playoff-Viertelfinale bereits gesichert und auch Ingolstadt hatte den siebten Platz und das Heimrecht in den Pre-Playoffs bereits sicher, wollte hierfür aber im heutigen Spiel nach der 4:5-Schlappe in Berlin am Freitag nochmal ordentlich Selbstvertrauen tanken, da auch noch nicht feststand, wer ab dem kommenden Mittwoch der Gegner der Panther im Rennen um eines der letzten beiden Viertelfinaltickets sein würde.

 

 

Das Spiel begann zunächst verhalten. Beide Teams waren auf Vorsicht bedacht und betasten sich gegenseitig - hier und da gab es die ersten kleineren Chancen. Die erste Großchance des Spiels gehörte den Haien, als Sebastian Uvira allein auf das ERC-Gehäuse zulief, doch Pielmeier im Tor der Panther blieb ruhig und Uviras Schuss landete in der Fanghand (6. Spielminute). Eine Minute später gab es dann die erste Strafzeit gegen Köln und damit die erste Möglichkeit für Ingolstadt in Führung zu gehen - Nico Krämmer musste wegen Beinstellens für zwei Minuten vom Eis. Die Panther taten sich gegen die kompakt stehende Abwehr der Haie jedoch schwer und so verstrich die erste Überzahl ohne nennenswerte Chancen. Nun aber nahm das Spiel an Fahrt auf. Beide Teams spielten körperbetont und schnell nach vorne, was zu mehreren Chancen auf beiden Seiten führte. Meistens wurden die Angriffe jedoch nicht mit letzter Konsequenz zu Ende gespielt und falls doch waren Dshunussow und Pielmeier zur Stelle. In der 13. Spielminute gab es dann die erste Überzahl für die Haie, als David Elsner für zwei Minuten wegen Hakens vom Eis musste.

 

 

Doch auch die Panther standen defensiv kompakt und so verstrich auch die erste Kölner Überzahl ohne großartige Höhepunkte. In der 16. Spielminute dann die erste Großchance für den ERC - Petr Taticek erkämpfte sich die Scheibe hinter dem Tor und versuchte Dshunussow im Tor der Haie mittels Bauerntrick zu überwinden, die Scheibe wurde jedoch im letzten Moment noch von der Linie gekratzt. Weitere Höhepunkte sollte es im ersten Drittel nicht mehr geben und so ging es mit 0:0 in die Drittelpause.

 

 

Wer auf ein unterhaltsames zweites Drittel gesetzt hatte sollte Recht behalten. Beide Teams kamen mit Feuer aus der Kabine und der ERC riss das Spiel zunächst an sich und kam bereits nach einer Minute zu drei guten Chancen durch John Laliberte (2x) und den wiedergenesenen Petr Pohl - beide konnten Dshunussow im Tor der Haie jedoch nicht überwinden. Im Gegenzug folgte dann die Ernüchterung, denn Köln ging mit der ersten Chance in diesem Drittel in Führung. Christian Ehrhoff spielte von der blauen nach rechts zu Nico Krämmer und dieser wiederum quer vor das Tor zu T.J. Mulock, der zum 0:1 aus Sicht der Panther einnetzte (24.). Die Panther waren jedoch keineswegs geschockt und so folgte nahezu postwendend der Ausgleich. Thomas Greilinger auf David Elsner, der nach rechts ins Angriffdrittel zog und mit einem satten Schuss von der blauen Linie in den Winkel das erste Tor des Abends für den ERC erzielte. Dshunussow - dem die Sicht verdeckt war - war nun also auch zum ersten Mal an diesem Nachmittag bezwungen. Die Ingolstädter übernahmen nun endgültig die Kontrolle über die Partie und nur drei Minuten später wurden die Mühen der Panther erneut belohnt. Nach einem tief gespielten Pass hinter das Tor der Haie verlor T.J. Mulock zunächst bei einem Klärungsversuch seinen Schläger an der Bande und Moritz Müller spielte den Puck genau auf die Kelle von Brett Bulmer, dessen Schuss Dshunussow zwar zunächst parieren konnte, gegen den Nachschuss von Darryl Boyce dann aber machtlos war - das 2:1 für den ERC Ingolstadt (30.).

