DEL - Die Kölner Haie verschlafen das Derby und verlieren gegen die Düsseldorfer EG 0:2

 

 

(DEL/Köln) ST Dienstag, Valentinstag, Spieltag und Derbyzeit. Es war das vorletzte Heimspiel der Kölner Haie und bei diesem empfing der KEC die Düsseldorfer EG in der LANXESS arena vor 14.166 Zuschauern. Das 215. Aufeinandertreffen beider Kontrahenten gewann die DEG mit 0:2 und brachte den Haien damit eine bittere Niederlage bei.

 

In den letzten Tagen stellte der KEC auch weiterhin die Weichen für die kommende Saison, sie verlängerten den Vertrag von Shawn Lalonde bis 2019. Lalonde ist zur Zeit punktbester Verteidiger der Haie und hatte in der vorherigen Saison den härtesten Schuss der Liga.

 

 

Die Haie hätten mit Rückenwind starten müssen, hatten sie doch ein sechs Punkte Wochenende hinter sich liegen, gegen die Schwenninger Wild Wings gewannen sie am Freitag 5:2 und die Eisbären Berlin schickten sie mit 2:0 nach Hause. Auch die DEG konnte letzten Sonntag nach einer Reihe von ernüchternden Niederlagen die Straubinger Tigers mit 3:1 schlagen. Für die Düsseldorfer steht zur Zeit einiges auf dem Spiel, die Chancen auf einen Playoff Platz vorzurücken, sind gering. Mit einem Sieg gegen die Haie würden ihnen aber nur noch fünf Punkte auf den rettenden 10. Platz fehlen. So gingen sie motiviert in das Derby.

 

Der KEC hingegen hätte nach einem Sieg in regulärer Spielzeit auf den zweiten Tabellenplatz vorrutschen können. Doch es ist ein Derby, da gelten normalerweise andere Regeln, kein Team will ein solches Spiel verlieren, egal welche weiteren Folgen Sieg oder Niederlage haben. Gestern jedoch stellte sich die große Frage: Wollten die Haie eigentlich gewinnen bzw. hatten sie überhaupt Lust zu spielen?

 

 

Die ersten beiden Spiele des KEC gegen die DEG gewann die DEG, einmal zu Hause und einmal in der LANXESS arena, das letzte Spiel in Düsseldorf ging an die Kölner. Diese Bilanz hätten die Haie ausgleichen können, wenn sie denn motivierter an das Spiel herangegangen wären.

 



 

Im ersten Abschnitt ging es erst mit Dampf der Haie los. Sie erarbeiteten sich mehr Spielanteile als die Düsseldorfer und dominierten das Spiel. Die Gäste versuchten es auch in der Offensive, kamen aber nur schwer durch. Beiden Mannschaften fehlte es allerdings an hochkarätigen Chancen und gegen Ende fehlte dem Spiel der Elan. Highlight war ein Faustkampf zwischen Tim Conboy und Sebastian Uvira. Conboy provozierte Uvira, der es sich nicht gefallen lassen wollte, so dass beide aneinander gerieten und sich mit Fäusten bearbeiteten. Die Schiedsrichter gingen auch recht spät dazwischen, was in der Arena für Stimmung sorgte. Beide bekamen 2+2+2+10 Minuten Strafen. Es endete 0:0.

 

 

Der Mittelabschnitt begann für die Haie in Unterzahl, die sie aber ohne Gegentor überstanden. Die DEG wirkte unkoordiniert im Angriff. Der KEC auf der anderen Seite war zwar schnell und koordinierter, aber das Offensivspiel war doch nicht hart und aggressiv genug. Die Torschüsse wenig effizient. In der 29. Minute nutzten die Düsseldorfer ein Powerplay für sich und gingen mit 0:1 durch Bernhard Ebner in Führung. Darauf reagierten die Haie etwas überrascht und konnten in diesem Drittel nicht mehr ausgleichen.

 

 

Im letzten Drittel musste also etwas passieren. Doch dies gelang wieder den Düsseldorfern und wieder im Powerplay durch Bernhard Ebner in der 55. Minute. Zuletzt wirkte die Mannschaft des KEC ermüdet und ermüdend. Es endete mit 0:2 für die Gäste aus Düsseldorf.

 

 

Insgesamt war es kein derbygerechtes Spiel. Beide Mannschaften spielten nicht überzeugend, auch wenn die DEG zwei Tore zum Sieg schoss, war ihr Spiel doch recht unkoordiniert und mit wenig Chancen. Die Haie wirkten unmotiviert. Der Düsseldorfer Torhüter Mathias Niederberger hatte einen sehr guten Tag und verdiente sich das Shutout. Das einzige Highlight der Partie war die Schlägerei zwischen DEG Rüpel Tim Conboy und Sebastian Uvira. Das brachte ein wenig Pfeffer rein, doch das Salz fehlte gänzlich in der Suppe.

 

 

Haie Trainer Cory Clouston erklärte nach dem Spiel: „Wir hatten zwar einige gute Möglichkeiten. Diese haben wir leider nicht nutzen können. Ein Manko, dass uns schon die ganze Saison lang begleitet. Defensiv standen wir gut. Düsseldorf hat gute Arbeit geleistet und hat zwei Powerplay-Tore geschossen. In den nächsten Spielen müssen wir besser spielen und unser Selbstvertrauen vor dem gegnerischen Tor wiederbeleben.“ (www.haie.de)

 

 

Am kommenden Freitag reist der KEC dann nach Iserlohn, das Spiel beginnt um 19.30 Uhr. Am Sonntag geht es dann um 16.45 Uhr gegen die Krefelder Pinguine. Es bleibt zu hoffen, dass diese Aufeinandertreffen etwas spannender wird.

 

(Foto: Ingo Winkelmann)


000000000000000000000119Mehr Informationen über die Kölner Haie erhalten Sie hier...

 

 

 

 

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