 

Auf eine schnelle Antwort der Kölner wartete man vergebens und so klingelte es nur zwei Minuten später erneut im Tor der Kölner. Nach schönem Zuspiel von Petr Pohl auf John Laliberte war es Danny Irmen, der im Nachschuss mit seinem 19. Saisontor auf 3:1 für Ingolstadt erhöhte (32.). Die Abwehr der Haie sah hierbei wieder nicht gut aus, nachdem Corey Potter die Scheibe zuvor hinter dem eigenen Tor an Pohl verloren hatte. Köln - nun völlig von der Rolle - brach nun völlig auseinander und nur 47 Sekunden später musste der an diesem Nachmittag bemitleidenswerte Dshunussow erneut hinter sich greifen. Nach schönem Zuspiel von Martin Buchwieser war es Thomas Oppenheimer, der mit seinem ebenfalls 19. Saisontor aus kurzer Distanz auf 4:1 für Ingolstadt erhöhte - Buchwieser hatte sich zuvor entscheidend hinter dem Tor durchgesetzt. Die Defensive der Haie offenbarte auch hier erhebliche Zuordnungsprobleme, weshalb Trainer Cory Clouston im Anschluss sofort eine Auszeit nahm. Unmittelbar nach dem 4:1 kassierte Ingolstadt die zweite Strafe des Abends - Fabio Wagner, 2 Minuten wegen Stockschlags - und Köln hatte somit die Chance schnell auf zumindest wieder zwei Tore heranzukommen. Doch wie bereits im ersten Drittel stand die Defensive der Panther sehr kompakt und ließ keine nennenswerten Chancen der Kölner zu. Zwei Minuten vor Drittelende dann ein großer Schock für Köln, als Travis Turnbull nach einem Schuss ans Ohr benommen liegen blieb.

 

 

Nach kurzer Behandlung durch die medizinische Abteilung der Haie wurde Turnbull unter beidseitigem Applaus blutend, aber dennoch voll bei der Sache zur weiteren Behandlung vom Eis gebracht. Ingolstadt hatte im Anschluss nochmals die Chance seinen Vorsprung zu erhöhen, als Alexandre Bolduc wegen Behinderung für zwei Minuten vom Eis musste. Die Abwehr der Haie stand diesmal jedoch deutlich kompakter und sortierter als beim Schützenfest der Panther wenige Minuten zuvor und ließ keine weiteren Chancen zu. Im Gegenteil, sie hatten durch Ryan Jones Nico Krämmer sogar gute Gelegenheiten einen Shorthander zu erzielen. Weiter Höhepunkte sollte es dann nicht mehr geben und so ging es mit einem Zwischenstand von 4:1 für die Panther in die Kabine.

 



 

Köln hatte in der Kabine offenbar nochmal Selbstvertrauen getankt, denn sie versuchten sofort zu Beginn des letzten Drittels Druck auf das Tor des ERC aufzubauen. Die erste Chance zum 4:2 hatte Moritz Müller mit einem Schuss von der blauen Linie, Pielmeier jedoch ohne Probleme (41.). Doch auch der ERC zeigte, dass er kein Interesse daran hatte zurückzustecken und hatte in der 44. Spielminute die dicke Chance auf 5:1 zu erhöhen - John Laliberte mit dem schönen Pass auf Danny Irmen, doch Dshunussow im Tor der Kölner bekam noch irgendwie die Kelle dazwischen. Nur zwei Minuten später hatte Köln wieder die Möglichkeit in Überzahl heranzukommen, - Petr Taticek, 2 Minuten wegen Beinstellens - doch wie auch in der vorangegangenen Powerplay-Situationen der Kölner stand die Defensive der Panther sehr kompakt und ließ keine Chancen zu.

 

 

Die Haie blieben auch im Anschluss offensiv um den Anschluss bemüht, doch die Panther, die mittlerweile das Tempo ein wenig herausgenommen hatten, ließen defensiv weiterhin wenig zu und Pielmeier im Kasten der Ingolstädter parierte was auf sein Tor kam. Nach einer vieldiskutierten Strafe gegen John Laliberte in der 53. Spielminute - zwei Minuten, Behinderung des Torhüters - gelang den Haien dann aber doch noch das erste Überzahltor der Partie. Shawn Lalonde mit dem direkten Schuss nach dem Bullygewinn und der Puck trudelte zum 2:4 aus Sicht der Kölner über die Linie  (53.) - die mitgereisten Fans durften noch einmal hoffen. Zwar bemühten sich die Haie im Anschluss um einen weiteren Treffer, doch die nächste Großchance gehörte wieder den Hausherren. Thomas Oppenheimer verpasste zunächst knapp im Slot und lenkte direkt im Anschluss einen Schuss von Patrick Köppchen auf das Gehäuse der Kölner, doch Dshunussow blieb Sieger (56.).

 

 

Auf das große Aufbäumen der Haie wartete man dennoch vergebens, da die Abwehr der Panther weiterhin nahezu alle Angriffsbemühungen der Gäste im Keim erstickte. 90 Sekunden vor Schluss nahmen die Haie dann den Goalie zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis und hatten 68 Sekunden vor dem Ende sogar noch die Chance in doppelter Überzahl den Anschluss und vielleicht sogar den Ausgleich zu erzielen - Martin Buchwieser, 2 Minuten wegen übertriebener Härte -. Doch die Haie erspielten sich dennoch keine weiteren Großchancen mehr und hatten Glück, dass Ingolstadt bei drei Versuchen den alles entscheidenden Empty-Netter verpasste. So blieb es beim letztendlich hochverdienten 4:2-Sieg der Panther, die sich damit mit dem dritten Heimsieg in Serie aus der Hauptrunde verabschiedeten.

 

 

Nach Spielschluss kam es noch einmal zu einer unschönen Szene, als Martin Buchwieser und Corey Potter beim Handshake aneinander gerieten. Die Schiedsrichter schickten daraufhin die gesamte Kölner Mannschaft sofort ohne weitere Verabschiedung in die Kabine.

 

 

Für die Panther geht es bereits am kommenden Mittwoch Zuhause in den Pre-Playoffs weiter - Gegner sind die Fischtown Pinguins Bremerhaven, die aufgrund einer 2:3 Niederlage gegen Red Bull München und der gleichzeitigen Siege der Straubing Tigers bei den Adler Mannheim (Endstand 4:1 für Straubing) und der Eisbären Berlin gegen die Iserlohn Roosters (Endstand 4:1 für Berlin) auf den zehnten Platz abgerutscht und somit die Gegner der Panther in der Qualifikation sind.

 

 

Die Haie, die bereits sicher für das Playoff-Viertelfinale qualifiziert sind haben nun eine Woche Spielpause und starten am Dienstag, 07. März Zuhause gegen die Grizzlys Wolfsburg.

 

Tore:

0:1 | 24. Spielminute | T.J. Mulock (Nico Krämmer, Christian Ehrhoff)
1:1 | 27. Spielminute | David Elsner (Thomas Greilinger)
2:1 | 30. Spielminute | Darryl Boyce (Brett Bulmer, Jean-Francois Jacques)
3:1 | 32. Spielminute | Danny Irmen (Petr Pohl, John Laliberte)
4:1 | 32. Spielminute | Thomas Oppenheimer (Martin Buchwieser)
4:2 | 53. Spielminute | Shawn Lalonde (Ryan Jones)

Schiedsrichter: Christian Hurtik / Marian Rohatsch
Linesmen: Lukas Kohlmüller / Pascal Kretschmer

Zuschauer: 3.799

 

 

Line-ups:

ERC Ingolstadt:

Pielmeier (Eisenhut) - McNeill, Kohl, Laliberte, Irmen, Pohl - Salcido, Köppchen, Svensson, Buchwieser, Oppenheimer - Wagner, Friesen, Greilinger, Taticek, Elsner - Schütz, Jacques, Boyce, Bulmer

Coaches: Tommy Samuelsson, Petr Bares

 

 

Kölner Haie:

Dshunussow (Wesslau) - Potter, Zerressen, Krämmer, Hospelt, Byers - Müller, Ehrhoff, Jones, Hager, Gogulla - Lalonde, Eriksson, Turnbull, Bolduc, Reinhart - Sulzer, Uvira, Mulock, Ohmann

Coaches: Cory Clouston, Greg Thomson



(Foto Birgit Häfner)


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